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Stoffwechsel - Thermie, Isolierung, Lebensweise, Stoffwechselrate
Endothermie (meist homoiotherm, poikilotherm): Körpertemperatur durch Stoffwechsel im Körper erzeugt
Körper meist mit Haaren bedeckt -> effiziente Isolierung bei aktiver Beibehaltung der Körpertemperatur
Dadurch und durch aktive Lebensweise -> hocheffiziente Struktur Blutkreislauf und Atmung nötig
Stoffwechselrate sinkt mit steigender Körpermasse -> kleinere haben höheren Energiebedarf

Blutkreislauf - 2x Struktur, 2x Kreislauf
Vierkammeriges Herz, nur linker Aortenbogen entwickelt
Lungenkreislauf:
sauerstoffarmes Blut aus Körper gelangt über Hohlvene in rechten Vorhof
fließt in rechte Herzkammer
über Lungenarterie zur Lunge ins Kapillarnetz was Alveolen umgibt
sauerstoffreiches Blut über Lungenvene in linken Vorhof
Körperkreislauf:
sauerstoffreiches Blut aus linkem Vorhof in linke Herzkammer
fließt über Aorta in Körpergewebe
gibt Sauerstoff, Nährstoffe, Hormone und Immunzellen ab
nimmt Co2, Abfallprodukte und Stoffwechselendprodukte auf

Lunge - Lungenart, Atmungsart, Oberfläche, Mensch, Strategien, Volumen
Branchioalveolarlunge + Zwerchfellatmung -> gesteigerter Energieumsatz
Menge des aufgenommenen O2 hängt von respiratorischer Oberfläche ab
Zunahme der respiratorischen Oberfläche mit steigendem O2 Bedarf
Oberflächenvergrößerung: Bronchien - Bronchiolen - Alveolarkanäle - Alveolen (enden blind)
Mensch hat 140m^2 respiratorische Oberfläche
Unterdruckatmung: Gasdruck der Lunge wird gegenüber atmosphärischem Luftdruck verringert
Saugpumpe: Luft wird hineingesogen, nicht hineingepresst
Mensch: 0,5L Luft pro Atemzug, 14 Atemzüge pro Minute -> 7 Liter pro Minute

Plazenta - 4 Funktionen, woraus gebildet, Gewebe, Verbindung
Gebildet durch Chorion -> wächst in Schleimhaut des Uterus ein
Besteht aus embryonalem und mütterlichen Gewebe
Versorgung mit Nährstoffen, Entsorgung Exkretionsprodukte, Gasaustausch, Schutz
Verbindung zwischen Embryo und Plazenta über Nabelschnur
Gebiss und Kiefer generell - Zahnarten, Ersatz, Atmen und kauen wodurch, Kiefergelenk vs. primäres
Heterodont -> Anpassung an Ernährung als Omnivore
Incisivi (Schneidezähne
Canini (Eckzähne)
Praemolares (Vorderbackenzähne)
Molares (hintere Backenzähne)
Diphyodonte Zähne (Milchzähne werden von Satz bleibender Zähne ersetzt)
Maxillare und Palatinum bilden sek. Knochendecke, primärer Gaumen wird geschlossen -> Atemhöhle und Mundhöhle grtrennt → Atmen und Kauen gleichzeitig
Sek. Kiefergelenk aus Dentale und Squamosum -> Articulare und Quadratum werden Gehörknöchelchen
Articulare -> Hammer
Quadratum -> Amboss
Steigbügel (aus Hyomandibulare der Fische)

Gebissanpassung an Ernährung
Herbivor (Pferd, Rind, Kaninchen)
große Incisivi
Canini reduziert
breite Molare mit flachen Kauflächen
Carnivor (Katze, Löwe, Wolf)
lange spitze Canini
scharfe Molare
Omnivor (Mensch, Schwein)
Molare mit flachen und höckerigen Kauflächen
alle Zahntypen ausgebildet
Verdauungsapparat → 4 Anpassungen
→ an Ernährung angepasst
Insektenfresser: kurzer Darm, kein Blinddarm (Igel)
Nicht wiederkäuende Pflanzenfresser: einfacher Magen, großer Blinddarm (Pferd, Kaninchen)
Wiederkäuer: vierkammeriger Magen, großer Pansen, langer Dünn- und Dickdarm (Rind, Schaf)
Fleischfresser: kurzer Dünn- und Dickdarm, kleiner Blinddarm (Katze, Wolf, Löwe)
weitere Merkmale - Haut, Befruchtung, Gehirn, Blutbesonderheit
Integument mit Schweiß-, Duft-, Talg- und Milchdrüsen
Innere Befruchtung
Hochevolviertes Gehirn (besonders großer Neocortex) -> Erinnerungsvermögen, rasches Lernen neuer Situationen
Kernlose Erythrozyten

8 Synapomorphien vs 6 Autapomorphien
Synapomorphien
Rotation der Extremitäten unter dem Körper
Endothermie & Haarkleid
Synapsider Schädel
Sekundärer Gaumen, Saugzunge und Lippen
Sekundäres Kiefergelenk
Heterodontie (unterschiedliche Zahntypen)
Drei Gehörknöchelchen im Mittelohr
Milchdrüsen
Autapomorphien
Haarkleid
sekundärer Gaumen
sekundärer Kiefer
heterodontes Gebiss
3 Gehörknöchelchen
Milchdrüsen

Systematik
Pelycosauria - ausgestorben
Therapsida - ausgestorben
Frühe Mammalia - Monotremata - Kloakentiere
Beuteltiere - Metatheria - Marsupialia
Placentatiere - Eutheria - Placentalia

Pelycosauria - Segelechsen - ausgestorben → 4 ursprünglich, 2 Apomorphien
Ursprünglich: Spreizgang, kein Haarkleid -> Endothermie, primäres Kiefergelenk
Apomorphien: synapsider Schädel, geteilter Hinterhauptgelenkkopf

Therapsida - ausgestorben → 2 Apomorphien
Apomorphien
Heterodontie
Rotation Extremitäten unter Körper
(Haarkleid, sek. Gaumen, sek. Kiefergelenk)

Monotremata - Brutpflege, Thermie, Milchdrüsenherkunft, Verteilung, 2 Arten → Eier wo
Eierlegend und säugend
Homoiotherm/Endotherm (bei nur 30-32°C)
Milchdrüsen von einfachen Haardrüsen abgeleitet
Diffuses Drüsenfeld, keine Zitzen, Milch wird abgeleckt
Schnabeltier
Ornithorhynchus anatinus
Giftstachel bei ml
Australien
Eier zwischen Schwanz und Abdomen gehalten
Kurzschnabeligel (Echnida)
Tachyglossus aculeatus
Australien und Neuguinea
Eier in Beutel getragen

Metatheria, Beuteltiere, Marsupialia - Konvergenz, Neugeborenes, Laktationszeit, Beuteltragezeit, Plazentaart
Sehr divers, Konvergenz mit Plazentatieren vorhanden
Kurze Tragezeit (10-42 Tage)
Neugeborene extrem unreif (0,2g-3g)
Lange Laktationszeit bis zu 1 Jahr
Beuteltragezeit: 1-7 Monate
Plazenta umfasst bei manchen auch Teile der Allantois -> Dotterstockplazenta
Konvergenz Beuteltiere und Plazentalia → 3 Beispiele
Känguru und Pampashase
Beutelteufel und Vielfraß
Beutelmaus und Hirschmaus

Placentatiere - Eutheria - Placentalia → Plazenta, Rückbildung, wo Embryonalanlage, Milchdrüsenanordnung, wo, Histologie m/w, Wurfgröße, 4 Gruppen
Chorion bildet Plazenta -> Chorion-Allantois-Plazenta -> komplexer und leistungsfähiger
Allantois und Dottersack immer weiter zurückgebildet (keine Funktion mehr)
Embryonalanlage im Inneren des Trophoblasten -> verhindert immunologische Reaktion
2 Leisten mit bis zu 20 Zitzen (Schwein)
Bei manchen Arten nur vorne (Mensch) bzw. hinten (Kuh)
Bis zur Geschlechtsreife ist Histologie bei m/w gleich -> dann stärkere Verzweigung der Alveolen und Fetteinlagerungen bei Weibchen
Wurfgröße max. 32 (Tenrek)
Systematik
Afrotheria
Xenarthra (Nebengelenktiere)
Euarchontoglires
Laurasiatheria
Afrotheria - 6
Tenrekartige: Madagaskar
Erdferkel
Elefantenspitzmäuse: artenarm, bodenlebende Springläufer auf afrikanischem Kontinent, insektivor
Rüsseltiere: 3 rezente Arten (Elefanten)
Schliefer: artenarm
Seekühe: artenarm
Xenarthra - wo, Merkmal, → 3 Gruppen
Vorkommen: Südamerika
Zusätzliches Wirbelgelenk in hinterer Rumpfregion
Ameisenbären
Faultiere
Gürteltiere
Eurachontoglires - 5
Riesengleiter (Dermoptera): artenarm, Indonesien
Spitzhörnchen (Scadentia): SO-Asien
Primaten
Hasenartige (Lagomorpha): weltweit, Stiftzähne hinter oberen Nagezähnen
Nagetiere (Rodentia): diverse Nischen, 40% der Säugetierarten, wachsende Schneidezähne, fehlende Eckzähne (Diastema)
Primaten - Systematik
Strepsirhini (Feuchtnasenaffen): Nasenepiegel feucht, guter Geruchssinn, Daumen kann nur in geringem Ausmaß den anderen Fingern gegenübergestellt werden, Putzkralle an der zweiten Zehe
Lemuriformes (Lemurartige): 5 Familien auf Madagaskar
Lorisiformes (Loriartige): 2 Familien aus Afrika und Asien
Haplorhini (Trockennasenaffen): gegenübergestellter Daumen, trockene Nase, Knochenwand zwischen Orbita und Schläfenfenster
Koboldmakis: Südostasien
Neuweltaffen: Amerika
Altweltaffen: Afrika und Asien -> Geschwänzte (Meerkatzenverwandte) und Ungeschwänzte (Hominoidea -> Gibbons, Menschenaffen)

Laurasiatheria - 6
Insektenfresser: fast weltweit, Igel, Maulwürfe, Spitzmäuse
Fledertiere: artenreich, weltweit, Arme mit elastischer Flughaut
Raubtiere: Hundeartige (inkl. Robben) und Katzenartige
Schuppentiere
Unpaarhufer: Füße mit einer huftragenden Zehe, Pferde, Tapire, Nashörner
Paarhufer und Wale: Wale monophyletisch, Paarhufer paraphyletisch (Schweine, Rinder, Hirsche)
Entwicklung des Menschen
Hominoidea
Gibbons, Orang-Utans, Gorillas, Schimpansen, Mensch
Menschen sind Primaten mit besonders großem Gehirn & bewegen sich fort auf 2 Beinen
Trennung Schimpanse/Mensch vor 6-13 Millionen Jahren
Ursprung Homo sapiens vor ca. 200000 Jahren
Homininae: Primaten, die enger mit Menschen als mit Schimpansen verwandt sind
Ca. 20 ausgestorbene Arten der Homininae -> komplizierte Evolutionsgeschichte
Vor ca. 1,9 Millionen Jahren begannen Homininae weite Strecken auf 2 Beinen zurückzulegen
Werkzeuggebrauch: 2,5 Millionen Jahre alte Ritzspuren an Tierknochen
Früheste Fossilien der Gattung Homo: 2,4 und 1,6 Millionen Jahre alt (Homo habilis)
Ursprung und Großteil der Evolution der Homininae in Afrika
Mehrfache Auswanderung: Homo erectus, Neanderthaler, Denisova-Mensch, Homo sapiens
Vermischungen der Genome fanden statt (Neandertaler und Homo sapiens) → genetische Vielfalt