1/26
Diese Flashcards decken die wesentlichen Begriffe und Konzepte der rekombinanten DNA-Technologie ab, einschließlich Restriktionsenzymen, PCR, Klonierung und DNA-Sequenzierung.
Name | Mastery | Learn | Test | Matching | Spaced | Call with Kai | Chat |
|---|
No analytics yet
Send a link to your students to track their progress
Rekombinante DNA-Technologie
Eine Technologie, um DNA mit Präzision in einem Reagenzglas oder Organismus zu manipulieren, indem genetisches Material aus verschiedenen Quellen zusammengebracht wird, um neue Sequenzen zu schaffen.
Nukleotid-Bestandteile
Besteht aus drei Teilen: (1) einem Zucker, (2) einer Phosphatgruppe und (3) einer stickstoffhaltigen Base.
Adenin-Thymin-Paarung
Basenpaarung über 2 Wasserstoffbrückenbindungen.
Cytosin-Guanin-Paarung
Basenpaarung über 3 Wasserstoffbrückenbindungen.
Restriktionsendonukleasen
Bakterielle Enzyme, die als Verteidigungsmechanismus gegen Fremd-DNA dienen und DNA an spezifischen Erkennungssequenzen schneiden.
Nobelpreis für Physiologie/Medizin 1978
Verliehen an Werner Arber, Hamilton Smith und Daniel Nathans für die Entdeckung der Restriktionsenzyme und deren Anwendung in der Molekulargenetik.
Methylase-Modifizierung
Schutzmechanismus, bei dem bakterielle DNA unmittelbar nach der Replikation methyliert wird, um sie vor den eigenen Restriktionsenzymen zu schützen.
4-base Cutter
Restriktionsenzyme (z. B. AluI), die im Durchschnitt alle 256 bp (44) schneiden.
Palindrom (Molekulargenetik)
Eine Nukleotidsequenz, bei der beide Stränge gegenläufig dieselbe Sequenz aufweisen; Erkennungsstelle für Typ-II-Restriktionsenzyme.
Sticky ends
Einzelsträngige Überhänge am Ende von DNA-Fragmenten, die durch versetzte Schnitte einiger Restriktionsenzyme entstehen.
Blunt ends
Stumpfe Enden ohne Überhänge, die entstehen, wenn Restriktionsenzyme beide DNA-Stränge in der Mitte des Palindroms schneiden.
Gelelektrophorese
Methode zur räumlichen Trennung negativ geladener Nukleinsäure-Moleküle in einem elektrischen Feld, wobei das Gel als Molekularsieb wirkt.
Ethidiumbromid (EtBr)
Ein fluoreszierendes Molekül, das sich in DNA/RNA einlagert und unter UV-Licht zur Visualisierung von DNA-Bändern genutzt wird.
Agarose-Gel
Horizontal gegossenes Gel aus Seegras-Polysacchariden, das zur Trennung großer DNA-Fragmente (100 bis 30.000 bp) verwendet wird.
Polyacrylamide-Gel
Vertikal gegossenes, neurotoxisches Gel zur hochauflösenden Trennung sehr kleiner DNA-Fragmente (6 bis 2.000 bp) oder Proteine.
Plasmide
Kleine, zirkuläre DNA-Moleküle in Bakterien, die sich unabhängig von der chromosomalen DNA replizieren und als Klonierungsvektoren dienen.
MCS (Multiple Cloning Site)
Ein DNA-Abschnitt eines Plasmids (auch Polylinker genannt), der eine große Anzahl an Erkennungssequenzen für verschiedene Restriktionsenzyme besitzt.
Antibiotikaresistenzgen (ampR)
Selektionsmarker in Vektoren, der Resistenz gegen ein Antibiotikum verleiht, um das Vorhandensein des Plasmids in der Wirtszelle zu überprüfen.
Alpha-Komplementierung
Grundlage der Blau-weiß-Selektion; die Unterbrechung des lacZ-Gens durch ein Insert führt zur Bildung weißer Kolonien statt blauer.
T4-DNA-Ligase
Aus dem Bakteriophagen T4 isoliertes Enzym, das unter ATP-Verbrauch und Anwesenheit von Mg2+ Phosphodiesterbindungen zwischen DNA-Enden knüpft.
Transformation
Übertragung fremder DNA in eine Wirtszelle, oft durch Behandlung mit CaCl2 und Anwendung eines Hitzeschocks (30-60 s bei 42∘C).
PCR (Polymerase-Kettenreaktion)
In-vitro-Technik zur millionenfachen Vervielfältigung spezifischer DNA-Abschnitte mittels zyklischer Denaturierung, Annealing und Verlängerung.
Taq-Polymerase
Thermostabile DNA-Polymerase aus Thermus aquaticus, die in der PCR zur DNA-Synthese bei ca. 72∘C eingesetzt wird.
Primer
Kurze Oligonukleotide (ca. 20 bp), die komplementär zur Zielsequenz sind und als Ausgangspunkte für die DNA-Amplifikation dienen.
Reverse Transkriptase
RNA-abhängige DNA-Polymerase aus Retroviren, die mRNA in komplementäre DNA (cDNA) umschreibt.
Sanger-Sequenzierung
Klassische DNA-Sequenzierungsmethode, die auf dem gezielten Kettenabbruch durch Didesoxynukleotide (ddNTPs) basiert.
ddNTPs (Didesoxynukleotide)
Nukleotid-Analoga, denen an der 3′C-Position die OH-Gruppe fehlt, wodurch die weitere Polymerisation der DNA-Kette gestoppt wird.