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Gebe die Erwartung- mal-Wer Ansätze wieder!
Wie wägen wir verschiedene Handlungsentscheidungen ab?
➢ Wahrscheinlichkeit von Ereignissen
➢ Wert (Gewinn vs. Verlust)
➢ Siehe auch Hoppe in Vorlesung 3
➢ E x W – Ansätze nehmen an, dass diejenige Handlungsalternative gewählt wird, für die das Produkt aus Erwartung und Wert am größten ist:
➢ Häufige Annahme: E und W sind multiplikativ verknüpft
➢ Erwartung (subjektive Einschätzung der Wahrscheinlichkeit)
erkläre das Leistungsmotiv
Schon Murray (1938) betrachtet Leistung als individuelles Bedürfnis
(siehe Vorlesung 1)
Messung des Leistungsmotivs (TAT)
Motive als überdauernde Merkmale von Personen zeigen sich darin, welche Situationen eher aufgesucht oder vermieden werden oder wie Menschen mit Erfolg oder Misserfolg umgehen
keine subjektive Befragungen (direkte Messung), sondern Schaffung entsprechender Situationen, in der die Personen ihre Neigungen zum Ausdruck bringen können (indirekte Messung)
Verwendung projektiver Verfahren (Menschen neigen dazu ihre eigenen Absichten und Gefühle auch anderen Personen zu unterstellen)
erkläre die Entwicklung des Thematischen Apperzeptionstests TAT
Durchführung: Probanden werden Bilder vorgegeben, zu
denen sie eine Geschichte erfinden sollen
Zusätzlich sollten Leitfragen beantwortet werden
Was passiert gerade? Wer sind die Personen?
Was führte zu dieser Situation?
Woran denken die Personen?
Was wird geschehen? Wie wird gehandelt?
durch mehrdeutige Situation wird die Phantasie der Teilnehmer angeregt und vor allem wird die Befangenheit reduziert
Der TAT wurde zum häufigsten eingesetzten Verfahren zur Messung des Leistungsmotivs
Das Leistungsmotiv lässt sich situativ leicht anregen
Erfolg und Misserfolg kann schnell zurück gemeldet werden und manipuliert werden
erkläre die Weiterentwicklung des TATs
McClelland, Atkinson, Clark, & Lowell (1953)
Entwicklung eines standardisierten Inhaltsschlüssel:
Wird Leistungsmaßstab benannt (Note)?
Herausragende Leistung (Erfindung)?
Leistungsthematische Fernziele (Berufskarriere)?
Ausprägung des Leistungsmotivs mittels Punktwerte bestimmt
führte zur Erhöhung der Objektivität der Auswertung
Verbesserung testtheoretische Probleme:
homogenere Items; bessere Split-half Reliabilität
bessere Retest-Reliabilität
Erkläre die Zentrale Annahmen des Atkinsons Risikowahlmodells der Leistungsmotivation
Berücksichtigung von Personen- und Situationsvariablen
Personenmerkmale
interindividuelle Unterschiede in der Leistungsmotivation
individuelle Unterschiede in emotionalen Reaktionen auf Erfolg und Misserfolg
Situationsmerkmale (Wahl zw. Handlungsalternativen)
subjektive Wert eines Ziels
subjektive Erfolgswahrscheinlichkeit
Leistungssituation als Annäherung-Vermeidungs-Konflikt (vgl. Lewin)
erkläre die Mathematische Formalisierung des Atkinsons Risikowahlmodell der Leistungsmotivation
Tendenz, Erfolg anzustreben (Te) ist das Produkt aus
Erfolgsmotivs (Me) => Messungs mittels TAT
subjektiver Erfolgswahrscheinlichkeit (We) => über Aufgabenschwierigkeit manipuliert
subjektivem Erfolgsanreiz (Ae) : Ae=1-We
steigt mit sinkender Erfolgswahrscheinlichkeit
=> Bei Erfolg in einer schwierigen Aufgabe wird grösserer Stolz erlebt als bei leichter Aufgabe
Problem: die subjektive Erfolgswahrscheinlichkeit wird in empirischen Studien häufig durch die objektive Erfolgswahrscheinlichkeit operationalisiert
Te = Me*We*Ae
Tendenz, Misserfolg zu vermeiden (Tm) ist das Produkt aus
Misserfolgsmotiv (Mm)=> Messung mit Angstfragebogen oder TAT
subjektive Wahrscheinlichkeit des Misserfolgs (Wm): Wm=1-We
negativer Anreiz des Misserfolgs (Am): Am=-We
inverse Funktion der Erfolgswahrscheinlichkeit → Dh Schamgefühl bei Misserfolg ist umso grösser je leichter die Aufgabe ist
Tm=Mm*Wm*Am
Was ist die Resultierende Tendenz (Tr)
Summe der Tendenz, Erfolg anzustreben und der (negativen) Tendenz, Misserfolg zu vermeiden
Tr=Te+Tm
<=>
Tr=(Me*We*Ae) + (Mm*Wm*Am)
Da (Ae=1-We), (Wm=1-We) und Am=-We ergibt sich
Tr=(Me-Mm)* (We*(1-We))
Stärke der resultierenden Tendenz in Abhängigkeit von der subjektiven Erfolgswahrscheinlichkeit und relativen Stärke von Erfolgs und Misserfolgsmotiv
Unterschiede zwischen Erfolgs- und Misserfolgsmotivierten
Erolfgsmotibierte
bevorzugen mittelschere Aufgaben (=maximale Information über eigene Leistungsfähigkeit)
suchen Information über eigene Kompetenz
zeigen beharrliches Leistungsstreben mit realistischem Anspruchsniveau = mittlere Schwierigkeit
attribuieren Erfolg auf eigene Kompetenz und Misserfolg auf externale Faktoren oder unzureichende Anstrengung
Misserfolgsmotivierte
bevorzugen sehr leichte oder schwere Aufgaben, weil sie dann Misserfolg vermeiden bzw. nicht eigener Fähigkeiten zuschreiben müssen
fürchten u. vermeiden Informationen über eigene Kompetenz
Empfinden Angst beim Leistungsstreben selbst bei unrealistischem Anspruch
attribuieren Erfolg auf Zufall oder Leichtigkeit der Aufgabe (external) und Misserfolg auf unzureichende eigene Kompetenz
Fazit zur Überprüfung des Risikowahlmodells: Aufgabenwahl und Anspruchsniveaus
Vorhersagen des Risikowahlmodells bzgl. Aufgabenwahl und Anspruchsniveausetzung konnten für Erfolgsmotivierte häufig bestätigt werden
Für Misserfolgsmotivierte nur teilweise Bestätigt
Zeigen oft nur relative Bevorzugung sehr leichter oder extrem schwerer AUfgaben
Verhalten sich mitunter indifferenter gegenüber Manipulationen der Aufgabenschwierigkeit
Je persönlich relevanter die Aufgabe, umso eher schienen MEs auf Extreme der Schwierigkeitsskale auszuweichen
gebe die 3 Dimensionen von Kausalattributionen an!
Lokus der Kontrolle
internale Ursachen
externale Ursachen
Stabilität über die Zeit
stabile Ursachen
variable Ursachen
Kontrollierbarkeit
kontrollierbare Ursachen
unkontrollierbare Ursachen
erkläre die Attributionsmuster von Erfolgs- uns Misserfolgsmotivierten
Erfolgsmotiviertes Attributionsmuster
Erfolg: internale und stabile Faktoren
Misserfolg: zeitvariable Faktoren
MIsserfolgsmotiviertes Attributionsmuster
Erfolg: zeitvariable und oder externale Faktoren
Misserfolg: internale und stabile Faktoren
in welchen Theorien kommen die Erwartung mal Wert Konzepte vor?
Behavioristische Ansätze
Theorien des sozialen Lernens
Entscheidungstheorien
Motivationstheorien
Theorien der Leistungsmotivation => Atkinson
Nenne zwei Punkte der Theorien der Leistungsmotivation
Fortführung von Lewins Ansatz => Hoppe
Interesse an individuellen US (im Unterschied zu Hoppe und Lewin)
Was sollte man zu John Williams Atkinson wissen
Messung des Leistungsmotivs (gemeinsam mit David McClelland)
Theorie der Leistungsmotivation
Was gebnutzt man heute für das Messen des Leistungsmotivs?
Verwendung des Leistungsmotiv-Gitter bzw. Mutti-MultiMotiv Gitter (Schmalt)
Es wird ein Bild gezeigt das Anreiz für jedes der drei Motive Leistung, Macht und Anschluss bietet
Implikationden des Modells “Die Tendenz, Erfolg aufzusuchen” für die Aufgabenauswahl
Das Streben nach Erfolg sollte für die Aufgaben mittlerer Schwierigkeit am höchsten sein da hier das Produkt aus We und Ae besonders hoch ist
Das Streben nach Erfolg ist für Personen mit hohem Erfolgsmotiv durchweg für alle Aufgabenschwierigkeiten höher als für Personen mit niedrigem Erfolgsmotiv
Das Streben nach Erfolg zeigt im Falle eines niedrigen Erfolgsmotiv nur geringe Unterschiede für Aufgaben verschiedener Schwierigkeit. Das Streben nach Erfolg variiert dagegen umso stärker, je höher das Erfolgsmotiv ist
Die Unterschiede für Te zwischen niedrigen und hoch motivierten Personen sind bei mittleren Aufgabenschwierigkeiten am deutlichstens
wie kann man das Arkinson Risikowahlmodell mit dem extrinsischen Motiv Erweitern?
Wie kann man erklären dass sich auch misserfolgsängstliche Personen häufig im Leistungssituationen begeben?
extrinsische Faktoren: materielle Belohnungen, Vermeiden von Strafe, Streben nach Macht u.a.
Atkinson ergänzt daher sien Modell um eine additive Konstante (Tex) die alle extrinsichen Motive repräsentiert
Leistungsverhalten = Tr + Tex
welche empirischen Möglichkeiten zur Überprüfung der theoretischen Annahme des Risikowahlmodells?
Aufgabenauswahl
Anspruchsniveausetzung
Ausdauer
Gebe Informationen zur Kausalattribution und Motivation
Auswirkungen von Erfolg und Misserfolg auf die Motivation hängen davon ab, auf welche Ursachen man eigene Leistung zurückführt
Attribution eines Misserfolgs auf..
eigene Unfähigkeit → geringe Motivation, es erneut zu versuchen
Zufall → Motivation, es erneut zu versuchen aber ohne cih besonders vorzubereiten
Ungenügende Vorbereitung → Motivation sich beim nächsten Mal mehr anzustrengen
erkläre Leistungsmotivation als Selbstbekräftiungssytem
Erfolgsmotivierte
Handlungsdirektive (Ziele in Leistungssituationen):
neue Kompetenz erwerben
Verbesserung von Fähigkeiten
Begeitet von positiven Erwartungsemotionen; dh affektive Handlungsziele werden antizipiert
Erfolgszuversicht führt zur Auswahl von Aufgaben mittlerer Schwierigkeiten
daher erleben sie ähnlich häufig Erfolg und Misserfolg
positive Affektbilanz, da Stolz gegenüber Scham überwiegt
Misserfolgsmotivierte
Attributionsstil
Misserfolg leichte Aufgaben: mangelnde Begabung
Erfolg leichte Aufgabe: Aufgabenschwierigkeit
Erfolg schwere Aufgabe: Glück
Misserfolg als Zeichen des Versagens, der durch Erfolg nicht kompensiert werden
Leistungsbilanz kann ausgeglichen sein aber bei Affektbilanz überwiegen selbstwertbelastende Gefühle
Handlungsdirektive: Reduktion der Selbstwertbelastungen (Schutz des Selbstwertes) bestimmt Handeln in Leistungssituationen
Problem: Verhalten steht dem Erwerb neuer Kompetenzen entgegen
erkläre die Bezugsnormen
Individuelle Bezugsnormen (Zeitliche Längsschnitt der eigenen individuellen Leistung)
soziale Bezugsnorm (Beurteilung nach zeitlichen Querschnitt im Vergleich zu anderen Personen)
Sachliche Bezugsnorme (Erreichung eines Lernziels oder Leistungsergebnis) → als selbst oder Fremdbewertung möglich