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Diese Flashcards decken die zentralen Konzepte der Pädagogischen Psychologie zum Thema Motivation ab, einschließlich Motivationsarten, Attributionstheorien nach Weiner und Kelley sowie Selbstbestimmungs- und Interessentheorien.
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Motiv (motivationale Orientierung)
Eine zeitlich stabile Disposition, die durch eine Situation angeregt wird und das Verhalten fördert oder hemmt.
Motiviertheit
Ein aktueller Zustand, der aus der Interaktion zwischen Person und Situation resultiert und das Handeln unmittelbar bestimmt.
Lernmotivation
Die Bereitschaft, sich aktiv, dauerhaft und wirkungsvoll mit bestimmten Themengebieten auseinanderzusetzen, um neues Wissen zu erwerben und eigene Fähigkeiten zu verbessern.
Leistungsmotivation
Das Bestreben eines Lernenden, die eigene Tüchtigkeit in Tätigkeiten zu steigern oder hochzuhalten, für die man einen Gütemaßstab für verbindlich hält.
Intrinsische Motivation
Eine Form der Motivation, deren Quelle im Individuum selbst und in seiner Beziehung zur Tätigkeit liegt, was oft zu nachhaltiger Zufriedenheit führt.
Extrinsische Motivation
Motivation, die aus externen Anreizen oder Druck stammt (z. B. Belohnung oder Bestrafung) und unabhängig von der Tätigkeit selbst wirkt.
McClelland: Motive
Unterscheidung in drei grundlegende Motivgruppen: Affiliationsmotive, Machtmotive und Leistungsmotive.
Erfolgsmotivierte Personen
Personen, die mittelschwere Aufgaben bevorzugen, Erfolg auf eigene Kompetenz attribuieren und beharrliches Leistungsstreben bei realistischem Anspruchsniveau zeigen.
Misserfolgsmotivierte Personen
Personen, die sehr leichte oder schwere Aufgaben wählen, Erfolg auf Zufall attribuieren und Angst beim Leistungsstreben empfinden.
Theorie der korrespondierenden Schlussfolgerungen
Nimmt an, dass Betrachter aus einem beobachteten absichtlichen Verhalten auf entsprechende Absichten und Dispositionen (Charakteristika) der handelnden Person schließen.
Analyse nicht gemeinsamer Auswirkungen
Ein Prozess, bei dem Betrachter auf Absichten schließen, indem sie die Auswirkungen der gewählten Handlung mit denen nicht gewählter Alternativen vergleichen.
Korrespondenzverzerrung
Die hypothetische Neigung, aus einem beobachteten Verhalten auf eine persönliche Disposition zu schließen, selbst wenn das Verhalten durch die Situation bestimmt war.
Kovariationsprinzip (Kelley, 1967)
Besagt, dass ein Effekt der Bedingung zugeschrieben wird, die vorhanden ist, wenn der Effekt auftritt, und fehlt, wenn der Effekt nicht auftritt.
Konsensusinformation
Information darüber, ob sich unterschiedliche Personen gegenüber demselben Objekt oder Reiz auf die gleiche Weise verhalten.
Distinktheitsinformation
Information darüber, ob eine handelnde Person unter ähnlichen Umständen auf unterschiedliche Objekte unterschiedlich reagiert.
Konsistenzinformation
Information darüber, ob das Verhalten einer Person gegenüber einem Objekt über verschiedene Zeitpunkte und Situationen hinweg gleich bleibt.
Personenattribution
Zuschreibung der Ursache eines Verhaltens auf Eigenschaften der handelnden Person (bei niedrigem Konsens, niedriger Distinktheit und hoher Konsistenz).
Stimulusattribution (Entitätsattribution)
Zuschreibung der Ursache auf Eigenschaften des Reizes oder der Umgebung (bei hohem Konsens, hoher Distinktheit und hoher Konsistenz).
Kontextattribution
Zuschreibung der Ursache auf spezifische Umstände (bei niedrigem Konsens, hoher Distinktheit und niedriger Konsistenz).
Kausale Dimensionen nach Weiner
Klassifikation von Ursachen für Erfolg und Misserfolg nach Lokation (intern/extern), Stabilität (stabil/variabel) und Kontrollierbarkeit.
Erlernte Hilflosigkeit
Zustand, in dem Menschen lernen, dass Handlungsergebnisse nicht kontingent auf das eigene Verhalten folgen, was oft zu Depressionen führt.
Fähigkeitsselbstkonzept
Die individuelle Wahrnehmung und Bewertung der eigenen Kompetenz in einem bestimmten Bereich; es ist domänenspezifisch und oft selbstverstärkend.
Selbstbestimmungstheorie (SDT)
Theorie von Deci & Ryan (1985), die besagt, dass Motivation auf den Bedürfnissen nach Kompetenzerleben, Autonomieerleben und sozialer Eingebundenheit basiert.
Interessentheorie (Krapp)
Definiert Interesse als herausgehobene Beziehung zu einem Gegenstand, gekennzeichnet durch hohe subjektive Wertschätzung und positive emotionale Erfahrungen.
Rubikonmodell (Heckhausen, 1989)
Modell, das den Handlungsverlauf in motivationale (prä- und postaktionale) und volitionale (präaktionale und aktionale) Phasen unterteilt.
Volition
Der Wille oder die Prozesse zur Umsetzung und Aufrechterhaltung einer Handlung zur Zielerreichung, insbesondere nach der Zielsetzung und trotz Hindernissen.