LE 2.3 Pflegeerfahrungen reflektieren

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Emotionspsychologie, Ekel, Scham, Hierarchie, Macht, Kommunikation

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Emotionen - Definition

  • körperlich-seelische Reaktion auf äußeren oder inneren Reiz → Klassifizierung + Bewertung

  • Bewertung → Qualität + Intensität

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Emotionen - biologisch

  • zentralnervös ausgelöstes psychophysiologisches Reaktionsmuster

  • ausgelöst durch spezifisches Ereignis (z.B. Ärger oder Freude über etwas, Angst vor etwas)

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Was sind äußere Reize?

Umweltereignisse, Personen, Orte

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Was sind innere Reize?

Gedanken, Erinnerungen

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Was ist mit Qualität bzgl. Emotionen gemeint?

Art der Emotion, positiv oder negativ

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Was ist mit Intensität bzgl. Emotionen gemeint?

Stärke der Emotion

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Dauer von Emotionen

Sekunden bis Minuten

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Entstehung von Emotionen

  • Zusammenhang mit neuronalen Prozessen

  • limbisches System → emotionales Netzwerk durch verschiedene Teile des Gehirns

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Wie nennt man das limbische System auch noch?

“emotionales Gehirn”

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Aufgaben des limbischen Systems

  • Entstehung, Aufrechterhaltung + Abklingen von Emotionen

    • für Entstehung von Emotionen kommunizieren einzelnen Bestandteile über Nervenbahnen

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Ablauf der Entstehung von Emotionen

  • Steuerung startet in Amygdala → Informationen + wahrgenommene Sinneseindrücke erhalten Etikett → Individuum reagiert mit Gefühlsimpuls

  • Weiterführung der Emotion über Nervenbahnen an benachbarte Zentren in Großhirnrinde

  • Verarbeitung in Großhirnrinde → Bedeutung der Emotion wird bewertet → Abgleich mit früheren Erfahrungen, werden bestätigt/relativiert

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Was ist ein Gefühlsimpuls? Beispiel

zucken, weil es in der leeren Wohnung poltert

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Welche Zentren gibt es im Gehirn?

motorische, visuelle, sensorische, gustatorische

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Körperliche Erregungen von Emotionen

  • aufgrund Aktivierung des limbischeen Systems

  • somatische + vegetative Nervensystem mit Sympathikus + Parasympathikus

  • Angst (Sympathikus) → Alarm- + Handlungsbereitschaft → Atmung, Herzfrequenz, Muskelspannung, Feuchtigkeit der Haut + Schleimhaut

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somatisches Nervensystem

  • ermöglicht bewusste Handlungen + Aufnahme von Sinnesreizen

  • Ziel: willkürliche Interaktion mit Umwelt

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vegetatives Nervensystem

  • unbewusst

  • steuert innere Organe + Stoffwechsel

  • beinhaltet Sympathikus + Parasympathikus

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Sympathikus

  • versetzt den Körper in Alarmbereitschaft

  • erhöht Puls, Blutdruck und Atemfrequenz

  • hemmt die Verdauung

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Parasympathikus

  • Fördert Ruhe, Entspannung und Erholung

  • senkt den Herzschlag

  • kurbelt die Verdauung an

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Emotion und Verhalten

  • beinhalten Ausdrucks- + Handlungsaspekte

  • Mimik, Gestik, Körperhaltung + paraverbales Verhalten

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paraverbales Verhalten Beispiel

Stimme erheben

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Welche Komponenten einer Emotion gibt es?

Körperliche, kognitive und Verhaltensseite

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Was beinhaltet die körperliche Seite?

Zeichen d. Reaktion d. vegetativen Nervensystems

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Zeichen d. Reaktion d. vegetativen Nervensystems - Beispiele

  • Angst → zittern + Flucht

  • Vor Scham erröten

  • Weinen vor Trauer

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Was umfasst die kognitive Seite?

  • Ob Person körperliche Erregung als Freude oder Angst empfindet, abhängig v. kognitiven Einschätzung d. Gesamtsituation

  • Sehr hohe physiologische Erregung → veränderte Wahrnehmung + reduzierte Denkleistung

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Was umfasst die Verhaltensseite?

  • Verhalten durch neg. Emotionen aktiviert + gesteuert

  • Pos. Emotionen → Höchstleistung möglich

  • Neg. Emotionen → Vermeidungsstrategien

  • Mensch in Lage aus Mimik, Gestik + Körperhaltung d. Gegenübers Emotionen abzulesen

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Was ist Emotionsarbeit?

  • Umfasst berufliche Einbringung v. emotionalen Leistungen wie Freundlichkeit, Empathie, Zurückhaltung, Geduld, emotionale Unterstützung bei Genesung + bei Bewältigung v. Pflegebefürftigkeit

  • Pflegebedürftige erwarten v. PP, dass ihre missliche Lage in Begegnung auffangen + abmildern

  • Einfluss d. Emotionsarbeit auf eigene Gesundheit v. PP nicht zu unterschätzen

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Was ist wichtig bei der Emotionsarbeit für PP?

Verarbeitung d. eigenen + fremden Emotionen

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Was passiert wenn Ausgleich zu Emotion oder die Verarbeitung fehlt?

Entwicklung dieser zu psychischen Stressoren

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Was sind die Folgen wenn Emotionen sich zu psychischen Stressoren entwickeln?

  • Burnout Syndrom

  • Depression

  • Essstörungen

  • Stoffgebundene Abhängigkeit

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Wie können erlebte Belastungen verarbeitet werden?

Reflexion + Austausch mit Kollegen

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Synonym Basisemotionen

Primäre Emotionen

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Primäre Emotionen - Erklärung

  • Angeborene, universelle Reaktionsmuster, die in allen Kulturen vorkommen → Umgang damit variiert → von PP wird erwartet, dass sie transkulturelle Kompetenz besitzt (z.B. Trauer) = transkulturelle Pflege

  • Direkte, unverfälschte Reaktion auf Umweltreize

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Womit sind Basisemotionen assoziiert?

Typischen Handlungen, die dafür da sind um bestimmte Funktionen zu erfüllen

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Wie viele Basisemotionen gibt es?

4 & 11 (Unterscheidung je nach Forschungsansatz)

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Welche Regeln gelten während Pflegebeziehungen?

  • Antipathie sollte nicht thematisiert werden

  • Gespräch über empfundenen Ekel während bspw. Verbandswechsel kann Vertrauensbasis stärken + beziehungsfördernd wirken

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Warum ist das Zeigen von Emotionen bei Pflegenden nicht immer angebracht?

Kann schwierig sein, professionelle Balance zwischen Zulassen + Unterdrückung finden

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Wieso kann die Unterdrückung von Emotionen von Pflegenden als Belastung wahrgenommen werden?

Keine individuelle Bewältigungsmuster wie bspw. Kommunikation im Team, Supervision vorhanden

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Beispiele für Basisemotionen

  • Angst, Schrecken

  • Ärger, Wut

  • Freude, Entzücken

  • Traurigkeit, Kummer

  • Bestätigung, Vertrauen

  • Abscheu, Ekel

  • Erwartung

  • Überraschung

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Angst, Schrecken - Folge

Sich zurückziehen, entkommen

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Angst, Schrecken - Instinkt

Beschützen

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Ärger, Wut - Folge

Angreifen, beißen

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Ärger, Wut - Instinkt

Zerstören

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Freude, Entzücken - Folge

Sich paaren, Besitz ergreifen

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Freude, Entzücken - Instinkt

Reproduktion

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Traurigkeit, Kummer - Folge

Weinen

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Traurigkeit, Kummer - Instinkt

Reintegration

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Bestätigung, Vertrauen - Folge

Sich binden, pflegen

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Bestätigung, Vertrauen - Instinkt

Vereinigung, dazugehören

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Abscheu, Ekel - Folge

Erbrechen, defäzieren

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Abscheu, Ekel - Instinkt

Ablehnen

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Erwartung - Folge

Prüfen

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Erwartung - Instinkt

Erkundigen

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Überraschung - Folge

Innehalten, erstarren

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Überraschung - Instinkt

Orientierung

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Wie entsteht die Emotion Angst?

  • Wahrnehmung eines bedrohlichen Reizes → physiologische Erregung → erlebte Angst

  • Angst ist immer unbestimmtes Gefühl (scheint keinen Grund zu haben) → Furcht hat immer konkreten Grund

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Warum zittert man - Angst?

Erleben Angst, weil Reaktion; nicht Reaktion, weil Angst

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Körperliche Reaktion - Entstehung Angst

  • Auslösung genereller Alarm— & Handlungsbereitschaft

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Welche körperliche Reaktionen bei der Entstehung von Angst gibt es?

  • Beeinflussung von Atmung, HF, Muskelspannunh, Feuchtigkeit der Haut + Schleimhäute

  • Kann ungeahnte Kräfte mobilisieren + zu übermenschlichen Leistungen führen, zu denen Mensch normalerweise nicht fähig wäre → gibt physiologische Erklärungen

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Physiologische Erklärung - erhöhte Wachsamkeit + Aufmerksamkeit

Ausschüttung Stresshormone von Nebennieren

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Physiologische Erklärung - veränderte Herz Kreislauf Funktion

Erweiterung der Herzkranzgefäße zur besseren Durchblutung des Herzens, Herzrasen, Herzklopfen durch Stresshormone

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Physiologische Erklärung - beschleunigte Atmung, erweiterte Bronchien

Erhöhter Energie— +Sauerstoffbedarf für Muskeln

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Physiologische Erklärung - Aufstellung Körperhaare, kalte Extremitäten

Vasokonstriktion der Gefäße in der Haut

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Physiologische Erklärung - unterbrochene Verdauungs- +Ausscheidungsprozesse

Verringerte Durchblutung der Bauchorgane

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Physiologische Erklärung - Kloßgefühl im Hals

Verkrampfung der Kehlkopfmuskulatur

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Physiologische Erklärung - veränderte/verschwommene Wahrnehmung der Umwelt

Pupillen weiten sich

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Physiologische Erklärung - Schwindel

Verstärkte Atmung/Hyperventilation

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Physiologische Erklärung - Anstieg der Körpertemperatur

Beschleunigung Stoffwechsel, Anzapfung Energiereserven, Erhöhung d. Blutzucker + Blutfette

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Physiologische Erklärung - Schweißausbruch

Kühlung des Körpers

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Physiologische Erklärung - Mundtrockenheit

Infolge der Eindickung d. Speichels + Mundatmung

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Angstformen

  • Realangst

  • Trennungsängste

  • Angst vor Dunkelheit

  • Achtmonatsangst

  • Existenzangst

  • Pathologische Ängste/Angststörungen

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Realangst

  • Vorliegen oder Bevorstehen bedrohlicher Situation

  • Abebben i.d.R. wenn Situation geklärt hat nach einigen Augenblicken

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Trennungsängste

  • Zeigen Kleinkinder, wenn von Bezugsperson trennen müssen

  • Entwicklungsbedingt

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Angst vor Dunkelheit

Eher bei Kindern → Angst vor Unbekanntem

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Achtmonatsangst

  • Entwicklungsbedingt

  • Angst vor fremden Menschen (fremdeln) zu denen Kind nicht will

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Existensangst

  • Muss keine reale Bedrohung vorliegen

  • Eher diffuse Angst vor schlimmen Situation (bspw. Angst Job zu verlieren)

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Pathologische Ängste/Angststörungen

Bspw. Krebsangst, Höhenangst, Panikattacken mit Todesangst

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Gefühle - Definition

  • Erlebnisqualität v. Emotionen (das, was bei Emotionen empfunden wird)

  • häufig synonyme Verwendung mit Emotionen

  • subjektives Erleben körperlicher Erregungen im v. Emotionen

  • weniger spezifisch in Bezug auf auslösenden Faktor (i.V. Emotionen)

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Stimmung - Definition

  • diffuse Grundtönung d. Erlebens für bestimmte Zeit

  • “weniger intensiv als Emotionen, von längerer Dauer, unbestimmt gerichtet”

  • milde “Tönung”/Hintergrund d. Erlebens, dauert Stunden bis Tage an, unspezifischer Auslöser, oft keine eindeutige Ursache

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Affekt - Definition

“kurzer, intensiver Emotionszustand, mit starker Verhaltensbeeinflussung”

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Scham - Begriffserklärung

  • zu stärksten, unangenehmsten + intimsten Gefühlen

  • Gefühl d. Verlegenheit oder Bloßstellung

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Scham - Funktion

  • schützend

  • “Hüterin der menschlichen Würde” → nicht nur eigene, auch die anderer

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Scham - körperliche Reaktion

  • erröten

  • schwitzen

  • senken d. Blickes

  • abwenden d. Körpers

  • krümmen

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Scham - Schutzfunktionen

  • hilft Regeln einzuhalten, zu respektieren + danach zu handeln

  • Alarmsignal → warnt vor Situationen, die uns überfordern oder bedrohen

  • Nähe- + distanzregulierende Funktion + schützt Einzelnen vor Gefahren d. Distanzlosigkeit

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Welche Grundformen der Scham gibt es?

  • Grundbedürfnis nach Anerkennung

  • Grundbedürfnis nach Schutz

  • Grundbedürfnis nach Zugehörigkeit

  • Grundbedürfnis nach Integrität

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Grundbedürfnis nach Anerkennung

Auslösung Schamgefühle → Menschen missachtet, ignoriert, übersehen, wie Luft behandelt, beschimpft oder erniedrigt werden

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Grundbedürfnis nach Anerkennung - Vorbeugung

Mitmenschen mit Anerkennung + mit Haltung v. Aufmerksamkeit + Wertschätzung begegnen (→ muss nicht jegliches Verhalten d. Anderen positiv bewertet werden)

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Grundbedürfnis nach Anerkennung - Beispiel

wenn man in einer Gruppe v. Menschen was sagen möchte und genau wenn keiner was sagt, man anfängt und jemand dann selbst anfängt + alle der anderen Person zuhören + man selbst ignoriert wird

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Grundbedürfnis nach Schutz

Auslösung Scham → Intimes, privates, persönliches öffentlich gemacht wird, entweder aktiv (Mensch zu viel von sich selbst preisgibt) oder passiv (durch andere)

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Grundbedürfnis nach Schutz - Vorbeugung

geschützten Raum zur Verfügung stellen, PP mit teils intimen Informationen vertraulich umgehen + sorgfältig unterscheiden, welche für alle wichtig sind + welche nicht

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Grundbedürfnis nach Schutz - Beispiel

PP führt Intimpflege an Pat. vor Mit.pat + Besuchern im Zimmer durch, ohne jeglichen Sichtschutz aufzustellen oder Mit.pat/Besucher rauszubitten

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Grundbedürfnis nach Zugehörigkeit

Auslösung Scham → jemand verhält sich “peinlich”, jmd. Werte + Erwartungen seiner Mitmenschen verletzt; Betroffene werden häufig scheel angesehen oder ausgegrenzt oder er befürchtet dieses; geht um Ansehen, eigene Ehre + deren Verlust, als Schande oder Gesichtsverlust erlebt haben

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Grundbedürfnis nach Zugehörigkeit - Vorbeugung

Menschen in ihrer Würde unterstützen, ihnen Zugehörigkeit vermitteln + sie integrieren

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Grundbedürfnis nach Zugehörigkeit - Beispiel

wenn man betrunken ist + sich am nächsten Tag für das schämt, was man im Rausch erzählt hat

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Grundbedürfnis nach Integrität

Auslösung Scham → eigenes Ich seine persönlichen Werte verletzt, gegen sein Gewissen handelt, wenn Person vor sich selbst schuldig geworden ist; Scham von Tätern + auch Zeugen eines Unrechts; empfunden als seelische Last + kann ganzes Leben bestehen bleiben

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Grundbedürfnis nach Integrität - Vorbeugung

Respektierung d. Werte d. anderen, wichtig auch nach eigenen Werten zu handeln, um nicht vor sich selbst zu schämen

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Grundbedürfnis nach Integrität - Beispiel

unüberlegtes Handeln oder impulsive Aussagen, um Teil von etwas zu sein, die einem im Nachhinein total unangenehm sind

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Masken von Schamgefühlen

  • Mobbing

  • Coolness

  • Kontrolle durch Handeln

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Masken von Schamgefühlen - Mobbing

eigene Eigenschaften, für die Person schämt → Projektion auf andere

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Masken von Schamgefühlen - Coolness

eigene Unsicherheit + Selbstzweifel → Verstecken hinter Fassade v. Arroganz

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Masken von Schamgefühlen - Kontrolle durch Handeln

Unsicherheit, Scham als Grund, um Situation umzuwandeln + … zu haben