Klinische Psychologie, Psychotherapie und Gesundheitswissenschaften

0.0(0)
Studied by 0 people
call kaiCall Kai
Locked
learnLearn
examPractice Test
spaced repetitionSpaced Repetition
heart puzzleMatch
flashcardsFlashcards
GameKnowt Play
Card Sorting

1/24

flashcard set

Earn XP

Description and Tags

Vokabel-Lernkarten basierend auf den Vorlesungsnotizen zu Klinischer Psychologie, Psychotherapie-Modellen, Gesundheitspsychologie und Neurowissenschaften.

Last updated 9:04 PM on 7/1/26
Name
Mastery
Learn
Test
Matching
Spaced
Call with Kai
Chat

No analytics yet

Send a link to your students to track their progress

25 Terms

1
New cards

Klinische Psychologie

Die Teildisziplin der Psychologie, die sich mit den Entstehungs- und Aufrechterhaltungsbedingungen psychischer Störungen sowie psychischen Aspekten körperlicher Erkrankungen befasst.

2
New cards

Psychopathologie

Der Grundlagenbereich der Klinischen Psychologie, der sich mit der Lehre von den psychischen Störungen befasst.

3
New cards

Somatogenetisches Störungsmodell

Ein Modell, das davon ausgeht, dass psychische Störungen ausschließlich körperliche Ursachen haben (z. B. Hippokrates' Säftelehre).

4
New cards

Lightner Witmer

Der Psychologe, der 1896 die erste „Psychological Clinic“ gründete und den Begriff „Klinische Psychologie“ einführte.

5
New cards

Kontinuumsmodell

Die Annahme, dass zwischen normalem und pathologischem Verhalten ein fließender Übergang besteht und keine kategoriale Trennung.

6
New cards

Multikausalität

Das Prinzip, dass psychische Störungen meist durch das Zusammenwirken mehrerer Ursachen entstehen statt durch einen einzelnen Auslöser.

7
New cards

Multifinalität

Das Phänomen, dass dieselbe Ursache (z. B. Vernachlässigung) zu unterschiedlichen psychischen Störungen führen kann.

8
New cards

Vulnerabilitäts-Stress-Modell

Ein Modell, das besagt, dass eine psychische Störung entsteht, wenn Stressoren auf eine bestimmte bio-psycho-soziale Verletzbarkeit (Diathese) treffen.

9
New cards

Störung des Sozialverhaltens (SSV)

Eine Störung bei Kindern oder Jugendlichen, bei der wiederholt Grundrechte anderer oder soziale Regeln verletzt werden (engl. Conduct Disorder).

10
New cards

Prävalenz der SSV

Etwa 510%5-10\, \% aller Kinder erhalten diese Diagnose, wobei Jungen häufiger betroffen sind als Mädchen.

11
New cards

Mentalisierung

Die Fähigkeit, sich selbst und andere als Personen mit inneren Zuständen wie Gedanken und Gefühlen wahrzunehmen und zu verstehen.

12
New cards

Instanzenmodell nach Freud

Die Unterscheidung der Persönlichkeit in das Es (Triebe), das Ich (Realitätsvermittlung) und das Über-Ich (Normen und Werte).

13
New cards

Freie Assoziation

Eine psychoanalytische Methode, bei der Patienten alles aussprechen sollen, was ihnen spontan in den Sinn kommt, um das Unbewusste zugänglich zu machen.

14
New cards

Übertragung

Die unbewusste Projektion früherer Erlebens- und Beziehungsmuster des Patienten auf den Therapeuten.

15
New cards

Abstinenz

Das ethische Prinzip, dass Therapeuten die therapeutische Beziehung nicht zur Befriedigung eigener (privater oder sexueller) Bedürfnisse nutzen dürfen.

16
New cards

Wirkfaktoren

Einflussgrößen, die unabhängig von der Therapieschule zum Erfolg beitragen, wie z. B. eine tragfähige therapeutische Beziehung.

17
New cards

Biomedizinisches Krankheitsmodell

Ein Modell, das Krankheit rein als Störung des biologischen Funktionierens durch pathogene Ursachen (Viren, Defekte) definiert.

18
New cards

WHO-Gesundheitsdefinition

Ein Zustand vollständigen körperlichen, psychischen und sozialen Wohlbefindens und nicht nur die Abwesenheit von Krankheit.

19
New cards

Salutogenese

Das von Aaron Antonovsky entwickelte Konzept, das nach den Ursachen für die Entstehung und Erhaltung von Gesundheit fragt.

20
New cards

Kohärenzgefühl (SOC)

Die Fähigkeit, das Leben als verstehbar, handhabbar und bedeutsam zu erleben (Sense of Coherence).

21
New cards

Health Literacy

Gesundheitskompetenz; die Fähigkeit, Gesundheitsinformationen zu finden, zu bewerten und für eigene Entscheidungen zu nutzen.

22
New cards

AEIOU-Funktionen

Akronym für die Funktionen von Selbsthilfegruppen: Auffangen, Ermutigen, Informieren, Orientieren, Unterhalten.

23
New cards

Neurogenese

Die Neubildung von Nervenzellen, die auch im Gehirn erwachsener Menschen (z. B. im Hippocampus) stattfindet.

24
New cards

Spiegelneuronen

Nervenzellen, die sowohl beim Beobachten als auch beim Ausführen einer Handlung aktiv werden und als Basis für Empathie gelten.

25
New cards

Bereitschaftspotential

Eine Gehirnaktivität, die einer bewussten Bewegungsentscheidung laut Libet etwa 350550ms350-550\,ms vorausgeht.