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Vokabel-Flashcards zur Vorbereitung auf die mündliche Sachkundeprüfung gem. § 34a GewO basierend auf dem Skript von Alexander Rudolph.
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Recht
Die Gesamtheit aller Rechtsvorschriften und Normen, die das Zusammenleben der Bürger und ihr Verhältnis zum Staat regeln.
Öffentliches Recht
Regelt das Rechtsverhältnis zwischen Bürger und Staat, wobei der Bürger dem Staat untergeordnet ist (Subordination).
Privatrecht
Regelt das Rechtsverhältnis zwischen Bürgern untereinander auf der Basis von Gleichstellung.
Rechtsnormen
Bestehen aus Gesetzen, Verordnungen, Satzungen, Rechtsprechung und Gewohnheitsrecht.
Public-Private-Partnership (PPP)
Die Zusammenarbeit zwischen öffentlichen und privaten Stellen, z. B. Sicherheitsdienstleister führen Gepäckkontrollen am Flughafen durch.
Polizei vs. Privater Sicherheitsdienst
Die Polizei besitzt hoheitliche Befugnisse und wird aufgrund von Gesetzen tätig, während der private Sicherheitsdienst aufgrund eines Dienstvertrags und mit Jedermannsrechten handelt.
Elemente des Staates
Staatsgebiet, Staatsvolk und Staatsgewalt.
Gewaltenteilung
Unterteilung der Staatsgewalt in Legislative (gesetzgebend), Exekutive (ausführend) und Judikative (rechtsprechend) zum Schutz vor Willkür.
Gewaltmonopol
Das grundsätzliche Vorrecht des Staates, Gewalt auszuüben; Ausnahmen bilden Jedermannsrechte für Privatpersonen in Notlagen.
Art. 1 GG
Die Würde des Menschen ist unantastbar.
Art. 2 GG
Jeder Mensch hat das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit, Leben, körperliche Unversehrtheit und Freiheit.
Drittwirkung des Grundgesetzes
Die Fragestellung, inwieweit die Grundrechte auch im Verhältnis zwischen Bürgern untereinander Gültigkeit besitzen.
Föderalismus
Zusammenschluss mehrerer Mitgliedsstaaten zu einem Bundesstaat, wobei einzelne Aufgaben selbst verwaltet werden (vertikale Gewaltenteilung: Bund, Länder, Kommunen).
§ 34a GewO
Besagt, dass wer gewerbsmäßig Leben oder Eigentum fremder Personen bewachen will, der Erlaubnis der zuständigen Behörde bedarf.
Gewerbe
Eine auf Dauer angelegte, nach Außen gerichtete, selbstständige Tätigkeit mit Gewinnerzielungsabsicht.
Voraussetzungen für Bewachungsunternehmer
Zuverlässigkeit, Versicherung, Qualifikationsnachweis (Sachkundeprüfung), Eigenkapital und Volljährigkeit (18Jahre).
Versicherungssummen (§ 34a)
Personenschäden (1.000.000€), Sachschäden (250.000€), Abhandenkommen bewachter Gegenstände (15.000€) und reine Vermögensschäden (12.500€).
Sachkundepflichtige Tätigkeiten
Citystreifen, Centerstreifen, Kaufhausdetektive, Türsteher an Diskotheken sowie Leitungsfunktionen in Flüchtlingsheimen oder zugangsgeschützen Großveranstaltungen.
Zweck der DSGVO
Schutz des Einzelnen vor Beeinträchtigung seines Persönlichkeitsrechts durch den Umgang mit seinen personenbezogenen Daten.
Natürliche Person
Jeder Mensch als Träger von Rechten und Pflichten.
Juristische Person
Personenansammlungen oder Vermögensmassen (z. B. GmbH, AG, eingetragene Vereine), die Rechtsfähigkeit besitzen.
Unerlaubte Handlung (§ 823 BGB)
Wer vorsätzlich oder fahrlässig das Rechtsgut eines anderen widerrechtlich verletzt, ist zum Schadensersatz verpflichtet.
Vorsatz
Handeln mit Wissen und Wollen (Absicht).
Fahrlässigkeit
Außerachtlassung der nötigen Sorgfaltspflicht (unabsichtlich).
Besitzer vs. Eigentümer
Der Besitzer hat die tatsächliche Gewalt über eine Sache, der Eigentümer hat die rechtliche Gewalt.
Besitzdiener
Übt die tatsächliche Gewalt im Auftrag eines anderen aus, ist weisungsgebunden, sozial abhängig und vertraglich gebunden.
Verbotene Eigenmacht
Unterteilt in Besitzstörung (innerhalb der Reichweite) und Besitzentziehung (außerhalb der Reichweite).
Aggressivnotstand vs. Defensivnotstand
Beim Defensivnotstand wird eine Gefahr mit eigenen Mitteln abgewendet; beim Aggressivnotstand nutzt man fremde Mittel zur Gefahrenabwehr.
Garantenstellung
Die rechtliche Verantwortlichkeit für eine Sache oder Person durch Vertrag, Gesetz oder vorausgegangenes Tun.
Straftat
Eine tatbestandsmäßige, rechtswidrige und schuldhafte Handlung.
Offizialdelikt
Straftaten, die von Amts wegen bei Kenntnis durch die Staatsanwaltschaft verfolgt werden (z. B. wegen öffentlichem Interesse).
Antragsdelikt
Straftat, die nur auf Antrag des Geschädigten strafrechtlich verfolgt wird.
§ 127 StPO
Regelt die vorläufige Festnahme durch Jedermann, wenn der Täter auf frischer Tat betroffen oder verfolgt wird und Fluchtverdacht besteht oder die Identität nicht feststellbar ist.
Vergehen vs. Verbrechen
Ein Vergehen hat eine Mindestfreiheitsstrafe von unter einem Jahr oder Geldstrafe; ein Verbrechen eine Mindestfreiheitsstrafe von mindestens einem Jahr.
Diebstahl geringwertiger Güter
Diebstahl von Sachen bis zu einem Wert von 50€.
DGUV 23
Unfallverhütungsvorschrift speziell für das Wach- und Sicherheitsgewerbe.
Waffenbesitzkarte (WBK)
Erlaubnis zum Besitz und Erwerb einer Waffe; setzt Volljährigkeit, Sachkunde, Zuverlässigkeit, Eignung und Bedürfnis voraus.
Waffenschein
Erlaubnis zum Führen einer Schusswaffe in der Öffentlichkeit (Schutz von Leib und Leben).
Eisbergmodell (Kommunikation)
Besagt, dass 20% der Kommunikation auf der Sachebene und 80% auf der Beziehungsebene stattfinden.
Maslow-Pyramide
Darstellung der fünf Bedürfnissstufen: Grundbedürfnisse, Sicherheit, Sozialbedürfnisse, Anerkennung und Selbstverwirklichung.
Brandklassen
Einteilung nach brennbaren Stoffen: A (fest), B (flüssig), C (gasförmig), D (Metall), F (Speisefette).
Widerstandszeitwert
Die Zeit, die ein Fachmann mit modernen Hilfsmitteln (ohne Sprengstoff) benötigt, um ein Sicherheitshindernis zu überwinden.
Gefahrenmeldeanlage (GMA)
Oberbegriff für EMA (Einbruch), ÜMA (Überfall), BMA (Brand) und SMA (Stör).