1/7
Looks like no tags are added yet.
Name | Mastery | Learn | Test | Matching | Spaced | Call with Kai | Chat |
|---|
No analytics yet
Send a link to your students to track their progress
Soziale Ungleichheit
gesell. erzeugte & dauerhaft strukturierte Unterschiede zwischen Menschen, die mit unterschiedl. Lebenschancen verbunden sind
Mehrdimensionalität soz. Ungleichheit
Ungleichheit entsteht nicht nur durch eine einzelne Dimension wie Einkommen, sondern durch das Zusammenspiel verschiedener Faktoren, z.B. Bildung, Beruf, Einkommen, Geschlecht, Herkunft & kult. Ressourcen
Objektive Dimension
messbare Lebensbedingungen, wie Einkommen, Bildung, Besitz & Beruf
Subjektive Dimension
individuelle Wahrnehmungen & Handlungsweisen wie Einstellungen, Werte, Lebensführung & Selbstbilder
Strukturmodell
Modell, das zeigt, welche sozialen Gruppen existieren & wie diese zueinander stehen, z.B. Klassen-, Schicht- oder Milieumodelle
LE-2 Gesamtsicht → Schlussfolgerung
Es gibt keinen einheitlichen, allgemein akzeptierten Ansatz, der soz. Ungleichheit vollständig erklären kann
=> Alte & neue Ansätze beantworten unterschiedl. Fragen -> Mehrdimensionale Modelle lösen deshalb nicht automatisch alle Probleme; die Berücksichtigung zusätzl. Dimensionen erhöht auch die theoretische & empirische Komplexität
Lebensstile erklären kult. Unterschiede, aber nicht automatisch deren Ursachen
Kernideen
1. Kein Ungleichheitsmodell bildet die gesamte Realität ab -> Jedes Modell stellt eine theoretische Vereinfachung dar & setzt bestimmte Schwerpunkte
2. Soziale Ungleichheit ist mehrdimensional -> Sie entsteht aus dem Zusammenspiel ökon. Faktoren, soz. Beziehungen, kult. Faktoren & subjektiver Orientierungen
3. Struktur & Handlung stehen in Wechselwirkung -> Gesellschaftl. Strukturen beeinflussen indiv. Handeln, gleichzeitig können Menschen durch ihr Handeln gesell. Strukturen verändern
4. Neuere Ungleichheitsforschung verbindet ältere & neuere Perspektiven -> neben kult. Unterschieden werden wieder stärker Ressourcen, Prekarisierung, Arbeitslosigkeit, soz. Abstiege & vertikale Ungleichheit berücksichtigt
Beispiele für die Verbindung verschiedener Perspektiven
Bildungschancen: Die Klassenperspektive betont den Einfluss der soz. Herkunft auf Bildungswege, die Individualisierungsperspektive betont größere indiv. Wahlmöglichkeiten => beides kann gleichzeitig zutreffen
Lebensstile: Zwei Personen können über ein ähnliches Einkommen verfügen, sich aber hinsichtlich Freizeitgestaltung, Familienbild & kult. Interessen unterscheiden -> Lebensstilansätze können solche kult. Unterschiede besser erfassen als reine Schichtmodelle
Prekarisierung: Eine Gesellschaft kann gleichzeitig individualisierter werden & stärkere soz. Unsicherheiten erleben -> Individualisierung bedeutet daher nicht automatisch mehr Gleichheit