❤️ Selbstkonzept und Soziale Identität (5)

0.0(0)
Studied by 0 people
call kaiCall Kai
Locked
learnLearn
examPractice Test
spaced repetitionSpaced Repetition
heart puzzleMatch
flashcardsFlashcards
GameKnowt Play
Card Sorting

1/25

encourage image

There's no tags or description

Looks like no tags are added yet.

Last updated 1:07 PM on 7/6/26
Name
Mastery
Learn
Test
Matching
Spaced
Call with Kai
Chat

No analytics yet

Send a link to your students to track their progress

26 Terms

1
New cards

Was sind die sechs Quellen unserer Selbstkenntnis, also woher stammt das Wissen über uns selbst?

Persönliche Quellen: Introspektion und Selbstwahrnehmung

Soziales Quellen: Frühe Bindungsprozesse, Sozialer Vergleich, Interpersonelle Beziehungen, Soziale Identität

2
New cards

Introspektion

Introspektion ist die Selbstkenntnis durch eigene Beobachtung, es ist ein Prozess, bei dem man seine eigenen internen, also mentalen und emotionalen Zustände beobachtet, während man sich auf eine bestimmte Weise verhält.

3
New cards

Selbstwahrnehmung

Die Selbstwahrnehmung besagt, dass Menschen ihre eigenen Einstellungen und Gefühle oft aus ihrem Verhalten ableiten. Man beobachtet das eigene Verhalten wie ein Außenstehender. Das passiert wenn die inneren Zustände nicht eindeutig sind.

4
New cards

Frühe Bindungsprozesse

Frühe Bindungsprozesse beeinflussen die Selbstkenntnis, weil Menschen ihr erstes Selbstbild durch die Interaktionen mit ihren Bezugspersonen entwickeln.

Verlässliche und fürsorgliche Beziehungen fördern dabei ein positives Selbstkonzept, während Vernachlässigung oder negative Erfahrungen ein negatives Selbstbild begünstigen können

5
New cards

Sozialer Vergleich

Der soziale Vergleich beschreibt, dass Menschen ihr Selbstkonzept entwickeln, indem sie ihre Fähigkeiten, Meinungen oder Eigenschaften mit anderen Menschen vergleichen. Dabei können Aufwärtsvergleiche motivieren, während Abwärtsvergleiche häufig das Selbstwertgefühl stärken.

6
New cards

Interpersonelle Beziehungen

Interpersonelle Beziehungen tragen zur Selbstkenntnis bei, weil Menschen durch Interaktionen oder Rückmeldungen anderer, Erkenntnis über ihre eigene Person erhalten. Vor allem enge Bezugspersonen beeinflussen, selbst wenn sie nicht physisch präsent sind, wie wir uns selbst sehen, bewerten und verhalten.

7
New cards

Soziale Identität

Die Theorie der sozialen Identität besagt, dass Menschen einen Teil ihres Selbstkonzepts aus den Gruppen ableiten, denen sie angehören. Dabei identifizieren sie sich mit Eigengruppen und grenzen sich gleichzeitig von Fremdgruppen ab.

8
New cards

Wie wird die Selbstkenntnis repräsentiert?

Durch die Affektive Bewertung des Selbst → Selbstwertgefühl

Und die Kognitive Repräsentation → Selbstkonzept

9
New cards

Erkläre kurz das Selbstwertgefühl

Das ist die Affektive Bewertung des Selbst:

→ Also emotionale Bewertung von uns selbst.
Wie positiv oder negativ wir uns insgesamt bewerten

10
New cards

Erkläre kurz das Selbstkonzept

Das ist die kognitive Vorstellung, die wir von uns selbst haben
→ Bestehend aus allen Überzeugungen, Erfahrungen und Gedanken über die eigene Person sowie über unsere Beziehungen zu anderen Menschen.

11
New cards

Und wie genau wird das Selbstkonzept repräsentiert?

Durch:

  • Selbstschemata

  • den Selbstreferenzeffekt

  • das Arbeitsselbstkonzept

  • das tatsächliche Selbst, ideale Selbst und Soll-Selbst

12
New cards

Erkläre Selbstschemata

  • Mentale Strukturen über uns selbst

  • Helfen, vergangene Erfahrungen zu organisieren und neue selbstrelevante Informationen zu verarbeiten

  • Schemakongruente Informationen werden: (was wir gerne hören, positive Sachen über uns selbst)

    • schneller klassifiziert (abgespeichert)

    • sicherer klassifiziert

    • besser erinnert

  • Schemainkongruente Informationen werden eher zurückgewiesen und schneller vergessen (was wir nicht gerne hören)

13
New cards

Erkläre den Selbstreferenzeffekt

Der Selbstreferenzeffekt sagt einfach aus, dass:

  • Informationen mit Bezug zum eigenen Selbst werden gründlicher und tiefer verarbeitet

  • Dadurch werden sie besser erinnert als andere Informationen

14
New cards

Erkläre das Arbeitsslbstkonzept

Das Arbeitsselbstkonzept besagt, dass man immer nur einen Teil seines Selbst aktiviert, also man verhält sich immer etwas anders.

Beispielsweise: Auf einer Party eher leichtlebiger/fröhlicher; in der Bibliothek eher wissbegierder; in der Kirche eher religiöser

→ situativer Kontext trägt dazu bei, dass distinkte Merkmale aktiviert werden

15
New cards

Nenne die drei Formen der Selbstdiskrepanztheorie und erkläre eine Form davon genauer!

  • Tatsächliches Selbst = Eigenschaften die man sich selbst zuschreibt

  • Ideales Selbst = Eigenschaften die man sich wünscht zu haben

  • Soll Selbst = Eigenschaften von denen man glaubt, dass man sie besitzen sollte

Das ideale Selbst beschreibt Eigenschaften, die man gerne besitzen möchte oder von denen man glaubt, dass andere sie sich von einem wünschen. Es geht also um Wünsche und Vorstellungen davon, wie man gerne wäre.

Alltagsbeispiel:

  • selbstbewusster werden

  • sportlicher sein

  • erfolgreicher werden

16
New cards

Mache stichwortartig ein Beispiel zur Selbstdiskrepanztheorie

  • Tatsächliches Selbst:
    „Ich bin gerade eher unsportlich.“

  • Ideales Selbst:
    „Ich wäre gerne sportlich und fit.“
    → Wird das nicht erreicht: Enttäuschung, Frustration

  • Soll-Selbst:
    „Ich sollte regelmäßig Sport machen, weil es gesund ist.“
    → Wird das nicht erreicht: Schuldgefühle, schlechtes Gewissen

👉 Die Diskrepanz zwischen dem tatsächlichen Selbst und dem idealen bzw. Soll-Selbst beeinflusst also Gefühle und Verhalten

17
New cards

Wie wird das Selbstwertgefühl repräsentiert?

In das Trait- und State- Selbstwertgefühl

Und in das Explizite und Implizite Selbstwertgefühl

18
New cards

Was ist das Trait-Selbstwertgefühl?

Das Trait-Selbstwertgefühl beschreibt, wie Menschen sich selbst die meiste Zeit generell bewerten. Es ist relativ stabil und verändert sich im Laufe des Lebens meist nur langsam.

19
New cards

Was ist das State-Selbstwertgefühl?

Das State-Selbstwertgefühl beschreibt kurzfristige Veränderungen des Selbstwertgefühls durch aktuelle Erfahrungen oder Situationen. Es kann sich zum Beispiel durch Erfolge oder Misserfolge schnell verändern.

20
New cards

Skizziere näher das Trait-Selbstwertgefühl und mache ein Alltagsbeispiel daraus!

  • eher langfristig und stabil

  • beschreibt das allgemeine Selbstwertgefühl einer Person

  • kann hoch oder niedrig sein

  • verändert sich über die Lebensspanne:

    • Kindheit eher positiv

    • in der Adoleszenz sinkt es oft

    • im Erwachsenenalter steigt es wieder

    • im hohen Alter sinkt es wieder etwas

Alltagsbeispiel:
Eine Person ist grundsätzlich selbstbewusst und denkt auch nach kleinen Fehlern oder Misserfolgen weiterhin positiv über sich selbst.

21
New cards

Was ist das Explizite Selbstwertgefühl?

Das explizite Selbstwertgefühl beschreibt die bewusste Bewertung der eigenen Person.

Also das, was man über sich selbst denkt und auch sagen kann, z. B.: „Ich bin zufrieden mit mir“ oder „Ich finde mich eher unsicher“

22
New cards

Was ist das Implizite Selbstwertgefühl?

Das implizite Selbstwertgefühl ist dagegen die unbewusste, automatische Bewertung des Selbst.

Diese läuft eher im Hintergrund ab und ist einem oft gar nicht direkt bewusst.

23
New cards

Was bedeutet das Selbstkonstrukt? Und wie wird es differenziert

Das Selbstkonstrukt beschreibt, wie Menschen sich selbst sehen und verstehen. Dieses Selbstbild wird durch die soziale Umwelt und kulturelle Einflüsse mitgeprägt.

Es wird differenziert in die Independente und die Interdependente Selbstkonstruktion

24
New cards

Erläutere kurz die independente (unabhängige) Selbstkonstruktion

  • Menschen sehen sich als autonome, unabhängige Person

  • Selbstbewertung entsteht häufig durch sozialen Vergleich

  • typisch eher in individualistischen Kulturen

Alltagsbeispiel:
„Ich möchte meinen eigenen Weg gehen und unabhängig sein.“

25
New cards

Erläutere kurz die Interdependente (abhängige) Selbstkonstruktion

  • Menschen sehen ihre Identität stärker in Verbindung mit anderen

  • Das Selbst wird über Beziehungen und soziale Gruppen definiert

  • Verbundenheit mit Familie, Freunden oder Gemeinschaft steht im Vordergrund

  • typisch eher in kollektivistischen Kulturen

26
New cards

Nenne die drei Aspekte der Selbstkonstruktion als transaktionaler Prozess und mache ein Alltagsbeispiel!

Drei Aspekte für Veränderungen:

  1. Wir müssen unser Verhalten ändern

  2. Andere müssen konsistent anders auf uns reagieren

  3. Wir müssen die neuen Auffassungen über uns selbst internalisieren = glauben

Alltagsbeispiel:

  • neue Führungsposition im Job

  • selbstbewusster auftreten

  • andere behandeln die Person respektvoller

  • Person sieht sich selbst zunehmend als kompetente Führungskraft