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Umfassende Vokabel-Flashcards zum Modul Biopsychologie & Allgemeine Psychologie I, basierend auf den Vorlesungsfolien zu den Themen Einführung, Lernen, Gedächtnis, Gehirn, Nervensystem, Wahrnehmung sowie Sprache & Denken.
Name | Mastery | Learn | Test | Matching | Spaced | Call with Kai |
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Psychologie
Die wissenschaftliche Beschäftigung mit dem Verhalten und dem Erleben bzw. mentalen Prozessen.
Verhalten
Alles, was ein Organismus macht – jede Handlung, die beobachtet und registriert werden kann.
Erleben
Innere subjektive Erfahrungen, die aus dem Verhalten geschlossen werden, wie Empfindungen, Wahrnehmungen, Träume, Überzeugungen und Emotionen.
Biopsychosozialer Ansatz
Ein Erklärungsmodell, nach dem Verhalten und mentale Prozesse durch biologische Einflüsse (z. B. Gene, Hormone), psychologische Einflüsse (z. B. kognitive Verarbeitung) und soziokulturelle Einflüsse (z. B. Anwesenheit anderer) geformt werden.
Lernen
Eine relativ überdauernde Veränderung im Verhaltenspotential eines Organismus als Folge von Erfahrung.
Klassische Konditionierung
Ein Lernvorgang (Signallernen), bei dem zwei Reize wiederholt zusammen dargeboten werden, wodurch sich die Reaktion auf den ursprünglich neutralen Reiz verändert.
Operante Konditionierung
Ein Lernprozess, bei dem die Wahrscheinlichkeit eines Verhaltens durch die darauf folgenden Konsequenzen (Verstärkung oder Bestrafung) erhöht oder verringert wird.
Shaping
Die Methode der sukzessiven Annäherung, bei der Verhaltensweisen schrittweise verstärkt werden, die in Richtung des gewünschten Zielverhaltens gehen.
Modelllernen
Auch Beobachtungslernen genannt; ein Prozess nach Albert Bandura, bei dem eine Person Verhaltensweisen übernimmt, die sie bei einer anderen Person (Modell) beobachtet.
Spiegelneuronen
Neuronen im Stirnlappenbereich, die aktiviert werden, wenn man eine Handlung selbst ausführt oder diese bei einem anderen beobachtet; sie bilden die neuronale Basis für Imitationslernen.
Gedächtnis
Die Fähigkeit von Lebewesen, Informationen aufzunehmen (Enkodierung), zu speichern und wieder abzurufen.
Sensorisches Gedächtnis
Ein kurzzeitiger Speicher für Sinnesreize (z. B. ikonisches Gedächtnis für visuelle Reize), der Informationen nur für Bruchteile von Sekunden hält.
Arbeitsgedächtnis
Ein System nach Baddeley zur aktiven Aufrechterhaltung und Manipulation von Informationen im Kurzzeitgedächtnis, bestehend aus der zentralen Exekutive, der phonologischen Schleife und dem visuell-räumlichen Notizblock.
Magical Number Seven
Das Konzept von George Miller, dass Menschen sich im Kurzzeitgedächtnis durchschnittlich 7 (plus/minus) 2 Informationseinheiten gleichzeitig merken können.
Chunking
Die Gliederung von Informationen in sinnvolle Blöcke bzw. Chunks zur effektiveren Nutzung der begrenzten Kapazität des Kurzzeitgedächtnisses.
Hirnstamm
Der entwicklungsgeschichtlich älteste Teil des Gehirns, der vitale Funktionen wie Herzschlag und Atmung kontrolliert (bestehend aus Medulla oblongata, Pons und Mittelhirn).
Limbisches System
Ein Gehirnbereich an der Grenze zur Großhirnrinde, der zentral für die Emotionsverarbeitung und Gedächtnisfunktionen ist (u. a. Hippocampus und Amygdala).
Hippocampus
Eine Struktur im limbischen System, die entscheidend für die Konsolidierung von Informationen vom Kurzzeit- in das Langzeitgedächtnis ist.
Neuron
Eine Nervenzelle, deren Aufgabe es ist, elektro-chemische Signale zu empfangen, zu verarbeiten und an andere Zellen weiterzuleiten.
Neurotransmitter
Chemische Botenstoffe (z. B. Dopamin, Serotonin), die Signale über den synaptischen Spalt zwischen zwei Neuronen übertragen.
Neuronale Plastizität
Die Lernfähigkeit neuronaler Verbindungen, wobei wiederholt gleichzeitig aktive Neuronen ihre Verknüpfung verstärken ('What fires together, wires together').
Autonomes Nervensystem
Ein sich selbst organisierendes System zur unwillkürlichen Steuerung der inneren Organe und Drüsen, unterteilt in Sympathikus und Parasympathikus.
Sympathikus
Teil des autonomen Nervensystems, der den Körper bei Stress in Erregung versetzt und Energie mobilisiert ('Fight or Flight').
Parasympathikus
Teil des autonomen Nervensystems, der für Entspannung, Beruhigung und den Aufbau von Energiereserven sorgt ('Rest and Digest').
Endokrines System
Das langsame chemische Kommunikationssystem des Körpers, das Botschaften über Hormone in der Blutbahn sendet.
Bottom-Up-Verarbeitung
Die aufsteigende, datengesteuerte Informationsverarbeitung, die bei den Sinnesrezeptoren beginnt und zur Integration durch das Gehirn aufsteigt.
Top-Down-Verarbeitung
Die absteigende, konzeptgesteuerte Informationsverarbeitung, bei der Informationen aufgrund von Erfahrungen und Erwartungen interpretiert werden.
Selektive Aufmerksamkeit
Die Konzentration des Bewusstseins auf einen bestimmten Stimulus, wobei irrelevante Informationen ausgefiltert werden.
Stroop-Effekt
Ein Interferenz-Phänomen, bei dem das automatisierte Lesen eines Wortes die Benennung seiner Druckfarbe behindert, wenn das Wort selbst eine andere Farbe bezeichnet.
Heuristik
Kognitive Abkürzungen oder Faustregeln, die eine schnelle Urteilsbildung unter unsicheren Bedingungen ermöglichen, aber auch zu systematischen Fehlern führen können.
Verfügbarkeitsheuristik
Eine Urteilsstrategie, bei der die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses danach eingeschätzt wird, wie leicht Beispiele dafür aus dem Gedächtnis abgerufen werden können.
Einsicht
Die plötzliche und oft überraschende Lösung eines Problems ('Aha-Erlebnis'), die durch eine neue interne Repräsentation der Situation entsteht.