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“Test”güterkriterien
Objektivität : Unabhängigkeit eines Untersuchungsergebnisses von Untersucher und von der Untersuchungssituation
Reliabilität : Messgenauigkeit eines Ergebnisses (z.b Wiederholungszuverlässigkeit)
Validität: Ausmaß, in dem eine Untersuchung misst, was sie zu messen vorgibt
Vorteile des experimentellen Vorgehens
den Zeitpunkt des Auftretens des Verhaltens bestimmt der Experimentator
die Beobachtung kann wiederholt werden (Wiederholungszuverlässigkeit)
die Bedingungen, unter denen die Beobachtung stattfindet, können systematisch wiederholt werden
Unabhängige Variable (UV)
Variable, die vom Experimentator variiert wird
Abhängige Variable (AV)
variable, bei der der Effekt der unabhängigen Variable(n) beobachtet werden soll
Beziehung zwischen AV und UV
Die Reaktion in der AV ist das Spiegelbild der UV und das Ergebnis, das mit der Hypothese vorhergesagt wird.
Idealerweise ist die AV= f(UV)
Störvariable (SV)
Beziehung für eine Variable, die (zumindest vermutlich) die abhängige Variable mitbeeinflusst.
Sie stört die Beziehung UV-AV und muss deshalb kontrolliert werden.
Störvariablen können aus unterschiedlichen Quellen kommen – von den Probanden selbst oder die Untersuchungssituation, sie können vom Versuchsleiter (unabsichtlich) induziert werden oder auch durch den Versuchsplan zustande kommen, also durch die Abfolge der einzelnen experimentellen Bedingungen
Operationalisierung
legt fest, wie ein zu messendes Konstrukt beobachtbar und quantifizierbar gemacht werden soll
hat ihn allen empirische experimentelle Arbeiten denen Disziplinen große Bedeutung
sie ist Grundlage dafür, replizierbare Messungen durchführen zu können
Operationalisierung gehen müssen genau begründet werden, sie müssen valide sein (auf der Basis des Standes des Wissens, vorstudien, Beobachtung)
jede UV und jede AV muss operationalisiert werden
Konfundierung
Konfundierungseffekt: (unerwünschte) Tatsache, dass das untersuchte Phänomen von zwei oder mehr Bedingungen gleichzeitig beeinflusst wird
Störvariable vermischt sich mit der unabhängigen Variable und man kann den Effekt der UV auf die AV nicht mehr eindeutig feststellen
Konfundierungseffekt kann Ursache für Fehldeutungen sein
er lässt sich durch die Kontrolle von störvariablen oder einen geeigneten versuchsplan abfangen
Beispiele für Störvariablen
auf der Seite von:
Versuchsleiter: Erwartung, wie eineexperimentelle Bedingungen wirkt, ungleiche Behandlung der Gruppen, Eigenschaften des Versuchsleiters
Untersuchungssituation: Umfeldbedingungen (Lärm, Licht, Luft, Wärme)
Versuchsperson: Müdigkeit, Motivation, Vorwissen, Angst, Alter, Bildung, Geschlecht, soziale Bedingungen
versuchsplan: systematische Verzerrung durch den Ablauf der Bedingungen
Störvariablenkontrolle: Versuchsleiter
Konstanthaltung: Training des Versuchsleiters
Balancing: Blindversuch, Doppel-Blindversuch, Dreifach-Blindversuch
Störvariablenkontrolle: Untersuchungssituation
Elimination: Ausschalten der störenden Faktoren
Konstanthaltung: in allen Bedingungen herrschen die gleichen Störfaktoren (Versuchsraum, Lärm, Tageszeit)
Balancing: Man verteilt die Störfaktoren nach einem bestimmten Schema auf alle experimentellen Bedingungen
Störvariablenkontrolle: Versuchsperson
Parallelisierung: Versuchsgruppen werden hinsichtlich bestimmter Kriterien von denen man annimmt, dass sie sie störvariablen sind, gleichmäßig zusammengestellt
Randomisierung: Versuchsgruppen werden zufällig zusammengestellt, so dass Störvariablen sich (angenommen) zufällig verteilen
Störvariablen aufgrund des Versuchsplan
Versuchsplanung beinhaltet:
Festlegung aller zur Durchführung und Auswertung einer empirischen Untersuchung notwendigen Maßnahmen
Definition der Variablen und die Zuordnung der einzelnen Untersuchungsbedingungen zu Untersuchungsgruppen
Störvariablen aufgrung der Bedingungsreihenfolge (Messwiederholung abhängige Pläne)
werden Bedingungen allen versuchspersonen in derselben Reihenfolge vorgegeben, so bildet die Reihenfolge eine Quelle möglicher Störvariablen
Dabei 2 Arten von störenden Effekten:
- Positionseffekt: die Position einer experimentellen Bedingungen in der Reihenfolge bei abhängigen versuchsplänen wirkt sich auf die abhängige Variable aus
- Carry-Over-Effekt: eine frühere experimentelle Bedingung beeinflusst eine spätere inhaltlich
Störvariablen aufgrung der Bedingungsreihenfolge (Messwiederholung unabhängige Pläne)
werden die Bedingungen über die unterschiedlichen Gruppen verteilt (unabhängiger Plan) können Störvariablen durch unterschiedliche Vorbedingungen bei den ProbandInnen stehen
Bsp: Gruppe 1 wird in Präsenz unterrichtet (AV:Note)
Gruppe 2 wird digital unterrichtet. (AV: Note)
SV könnte sein, dass die beiden Gruppen von vorneherein Unterschiede in ihre Aufmerksamkeitsstruktur haben
Versuchspläne
unabhängiger Versuchsplan
jede Versuchsperson (-gruppe) werde nur einer Stufe der unabhängigen Variable zugeteilt
abhängiger Versuchsplan
alle Versuchspersonen (-gruppen) durchlaufen alle möglichen Bedingungen
unabhängiger Versuchsplan Grundmuster

abhängiger Versuchsplan Grundmuster

Vor- und Nachteile bei unabhängigen Versuchsplänen
Unabhängiger Versuchsplan:
Vorteil: kein positions- und kein carry-over Effekt, der kontrolliert werden müsste
Nachteil: viele Versuchspersonen nötig; aufwändige Kontrolle der Versuchsperson-Störvariablen (Parallelisieren)
Vor- und Nachteile bei abhängigen Versuchsplänen
Vorteil: geringe Versuchsperson-Streuung; variation in der UV innerhalb der Probanden gut nachvollziehbar
Nachteil: Reihenfolgeeffekte (time on task (Übung, Ermüdung), inhaltliche Beeinflussung der Bedingungen)