Produktive Aufgaben

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1
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Warum ist eine qualitätsvolle SPK wichtig?

  • Gibt Einblick in die geplante Stunde

  • Berücksichtigt das Niveau und die Lernvoraussetzungen der SuS

  • Ist übergeordnet formuliert → verschiedene Wege können zum Ziel führen

  • Verbindet fachliche und prozessbezogene Kompetenzen

2
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Unterschied Lernziel und SPK

Lernziel:

  • Konkretes, überprüfbares Ziel

  • Beschreibt was gelernt werden soll

  • Kann eine Momentaufnahme sein

SPK (Schwerpunktsetzung/Schwerpunkt der Kompetenzentwicklung):

  • Übergeordnetes Ziel

  • Ergänzt das Lernziel durch das Wie?

  • Verbindet:

    • inhaltsbezogene Kompetenzen (iK)

    • prozessbezogene Kompetenzen (pK)

SPK beschreibt nicht nur das Ergebnis, sondern auch den Lernweg.

3
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Grenzen der Lernzielorientierung

Hinderlich:

  • Heterogene Klassen benötigen eine große Breite bei Lernzielformulierungen

  • Konstruktivistische Sicht:

    • SuS müssen eigene Lernziele entwickeln und sich Ziele aneignen

  • Lernzielorientierung ist nur eine Möglichkeit der Unterrichtsstrukturierung

    • z. B. auch Portfolioarbeit möglich

  • Zielerreichung allein bedeutet nicht automatisch guten Unterricht

  • Vorgegebene Ziele können Neugier und Experimentierfreude einschränken

4
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Operationalisierung von Lernzielen (Mager)

Ziel:
Abstrakte Lernziele werden in beobachtbare Ziele übersetzt.

Ein operationalisiertes Lernziel enthält 3 Bedingungen:

  1. Endverhalten (Was?)

    • Was soll der Lernende zeigen können?

  2. Bedingungen (Wie?)

    • Unter welchen Bedingungen erfolgt die Leistung?

  3. Beurteilungsmaßstab (Woran?)

    • Woran wird Zielerreichung erkannt?

5
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Gedankenlesen oder mathematische Spielerei?

Aufgabe:

  • Zahlen sind Symbolen zugeordnet

  • Zweistellige Zahl wählen

  • Quersumme abziehen

  • Symbol merken

  • Zahl wird erraten

Erklärung:

  • Durch die Rechnung können nur bestimmte Zahlen entstehen.

  • Es gibt nur 9 mögliche Ergebnisse.

  • Diese Ergebnisse besitzen alle dasselbe Symbol.

Kein Gedankenlesen, sondern mathematischer Zusammenhang.

6
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Eine gute Aufgabe…

Eine gute Aufgabe:

  • kann auf verschiedenen Niveaustufen bearbeitet werden
    → natürliche Differenzierung

  • regt zum Nachdenken an
    → kognitive Aktivierung

  • ermöglicht eigene Entdeckungen

  • fördert Kommunikation

  • unterstützt konstruktivistisches Lernen

  • motiviert

  • fördert prozessbezogene Kompetenzen

Eine gute Aufgabe muss nicht produktiv sein, aber jede produktive Aufgabe ist eine gute Aufgabe.

7
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Merkmale guter Aufgaben

· Anknüpfen an Lebenswelt

· Erkunden (individuelle Lernwege ermöglichen)

· Ordnen (Balance zwischen Konvergenz und Aktivierung)

· Vertiefen (produktives Üben)

8
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Produktive Aufgaben Merkmale:

Produktive Aufgaben sind:

  • aktiv-entdeckend

  • gut differenzierbar

  • beziehungsreich

  • intermodal-transferierend (EIS)

  • nachhaltig

  • offen

  • problemorientiert

  • sinnstiftend

  • entdeckungsoffen

  • reflexiv

  • selbstdifferenzierend

9
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gute vs. produktive Aufgabe

Gute Aufgabe

Produktive Aufgabe

erfüllt Qualitätsmerkmale

erfüllt zusätzlich besondere Merkmale

kann differenziert werden

ist meist selbstdifferenzierend

aktiviert Denken

ermöglicht Entdecken und Forschen

kann geschlossen sein

meist offen

muss nicht mehrere Lösungen haben

häufig mehrere Ergebnisse/Lösungswege

Merksatz:
Jede produktive Aufgabe ist eine gute Aufgabe, aber nicht jede gute Aufgabe ist produktiv.