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Karteikarten im Vokabelstil zur schrittweisen Zerstörung der Demokratie, der NS-Ideologie, der Ausgrenzung von Minderheiten und der Festigung der NS-Diktatur.
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Adolf Hitler wird von Reichspräsident Hindenburg zum Reichskanzler ernannt.
Reichstagsbrand (27. Februar 1933)
Brand des Reichstagsgebäudes, für den einem holländischen Kommunisten die Schuld gegeben wurde; führte zum Erlass der Notverordnung.
„Notverordnung zum Schutz von Volk und Staat“
Verordnung nach dem Reichstagsbrand, die Grundrechte (Meinungs-, Versammlungs- und Pressefreiheit) außer Kraft setzte, die „Schutzhaft“ ermöglichte und sich gezielt gegen KPD und SPD richtete.
„Schutzhaft“
Durch die Notverordnung ermöglichte willkürliche Verhaftung politischer Gegner.
„Ermächtigungsgesetz“ (23. März 1933)
Gesetz, das der NSDAP ermöglichte, Gesetze ohne Zustimmung des Parlaments zu erlangen; markierte das Ende der Demokratie. Gegenstimmen kamen nur von der SPD (KPD-Stimmen waren ungültig).
SA („Sturmabteilung“)
Prügeltrupp der NSDAP zur Ausübung von Terror und Einschüchterung gegen politisch Andersdenkende.
SS („Schutzstaffel“)
Prügeltrupp der NSDAP zur Ausübung von Terror und Einschüchterung gegen politisch Andersdenkende.
Führerprinzip
NS-Ideologieelement: Uneingeschränkte Führerautorität im ganzen Staat. Kultur und Fortschritt entstammen der Genialität des Führers; Adolf Hitler gilt als alleiniger „Führer“ zum Wohle des Staates, dem alle gehorchen müssen.
Lebensraumerweiterung nach Osten
NS-Ideologiekonzept: Das deutsche Volk soll wachsen und sich zur optimalen Versorgung durch die Erweiterung des deutschen Gebietes nach Osten ausbreiten.
Rassismus (NS-Ideologie)
Einteilung der Menschheit in stärkere und schwächere Rassen (in Anlehnung an Rassentheoretiker des 19. Jahrhunderts), wobei die Arier als stärkere Rasse andere dominieren sollen.
Antisemitismus (NS-Ideologie)
Haltung der Nationalsozialisten, die Juden als Gegensatz zu den Ariern sieht; Hitler behauptet, dass die Juden den Staat zerstören wollen.
„Volksgemeinschaft“
NS-Konzept mit klarer Definition von Einschluss und Ausschluss, dessen Ziel die Dienstbarkeit gegenüber der NS-Bewegung war.
Faschismus
Anfang des 20. Jahrhunderts in Italien unter Benito Mussolini entstandene politische Bewegung, die Macht mit Gewalt/Terror übernahm, rechtsextreme, rassistische sowie fremdenfeindliche Gedanken vertritt und viele Ähnlichkeiten mit dem Nationalsozialismus aufweist.
Benito Mussolini
Führer der faschistischen Bewegung in Italien, der gemeinsam mit seiner Partei die Macht durch Gewalt und Terror übernahm.
Außerhalb der „Volksgemeinschaft“ Stehende
Gruppen, die vom NS-Regime ausgeschlossen wurden: politisch Andersdenkende (Sozialisten, Kommunisten), Menschen mit Behinderung, Homosexuelle, Zeugen Jehovas, Sinti und Roma, Arbeitslose/„Asoziale“/„Berufsverbrecher“ sowie Juden.
Ausgrenzung der Juden (April 1933)
Boykott jüdischer Geschäfte im April 1933 und Entlassung „nichtarischer“ Beamter.
„Nürnberger Gesetze“ (1935)
Gesetze, durch die Juden ihre Bürgerrechte verloren und Heiraten sowie Beziehungen zwischen Juden und „Ariern“ verboten wurden.
„Pogromnacht“ (9./10. November 1938)
Gewaltsame Übergriffe gegen deutsche Juden: Zerstörung und Plünderung jüdischer Geschäfte und Synagogen, Ermordung von Juden sowie Deporte in Konzentrationslager; Juden mussten für die Schäden zahlen.
„Arisierung“
Enteignung von jüdischen Geschäften oder deren Verkauf unter Druck an „arische“ Deutsche.
„Fluchtsteuer“
Steuer, die viele Juden zahlen mussten, als sie aus Deutschland auswanderten.
NS-Maßnahmen gegen Behinderte und Sinti/Roma
Teilweise Zwangssterilisierung bei Sinti und Roma; Zwangssterilisierung und Ermordung („Euthanasie“) bei Menschen mit Behinderung.
Ernst Röhm
SA-Führer, der Hitler zu gefährlich wurde und am 30. Juni und 1. Juli 1934 auf Befehl Hitlers zusammen mit weiteren Personen erschossen wurde.
Ausschaltung des Röhm-Putsches (30. Juni / 1. Juli 1934)
Ermordung Ernst Röhms und anderer auf Befehl Hitlers; von Hitler als „Staatsnotwehr“ und Verhinderung eines Putsches rechtfertigt.
August 1934
Tod von Reichspräsident Hindenburg; Hitler übernahm sein Amt, führte die Benennung „Führer und Reichskanzler“, vereidigte die Reichswehr auf seine Person und wandelte die Demokratie in einen totalitären Staat um.
Eintopfsonntag
Propaganda-Aktion zur Demonstration der „Volksgemeinschaft“: Sonntägliches Eintopfessen, Spende des durch den günstigeren Eintopf eingesparten Geldes und Erzeugung von Nähe zum Volk.