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Soziale Ungleichheit

gesell. erzeugte & dauerhaft strukturierte Unterschiede zwischen Menschen, die mit unterschiedl. Lebenschancen verbunden sind

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Mehrdimensionalität soz. Ungleichheit

Ungleichheit  entsteht nicht nur durch eine einzelne Dimension wie Einkommen, sondern durch das Zusammenspiel verschiedener Faktoren, z.B. Bildung, Beruf, Einkommen, Geschlecht, Herkunft & kult. Ressourcen

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Objektive Dimension

messbare Lebensbedingungen, wie Einkommen, Bildung, Besitz & Beruf

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Subjektive Dimension

individuelle Wahrnehmungen & Handlungsweisen wie Einstellungen, Werte, Lebensführung & Selbstbilder

5
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Strukturmodell

Modell, das zeigt, welche sozialen Gruppen existieren & wie diese zueinander stehen, z.B. Klassen-, Schicht- oder Milieumodelle

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LE-2 Gesamtsicht → Schlussfolgerung

Es gibt keinen einheitlichen, allgemein akzeptierten Ansatz, der soz. Ungleichheit vollständig erklären kann

=> Alte & neue Ansätze beantworten unterschiedl. Fragen -> Mehrdimensionale Modelle lösen deshalb nicht automatisch alle Probleme; die Berücksichtigung zusätzl. Dimensionen erhöht auch die theoretische & empirische Komplexität

Lebensstile erklären kult. Unterschiede, aber nicht automatisch deren Ursachen

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Kernideen

1.      Kein Ungleichheitsmodell bildet die gesamte Realität ab -> Jedes Modell stellt eine theoretische Vereinfachung dar & setzt bestimmte Schwerpunkte

2.      Soziale Ungleichheit ist mehrdimensional -> Sie entsteht aus dem Zusammenspiel ökon. Faktoren, soz. Beziehungen, kult. Faktoren & subjektiver Orientierungen

3.      Struktur & Handlung stehen in Wechselwirkung -> Gesellschaftl. Strukturen beeinflussen indiv. Handeln, gleichzeitig können Menschen durch ihr Handeln gesell. Strukturen verändern

4.      Neuere Ungleichheitsforschung verbindet ältere & neuere Perspektiven -> neben kult. Unterschieden werden wieder stärker Ressourcen, Prekarisierung, Arbeitslosigkeit, soz. Abstiege & vertikale Ungleichheit berücksichtigt

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Beispiele für die Verbindung verschiedener Perspektiven

Bildungschancen: Die Klassenperspektive betont den Einfluss der soz. Herkunft auf Bildungswege, die Individualisierungsperspektive betont größere indiv. Wahlmöglichkeiten => beides kann gleichzeitig zutreffen

Lebensstile: Zwei Personen können über ein ähnliches Einkommen verfügen, sich aber hinsichtlich Freizeitgestaltung, Familienbild & kult. Interessen unterscheiden -> Lebensstilansätze können solche kult. Unterschiede besser erfassen als reine Schichtmodelle

Prekarisierung: Eine Gesellschaft kann gleichzeitig individualisierter werden & stärkere soz. Unsicherheiten erleben -> Individualisierung bedeutet daher nicht automatisch mehr Gleichheit