Banken

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150 Vokabel-Flashcards zum Thema Bankenaudit im Schweizer Finanzmarkt basierend auf dem Vorlesungsskript.

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154 Terms

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Art. 1a Bankengesetz (Kriterium a)

Definition einer Bank: Institution, die Publikumseinlagen über CHF100Mio.CHF\,100\,\text{Mio.} auf gewerblicher Basis entgegennimmt oder öffentlich dafür wirbt.

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Art. 1a Bankengesetz (Kriterium b)

Institution, die Publikumseinlagen bis CHF100Mio.CHF\,100\,\text{Mio.} oder kryptobasierte Vermögenswerte entgegennimmt UND diese investiert oder verzinst.

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Fintech-Lizenz

Lizenz für Institute, die Publikumseinlagen bis CHF100Mio.CHF\,100\,\text{Mio.} lediglich aufbewahren, ohne diese zu investieren oder zu verzinsen.

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Art. 1a Bankengesetz (Kriterium c)

Institution, die sich auf grosser Stufe bei nicht verbundenen Banken refinanziert, um Dritte zu finanzieren.

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Kantonalbanken

Banken, die mehrheitlich dem Kanton gehören, meist einen regionalen Leistungsauftrag haben und oft eine Staatsgarantie besitzen.

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Grossbanken (CH 2023)

Aktuell nur die UBS AG nach der Fusion mit der Credit Suisse im Jahr 2023.

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Regional- und Sparbanken

Kleinere Institute, oft lokal oder genossenschaftlich organisiert, fokussiert auf das klassische Spar- und Hypothekargeschäft.

8
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Raiffeisenbanken

Genossenschaftlich strukturierter Verbund lokal autonomer Banken, führend im inländischen Hypothekargeschäft.

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Börsenbanken

Institute, die primär im Wertschriftenhandel, Wealth Management und Investment Banking aktiv sind.

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Auslandbeherrschte Banken

Rechtlich selbstständige Banken nach Schweizer Recht, deren Aktienmehrheit oder Kontrolle bei ausländischen Eigentümern liegt.

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Filialen ausländischer Banken

Rechtlich unselbstständige Zweigstellen ausländischer Mutterhäuser.

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Private Bankers

Traditionelle Privatbankhäuser für Vermögensverwaltung, bei denen mindestens ein Gesellschafter unbeschränkt mit dem Privatvermögen haftet.

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Konsolidierungstrend (Anzahl Banken)

Sinken der Anzahl Banken in der Schweiz von ca. 475 im Jahr 1985 auf ca. 225 heute.

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BankG

Abkürzung für das Bankengesetz, eine der primären Rechtsgrundlagen für Banken in der Schweiz.

15
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BankV

Abkürzung für die Bankenverordnung.

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SBVg / SBA

Schweizerische Bankiervereinigung; erlässt Selbstregulierungen wie Verhaltensregeln und Mindeststandards.

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VSB 20

Vereinbarung über die Standesregeln zur Sorgfaltspflicht der Banken.

18
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Obligationenrecht (OR)

Gilt für Banken zusätzlich zum Bankenrecht, z. B. bezüglich Rechnungslegung und Revision.

19
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Intermediärfunktion

Die Rolle der Bank als Drehscheibe zwischen Sparern (Einlagen) und Kreditnehmern (Ausleihungen).

20
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Duales Aufsichtssystem

Kombination aus direkter Aufsicht durch die FINMA und indirekter Aufsicht durch unabhängige Prüfgesellschaften (Audit).

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Giralgeld

Von Banken neu geschaffenes Geld, das neben Fremd- und Eigenkapital für Investitionen und Kredite genutzt wird.

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Kassenobligation

Festverzinstes Wertpapier mit festem Wert, direkt bei der Bank gekauft; wird starr im Depot bis zum Ende gehalten.

23
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Anleihe (Obligation)

Grossanleihe, die am Kapitalmarkt platziert wird und an der Börse täglich handelbar ist (Kursänderungsrisiko).

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Non-pledged trading assets

Nicht verpfändete Handelsbestände; Wertpapiere für den kurzfristigen Handel, über die die Bank frei verfügen kann.

25
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Pledged trading assets

Verpfändete Handelsbestände; bankeigene Papiere, die als Sicherheit übertragen und vorübergehend gesperrt sind.

26
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Derivative assets (Risikomanagement)

Finanzverträge mit positivem Marktwert zur Absicherung eigener Risiken (z. B. Zinsschwankungen).

27
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Investment securities

Finanzanlagen wie Anleihen oder Fonds, die langfristig zur Generierung regelmässiger Erträge gehalten werden.

28
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Trading liabilities

Handelsverpflichtungen, oft resultierend aus Leerverkäufen von Wertpapieren.

29
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Derivative liabilities

Absicherungsverträge mit negativem Marktwert, bei denen die Bank der Gegenpartei Geld schuldet.

30
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Subordinated liabilities

Nachrangige Verbindlichkeiten; Kredite, die im Falle einer Pleite erst nach allen normalen Gläubigern bedient werden.

31
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Effektivzinsmethode

Mathematische Methode zur stabilen Verteilung der Zinserträge aus langfristigen Krediten über die Laufzeit.

32
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Other interest income

Zinsgewinne aus kurzfristigen Anlagen oder Erträge aus Negativzinsen, die Kunden auf Einlagen zahlten.

33
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Courtage

Gebühr oder Kommission, die im Rahmen der Vermögensverwaltung oder des Wertschriftenhandels anfällt.

34
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Net trading income

Nettogewinn oder -verlust aus dem aktiven Eigenhandel mit Wertpapieren, Devisen oder Rohstoffen.

35
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FVTPL

Fair Value Through Profit or Loss; Bewertung zum aktuellen Marktpreis, wobei Kursänderungen sofort erfolgswirksam sind.

36
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Impairment losses

Wertberichtigungen auf Finanzinstrumenten; Rückstellungen für drohende Kreditausfälle.

37
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Personalaufwand

Grösster operativer Kostenblock einer Bank (Gehälter, Boni, Sozialleistungen).

38
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Wertpapieremission

Unterstützung von Firmen oder Staaten bei der Markteinführung neuer Aktien oder Anleihen.

39
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Brokerage

Vermittlung von Wertpapiergeschäften an der Börse im Auftrag von Kunden.

40
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Treuhandgeschäft

Anlage von Kundengeldern im eigenen Namen, aber auf Rechnung und Risiko des Kunden bei Drittbanken.

41
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Corporate Finance

Beratung von Unternehmen bei Fusionen (M&A), Übernahmen oder Restrukturierungen.

42
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Hedge-Fund-Services

Administrative Dienste für Hedgefonds, wie Verwahrung, Kreditlinien oder Wertpapierleihen.

43
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Kreditrisiko (Definition)

Gefahr, dass ein Kreditnehmer oder eine Gegenpartei Verpflichtungen nicht gemäss den Bedingungen erfüllt.

44
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Marktrisiko (Definition)

Gefahr von Verlusten durch ungünstige Preisbewegungen am Gesamtmarkt.

45
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Liquiditätsrisiko (Funding)

Bank kann Verbindlichkeiten bei Fälligkeit nicht ohne unzumutbare Verluste erfüllen.

46
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Liquiditätsrisiko (Markt/Asset)

Position kann nicht kurzfristig aufgelöst werden, ohne den Marktpreis signifikant zu beeinflussen.

47
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Operationelles Risiko

Verlust aus unzulänglichen internen Prozessen, Menschen, Systemen oder externen Ereignissen.

48
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Compliance-Risiko

Gefahr von Sanktionen oder Reputationsschäden durch Nichteinhaltung von Gesetzen und Regeln.

49
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Physische Naturrisiken

Akute (Überschwemmungen) oder chronische (Temperaturanstieg) Risiken durch den Klimawandel.

50
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Transitionsrisiken

Risiken aus dem Übergang zu einer nachhaltigen Wirtschaft (Dekarbonisierung, neue Politiken).

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FINMA Aufsichtskategorie 1

Höchste Systemrelevanz (UBS AG); intensivste und kontinuierlichste Aufsicht.

52
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FINMA Aufsichtskategorie 3

Beinhaltet Banken wie Julius Bär oder Pictet; Aufsicht ist präventiv, themenbasiert und quantitativ.

53
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Inherent Risk

Bruttorisiko einer Position vor Berücksichtigung von Kontrollen.

54
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Control Risk

Risiko, dass vorhandene Kontrollen ein Bruttorisiko nicht ausreichend mindern.

55
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Net Risk

Residualrisiko nach Kontrollen; bestimmt das Prüfintervall der FINMA.

56
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Detection Risk

Risiko, dass der Prüfer Fehler während der Prüfung nicht erkennt.

57
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Audit Risk (Formel)

Audit Risk=Net Risk×Detection Risk\text{Audit Risk} = \text{Net Risk} \times \text{Detection Risk}

58
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Mandatswechsel & Kontrollrisiko

Neuer Prüfer darf gem. Art. 7 FINMA-PV auf die Beurteilung des Vorgängers abstützen, muss diese aber kritisch beurteilen.

59
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Frist für Risikoanalyse/Prüfstrategie

Muss innerhalb von 4 Monaten nach Ende des Geschäftsjahres bei der FINMA eingereicht werden.

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FINMA Risk Monitor

Instrument der FINMA zur Identifikation der für den Finanzplatz aktuell relevantesten Risiken.

61
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Revolvierende Kreditfazilitäten

Flexible Kreditrahmen wie Kontokorrentkredite oder Kreditkarten; stellen ein direktes Kreditrisiko dar.

62
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Letters of Credit (Akkreditive)

Eventualverbindlichkeiten, bei denen die Bank im Ernstfall finanziell für den Kunden einspringt.

63
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Counterparty Credit Risk (CCR)

Gegenpartei-Kreditrisiko: Risiko eines Verlustes durch Ausfall vor der Fälligkeit eines Derivatgeschäfts.

64
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Settlement Risk

Abwicklungsrisiko: Entsteht, wenn eine Partei zahlt, bevor sie die Gegenzahlung erhalten hat.

65
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Country Risk

Länderrisiko: Verlust durch Einfrieren von Devisenzahlungen durch einen Staat oder Staatsbankrott.

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Probability of Default (PD)

Schätzung der Wahrscheinlichkeit, dass ein Schuldner in den nächsten 12 Monaten ausfällt.

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Exposure at Default (EAD)

Schätzung des Engagements (Betrag), den die Bank zum Zeitpunkt des Ausfalls ausstehend hat.

68
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Loss Given Default (LGD)

Schätzung des Prozentsatzes des EAD, der bei einem Ausfall nicht wiederbeschafft werden kann.

69
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Expected Loss (EL) Formel

EL=PD×EAD×LGDEL = PD \times EAD \times LGD

70
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Recovery Rate

Wiedereinbringungsquote nach einem Ausfall; mathematisch definiert als 1LGD1 - LGD.

71
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Anteil Hypotheken am Kreditvolumen (CH)

Hypothekarforderungen machen über 85%85\,\% des gesamten inländischen Kreditvolumens in der Schweiz aus.

72
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Lombardkredit

Kredit, der durch Verpfändung leicht verwertbarer Werte (Aktien, Obligationen) abgesichert ist.

73
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Unwiderrufliche Verpflichtungen

Ausserbilanzielle vertragliche Zusagen, einem Kunden in der Zukunft definitiv einen Kredit zu gewähren.

74
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Prüfintervall: Netto-Risiko 'MITTEL'

Gemäss Standard-Prüfungsstrategie erfolgt eine Prüfung alle 6 Jahre.

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Prüfintervall: Netto-Risiko 'HOCH'

Eingriff alle 3 Jahre, alternierend zwischen kritischer Beurteilung und Prüfung.

76
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Prüfintervall: Netto-Risiko 'SEHR HOCH'

Jährliche Prüfung des betroffenen Gebiets.

77
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Prüfbestätigung Kreditrisiko (Inhalt)

Bestätigung, dass Identifikation, Messung und Limiten angemessen waren und effektiv angewendet wurden.

78
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Substanzielle Tests (Audit)

Prüfhandlung, bei der Kennzahlen oder Einzeldaten (z. B. Kreditdossiers) direkt verifiziert werden.

79
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PIE (Public Interest Entity)

Publikumsgesellschaft; alle Finanzinstitute unterstehen diesen erhöhten Unabhängigkeitsanforderungen.

80
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Zinsänderungsrisiko (Zinsrisiko)

Form des Marktrisikos; plötzliche Preisänderungen bei Anleihen durch Schwankungen der Marktzinsen.

81
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Equity Price Risk

Aktienpreisrisiko; Risiko durch Volatilität von Aktienkursen (systematisch oder unsystematisch).

82
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Exchange Rate Risk

Wechselkursrisiko; Risiko durch Schwankungen von Währungspreisen (Währungsrisiko).

83
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Commodity Price Risk

Rohstoffpreisrisiko; betrifft Preisschwankungen bei Öl, Gold oder Agrargütern.

84
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Credit Spread

Risikoaufschlag auf den Zinssatz einer Anleihe im Vergleich zu einer risikofreien Anlage.

85
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Value at Risk (VaR)

Statistische Methode, die den maximalen Verlust für ein bestimmtes Konfidenzniveau in einem Zeitraum misst.

86
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Expected Shortfall (ES)

Misst potenzielle Verluste unter extremen Bedingungen, die über das VaR-Konfidenzniveau hinausgehen.

87
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Sensitivity Analysis

Misst Auswirkung kleiner Parameteränderungen, z. B. eines Zinsschocks von +100Basispunkten+100\,\text{Basispunkten}.

88
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Stresstesting

Simulation extremer Krisenszenarien zur Bewertung der Widerstandsfähigkeit eines Portfolios.

89
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IRRBB

Interest Rate Risk in the Banking Book; Zinsrisiko im Bankenbuch (nicht Handelsbuch).

90
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ΔEvE\Delta EvE

Metrik für die Änderung des wirtschaftlichen Eigenkapitalwerts infolge eines Zinsschocks.

91
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ΔNII\Delta NII

Metrik für die Änderung des erwarteten Nettozinsertrags infolge eines Zinsschocks.

92
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Maturity Mismatch

Fristeninkongruenz: Langfristige Aktiven (Hypotheken) werden durch kurzfristige Passiven (Einlagen) finanziert.

93
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LCR (Liquidity Coverage Ratio)

Liquiditätsdeckungsquote: Stellt sicher, dass eine Bank genug liquide Mittel für ein 30-Tage-Stressszenario hat.

94
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NSFR (Net Stable Funding Ratio)

Quote für die strukturelle Liquidität; stellt sicher, dass langfristige Aktiven stabil finanziert sind.

95
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Credit Suisse Fallbeispiel (2023)

Trotz formaler Erfüllung von LCR und NSFR führte ein Vertrauensverlust zu massiven Einlagenabflüssen (Bank Run).

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Notfallfinanzierungsplan (LiqO)

Gemäss Art. 10 LiqO vorgeschriebene Strategie zur Bewältigung plötzlicher Liquiditätsengpässe.

97
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GITC (General IT Controls)

Allgemeine IT-Kontrollen, die für die korrekte Funktion von Finanzsoftware (z. B. FiRE) geprüft werden.

98
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Basel I (1988)

Erstes internationales Abkommen, das primär Kreditrisiken als Geschäftsrisiken adressierte.

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Basel II (2004)

Abkommen, das das 'Operationelle Risiko' erstmals als eigenständige Risikokategorie definierte.

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Cyberrisiko (ICT)

Teil des operationellen Risikos; Gefahr durch Angriffe auf die elektronische Architektur und Daten.