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Vokabel-Lernkarten basierend auf den Vorlesungsnotizen zu Klinischer Psychologie, Psychotherapie-Modellen, Gesundheitspsychologie und Neurowissenschaften.
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Klinische Psychologie
Die Teildisziplin der Psychologie, die sich mit den Entstehungs- und Aufrechterhaltungsbedingungen psychischer Störungen sowie psychischen Aspekten körperlicher Erkrankungen befasst.
Psychopathologie
Der Grundlagenbereich der Klinischen Psychologie, der sich mit der Lehre von den psychischen Störungen befasst.
Somatogenetisches Störungsmodell
Ein Modell, das davon ausgeht, dass psychische Störungen ausschließlich körperliche Ursachen haben (z. B. Hippokrates' Säftelehre).
Lightner Witmer
Der Psychologe, der 1896 die erste „Psychological Clinic“ gründete und den Begriff „Klinische Psychologie“ einführte.
Kontinuumsmodell
Die Annahme, dass zwischen normalem und pathologischem Verhalten ein fließender Übergang besteht und keine kategoriale Trennung.
Multikausalität
Das Prinzip, dass psychische Störungen meist durch das Zusammenwirken mehrerer Ursachen entstehen statt durch einen einzelnen Auslöser.
Multifinalität
Das Phänomen, dass dieselbe Ursache (z. B. Vernachlässigung) zu unterschiedlichen psychischen Störungen führen kann.
Vulnerabilitäts-Stress-Modell
Ein Modell, das besagt, dass eine psychische Störung entsteht, wenn Stressoren auf eine bestimmte bio-psycho-soziale Verletzbarkeit (Diathese) treffen.
Störung des Sozialverhaltens (SSV)
Eine Störung bei Kindern oder Jugendlichen, bei der wiederholt Grundrechte anderer oder soziale Regeln verletzt werden (engl. Conduct Disorder).
Prävalenz der SSV
Etwa 5−10% aller Kinder erhalten diese Diagnose, wobei Jungen häufiger betroffen sind als Mädchen.
Mentalisierung
Die Fähigkeit, sich selbst und andere als Personen mit inneren Zuständen wie Gedanken und Gefühlen wahrzunehmen und zu verstehen.
Instanzenmodell nach Freud
Die Unterscheidung der Persönlichkeit in das Es (Triebe), das Ich (Realitätsvermittlung) und das Über-Ich (Normen und Werte).
Freie Assoziation
Eine psychoanalytische Methode, bei der Patienten alles aussprechen sollen, was ihnen spontan in den Sinn kommt, um das Unbewusste zugänglich zu machen.
Übertragung
Die unbewusste Projektion früherer Erlebens- und Beziehungsmuster des Patienten auf den Therapeuten.
Abstinenz
Das ethische Prinzip, dass Therapeuten die therapeutische Beziehung nicht zur Befriedigung eigener (privater oder sexueller) Bedürfnisse nutzen dürfen.
Wirkfaktoren
Einflussgrößen, die unabhängig von der Therapieschule zum Erfolg beitragen, wie z. B. eine tragfähige therapeutische Beziehung.
Biomedizinisches Krankheitsmodell
Ein Modell, das Krankheit rein als Störung des biologischen Funktionierens durch pathogene Ursachen (Viren, Defekte) definiert.
WHO-Gesundheitsdefinition
Ein Zustand vollständigen körperlichen, psychischen und sozialen Wohlbefindens und nicht nur die Abwesenheit von Krankheit.
Salutogenese
Das von Aaron Antonovsky entwickelte Konzept, das nach den Ursachen für die Entstehung und Erhaltung von Gesundheit fragt.
Kohärenzgefühl (SOC)
Die Fähigkeit, das Leben als verstehbar, handhabbar und bedeutsam zu erleben (Sense of Coherence).
Health Literacy
Gesundheitskompetenz; die Fähigkeit, Gesundheitsinformationen zu finden, zu bewerten und für eigene Entscheidungen zu nutzen.
AEIOU-Funktionen
Akronym für die Funktionen von Selbsthilfegruppen: Auffangen, Ermutigen, Informieren, Orientieren, Unterhalten.
Neurogenese
Die Neubildung von Nervenzellen, die auch im Gehirn erwachsener Menschen (z. B. im Hippocampus) stattfindet.
Spiegelneuronen
Nervenzellen, die sowohl beim Beobachten als auch beim Ausführen einer Handlung aktiv werden und als Basis für Empathie gelten.
Bereitschaftspotential
Eine Gehirnaktivität, die einer bewussten Bewegungsentscheidung laut Libet etwa 350−550ms vorausgeht.