Bauwirtschaft 2

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225 Terms

1
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Was genau umfasst die gewerbliche Projektentwicklung?

die Projektierung, Vermietung, Finanzierung, Bauabwicklung, und Veräußerung von gewerblichen Immobilien wie Büro, Einzelhandel und Hotels

2
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Was genau machen Konzessionsunternehmen?

übernehmen Planung, Finanzierung, Erstellung und Betrieb öffentlicher Infrastruktur


(Konzession = Nutzungsrecht)

3
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Was genau ist eine natürliche Person?

Jeder Mensch als Person im Rechtssinne

4
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Was ist eine juristische Person?

Eine besonders organisierte Personenvereinigung, die gesetzlich befähigt ist selbst Träger von Rechten und Pflichten zu sein.

Kann z.B. eine GmbH oder Genossenschaft sein

5
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Wie definiert sich die Rechtsfähigkeit einer Person?

Rechtsfähig ist jeder, der Träger von Rechten und Pflichten sein kann. Sowohl natürliche als auch juristische Personen.

6
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Was ist die Geschäftsfähigkeit und wann erreicht man sie?

Man erreicht Geschäftsfähigkeit mit 18 Jahren, es sei denn es gibt einen Vormund / gesetzliche Betreuung laut Gericht

7
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Was ist das Handelsregister?

Ein öffentliches Verzeichnis bei den Amtsgerichten, das eine Reihe von informationen über die im Gerichtsbezirk ansässigen Vollkaufleute enthält

Eintragungen werden öffentlich bekannt gemacht

8
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Was sind die wesentlichen Kriterien der Rechtsformwahl?

  • Gesetzliche Grundlagen

  • Haftung

    • Keine Trennung der Gesellschafterebene und der Gesellschaft

    • Haftung mit Gesellschaftsvermögen (und evtl. mit Privatvermögen)

    • Abhängig vom unternehmerischen Risiko

  • Kapitalbeschaffung

    • Kreditwürdigkeit in Abhängigkeit der Haftung

    • persönliche Bürgschaften

    • Einlagen und Beteiligungsfinanzierung bei Mitunternehmergesellschaften wesentlich stärker begrenzt als bei Kapitalgesellschaften

  • Steuerbelastung

  • Image und Außenwirkung

  • Aufwendungen bei der Gründung

  • Gewinnanspruch und Verlustbeteiligung

    • Erbrachte Eigenkapitale

    • Übernommene Haftungsverpflichtungen

    • Abgeltung der Geschäftsführungstätigkeiten

  • Geschäftsführung und Vertretung

    • Innen- und Außenverhältnis

  • Firmenname

  • Publizitätspflicht

    • Veröffentlichung eines Geschäftsberichts

    • Umfang je nach Rechtsform und Unternehmensgröße

  • Liquidation


9
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In welche Kategorien lassen sich grundsätzlich die Unternehmensrechtsformen aufteilen?

In Formen des Privatrechts und Formen des öffentlichen Rechts

<p>In Formen des Privatrechts und Formen des öffentlichen Rechts</p>
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Wie teilen sich Unternehmensrechtsformen des Privatrechts weiter auf und wie sind diese definiert?

In Einzelunternehmen und Gesellschaften


Einzelunternehmen:

  • rechtlich von einer einzigen Person repräsentiert

  • Haftet allein und unbeschränkt

  • können auch Freiberufler sein

    • z.B. freischaffende Architekten

    • dürfen sich nicht baugewerblich betätigen

    • muss keine Gewerbesteuer zahlen



<p>In Einzelunternehmen und Gesellschaften</p><p></p><p>Einzelunternehmen: </p><ul><li><p>rechtlich von einer einzigen Person repräsentiert</p></li><li><p>Haftet allein und unbeschränkt</p></li><li><p>können auch Freiberufler sein</p><ul><li><p>z.B. freischaffende Architekten</p></li><li><p>dürfen sich nicht baugewerblich betätigen</p></li><li><p>muss keine Gewerbesteuer zahlen</p></li></ul></li><li><p></p></li></ul><p></p>
11
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Welche Arten von Gesellschaften gibt es als Unternehmensrechtsformen?

Es gibt:

  • Personengesellschaften

    • OHG

    • KG

    • GbR

    • Stille Gesellschaft

  • Kapitalgesellschaften

    • UG

    • GmbH

    • AG

  • Mischformen

    • KG a G

    • Gmbh & Co. KG

    • GbR mbH

  • Eingetragene Genossenschaften und Vereine


12
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Welche Formen von Kapitalgesellschaften gibt es?

  • UG

  • GmbH

  • AG


13
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Welche Mischformen von Gesellschaften als Unternehmerrechtsformen gibt es?

  • KG a G

  • GmbH & Co. KG

  • GbR mbH


14
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Was sind Personengesellschaften?

Eine Gesellschaftsform im Sinne der Unternehmensrechtsformen.

  • die natürliche Person spielt hier eine zentrale Rolle für die unternehmerische Aktivität

  • es sind mindestens 2 Personen dringend erforderlich

  • Personengesellschaften kann nicht klagen oder verklagt werden!


15
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Was ist eine GbR?

Gesellschaft bürgerlichen Rechts.

  • ist eine Grundform der Personengesellschaft

  • vertraglicher Zusammenschluss zur gemeinschaftlichen Verfolgung eines beliebigen Zwecks bei fehlender Rechtsfähigkeit

  • keine Eintragung im Handelsregister


  • Für Architektur- und Ingenieurbüros:

    • Sozietäten

    • Bürogemeinschaften

  • Für Bauunternehmen:

    • ARGEN


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Was ist eine OHG?

Offene Handelsgesellschaft.

  • Eine Gesellschaft ausgerichtet auf den Betrieb eines Handelsgewerbes unter gemeinschaftlicher Firma.

  • erfordert eine Eintragung ins Handelsregister

  • Die Gesellschafter haften unmittelbar und unbeschränkt

  • Jedes gemeinschaftliche Betreiben eines Grundhandelsgewerbes führt zur OHG


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Was ist eine KG?

Kommanditgesellschaft, eine Weiterentwicklung der OHG. Dabei haftet ein Gesellschafter zwangsläufig beschränkt.

<p>Kommanditgesellschaft, eine Weiterentwicklung der OHG. Dabei haftet ein Gesellschafter zwangsläufig beschränkt.</p>
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Wie definiert sich eine Kapitalgesellschaft als Unternehmensrechtsform?

  • gekennzeichnet durch die Kapitalsammelfunktion

  • juristische Person mit eigener Rechtspersönlichkeit

  • Kompetenzabgrenzung und Kontrolle der Organe haben hier eine besondere Bedeutung


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Was ist eine GmbH?

Eine “Gesellschaft mit beschränkter Haftung”


  • kennzeichnet sich in erster Linie durch ihre Kapitalsammelfunktion

  • Gesellschafter sind mit dem Stammkapital mit mindestens 25.000€ beteiligt.

  • Die Haftung für die Schulden der Gesellschaft erfolgt nur durch das Gesellschaftsvermögen

  • Min. 1 Gesellschafter zum Gründen


20
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Welche Organe gibt es innerhalb einer GmbH?

  • Geschäftsführung

  • Gesellschafterversammlung (großer Einfluss auf die Geschäftsführung)

  • Aufsichtsrat (ab 500 Arbeitnehmern, § 1 Abs. 1 Nr. 3 DrittelbG)


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Was ist eine UG und wie funktioniert sie als Unternehmensrechtsform?

Unternehmergesellschaft. (Haftungsbeschränkt)

  • ist eine Variante zur GmbH für Grünbder und Kleingesellschaften

  • Haftungskapital besteht nicht von Beginn an, sondern wird durch verpflichtende Einstellung von min. 25% des Jahresüberschusses aufgebaut.

  • gleiche Organe wie bei GmbH

    • Geschäftsführung

    • Gesellschafterversammlung (großer Einfluss auf die Geschäftsführung)

    • Aufsichtsrat (ab 500 Arbeitnehmern, § 1 Abs. 1 Nr. 3 DrittelbG)


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Was ist eine AG?

Aktiengesellschaft


  • Kennzeichnet sich durhc die Kapitalsammelfunktion

  • Haftung ausschließlich mit dem Geschäftsvermögen

  • Grundkapital ist vollständig in Aktien zerlegt

  • eignet sich besonders für Großunternehmen

  • Mindestkapital beträgt 51.000€

  • Organe:

    • Vorstand

    • Aufsichtsrat

    • Hauptversammlung


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Welche Organe gibt es bei einer AG (Aktiengesellschaft), wie sind sie aufgebaut und was machen sie?

  1. Vorstand

    • Besteht aus der Geschäftsführung und ihrer Vertretung

    • Erstattet an den Aufsichtsrat Bericht über die Geschäftslage

  2. Aufsichtsrat

    1. Überwacht die Geschäftsführung

    2. Prüft Jahresabschlüsse und Geschäftsberichte

    3. Erstattet Bericht an die Hauptversammlung

    4. Bestellt den Vorstand (und beruft ihn ggf. ab)

  3. Hauptversammlung

    1. Soll den Aufsichtsrat und Vorstand entlasten

    2. beschließt über die Gewinnverwendung und über Satzungsänderungen


24
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Was genau ist die GmbH & Co. KG?

Eine Kommanditgesellschaft. Die Funktion des Komplementärs übernimmt dabei eine GmbH,

→ Damit besteht keine unbeschränkte Haftung für die beteiligten natürlichen Personen!

25
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Welche Gesellschaftsformen im weiteren Sinne gibt es neben den üblichen?

Genossenschaften und Vereine.


Genossenschaften

Vereine


Dienen dem Zweck, die Wirtschaft der Mitglieder zu fördern anstatt der eigenen Gewinnerzielung

Sind nicht im handelsregister, sondern im Vereinsregister eingetragen


Organe:

  • Vorstand

  • Aufsichtsrat

  • Generalversammlung

Organe:

  • Vorstand

  • Mitgliederversammlung



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Übersicht der Unternehmensrechtsformen hinsichtlich Gesetzl. Grundlagen, Leitung und Vertretung, Haftung, Gewinnanspruch und Verlustbeteiligung

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27
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Übersicht der Unternehmensrechtsformen hinsichtlich Gründung, Firma, Beteiligung, Kapitalbeschaffung und Publizitätspflicht

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28
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Definition von Steuern gem. § 3 Abs. 1 Abgabenordnung

„…Geldleistungen, die nicht eine Gegenleistung für eine besondere Leistung darstellen und von einem öffentlich-rechtlichen Gemeinwesen zur Erzielung von Einnahmen allen auferlegt werden, bei denen der Tatbestand zutrifft, an den das Gesetz die Leistungspflicht knüpft …“

29
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Welche Steuerarten sind die drei größten in Deutschland und wer ist der Steuerberechtigte?

Einkommenssteuer: 346,1 Milliarden € in 2023. Steuerberechtigter ist Bund 42,5 %, Länder 42,5 %, Gemeinden 15 %


Umsatzsteuer: 291,4 Milliarden € in 2023. Steuerberechtigter ist Bund 53 %, Länder 45 %, Gemeinden 2 %


Gewerbesteuer: 75,1 Milliarden € in 2023. Steuerberechtigt sind nur die Gemeinden


30
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Wie hoch waren die Steuereinnahmen in der BND in 2023 insgesamt?

915,9 Mrd. €

31
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Welche Arten von Ertragssteuern gibt es?

  • Einkommenssteuer

  • Körperschaftssteuer

  • Gewerbesteuer


<ul><li><p>Einkommenssteuer</p></li><li><p>Körperschaftssteuer</p></li><li><p>Gewerbesteuer</p></li></ul><p></p>
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Schaubild zur Zusammensetzung und Einzahlenden der Ertragssteuern

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Wer ist dazu verpflichtet, Einkommenssteuer zu zahlen, welchem Zweck dient sie und welche Einkunftsarten gibt es?

Besteuert werden ausschließlich natürliche Personen bei jährlicher Veranlagung.


WErfüllt alle drei Zwecke, also Fiskalzweck, Lenkungszweck und Umverteilungszweck.

34
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Was genau ist der Fiskalzweck bei Steuern?

Der Fiskalzweck beschreibt die Erzielung von Staatseinnahmen bei der Besteuerung

35
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Was genau ist der Lenkungszweck bei Steuern?

Der Fiskalzweck beschreibt die wirtschafts- und sozialpolitische Steuerung durch Besteuerung. Es sollen gesellschaftlich nicht erwünschte Verhaltensweisen beeinflusst werden, z.B. Ökosteuer für Unternehmen, Besteuerung von Tabak oder auch steuerlichen Begünstigungen.

36
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Was genau ist der Umverteilungszweck bei Steuern?

Steuern können dazu genutzt werden, eine politisch erwünschte Umverteilung im Bereich der Einkommensverteilung oder Vermögensverteilung zu erreichen.

37
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Was ist die Körperschaftssteuer?

Ist quasi die “Einkommenssteuer” aller juristischer Personen, also die Besteuerung der Welteinkünfte von Kapitalgesellschaften, Vereinen und gewerblichen Betrieben öffentlichen Rechts mit Sitz in Deutschland.

38
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Wie wird das zu versteuernde Einkommen der Körperschaftssteuer ermittelt?

Gewinn der Steuerbilanz nach EStG (Grundlage Handelsbilanz gem. HGB korrigiert um nicht-abziehbare Aufwendungen und steuerfreie Erträge)

39
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Welcher Steuersatz gilt für die Körperschaftssteuer?

15% unabhängig von der Einkommenshöhe.

40
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Was bedeutet Thesaurierung?

Die Thesaurierung bezeichnet im Finanz- und Investmentwesen die Nicht-Ausschüttung von Gewinnen, die stattdessen im Unternehmen einbehalten oder bei Fonds automatisch reinvestiert werden. Das Geld verbleibt im System, um den Eigenkapitalaufbau, neue Investitionen oder den Zinseszinseffekt zu stärken.

41
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Welcher Steuersatz gilt bei der Ausschüttung von Dividenden an natürliche und juristische Personen?

Natürliche Personen zahlen auf Dividenden die “Abgeltungssteuer” von 25%.


Juristische Personen bzw. Kapitalgesellschaften zahlen zum Großteil keine Steuern auf Dividenden (gemäß dem Dividendenprivileg nach § 8b KStG)

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Welche besondere Gegebenheit gilt steuerlich bei der Dividendenausschüttung an natürliche Personen?

  • Steuerlich fällt eine Doppelbelastung durch die Kombination auf Körperschaftssteuer der Kapitalgesellschaft und die Einkommenssteuer (bzw. Abgeltungssteuer) der natürlichen Person an. Daher geht die Tendenz bei Dividenden meist zur Thesaurierung, damit das Geld im Unternehmen bleibt


43
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Was genau ist die Gewerbesteuer und wie wird sich berechnet?

Eine “Gemeindesteuer” für inländische Gewerbebetriebe unabhängig von der Rechtsform.


Davon ausgenommen sind: Freiberufler, Land- und Forstwirtschaft, Vermögensverwaltung sowie Arbeitsgemeinschaften zur Erfüllung eines einzigen Vertrages#


Berechnung: Bemessungsgrundlage ist der Gewerbeertrag. Der Steuersatz ist dann abhängig vom Hebesatz der Gemeinde, in Großstädten noch höher.

44
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Schaubild zur anfallenden Ertragssteuer bei verschiedenen Rechtsformen

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45
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Was ist die Grundsteuer und wie wird sie berechnet?

Eine Substanzsteuer auf inländischem Grundbesitz, also auf:

  • Grundstücke inkl. Gebäude

  • Betriebe der Land- und Forstwirtschaft

Steuerberechtigte sind hier die Gemeinden


Wird in 3 Schritten berechnet:

Wert des Grundbesitzes * Steuermesszahl * Hebesatz



PS: Grundsteuer ist für Betriebe als Betriebsausgabe abziehbar

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Welche ist die vorherrschende Rechtsform für Immobilien-Objektgesellschaften?

Die GmbH & Co. KG.


Ist eine Kommanditgesellschaft, die GmbH übernimmt die Funktion des Komplementärs und dadurch gibt es keine unbeschränkte Haftung der beteiligten natürlichen Personen


Vorteile:

  • nicht körperschaftssteuerpflichtig

  • Ist eine reine Vermögensverwaltung, daher kein Gewerbe und Ergo nicht Gewerbesteuerplichtig

  • Einzelne Immobilie ist Gegenstand der Objektgesellschaft

  • Die Anleger sind als “Kommanditisten ebenfalls nicht körperschafts- und gewerbesteuerpflichtig”


<p>Die GmbH &amp; Co. KG. </p><p></p><p>Ist eine Kommanditgesellschaft, die GmbH übernimmt die Funktion des Komplementärs und dadurch gibt es keine unbeschränkte Haftung der beteiligten natürlichen Personen</p><p></p><p>Vorteile: </p><ul><li><p>nicht körperschaftssteuerpflichtig</p></li><li><p>Ist eine reine Vermögensverwaltung, daher kein Gewerbe und Ergo nicht Gewerbesteuerplichtig</p></li><li><p>Einzelne Immobilie ist Gegenstand der Objektgesellschaft</p></li><li><p>Die Anleger sind als “Kommanditisten ebenfalls nicht körperschafts- und gewerbesteuerpflichtig”</p></li></ul><p></p>
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Historische Entwicklung des Bilanzrechts nach HGB

  • 1861: Allgemeines Deutsches HGB (Buchhaltung und Bilanzierung als Instrument der Gläubigersicherung)

  • Ab 1874: Gesetze zur Einkommensbesteuerung

  • 1931/1937: Aktiengesetz

  • 1965: Reform des Aktiengesetzes

  • 1969: Publizitätsgesetz

  • 1985: Bilanzierungsrichtliniengesetz

  • 1998: Kapitalaufnahmeerleichterungsgesetz

  • 2000: Kapitalgesellschaften & Co.-Richtlinie-Gesetz

  • 2002: Transparenz- und Publizitätsgesetz

  • 2002: EU-Verordnung zur Anwendung intern. Rechnungslegungsstandards

  • 2004: Bilanzrechtsreform-, Bilanzkontrollgesetz

  • 2009: Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz


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Warum müssen Rechnungslegungen international vereinheitlicht sein?

  • auch nationale Kapitalmärkte werden internationalisiert seit 2000

  • Jahresabschlüsse werden von Kapitalgebern, Banken und co. als Entscheidungsgrundlage heran

  • HGB (Handelsgesetzbuch) ist vor allem dem Gläubigerschutz verpflichtet und zielt damit auf steuerliche Gewinnbemessung

  • HGB-Abschlüsse genügen den Kapitalmarktanforderungen nicht mehr

  • HGB und IFRS (internationaler Handelsstandard) müssen harmonisiert werden

  • Konzernabschluss hat nur Informationsfunktion, der Einzelabschluss auch Auschüttungsbemessungsfunktion


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In welchen Handlungsbereichen werden IFRS und in welchen HGB angewandt?

Beim Konzernabschluss für Kapitalmarktorientierte Unternehmen gilt seit 2005 die IFRS-Pflicht. (


Beim Konzernabschluss von allen übrigen Unternehmen gilt das sog. IFRS-Wahlrecht. (durch “Mitgliedsstaatenwahlrecht”) Nur zur Ausschüttungsbemessung ist auch weiterhin ein HGB-Einzelabschluss zu erstellen


Beim Einzelabschluss hingegen besteht der Grundsatz HGB. Es gibt jedoch ein Wahlrecht für die Offenlegung nach IFRS

<p>Beim Konzernabschluss für Kapitalmarktorientierte Unternehmen gilt seit 2005 die IFRS-Pflicht. (</p><p></p><p>Beim Konzernabschluss von allen übrigen Unternehmen gilt das sog. IFRS-Wahlrecht. (durch “Mitgliedsstaatenwahlrecht”) Nur zur Ausschüttungsbemessung ist auch weiterhin ein HGB-Einzelabschluss zu erstellen</p><p></p><p>Beim Einzelabschluss hingegen besteht der Grundsatz HGB. Es gibt jedoch ein Wahlrecht für die Offenlegung nach IFRS</p>
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Was sind Kapitalmarktorientierte Unternehmen?

Kapitalmarktorientierte Unternehmen sind solche, deren Wertpapiere, z.B. Aktien, in einem beliebigen EU-Mitgliedsstaat zum Handel in einem geregelten Markt, z.B. einer Börse, zugelassen sind.


Ebenso, wenn für sie bis zum Bilanzstichtag die Zulassung eines Wertpapiers zum Handel an einen organisierten Markt im Inland beantragt worden ist.

51
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Schaubild zu rechtlichen Grundlagen IFRS vs. HGB

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Welche Grundsätze gelten für das IFRS?

  • Grundsatz der Periodenabgrenzung

  • Grundsatz der Unternehmensfortführung


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Schaubild zu Prioritäten der Grundsätze in HGB und IFRS. In welcher Reihenfolge gelten sie?

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Welches Regelwerk bietet die Grundlage für die steuerliche Gewinnermittlung in Deutschland?

HGB. Die Handelsrechtlichen Regelungen sind prinzipiell durch das Maßgeblichkeitsprinzip Grundlage für die steuerliche Gewinnermittlung in Deutschland.

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Handelt es sich beim HGB und Einzelsachverhaltensregelungen (case law) oder um allgemeingültige Regelungen (code law)?

Um allgemeingültige Regelungen (code law)

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Handelt es sich beim IFRS und Einzelsachverhaltensregelungen (case law) oder um allgemeingültige Regelungen (code law)?

Einzelsachverhaltensregelungen (case law)

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Welches Regelwerk (IFRS / HGB) orientiert sich an eher an den Informationsbedürfnissen von Investoren und welches ist eher vom Gläubigerschutz geprägt?

IFRS orientiert sich an eher an den Informationsbedürfnissen von Investoren


HGB ist eher vom Gläubigerschutz geprägt

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Was sind die Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung? (GOB)

  • Vorsichtsprinzip / Imparitätsprinzip (Ungleichbehandlung von Erträgen und Aufwendungen)

    • Realisationsprinzip

    • Niederstwertprinzip

    • Höchstwertprinzip

  • Periodisierungsprinzip (sachliche und zeitliche Abgrenzung von Aufwendungen)

    • Grundsatz der sachlichen Abgrenzung

    • Grundsatz der zeitlichen Abgrenzung

  • Bilanzidentitätsprinzip (Anfangsbilanz entspricht der Schlussbilanz der Vorperiode)

  • Unternehmensfortführungsprinzip (Bilanzierung und Bewertung erfolgt unter Annahme der Unternehmensfortführung)

  • Einzelbewertungsprinzip (jeder Vermögensgegenstand und jede Schuld sind für sich allein zu bewerten)

  • Stichtagsptinrip (Bewertung nach den Verhältnissen am Stichtag, Wertaufhellung ist aber bis Aufstellungszeitpunkt)

  • Stetigkeitsprinzip (Ansatzstetigkeit, Ausweisstetigkeit, Bewertungsstetigkeit)


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Was besagt das Vorsichtsprinzip / Imparitätsprinzip

Ungleichbehandlung von Erträgen und Aufwendungen. Darunter fallen folgende Prinzipien:

  • Realisationsprinzip: Ertrag erst mit Erfüllung aller vertraglichen pflichten

  • Niederstwertprinzip: konservative Wertansätze bei Vermögensgegenständen

  • Höchstwertprinzip: Endwerte bei langfristigen Schulden


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Was besagt das Periodisierungsprinzip?

sachliche und zeitliche Abgrenzung von Aufwendungen, also:

  • Grundsatz der sachlichen Abgrenzung: Zuordnung von Aufwendungen zu der Periode, in der die zugehörigen Erträge angefallen sind

  • Grundsatz der zeitlichen Abgrenzung: Zuordnung von Aufwendungen, die nicht Erträgen zuzuordnen sind nach zeitlichem Anfall


61
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Was besagt das Bilanzidentitätsprinzip?

Anfangsbilanz entspricht der Schlussbilanz der Vorperiode

62
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Was besagt das Unternehmensfortführungsprinzipß

Bilanzierung und Bewertung erfolgt unter Annahme der Unternehmensfortführung

63
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Was besagt das Einzelbewertungsprinzip?

jeder Vermögensgegenstand und jede Schuld sind für sich allein zu bewerten

64
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Was besagt das Stichtagsprinzip?

Bewertung nach den Verhältnissen am Stichtag, Wertaufhellung ist aber bis Aufstellungszeitpunkt

65
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Was besagt das Stetigkeitsprinzip?

Ansatzstetigkeit, Ausweisstetigkeit, Bewertungsstetigkeit

66
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Was sind die Bestandteile des Jahresabschlusses nach HGB?

Für alle Kaufleute mit

1. Über 500 Tsd. € Umsatz und

2. Über 50 Tsd. € Jahresüberschuss:

• Bilanz

• Gewinn- und Verlustrechnung


Zusätzlich für Kapitalgesellschaften:

• Anhang

• Lagebericht

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Wie genau ist die Einteilung in “Buchführungsfreie Einzelunternehmen” sowie kleine, mittelgroße und große Unternehmen?

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68
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Gliederung der Bilanz für Kapitalgesellschaften?

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69
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Wie lautet das Gliederungsprinzip der HGB-Bilanz für die Aktiv- und Passivseite?

Aktivseite:

Passivseite:


Nach Liquidierbarkeit

Nach Fristigkeit


Von oben nach unten steigt die Fähigkeit zur Veräußerung

Von oben nach unten sinkt die Kapitalüberlassungsdauer



70
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Gliederung von Eigenkapital bei Japitalgesellschaften?

  1. Gezeichnetes Kapital – Nennkapital der Gesellschaft; Teil des Kapitals auf das die Haftung der Gesellschafter begrenzt ist (Grundkapital AG, Stammkapital GmbH)

  1. Kapitalrücklage – Betrag, der über den Nennbetrag hinaus bei der Ausgabe von Anteilen erzielt wurde (Außenfinanzierung)

  2. Gewinnrücklage – Einbehaltene Gewinnbeträge aus den Vorjahren (Innenfinanzierung)

  3. Gewinnvortrag/Verlustvortrag – Nicht verwendeter Gewinn / nicht ausgeglichener Verlust der Vorjahre

  4. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag – Gewinn/Verlust des laufenden Geschäftsjahres nach Steuern


71
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Wie hängen die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) zusammen?

Die Bilanz bildet eine Momentaufnahme des Unternehmens am Stichtag. Dabei sind dann Anlagevermögen und Umlaufvermögen auf der Aktiva-Seite, während Eigenkapital und Verbindlichkeiten auf der Passiva-Seite stehen.


Die GuV für das gesamte Berichtsjahr ist eine Zeitraumbetrachtung und zeigt, wie sich der Erfolg durch Erträge und Aufwendungen zusammensetzt. Er berechnet sich aus:

Umsatz + sonstige Erträge - Aufwendungen - Steuern. Das Ergebnis ist dann der Jahresüberschuss.


Der errechnete Jahresüberschuss fließt dann in das Eigenkapital, also auf die Passiva-Seite in der Bilanz des Berichtsjahres ein.


<p>Die Bilanz bildet eine Momentaufnahme des Unternehmens am Stichtag. Dabei sind dann Anlagevermögen und Umlaufvermögen auf der Aktiva-Seite, während Eigenkapital und Verbindlichkeiten auf der Passiva-Seite stehen. </p><p></p><p>Die GuV für das gesamte Berichtsjahr ist eine Zeitraumbetrachtung und zeigt, wie sich der Erfolg durch Erträge und Aufwendungen zusammensetzt. Er berechnet sich aus: </p><p>Umsatz + sonstige Erträge - Aufwendungen - Steuern. Das Ergebnis ist dann der Jahresüberschuss. </p><p></p><p>Der errechnete Jahresüberschuss fließt dann in das Eigenkapital, also auf die Passiva-Seite in der Bilanz des Berichtsjahres ein. </p><p></p>
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Was ist die Aufgabe der Gewinn- und Verlustrechnung?

Erfolgsermittlung und Abbildung der Ertragslage.

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Wie ist die GuV grundsätzlich aufgebaut?

  • Betriebsergebnis (Pos. 1-8 Gesamtkostenverfahren)

  • Finanzergebnis (Pos. 9-13 Gesamtkostenverfahren)

  • Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (Pos. 14 Gesamtkostenverfahren)

  • Außerordentliches (a.o.) Ergebnis (Pos. 15-17 Gesamtkostenverfahren)

  • Steuern (Pos. 18-19 Gesamtkostenverfahren)

  • Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag (Pos. 20 Gesamtkostenverfahren)


74
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Welche unterschiedlichen Verfahren gibt es in der Gewinn- und Verlustrechnung zur sachlichen Zuordnung von Aufwendungen zu Umsatzerlösen?

Es gibt das Gesamtkostenverfahren und das Umsatzkostenverfahren.

Gesamtkostenverfahren

Umsatzkostenverfahren


Produktionsaufwand steht im Mittelpunkt

Abgesetzte Menge (Umsatzerlös) steht im Mittelpunkt


Kostenartenorientiertes Verfahren

Kostenträgerorientiertes Verfahren


Ausgleich zwischen Verkaufsmenge (Umsatzerlöse) und Produktionsaufwand durch Bestandserhöhung/-minderung

Verrechnung des sachlich abgegrenztennAufwands für die abgesetzte Mengen(Umsatzaufwand); Bestandsänderung nur in Bilanz


z.B:

100 Umsatzerlöse

40 Bestandserhöhung

-120 Produktionsaufwand

_________________________

20 GEWINN

z.B:

100 Umsatzerlöse

35 Aufwand Produkt 1

25 Aufwand Produkt 2

20 Aufwand Produkt 3

_____________________________

20 Gewinn



75
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Was ist bei der Anwendung des Gesamtkostenverfahren in der GuV auszuweisen?

  1. Umsatzerlöse

  2. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen

  3. Andere aktivierte Eigenleistungen

  4. Sonstige betriebliche Erträge

  5. Materialaufwand

  6. Personalaufwand

  7. Abschreibungen

  8. Sonstige betriebliche Aufwendungen

  9. Erträge aus Beteiligungen, davon aus verbundenen Unternehmen

  10. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens, davon aus verbundenen Unternehmen

  11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge, davon aus verbundenen Unternehmen

  12. Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens

  13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen, davon an verbundene Unternehmen

  14. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

  15. Außerordentliche Erträge

  16. Außerordentliche Aufwendungen

  17. Außerordentliches Ergebnis

  18. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

  19. Sonstige Steuern

  20. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag


76
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Was ist bei der Anwendung des Umsatzkostenverfahren in der GuV auszuweisen?

  1. Umsatzerlöse

  2. Herstellkosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen

  3. Bruttoergebnis vom Umsatz

  4. Vertriebskosten

  5. Allgemeine Verwaltungskosten

  6. Sonstige betriebliche Erträge

  7. Sonstige betriebliche Aufwendungen

  8. Erträge aus Beteiligungen, davon aus verbundenen Unternehmen

  9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens, davon aus verbundenen Unternehmen

  10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge, davon aus verbundenen Unternehmen

  11. Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des UV

  12. Zinsen u.ä. Aufwendungen, davon an verbundenen Unternehmen

  13. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

  14. Außerordentliche Erträge

  15. Außerordentliche Aufwendungen

  16. Außerordentliches Ergebnis

  17. Steuern vom Einkommen und Ertrag

  18. Sonstige Steuern

  19. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag


77
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Wie definiert sich der Begriff “Konzern”?

Unternehmen, die zwar rechtlich selbstständig, wirtschaftlich aber voneinander abhängig sind, bilden einen Konzern

78
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Wie funktioniert die Unternehmensführung in einem Konzern?

Unternehmensentscheidungen werden am Interesse des gesamten Konzerns, welches nicht unbedingt mit dem Interesse jedes einzelnen Konzernunternehmens übereinstimmt, ausgerichtet.

79
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Wann ist ein Konzernabschluss zu erstellen?

Wenn Inländische Kapitalgesellschaften beherrschenden Einfluss (z.B. mehrheitliches Stimmrecht) auf eine oder mehrere inländische oder ausländische Töchter ausübt

80
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Wie definiert sich der Begriff “Konsolidierung?”

Ist ein Prozess der Zusammenführung der Einzelabschlüsse zum Konzernabschluss.

Es gibt drei Konsolidierungsarten:

  • Vollkonsolidierung: Alle Bilanz- und GuV Positionen verbundener Unternehmen in voller Höhe

  • Quotenkonsolidierung: Beteiligungen (Anteil > 20%) werden mit allen Bilanz- und GuV_Positionen konsolidiert, aber alle Positionen werden mit der Beteiligungsquote gewichtet

  • Equity-Methode: Alternative zur Quotenkonsolidierung, hier wird nur das anteilige Eigenkapital und nicht alle Bilanz- und GuV-Positionen von Beteiligungen als Beteilugungsbuchwert bilanziert

  • Anschaffungskosten: Keine Konsolidierung von Wertpapieren im Anlagevermögen


Im HGB besteht ein Wahlrecht zwischen Quotenkonsolidierung und Equity Methode für Beteiligungen zwischen 20 und 50%, im IFRS nur die Equity-Methode möglich


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Schema: Ablauf der Aufstellung eines Konzernabschlusses:

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Welche Bestandteile hat der Konzernabschluss nach IFRS?

  • Bilanz (zwei Jahre)

  • Gewinn- und Verlustrechnung (zwei Jahre)

  • Aufstellung der Erträge und Aufwendungen

  • Cash Flow Statement (zwei Jahre)

  • Eigenkapitalveränderungsrechnung

  • Segmentberichterstattung (bei börsennotierten Unternehmen)

  • Anhang


(für deutsche Anwender: zusätzlich ein Konzernlagebericht)

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Gliederung der Aktiva und Passiva nach Fristigkeiten

Aktiva

Passiva



Langfristiges Vermögen:

  • Immaterielles Vermögen

  • Sachanlagen

  • Renditeliegeschaften

  • Sonstige Finanzanlagen

  • Latente Steuern

  • Übrige Forderungen und sonstiges Vermögen

Kurzfristiges Vermögen:

  • Vorräte

  • Forderungen aLuL

  • Übrige Forderungen und sonstiges Vermögen

  • Kurzfristige Wertpapiere

  • Zahlungsmittel

  • Vermögen von Veräußerungsgruppen

Gesamtvermögen

Eigenkapital:

  • Gezeichnetes Kapital

  • Kapitalrücklage

  • Gewinnrücklagen

  • Sonstige Eigenkapitalposten

Anteile anderer Gesellschafter

Langfristiges Fremdkapital:

  • Rückstellungen für Pensionen

  • Sonstige Rückstellungen

  • Latente Steuern

  • Finanzschulden

  • Übrige Verbindlichkeiten

Kurzfristiges Fremdkapital:

  • Verbindlichkeiten aLuL

  • Rückstellungen

  • Steuer- und Finanzschulden

  • Übrige Verbindlichkeiten

Gesamtkapital








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Nach welchem Jahresabschlussverfahren (HGB / IFRS) ist das EK grundsätzlich höher?

Deutlich höer beim IFRS, durchschnittlich 35% höher

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Wann werden Vermögenswerte / Vermögensgegenstände auf der Aktiva-Seite beim IFRS bzw. HGB aktiviert?

IFRS: Vermögenswerte / Assets

→ Vermögenswert liegt vor + wahrscheinlicher Zufluss von künftigem wirtschaftlichen Nutzen + verlässlich bewertbarer Anschaffungs- und Herstellkosten, also dass sich die Kosten verlässlich schätzen lassen



HGB: Vermögensgegenstände (VG)

Aktivierbar, wenn das wirtschaftliche Gut einzeln bewertbar und verwertbar ist und kein explizites Aktivierungsverbot besteht.



Zusammenfassung: IFRS fragt nach künftigem Nutzenzufluss, HGB fragt nach Einzelverwertbarkeit.

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Was sind Rechnungsabgrenzungsposten?

Posten, die eine Zahlung zeitlich richtig zuordnen (z.B. im Dezember schon Miete für Januar zahlen)

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Wann bestehen nach IFRS und HGB genau die Rechnungsabgrenzungsposten (RAP)?

Nach IFRS: Nur, wenn der Posten gleichzeitig die allgemeine Vermögenswert-Definition erfüllt


HGB: wenn die Ausgabe VOR dem Bilanzstichtag und der Aufwand für eine bestimmte Zeit NACH dem Bilanzstichtag anfällt.

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Was sind Bilanzierungshilfen im Jahresabschluss?

Posten, die man aktivieren darf, obwohl sie eigentlich kein "echter" Vermögenswert sind. Also ein rein bilanzpolitisches Zugeständnis

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Gibt es beim IFRS und HGB Bilanzierungshilfen?

IFRS: gibt es als Konzept nicht, aktive latente Steuern sind hier als Vermögenswert anzusetzen


HGB: Ingangsetzungsaufwendungen (Kosten der Unternehmensgründung und Erweiterung) und aktive latente Steuern

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Was sind aktive latente Steuern?

Zukünftige Steuerwirkungen von Differenzen zwischen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz.


Die Handelsbilanz zeigt, wie es dem Unternehmen wirtschaftlich geht, die Steuerbilanz dient nur der Berechnung der Steuerlast. Wegen unterschiedlicher Berechnungsmethoden und vor allem unterschiedlichen Zeitansätzen sind die meist unterschiedlich und gleichen sich erst langfristig aus.


AKTIVE Latente Steuern entstehen dann, wenn der Gewinn in der Handelsbialnz niedriger ist als in der Steuerbilanz. Man zahlt also jetzt Steuern, die man sich dafür später einspart durch eine Steuerentlastung. Quasi eine “Forderung ggü. dem Finanzamt.

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Schaubild Aktivierungsunterschiede nach IFRS und HGB im Jahresabschluss

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Welche Dinge können/müssen nach IFRS auf der Passivaseite nach HGB ausgewiesen werden?

IFRS

HGB


Schuld liegt vor, wenn:

  • Schuld gegeben ist

  • wahrscheinlich Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen abfließen

  • sich der Wert der Verpflichtung schätzen lässt

Verbindlichkeit liegt vor, wenn:

  • die Verpflichtung der Höhe und dem Grunde nach sicher ist


→ nicht nur wahrscheinlich, sondern mit Sicherheit feststehend


Rückstellung liegt vor, wenn:

  • wenn sie die allgemeine Schuld-Definition erfüllt UND

  • nach Fälligkeit und Höhe ungewiss ist oder aus einem belastenden Vertrag stammt

Rückstellung liegt vor, wenn:

  • der Höhe und dem Grund nach ungewisse Verbindlichkeiten

  • drohende Verluste aus schwebenden Geschäften

  • Aufwand von vor dem Bilanzstichtag


Rechnungsabgrenzungsposten

  • Wenn Schul-Definition erfüllt ist

Rechnungsabgrenzungsposten:

  • Einnahme vor dem Bilanzstichtag, Ertrag an definiertem Zeitpunkt nach dem Bilanzstichtag



<table style="min-width: 554px;"><colgroup><col style="width: 259px;"><col style="width: 270px;"><col style="min-width: 25px;"></colgroup><tbody><tr><td colspan="1" rowspan="1" colwidth="259"><p><strong><u>IFRS</u></strong></p></td><td colspan="1" rowspan="1" colwidth="270"><p><strong><u>HGB</u></strong></p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p></p></td></tr><tr><td colspan="1" rowspan="1" colwidth="259"><p><strong><em>Schuld </em></strong>liegt vor, wenn:</p><ul><li><p>Schuld gegeben ist</p></li><li><p>wahrscheinlich Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen abfließen</p></li><li><p>sich der Wert der Verpflichtung schätzen lässt</p></li></ul></td><td colspan="1" rowspan="1" colwidth="270"><p><strong><em>Verbindlichkeit </em></strong>liegt vor, wenn:</p><ul><li><p>die Verpflichtung der Höhe und dem Grunde nach sicher ist</p></li></ul><p></p><p>→ nicht nur wahrscheinlich, sondern mit Sicherheit feststehend</p></td><td colspan="1" rowspan="1"><p></p></td></tr><tr><td colspan="1" rowspan="1" colwidth="259"><p><strong><em>Rückstellung </em></strong>liegt vor, wenn:</p><ul><li><p>wenn sie die allgemeine Schuld-Definition erfüllt UND</p></li><li><p>nach Fälligkeit und Höhe ungewiss ist oder aus einem belastenden Vertrag stammt</p></li></ul></td><td colspan="1" rowspan="1" colwidth="270"><p><strong><em>Rückstellung </em></strong>liegt vor, wenn:</p><ul><li><p>der Höhe und dem Grund nach ungewisse Verbindlichkeiten</p></li><li><p>drohende Verluste aus schwebenden Geschäften</p></li><li><p>Aufwand von vor dem Bilanzstichtag</p></li></ul></td><td colspan="1" rowspan="1"><p></p></td></tr><tr><td colspan="1" rowspan="1" colwidth="259"><p>Rechnungsabgrenzungsposten</p><ul><li><p>Wenn Schul-Definition erfüllt ist</p></li></ul></td><td colspan="1" rowspan="1" colwidth="270"><p>Rechnungsabgrenzungsposten:</p><ul><li><p>Einnahme vor dem Bilanzstichtag, Ertrag an definiertem Zeitpunkt nach dem Bilanzstichtag</p></li></ul></td><td colspan="1" rowspan="1"><p></p></td></tr></tbody></table><p></p>
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Dürfen/müssen Materialeinzelkosten, Fertigungseinzelkosten, Sondereinzelkosten der Fertigung und Materialgemeinkosten nach IFRS und HGB angewendet werden?

Ja, bei beiden Verfahren gibt es ein Gebot dazu.

<p>Ja, bei beiden Verfahren gibt es ein Gebot dazu. </p>
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Dürfen/müssen Fertigungsgemeinkosten und Planmäßige Abschreibungen nach IFRS und HGB angewendet werden?

Im IFRS müssen sie eingetragn werden, nach HGB gibt es ein Wahlrecht.

<p>Im IFRS müssen sie eingetragn werden, nach HGB gibt es ein Wahlrecht.</p>
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Dürfen/müssen Allgemeine Verwaltungs- bzw. Sozialkosten sowie Altersversorgung nach IFRS und HGB angewendet werden?

Nach IFRS dürfen sie in der Regel NICHT angewendet werden, beim HGB besteht ein Wahlrecht, sie dürfen also.

<p>Nach IFRS dürfen sie in der Regel NICHT angewendet werden, beim HGB besteht ein Wahlrecht, sie dürfen also.</p>
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Dürfen/müssen Fremdkapitalzinsen nach IFRS und HGB angewendet werden?

Grundsätzlich in der Regel bei IFRS und HGB verboten, nach IFRS besteht aber zum Teil ein Wahlrecht.

<p>Grundsätzlich in der Regel bei IFRS und HGB verboten, nach IFRS besteht aber zum Teil ein Wahlrecht.</p>
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Dürfen/müssen Einzel- Sondereinzel- und Gemeinkosten des Vertriebs nach IFRS und HGB angewendet werden?

Nein, bei beiden Verfahren sind sie verboten

<p>Nein, bei beiden Verfahren sind sie verboten</p>
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Schaubild zur Anrechenbarkeit von Herstellungskosten nach IFRS / HGB

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Was ist der beizulegende Zeitwert (fair value)

Der Betrag, zu dem ein Vermögenswert zwischen Sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern getauscht werden könnte.


Beispiel: Die Maschine wurde vor 3 Jahren für 100.000 € gekauft. Am Gebrauchtmarkt für vergleichbare Maschinen dieses Alters und Zustands werden aktuell 60.000 € gezahlt → der beizulegende Zeitwert beträgt 60.000 €.

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Was ist der Buchwert? (carrying amount)

Der Betrag, mit dem ein Vermögenswert nach Abzug aller kumulierten Abschreibungen und kumulierten Wertminderungsaufwendungen (also außerplanmäßigen Abschreibungen) erfasst wird.


Beispiel: Anschaffungskosten 100.000 €, bisher planmäßig um 40.000 € abgeschrieben → Buchwert = 60.000 €. (Reiner Zufall, dass es hier gleich dem fair value ist – normalerweise weichen beide voneinander ab, und genau diese Abweichung prüft man beim Impairment-Test.)