Pädagogische Psychologie - Motivation und Attribution

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Diese Flashcards decken die zentralen Konzepte der Pädagogischen Psychologie zum Thema Motivation ab, einschließlich Motivationsarten, Attributionstheorien nach Weiner und Kelley sowie Selbstbestimmungs- und Interessentheorien.

Last updated 12:07 PM on 8/3/26
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26 Terms

1
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Motiv (motivationale Orientierung)

Eine zeitlich stabile Disposition, die durch eine Situation angeregt wird und das Verhalten fördert oder hemmt.

2
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Motiviertheit

Ein aktueller Zustand, der aus der Interaktion zwischen Person und Situation resultiert und das Handeln unmittelbar bestimmt.

3
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Lernmotivation

Die Bereitschaft, sich aktiv, dauerhaft und wirkungsvoll mit bestimmten Themengebieten auseinanderzusetzen, um neues Wissen zu erwerben und eigene Fähigkeiten zu verbessern.

4
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Leistungsmotivation

Das Bestreben eines Lernenden, die eigene Tüchtigkeit in Tätigkeiten zu steigern oder hochzuhalten, für die man einen Gütemaßstab für verbindlich hält.

5
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Intrinsische Motivation

Eine Form der Motivation, deren Quelle im Individuum selbst und in seiner Beziehung zur Tätigkeit liegt, was oft zu nachhaltiger Zufriedenheit führt.

6
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Extrinsische Motivation

Motivation, die aus externen Anreizen oder Druck stammt (z. B. Belohnung oder Bestrafung) und unabhängig von der Tätigkeit selbst wirkt.

7
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McClelland: Motive

Unterscheidung in drei grundlegende Motivgruppen: Affiliationsmotive, Machtmotive und Leistungsmotive.

8
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Erfolgsmotivierte Personen

Personen, die mittelschwere Aufgaben bevorzugen, Erfolg auf eigene Kompetenz attribuieren und beharrliches Leistungsstreben bei realistischem Anspruchsniveau zeigen.

9
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Misserfolgsmotivierte Personen

Personen, die sehr leichte oder schwere Aufgaben wählen, Erfolg auf Zufall attribuieren und Angst beim Leistungsstreben empfinden.

10
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Theorie der korrespondierenden Schlussfolgerungen

Nimmt an, dass Betrachter aus einem beobachteten absichtlichen Verhalten auf entsprechende Absichten und Dispositionen (Charakteristika) der handelnden Person schließen.

11
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Analyse nicht gemeinsamer Auswirkungen

Ein Prozess, bei dem Betrachter auf Absichten schließen, indem sie die Auswirkungen der gewählten Handlung mit denen nicht gewählter Alternativen vergleichen.

12
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Korrespondenzverzerrung

Die hypothetische Neigung, aus einem beobachteten Verhalten auf eine persönliche Disposition zu schließen, selbst wenn das Verhalten durch die Situation bestimmt war.

13
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Kovariationsprinzip (Kelley, 19671967)

Besagt, dass ein Effekt der Bedingung zugeschrieben wird, die vorhanden ist, wenn der Effekt auftritt, und fehlt, wenn der Effekt nicht auftritt.

14
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Konsensusinformation

Information darüber, ob sich unterschiedliche Personen gegenüber demselben Objekt oder Reiz auf die gleiche Weise verhalten.

15
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Distinktheitsinformation

Information darüber, ob eine handelnde Person unter ähnlichen Umständen auf unterschiedliche Objekte unterschiedlich reagiert.

16
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Konsistenzinformation

Information darüber, ob das Verhalten einer Person gegenüber einem Objekt über verschiedene Zeitpunkte und Situationen hinweg gleich bleibt.

17
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Personenattribution

Zuschreibung der Ursache eines Verhaltens auf Eigenschaften der handelnden Person (bei niedrigem Konsens, niedriger Distinktheit und hoher Konsistenz).

18
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Stimulusattribution (Entitätsattribution)

Zuschreibung der Ursache auf Eigenschaften des Reizes oder der Umgebung (bei hohem Konsens, hoher Distinktheit und hoher Konsistenz).

19
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Kontextattribution

Zuschreibung der Ursache auf spezifische Umstände (bei niedrigem Konsens, hoher Distinktheit und niedriger Konsistenz).

20
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Kausale Dimensionen nach Weiner

Klassifikation von Ursachen für Erfolg und Misserfolg nach Lokation (intern/extern), Stabilität (stabil/variabel) und Kontrollierbarkeit.

21
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Erlernte Hilflosigkeit

Zustand, in dem Menschen lernen, dass Handlungsergebnisse nicht kontingent auf das eigene Verhalten folgen, was oft zu Depressionen führt.

22
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Fähigkeitsselbstkonzept

Die individuelle Wahrnehmung und Bewertung der eigenen Kompetenz in einem bestimmten Bereich; es ist domänenspezifisch und oft selbstverstärkend.

23
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Selbstbestimmungstheorie (SDT)

Theorie von Deci & Ryan (19851985), die besagt, dass Motivation auf den Bedürfnissen nach Kompetenzerleben, Autonomieerleben und sozialer Eingebundenheit basiert.

24
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Interessentheorie (Krapp)

Definiert Interesse als herausgehobene Beziehung zu einem Gegenstand, gekennzeichnet durch hohe subjektive Wertschätzung und positive emotionale Erfahrungen.

25
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Rubikonmodell (Heckhausen, 19891989)

Modell, das den Handlungsverlauf in motivationale (prä- und postaktionale) und volitionale (präaktionale und aktionale) Phasen unterteilt.

26
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Volition

Der Wille oder die Prozesse zur Umsetzung und Aufrechterhaltung einer Handlung zur Zielerreichung, insbesondere nach der Zielsetzung und trotz Hindernissen.