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Diese Vokabel-Lernkarten decken die zentralen Konzepte der Vorlesung 13 ab, einschließlich Gedächtnismodellen, Intelligenztheorien nach Baltes, sowie physiologischen und kognitiven Veränderungen im Alter.
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Informationsverarbeitungsmodell
Ein Modell, das eine Computer-Metapher nutzt, um zu beschreiben, wie Personen Stimuli verarbeiten. Es basiert auf drei Schlüsselannahmen: Menschen sind aktive Teilnehmer, es gibt quantitative und qualitative Aspekte des Verhaltens und Information wird durch eine Reihe von Prozessen verarbeitet.
Verarbeitungsgeschwindigkeit
Beschreibt, wie schnell und effizient die ersten Schritte der Informationsverarbeitung ausgeführt werden. Ein gängiges Messverfahren hierfür ist die Aufgabe Digit Symbol.
Speed-Hypothese des kognitiven Alterns
Eine Hypothese von Salthouse ($1996$), die besagt, dass Veränderungen der kognitiven Leistungsfähigkeit im höheren Erwachsenenalter zu einem großen Teil auf das Nachlassen der Geschwindigkeit der Informationsverarbeitung zurückgehen.
Arbeitsgedächtnis
Umfasst aktive Prozesse und Strukturen, die daran beteiligt sind, Informationen im Gedächtnis zu behalten und gleichzeitig zu nutzen, um Probleme zu lösen, Entscheidungen zu treffen oder neue Informationen zu lernen (Cavanaugh & Blanchard-Fields, $2019$).
Inhibitionsdefizit
Eine Hypothese von Hasher & Zacks ($1988$), wonach ältere Erwachsene Schwierigkeiten haben, irrelevante Informationen zu inhibieren, was dazu führt, dass das Arbeitsgedächtnis mit irrelevanten Inhalten gefüllt wird.
Implizites Gedächtnis
Auch nicht-deklaratives Gedächtnis genannt; es bezeichnet den Abruf von Informationen (wie beim prozeduralen Gedächtnis) ohne bewusstes oder intentionales Nachdenken.
Explizites Gedächtnis
Auch deklaratives Gedächtnis genannt; bezeichnet das intentionale und bewusste Erinnern von Informationen, die zu einem bestimmten Zeitpunkt gelernt wurden.
Semantisches Gedächtnis
Ein Teil des deklarativen Gedächtnisses, der sich auf das Erlernen und Erinnern der Bedeutung von Wörtern und Konzepten bezieht, die nicht an bestimmte Ereignisse in der Zeit gebunden sind.
Episodisches Gedächtnis
Die bewusste Erinnerung an Informationen zu einem bestimmten Ereignis oder Zeitpunkt. Im Alter zeigen sich hier stärkere Einbußen als im semantischen Gedächtnis.
Recall vs. Recognition
Recall bezeichnet das Erinnern ohne Hinweise, wobei ältere Erwachsene oft mehr Informationen weglassen oder Intrusionen einbauen. Recognition ist das Wiedererkennen aus mehreren Möglichkeiten, bei dem die Trefferrate (hit rate) zwischen Jung und Alt oft ähnlich ist.
Tip-of-the-tongue Phänomen
Ein Zustand im semantischen Gedächtnis, bei dem Informationen schwerer zugänglich und abrufbar werden, wenn sie nicht regelmäßig benutzt werden.
Mechanik der Intelligenz
Nach Baltes die fluide Intelligenz, die stark durch biologische und genetische Kräfte bestimmt wird und im Erwachsenenalter eine abnehmende Tendenz aufweist.
Pragmatik der Intelligenz
Nach Baltes die kristalline Intelligenz, die von umweltbedingten und kulturellen Faktoren beeinflusst wird und im Erwachsenenalter eine steigende oder stabile Tendenz beibehält.
Weise-Merkmale nach Baltes
Vier Merkmale umfassen laut Baltes ($1993$): Beschäftigung mit wichtigen Lebensfragen, überlegenes Wissen/Urteil/Rat, außergewöhnlicher Umfang und Tiefe sowie die Verbindung von Verstand und Tugend.
Plastizität
Die Bandbreite des Potentials zur Veränderung von Fähigkeiten innerhalb einer Person (intraindividuelle Variabilität).
Testing-the-limits-Paradigma
Ein Forschungsprogramm, das durch hohe Dichte an Entwicklungs-Erfahrungen versucht, die Asymptoten des Leistungspotenzials zu ermitteln, um den oberen Bereich des altersspezifischen Entwicklungspotenzials abzuschätzen.
White matter hyperintensities
Zunahmen in der weißen Substanz des Gehirns, die als Indikator für Myelinverlust und diffuse strukturelle Verbindungen im Alter gewertet werden.
Fractional Anisotropy (FA)
Ein mithilfe der Diffusionsbildgebung ermittelter Indikator für die Gerichtetheit der Wasserdiffusion; höhere Werte stehen für eine bessere Integrität der weißen Substanz.
Disconnected brain hypothesis
Die Annahme, dass kognitive Einbußen im Alter auf die Degeneration der Verbindungen zwischen verschiedenen Gehirnregionen zurückzuführen sind.
Expertise
Die Nutzung gut etablierter Wissensstrukturen und überlegener Strategien, die helfen können, altersbedingte Unterschiede in bereichsrelevanten kognitiven Komponenten zu verringern, diese jedoch bei komplexen Aufgaben nicht komplett aufheben.