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Vokabel-Flashcards zur Vorlesung Allgemeine Psychologie 1 über Langzeitgedächtnissysteme, Verarbeitungstiefe und Gedächtnisphänomene.
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Konsolidierung
Ein Prozess, bei dem die Speicherung einer Gedächtnisspur Zeit benötigt und beispielsweise auch im Schlaf stattfindet.
Levels of Processing Framework
Theorie von Craik & Lockhart (1972), nach der eine tiefere Verarbeitung zu elaborierteren, länger anhaltenden und stärkeren Gedächtnisspuren führt als eine oberflächliche Verarbeitung.
Testing-Effekt
Phänomen, bei dem ein zwischenzeitlicher Abruf des Wissens während des Lernprozesses zu einer dramatisch besseren Gedächtnisleistung führt.
Extrinsische Belohnung beim Lernen
Äußere Belohnungen, die laut der Studie von Kuhbandner et al. (2016) die Gedächtnisleistung beim Erwerb von Langzeitwissen sogar senken können.
Deklaratives Gedächtnis
Auch als explizites Gedächtnis bezeichnet; es ist bewusst berichtbar sowie verbalisierbar und wird vornehmlich hippocampal vermittelt.
Episodisches Gedächtnis
Ein Teil des deklarativen Gedächtnisses für vergangene Erlebnisse (Was, Wann, Wo), das laut Endel Tulving eine „mentale Zeitreise“ ermöglicht.
Semantisches Gedächtnis
Ein Teil des deklarativen Gedächtnisses, das ein Speicher für Faktenwissen über die Welt ist, welches von der konkreten Erfahrung abstrahiert und generalisiert wird.
Nondeklaratives Gedächtnis
Auch als implizites Gedächtnis bezeichnet; es umfasst Fertigkeiten (Skills), Gewohnheiten, Priming sowie klassische und operante Konditionierung.
Free Recall
Ein Gedächtnistest, bei dem gelernte Inhalte (z. B. Wortlisten) in einer beliebigen Reihenfolge frei abgerufen werden müssen.
Serial Recall
Ein Gedächtnistest, bei dem die Inhalte exakt in der Reihenfolge ihrer Präsentation wiedergegeben werden müssen.
Cued Recall
Ein Gedächtnistest, bei dem der Abruf durch bestimmte Hinweisreize (Cues), wie zum Beispiel ein Wort aus einem gelernten Paar, unterstützt wird.
Rekollektion (recollection)
Eine Form der Rekognition, die die Erinnerung an den spezifischen Kontext beinhaltet, in dem die Information enkodiert wurde.
Vertrautheit (familiarity)
Ein Gefühl des Wiedererkennens, das in Abwesenheit von Kontextinformationen auftritt.
Remember-Know Paradigma
Ein experimentelles Paradigma von Migo et al. (2012), bei dem Versuchspersonen angeben, ob sie sich an den Kontext erinnern (remember) oder die Information nur ohne Kontext wissen (know).
Proaktive Interferenz
Der störende Einfluss von zuvor gelerntem Material auf das Behalten und Abrufen von später gelerntem Material.
Retroaktive Interferenz
Der störende Einfluss von nachfolgend gelerntem Material auf das Behalten von bereits früher gelerntem Material.
Kontexteffekt
Befund von Godden & Baddeley (1975), wonach die Erinnerungsleistung besser ist, wenn die Kontextbedingungen (z. B. Umgebung) in der Lern- und Abrufphase übereinstimmen.
Ebbinghaus' Vergessenskurve
Ein von Hermann Ebbinghaus beschriebenes Modell, das den zeitlichen Verlauf des Speicherzerfalls darstellt.
Lernersparnis
Die Zeitdifferenz, die beim erneuten Lernen einer Liste weniger benötigt wird, um das Material wieder vollständig zu beherrschen.
Schacter & Addis (2007) Hypothese
Die Annahme, dass das episodische Gedächtnis auch die Grundlage für mentale Simulationen der persönlichen Zukunft bildet.