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Zusammenfassende Vocabulary-Flashcards zur Einführungsvorlesung über Ökologie, Konzepte der Biozönose, Sukzession, Energieflüsse und wissenschaftliche Methoden.
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Ökologie (moderne Definition)
Die wissenschaftliche Untersuchung der Verteilung und Abundanz von Organismen sowie der Interaktionen zwischen ihnen und ihrer Umwelt.
Abundanz
Die Dichte oder Anzahl von Individuen einer Art pro Flächen- oder Raumeinheit.
Angewandte Ökologie
Ein Teilgebiet der Ökologie, das sich mit der Lösung praktischer Probleme befasst, wie z. B. Ertragsmaximierung in der Landwirtschaft oder Schädlingsbekämpfung.
Grundlagenforschung (Ökologie)
Forschung, die darauf abzielt, fundamentale ökologische Zusammenhänge zu verstehen, wie z. B. Energieflüsse oder Populationsdynamiken, ohne direkten Anwendungszwang.
Metaanalyse
Eine wissenschaftliche Methode, die die Ergebnisse mehrerer Einzelstudien zu einem Thema statistisch zusammenfasst, um allgemeine Trends zu identifizieren.
Delfin-sichere Fischerei
Eine Methode beim Thunfischfang, bei der Netze tiefer gedrückt werden, damit Delfine (die sich eher oben aufhalten) entkommen können; senkte die Beifallquote von 600.000 auf ca. 200 Tiere pro Jahr.
Bioindikatoren
Organismen (z. B. Muscheln oder Ameisen), deren Verhalten oder Vorkommen Rückschlüsse auf die ökologische Gesundheit oder Umweltverschmutzung erlaubt.
Quellpopulation (Source)
Ein Teil einer Metapopulation, der einen Geburtenüberschuss produziert und Individuen in andere Gebiete abgibt.
Senkpopulation (Sink)
Ein Teil einer Metapopulation, in dem die Sterberate höher als die Geburtenrate ist und der nur durch Zuwanderung bestehen bleibt.
Autökologie
Die Untersuchung der Wechselbeziehungen zwischen einer einzelnen Art und ihrer Umwelt.
Biozönose (Community)
Die Gesamtheit der Populationen verschiedener Arten, die in einem bestimmten Lebensraum (Biotop) zusammenleben.
Biotop
Der unbelebte Lebensraum einer Biozönose.
Habitat
Der charakteristische Lebensraum einer einzelnen Art.
Ökosystem
Die funktionelle Einheit aus der Biozönose und dem Biotop.
Biom
Die Gemeinschaft von Biozönosen in einem großklimatischen Bereich, wie z. B. Tundra oder tropische Savanne.
Primärsukzession
Die erstmalige Besiedlung eines völlig neuen, zuvor unbelebten Lebensraums, z. B. nach einem Vulkanausbruch oder Gletscherrückzug.
Klimaxstadium
Der theoretisch stabile Endzustand einer Sukzession in einer Region.
Mosaik-Zyklus-Theorie
Die Vorstellung, dass ein Ökosystem aus einem Mosaik von Teilflächen besteht, die sich in verschiedenen Stadien der Sukzession befinden (z. B. durch Blitzeinschlag oder Windbruch).
Trophieebene
Die Stellung eines Organismus in der Nahrungskette (z. B. Primärproduzenten, Herbivoren, Karnivoren).
Ökologischer Wirkungsgrad
Das Maß für die Energie oder Biomasse, die von einer Trophieebene zur nächsten weitergegeben wird; er ist immer kleiner als 1.
Autochthone Biozönose
Eine Lebensgemeinschaft, die eine eigene Primärproduktion (z. B. Photosynthese) besitzt und weitgehend selbstständig ist.
Allochthone Biozönose
Eine Lebensgemeinschaft ohne eigene Primärproduktion (z. B. Tiefsee oder Höhlen), die auf den Eintrag von Biomasse von außen angewiesen ist.
Hydrothermal Vents
Ökosysteme am Meeresboden (ca. 3 km Tiefe), in denen Bakterien chemische Energie aus Mineralien nutzen und die Basis für eine hochproduktive Biozönose bilden.
Isotopenanreicherung (Stickstoff)
Eine Methode zur Bestimmung der Trophieebene, bei der das Verhältnis von 14N zu 15N gemessen wird; höhere Trophieebenen zeigen eine Anreicherung des schwereren Isotops.
Ökologisches Experiment
Ein systematischer Ansatz, bei dem eine Variable gezielt verändert wird, um kausale Zusammenhänge in einem System nachzuweisen.
Agent-basierte Modelle
Simulationen, die das Verhalten einzelner Akteure nachbilden, um allgemeine ökologische Muster (z. B. Ausbreitung von Waldbränden) zu ermitteln.