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Warum ist eine qualitätsvolle SPK wichtig?
Gibt Einblick in die geplante Stunde
Berücksichtigt das Niveau und die Lernvoraussetzungen der SuS
Ist übergeordnet formuliert → verschiedene Wege können zum Ziel führen
Verbindet fachliche und prozessbezogene Kompetenzen
Unterschied Lernziel und SPK
Lernziel:
Konkretes, überprüfbares Ziel
Beschreibt was gelernt werden soll
Kann eine Momentaufnahme sein
SPK (Schwerpunktsetzung/Schwerpunkt der Kompetenzentwicklung):
Übergeordnetes Ziel
Ergänzt das Lernziel durch das Wie?
Verbindet:
inhaltsbezogene Kompetenzen (iK)
prozessbezogene Kompetenzen (pK)
➡ SPK beschreibt nicht nur das Ergebnis, sondern auch den Lernweg.
Grenzen der Lernzielorientierung
Hinderlich:
Heterogene Klassen benötigen eine große Breite bei Lernzielformulierungen
Konstruktivistische Sicht:
SuS müssen eigene Lernziele entwickeln und sich Ziele aneignen
Lernzielorientierung ist nur eine Möglichkeit der Unterrichtsstrukturierung
z. B. auch Portfolioarbeit möglich
Zielerreichung allein bedeutet nicht automatisch guten Unterricht
Vorgegebene Ziele können Neugier und Experimentierfreude einschränken
Operationalisierung von Lernzielen (Mager)
Ziel:
Abstrakte Lernziele werden in beobachtbare Ziele übersetzt.
Ein operationalisiertes Lernziel enthält 3 Bedingungen:
Endverhalten (Was?)
Was soll der Lernende zeigen können?
Bedingungen (Wie?)
Unter welchen Bedingungen erfolgt die Leistung?
Beurteilungsmaßstab (Woran?)
Woran wird Zielerreichung erkannt?
Gedankenlesen oder mathematische Spielerei?
Aufgabe:
Zahlen sind Symbolen zugeordnet
Zweistellige Zahl wählen
Quersumme abziehen
Symbol merken
Zahl wird erraten
Erklärung:
Durch die Rechnung können nur bestimmte Zahlen entstehen.
Es gibt nur 9 mögliche Ergebnisse.
Diese Ergebnisse besitzen alle dasselbe Symbol.
➡ Kein Gedankenlesen, sondern mathematischer Zusammenhang.
Eine gute Aufgabe…
Eine gute Aufgabe:
kann auf verschiedenen Niveaustufen bearbeitet werden
→ natürliche Differenzierung
regt zum Nachdenken an
→ kognitive Aktivierung
ermöglicht eigene Entdeckungen
fördert Kommunikation
unterstützt konstruktivistisches Lernen
motiviert
fördert prozessbezogene Kompetenzen
➡ Eine gute Aufgabe muss nicht produktiv sein, aber jede produktive Aufgabe ist eine gute Aufgabe.
Merkmale guter Aufgaben
· Anknüpfen an Lebenswelt
· Erkunden (individuelle Lernwege ermöglichen)
· Ordnen (Balance zwischen Konvergenz und Aktivierung)
· Vertiefen (produktives Üben)
Produktive Aufgaben Merkmale:
Produktive Aufgaben sind:
aktiv-entdeckend
gut differenzierbar
beziehungsreich
intermodal-transferierend (EIS)
nachhaltig
offen
problemorientiert
sinnstiftend
entdeckungsoffen
reflexiv
selbstdifferenzierend
gute vs. produktive Aufgabe
Gute Aufgabe | Produktive Aufgabe |
|---|---|
erfüllt Qualitätsmerkmale | erfüllt zusätzlich besondere Merkmale |
kann differenziert werden | ist meist selbstdifferenzierend |
aktiviert Denken | ermöglicht Entdecken und Forschen |
kann geschlossen sein | meist offen |
muss nicht mehrere Lösungen haben | häufig mehrere Ergebnisse/Lösungswege |
Merksatz:
Jede produktive Aufgabe ist eine gute Aufgabe, aber nicht jede gute Aufgabe ist produktiv.