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Es fehlt Ergebnis des Experiments von Schachter und Singer (Folie 45)
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Alltagspsychologische Theorie der Emotionsgenese: Erläutere die Alltagspsychologische Theorie der Emotionsgenese
Alltagspsychologische Theorie der Emotionsgenese
Reiz => Gefühl => Reaktion

Die Emotionstheorie von James Zentrales Postulat: Erläutere die Emotionstheorie von James (Zitat) (I)
Emotionstheorie von James:
„… die körperlichen Veränderungen (folgen) unmittelbar auf die Wahrnehmung der erregenden Tatsache (…)
und die Empfindung (unser bewusstes Erleben) eben dieser Veränderungen zum Zeitpunkt ihres Auftretens IST die Emotion.“
Die Emotionstheorie von James Zentrales Postulat: Erläutere die Emotionstheorie von James (Zitat) (II)
Emotionstheorie von James:
Nach James sind die körperlichen Veränderungen, die durch verschiedene Stimuli (Ereignisse, Wahrnehmungen) ausgelöst werden …
„(…) so unendlich zahlreich und fein abgestuft, dass man den gesamten Organismus einen Resonanzboden nennen könnte, den jede Änderung des Bewusstseins, und sei sie noch so klein, in Schwingungen versetzt.“
Welche körperlichen Veränderungen bringen Sie mit Emotionen in Verbindung?
Reaktionen des autonomen/vegetativen Nervensystems (viszerale Reaktionen)
Herzrate
Änderungen der Atmung
Erhöhter Puls
Gänsehaut
Aufruhr in den Eingeweiden
Schweissbildung
Anspannung
Die Emotionstheorie von James Kritik

Revidierte Fassung von James‘ Theorie: Erläutere die ursprüngliche Fassung von James' Theorie
Ursprüngliche Fassung
Wahrnehmung einer erregenden Tatsache
=>
Emotionsspezifische körperliche Veränderungen, sowohl der willkürlichen wie der unwillkürlichen (v.a. viszeralen) Muskulatur
=>
Die Empfindung der körperlichen Veränderungen ist die Emotion
Beispiel:
Siehe Abbild

Revidierte Fassung von James‘ Theorie: Erläutere die präzisierte Fassung von James' Theorie
Präzisierte Fassung:
Idee des lebenswichtigsten Elements einer Situation
=>
Emotionsspezifische viszerale Veränderungen
=>
Die Empfindung der viszeralen Veränderungen ist die Emotion
Beispiel (Chat GPT):
«Idee des lebenswichtigsten Elements einer Situation»: Du bemerkst, dass ein Hund auf dich zurennt. Der entscheidende Teil der Situation ist für dich: Der Hund könnte mich angreifen.
«Emotionsspezifische viszerale Veränderungen»: Daraufhin reagiert dein Körperinneres, zum Beispiel mit Herzklopfen.
«Die Empfindung der viszeralen Veränderungen ist die Emotion»: Du spürst dieses Herzklopfen. Dieses Spüren ist nach James deine Angst

Die Emotionstheorie von James: Was postulierte James
Emotionstheorie von James:
Postuliert, dass die körperliche Reaktion der Emotion vorausgeht ("Wir fürchten uns, weil wir zittern" –nicht umgekehrt)
Sind peripher-physiologische Reaktionen notwendig für Emotionen?: Erläutere die Befunde zu Querschnittsgelähmte
Befunde zu Querschnittsgelähmte
Querschnittsgelähmte berichteten reduziertes Erleben von Furcht, Ärger
Teil der Personen berichtete jedoch auch von einer Zunahme „sentimentaler“ Gefühle
Sind peripher-physiologische Reaktionen notwendig für Emotionen?
Befunde/Beispiele deute darauf hin, dass Physiologische Erregung nicht notwendig für emotionales Erleben (siehe Abbild; zweiter Teil nicht zum auswendig lernen)

Studie von Marañon: Erläutere das Ergebnis der Studie von Marañon
Vorgehen:
Adrenalininjektion: Injektion löst Schwitzen, Herzklopfen, Beschleunigte Atmung
Ergebnis:
Von 210 Probanden…
Mehrheit Keine Emotionen
1/3 „Als-ob-Emotionen“
Minderheit „Echte Emotionen“
=> Aber nur wenn von passenden Kognitionen begleitet…
Studie von Marañon: Welche Schlussfolgerung kann durch das Ergebnis der Studie von Marañon gezogen werden?
Schlussfolgerung:
Genügt ein Adrenalinstoss für emotionales Erleben: Nein
Die künstliche Herbeiführung der für starke Emotionen typischen viszeralen Veränderungen führt nicht zum Auftreten von Emotionen
Die Kritik von Cannon zu James Emotionstheorie: Erläutere die Kritik von Cannon (Alles)
Körperliche Veränderungen sind notwendig für emotionales Erleben
Kritik:
Die vollständige Trennung der Viszera (Eingeweide) vom Zentralnervensystem (ZNS) führt zu keiner Veränderung im emotionalen Verhalten
Körperliche Veränderungen sind hinreichend für emotionales Erleben
Kritik:
Dieselben viszeralen Änderungen treten bei sehr verschiedenen emotionalen und nicht-emotionalen Zuständen auf
Die inneren Organe sind relativ unempfindlich (sie verfügen nur über wenige Rezeptoren und Nervenfasern)
Viszerale Veränderungen sind zu langsam, um als Ursache des Gefühlserlebens in Frage zu kommen
Die künstliche Herbeiführung der für starke Emotionen typischen viszeralen Veränderungen führt nicht zum Auftreten von Emotionen
Die Kritik von Cannon zu James Emotionstheorie: Erläutere die Kritik von Cannon zu Körperliche Veränderungen sind notwendig für emotionales Erleben
Kritik:
Die vollständige Trennung der Viszera (Eingeweide) vom Zentralnervensystem (ZNS) führt zu keiner Veränderung im emotionalen Verhalten
Die Kritik von Cannon zu James Emotionstheorie: Erläutere die Kritik von Cannon zu: Körperliche Veränderungen sind hinreichend für emotionales Erleben (Alles)
Kritik:
Dieselben viszeralen Änderungen treten bei sehr verschiedenen emotionalen und nicht-emotionalen Zuständen auf
Die inneren Organe sind relativ unempfindlich (sie verfügen nur über wenige Rezeptoren und Nervenfasern)
Viszerale Veränderungen sind zu langsam, um als Ursache des Gefühlserlebens in Frage zu kommen
Die künstliche Herbeiführung der für starke Emotionen typischen viszeralen Veränderungen führt nicht zum Auftreten von Emotionen
Die Kritik von Cannon zu James Emotionstheorie: Erläutere die Kritik von Cannon zu: Körperliche Veränderungen sind hinreichend für emotionales Erleben (2)
Kritik:
Dieselben viszeralen Änderungen treten bei sehr verschiedenen emotionalen und nicht-emotionalen Zuständen auf
Die Kritik von Cannon zu James Emotionstheorie: Erläutere die Kritik von Cannon zu: Körperliche Veränderungen sind hinreichend für emotionales Erleben (3)
Kritik:
Die inneren Organe sind relativ unempfindlich (sie verfügen nur über wenige Rezeptoren und Nervenfasern)
Die Kritik von Cannon zu James Emotionstheorie: Erläutere die Kritik von Cannon zu: Körperliche Veränderungen sind hinreichend für emotionales Erleben (4)
Kritik:
Viszerale Veränderungen sind zu langsam, um als Ursache des Gefühlserlebens in Frage zu kommen
Die Kritik von Cannon zu James Emotionstheorie: Erläutere die Kritik von Cannon zu: Körperliche Veränderungen sind hinreichend für emotionales Erleben (5)
Kritik:
Die künstliche Herbeiführung der für starke Emotionen typischen viszeralen Veränderungen führt nicht zum Auftreten von Emotionen
Sind peripher-physiologische Reaktionen hinreichend spezifisch?
Verfügbare Evidenz spricht für ein gewisses Mass an Spezifität in den Mustern physiologischer Reaktionen
Aber: Unterschiede sind oft klein und inkonsistent (siehe bsp. Studie von Ekman et al., 1983)

Theorie von Cannon und Bard: Was besagen Cannon und Bard in ihrer Theorie?
Führte James Emotionstheorie weiter
Besagen dass, die physiologische Veränderung und Emotion einstehen gleichzeitig
Die Suche nach dem notwendigen 2. Faktor: Wieso ist ein 2.Faktor notwendig?
Physiologische Reaktion ist zwar notwendig aber nicht hinreichend
2. Faktor notwendig da sie die Qualität der Emotion determiniert

Die Suche nach dem notwendigen 2. Faktor: Die physiologische Reaktion ist zwar notwendig aber nicht hinreichend; Was ist nach der Zweifaktoren-Theorie von Schachter & Singer der notwendiger 2.Faktor?
Notwendiger 2.Faktor:
Kognitive Interpretation
Beispiel:
„Mein Herz klopft, weil ich Angst habe.“

Die Rolle der kognitiven Bewertung: Wie erweitern Schater und Singer James Emotionstheorie?
Schachter und Singer erweitern James-Lange um die kognitive Bewertung (Attribution): Dieselbe körperliche Erregung kann je nach Kontext als Angst, Freude oder Wut interpretiert werden
Vorhersagen der Zweifaktoren-Theorie: Erläutere die Vorhersagen der Zweifaktoren-Theorie
Zweifaktoren-Theorie:
Der gleiche physiologische Erregungszustand kann als Freude oder Wut erlebt werden, je nachdem, auf welche Ursache die Person ihre Erregung zurückführt
Physiologische Erregung, für die es eine plausible nicht-emotionale Erklärung gibt, führt nicht zum Erleben einer Emotion
Zweifaktoren-Theorie: Von wem stammt die Zweifaktoren-Theorie
Schachter und Singer
Das Experiment von Schachter und Singer (1962) Logik: Erläutere die Logik
Logik:
Physiologische Aktivierung, für die es keine Erklärung gibt: Emotionale Empfindungen sind von Kognitionen abhängig
Physiologische Aktivierung, für die es eine nicht-emotionale Erklärung gibt: Keine emotionalen Empfindungen
Auf die gleichen Kognitionen reagiert das Individuum nur dann emotional, wenn physiologische Aktivierung vorliegt
Experiment von Schachter und Singer Fazit: Konnten die Hypothesen auf Grund der Zweifaktorentheorie bestätigt werden?
Die Hypothesen auf Grund der Zweifaktorentheorie konnten nur teilweise bestätigt werden
A posteriori-Exklusion von Probanden, um Ergebnisse hypothesenkonform zu machen
Experiment von Schachter und Singer Fazit: Was fanden Marshall & Zimbardo heraus?
In einer anderen Studie von Marshall & Zimbardo (1979) wurde die Theorie von Schachter & Singer nicht repliziert, sondern Adrenalin verstärkte generell negative Emotionen
=> Wurde durch weitere Studien bestätigt (z.B. Mezzacappa et al., 1999)
Experiment von Schachter und Singer Fazit: Welche Schlussfolgerung lässt sich gesamt ziehen?
Die Hypothesen auf Grund der Zweifaktorentheorie konnten nur teilweise bestätigt werden
A posteriori-Exklusion von Probanden, um Ergebnisse hypothesenkonform zu machen
In einer anderen Studie von Marshall & Zimbardo (1979) wurde die Theorie von Schachter & Singer nicht repliziert, sondern Adrenalin verstärkte generell negative Emotionen
=> Wurde durch weitere Studien bestätigt (z.B. Mezzacappa et al., 1999)
Schlussfolgerung:
Evidenz, dass physiologische Erregung unspezifisch und beliebig kognitiv interpretierbar ist, sind insgesamt eher schwach
Adrenalin-induzierte Erregung ist generell eher mit negativen Emotionen (z.B. Angst) assoziiert
Gemeinsamkeit: Wovon gehen beide Theorien (James, Schachter & Singer) aus in Bezug auf die Emotionsentstehung?
Beide Theorien (James, Schachter & Singer) gehen davon aus, dass Emotion massgeblich über körperliche Erregung entsteht