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Einteilung

Isomerie
Auftreten von zwei/mehreren Verbindungen mit gleicher Summenformel aber unterschiedlicher molekularer Struktur (Isomere)
Konstitutionsisomerie (Definition, Eigenschaften, 4 Arten)
gleiche Summenformel, unterschiedliche Verknüpfung der Atome
Jegliche Konstitutionsisomerien haben unterschiedliche physikalische und chemische Eigenschaften
Funktionsisomere: haben unterschiedliche funktionelle Gruppen (Alkohol und Ether)
Skelettisomere: haben unterschiedliche Kohlenstoffgerüste (linearer und verzweigter Alkohol)
Regioisomere: haben gleiche funktionelle Gruppen an anderer Position im gleichen Skelett (prim. und sek. Alkohol)
Tautomere: Konstitutionsisomere die in chemischem Gleichgewicht zueinander stehen, können sich durch Umlagerung von Protonen (Prototropie) ineinander umwandeln, unter pH neutralen Bedingungen liegt GGW auf Seite der Keto-Form
Stereoisomerie
gleiche Summenformel und Verknüpfung (Konstitution), unterschiedliche räumliche Orientierung/Anordnung
Konformationsisomerie (überführbar?, Unterschied, Winkel, Rotamer, Projektionen, Umwandlung, energetisch günstiger, Abstände)
Ohne Bindungsbruch, nur durch Rotation um Einfachbindungen ineinander überführbar
Haben gleiche Konfiguration und Konstitution, unterscheiden sich in exakter Rotationsorientierung der Atome zueinander (Diederwinkel)
Anordnung der Atome in Energieminimum wird Konformer (Rotamer) genannt
Darstellung verschiedener Konformere eines linearen Moleküls durch Sägebock (schräg auf Bindung schauen)- oder Newman Projektion (entlang der Doppelbindung schauen)
Wandeln sich bei geringer Rotationsbarriere ineinander um
Gestaffelte Konformationen (alle Gruppen versetzt) energetisch günstiger
Maximaler Abstand der Methylsubstituenten bevorzugt -> größte Substituenten versuchen größtmöglichen Abstand zueinander einzunehmen

Klyne Prelog (Vorgehen, Winkel)
(Benennung der Isomere durch Diederwinkel zwischen 2 Substituenten)
C-C Einfachbindung rausfinden um die sich Molekül drehen kann
Newman Projektion zeichnen
Welche Gruppen um Konformation zu beschreiben? (je eine am vorderen und eine am hinteren Kohlenstoff)
Sind alle Gruppen unterschiedlich, wird ranghöchste nach CIP System gewählt (höchste Ordnungszahl)
Gibt es zwei gleiche Gruppen an einem Atom, wird die sich von ihnen unterscheidende gewählt (kann an Heteroatomen ein nichtbindendes Elektronenpaar sein)
Sind alle 3 Gruppen gleich, wählt man die, die kleinsten Diederwinkel zur Bezugsgruppe am anderen Ende der betrachteten Bindung aufweist -> gibt dann nur sp und sc
Torsionswinkel bestimmen zwischen diesen beiden Gruppen -> Name zuordnen
0° → synperiplanar sp
60° → synklinal sc
120° → antiklinal ac
180° → antiperiplanar ap

Konformationsisomerie bei cyclischen Verbindungen (Fünfringe, Sechsringe)
Fünfringe: Briefumschlag-Konformation als stabilste
Sechsringe: Sesselkonformation als stabilste

Konformationsanalyse Cyclohexan (warum Sessel, Stabilität, Umwandlung wie, Substituenteneinfluss, A-Wert, Interpretation)
Am günstigsten ist Anordnung in der jede Form ekliptischer Anordnung vermieden wird, keine Van der Waals Spannung auftritt und jeder Kohlenstoff idealer Tetraederwinkel 109° -> Sessel
Cyclohexan-Konformere wandeln sich bei Raumtemperatur schnell ineinander um (auch verdrillte Wanne/Twist-Konformation und Halbsesselkonformation beteiligt) -> nicht konformativ stabil bei RT
Durch Ring-Inversion kann Sessel 1 in Sessel 2 umgewandelt werden -> axiale Substituenten zu äquatorialen und umgekehrt
Substituenten haben Einfluss auf Präferenz der beiden Sesselkonformationen
Sterisch anspruchsvoller (größerer) Rest hat mehr Platz in äquatorialer Position des Cyclohexans
A-Wert: Differenz der Gibbs Energien beider Konformere in kj/mol -> gibt Präferenz eines Substituenten in äquatorialer Position an -> positiver Wert zeigt Bevorzugung der äquatorialen Position
Vorgehen: a-Werte der Substituenten in axialer Position addieren -> niedrig -> stabil

Konfigurationsisomerie (überführbar, Unterschied, wann Isomere, Diastereomere, Enantiomere, absolut, relativ)
Nicht ohne Bindungsbruch ineinander überführbar
Gleiche Konstitution, verschiedene räumliche Anordnung der Atome -> Drehungen um Einfachbindungen machen sie nicht deckungsgleich
Konfigurationsisomerie wenn mindestens ein stereogenes Zentrum oder eine Doppelbindung
Relative Konfigurationsisomere (Diastomere): sind keine Spiegelbilder voneinander
Absolute Konfigurationsisomere (Enantiomere): sind Bild und Spiegelbild
absolute Konfiguration: auf ein Stereozentrum bezogen → CIP R/S
relative Konfiguration: mindestens 2 Stereozentren in Bezug setzen → E/Z (Doppelbindungen), syn/anti (Substituenten)
Enantiomere / Chiralität - Definition, Chiralitätszentrum, wann chiral, Verhalten
Chiralität: Verbindung isomer zu anderer Verbindung, die sich wie nicht-deckungsgleiches Spiegelbild verhält -> Molekül nicht deckungsgleich mit seinem Spiegelbild
Asymmetrischer sp3 Kohlenstoff: mit 4 unterschiedlichen Substituenten -> Chiralitätszentrum
Eine Verbindung ist chiral wenn es ein Enantiomer dieser Verbindung gibt (kein Enantiomer -> achiral)
Enantiomere verhalten sich chemisch ähnlich aber nicht identisch
Identisch: Molekulargewicht, Dichte, Siedepunkt, Schmelzpunkt, Brechungsindex, Dipolmomente, Löslichkeit
Unterschiedlich: Verhalten in chiraler Umgebung, Geruch & Geschmack (da Geruchsrezeptoren aus Aminosäuren bestehen welche chiral sind), optische Aktivität

Racemisierung, wann, Heteroatome, Amine Besonderheit
Racemisierung: chemischer Prozess bei dem ein Enantiomer in das andere übergeht
Insbesondere wenn Stereozentren einen Bindungsbruch und erneute Bindungsbildung über achirales Intermediat begünstigen/stabilisieren -> Racemisierung
Stereozentren können auch am Phosphor/Stickstoff oder Schwefelatom sein (Voraussetzung: geringe Inversion am heteroatomzentrum -> Racemisierung vermeiden)
Amine invertieren bei Raumtemperatur sehr schnell (Stickstoffinversion) daher keine Enantiomere isolierbar (Ausnahmen: Reaktion am freien Elektronenpaar, verhindern des Durchschwingens z.B. durch fixieren im Ring)
Pseudochiralität
Bei Verbindungen bei denen sich zwei Substituenten an einem Stereozentrum nur in absoluter Konfiguration unterscheiden (sind Enantiomere)
Verbindungen mit Pseudochiralitätszentrum können aber müssen nicht chiral sein
Diastereomere - Definition, wann, Verhalten, Epimere, Anomere, E/Z
Stereoisomere die nicht enantiomer zueinander sind (durch mehrere Stereozentren/Doppelbindungen oder cis trans Isomerie)
Verhalten sich physikalisch und chemisch unterschiedlich
Ist mehr als ein stereogenes Zentrum vorhanden und weicht lediglich die Konfiguration nur eines Stereozentrums ab -> Epimere
Ist das invertierte Stereozentrum an einem anomeren Kohlenstoff (Acetal Kohlenstoff eines Zuckers) lokalisiert -> Epimer ist auch ein Anomer
Bestimmung der relativen Anordnung in Doppelbindungen -> E für höchst priorisierte Gruppen entgegen und Z für zusammen (cis und trans veraltet) -> cip verwenden
Diastomere oder Enantiomere ?
bei beiden Molekülen Konfiguration (r oder s) an Stereozentren bestimmen
Alle Stereozentren gleich -> Konformationsisomerie
Alle Stereozentren unterschiedlich -> Enantiomer
Nur eins (Epimer) oder mehrere aber nicht alle unterschiedlich -> Diastereomer

Meso-Verbindungen
Besitzen eine Konformation, die eine Spiegelebene im Molekül generiert
→ ist also trotz Stereozentren nicht chiral
Berechnung Anzahl Konfigurationsisomere
Jedes Stereozentrum kann zwei absolute Konfigurationen eingehen
Konfigurationsisomere = 2Stereozentren (Abzüglich meso-Formen falls vorhanden)
CIP: Sinn, Vorgehen, Prioritäten, E/Z
Prioritäten von Substituenten an stereogenem Zentrum festlegen -> R oder S bestimmen
Stereogenes Zentrum finden -> Kohlenstoff mit 4 verschiedenen Substituenten
Bestimmung der absoluten Konfiguration an einem Kohlenstoffstereozentrum
Substituenten Prioritäten zuordnen
Molekül wird gedreht, sodass niedrigste Priorität nach hinten zeigt
Bestimmung der Ablesungsrichtung: Uhrzeigersinn rechts oder gegen Uhrzeigersinn links (r oder s)
Prioritätenreihenfolge
Priorität steigt mit Ordnungszahl und dem Isotop höherer Masse
Befinden sich in Sphäre 1 mehrere Substituenten gleicher Priorität -> so lange weiter Sphären vergleichen bis Unterschied auftritt (höher subst. Atome gleicher Ordnungszahl bekommen höhere Priorität) → höhere Sphären sind weitere gebundene Atome
Mehrfachbindungen werden wie entsprechende Anzahl an Einfachbindungen gewertet -> einbindige Dummy-Atome entstehen
Doppelbindungen E oder Z
An jedem C der Doppelbindung Prioritäten bestimmen
Höchstpriorisierte auf derselben Seite -> Z
Höchstpriorisierte auf gegenüberliegenden Seiten -> E