2 - Probenmaterial, Blut

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Blutserum

nach abgeschlossener Blutgerinnung und Zentrifugation gewonnen, d.h. enthält keine Gerinnungsfaktoren (Fibrinogen) mehr

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Anticoagulanz

prevents or reduce blood clot formation by inhibiting specific clotting factors of blood, rather than thinning it

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Blutplasma

Blutflüssigkeit nach Zentrifugation wenn der Blutgerinnung durch Zusatz (Antikoagulanz) verhindert wurde

Enthält alle Gerinnungsfaktoren

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Blutgasanalyse

macht Aussagen über Gasverteilung von Sauerstoff, Kohlendioxid und pH-Wert und Säuren-Base-Haushalt (homeostasis)

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Blutzusammensetzung

  • Rote Blutkörperchen (Erythrozyten) - Sauerstoff- und Nährstofftransport

  • Weiße Blutkörperchen (Leukozyten) - Infektionen bekämpfen

  • Blutplättchen (Thrombozyten) - Blutgerinnung

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Arten von Blutproben

  • Vollblut - enthält alle Blutbestandteile (Zellen, Proteinen, usw.); Blutbild

  • Serum - Untersuchung auf Antikörper; gewonnen durch Gerinnung und Zentrifugation von Nativblut als Überstand nach der Gerinnung

  • Blutplasma - Gerinnungsdiagnostik; nicht zellulären Anteil des Blutes, gewonnen durch Versetzung mit einem Antikoagulans und Zentrifugation

7
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Blutentnahme

  • optimale Untersuchungsgut

    • Antikoaguliertes Blut (máu chống đông) - Hämatologische Untersuchungen

    • Plasma - Gerinnungsuntersuchungen

    • Analyt muss in der Probe vorhanden sein

  • optimale Probennahmeort

    • arteriell - Blutgasanalyse

    • venös - Standardmethode für Blutuntersuchungen

    • falsche Analyseergebnis durch Entnahme in der Nähe einer laufenden Infusion

  • richtigen Zeitpunkt

    • Tageszeitliche Schwankungen von Hormonkonzentrationen im Blut (zirkadiane Rhythmik)

    • Vor Nahrungsaufnahme (nach ist Blut lipämisch - kann Trübungsmessungen stören)

  • Reihenfolge der Materialgewinnung

  • Ausreichende Probenmenge

  • Verwendung geeigneter Probengefäße

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Probengefäße Untersuchungsgut

  • Plasma: mit Antikoagulanzien (EDTA oder Citrat) gefüllt um Gerinnung zu verhindern

  • Serum: ohne Antikoagulanzien, damit Gerinnung stattfinden kann

9
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Reihenfolge bei der Blutentnahme Grund

  • Vermeidung von Kreuzkontamination

  • Röhrchen enthalten unterschiedliche Stoffe, können in nachfolgende Röhrchen gelangen und die Proben verunreinigen

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Arteries

Carries oxygenated blood away from the heart to the rest of the body

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Veins

Carries deoxygenated blood back to the heart

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Blut Funktion

  • Wärme- und Stofftransport - Erythrozyten (rot)

  • Transport der Atemgase - Erythrozyten

  • Immunabwehr - Leukozyten (weiß)

  • Blutgerinnung - Thrombozyten (Plättchen)

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Blutbild

  • Zählung und Charakterisierung von Blutzellen, Hämoglobin

  • Klein: Zahl und Gestalt Blutzellen und Konzentration Hämoglobin (rot)

  • Groß: Differenzierung weißen Blutkörperchen nach verschiedenen Zelltypen

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Blutgerinnung

  1. Gefäßverengung (Vasokonstriktion)

  2. Anlagerung von Thrombozyten

  3. Bildung Blutgerinnsels (Thrombus)

  4. Verfestigung des Thrombus (Retraktion)

  5. Auflösung des Thrombus (Fibrinolyse)

  6. Plasmatische Hämostase (Stillstand der Blutung)

15
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Thrombus

ein Blutgerinnsel (blot clot), das sich vor Ort im Gefäßsystem des Körpers bildet und den Blutfluss behindert.

16
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Blutgruppensystem ABO-System

Klassifizierung von Blut basierend auf dem Vorhandensein und Fehlen von Antikörpern und vererbten antigenen Substanzen auf der Oberfläche der roten Blutkörperchen (Erythrozyten)

17
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Blutgruppensystem Rhesus-Faktor

Vorhandensein (Rh+ “positiv”) oder Fehlen (Rh- “negativ”) von ein Protein (Antigen) das sich auf der Oberfläche der roten Blutkörperchen befindet.

18
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“AB negativ”

AB-Antigen enthaltend als auch den negativen Rhesusfaktor besitzt. Diese Personen können sowohl das Antigen A als auch das Antigen B auf ihren roten Blutkörperchen haben aber keinen Rhesusfaktor.

19
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Universalspender

Person mit Blutgruppe O, insbesondere O negativ, deren Blut bei Transfusionen an Empfänger aller anderen Blutgruppen verträglich ist

→ Blut trägt keine Antigene

20
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Universalempfänger

Person mit Blutgruppe AB positiv, kann Blut von allen anderen Blutgruppen (A, B, O, mit positivem oder negativem Rhesusfaktor)

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Blutgruppen Evolution

Kombination aus genetischen Mutationen, Umweltbelastungen, Krankheitsresistenz, wobei einige Blutgruppen in bestimmten Umgebungen Vorteile beiten.

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Blutanalysen

  • Blutbild

    • Anämie

    • Infektionen (bakteriell oder viral)

    • Leukämie

  • Blutzucker

    • Diabetes Typ 1 oder 2

    • Hypoglykämie

  • Leberwerte

    • Hepatitis

    • Fettleber

  • Entzündungswerte

    • Infektionen

    • Akute oder chronische Entzündungen

    • Autoimmunerkrankungen

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Blutkultur

Mikrobiologische Untersuchung des Blutes, dient der kulturellen Anzucht im Blut befindlicher Krankheitserreger

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COVID-Schnelltest nicht mit Blutproben

  • Schnelltest: Nachweis von Virusbestandteilen (Antigen)

  • Die Virus-Antigenen befinden sich und vermehren sich in den Atemwegen, nicht im Blut

  • Bluttest: Nachweis von Antikörpern

  • Abstriche sind schnell und einfach, auch ohne medizinisches Personal, wobei Blutentnahmen invasiver sind

25
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Weiteres Untersuchungsmaterial - Analyse

  • Urin - Krankheiten des Nieren- und Harnsystems, Stoffwechselerkrankungen

  • Gewebe-Biopsien - Gewebeentzündung, Krebserkrankung

  • Speichel (saliva) - Test auf Candida albicans, Puffer-Kapazitätsbestimmung, Karies-Risikobestimmung

  • Wundsekret - Identifizierung von Erregern, Resistenzbestimmung

  • Stuhl (fecal) - Verdauungsstörungen, Darm- und Magenentzündung, Lebererkrankungen

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molekulare Diagnostik

Untersuchung der Erbsubstanz im Hinblick auf Erkrankungen und Erkrankungsrisiken.

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molekulare Diagnostik Beispiele

  • CFTR-Gene-Mutationstest auf zystische Fibrose: autosomal-rezessiv vererbte Stoffwechselerkrankung und die Schleimbeseitigung in der Lunge beeinträchtigt.

  • BRCA1/2-Mutationstest bei Brustkrebsverdacht: spezifischen vererbten Mutationen die Brust- und Eierstockkrebsrisiko erhöhen

  • PCR-Test auf COVID-19: Nachweis der Virus-RNA aus einem Abstrich

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Nukleinsäure Isolierung

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DNA-Isolierung

30
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RNA-Isolierung

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DNA in der molekularen Diagnostik

  • PCR (Polymerase-Kettenreaktion): Nachweis pathogenen Erregern

  • Genetische Tests/Mutationsanalysen: Erkennung von vererblichen Erkrankungen

  • DNA-Sequenzierung: Analyse kompletter Gene oder Genome (Krebsdiagnostik)

  • Forensische Diagnostik: Identifizierung Personen durch DNA-Profile

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RNA in der molekularen Diagnostik

  • RT-PCR (Reverse-Transkriptase-PCR): Nachweis von RNA-Viren

  • mRNA-Expressionsanalysen: Bestimmung welche Gene aktiv sind

  • Microarray/RNA-Seq-Analysen: Genexpression in Geweben

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Mengen/Konzentration Messung von DNA und RNA in einer Probe

  • Photometrie (UV-Absorption): Nukleinsäuren absorbieren UV-Licht bei 260 nm, Absorption proportional zur Konzentration

  • Fluorometrie: Fluoreszierende Farbstoffe binden spezifisch an DNA oder RNA. Nur gebundene Farbstoffe fluoreszieren

  • Elektrophorese: DNA/RNA wird auf einem Gel aufgetrennt und mit einem Farbstoff sichtbar gemacht

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Biomarker

messbare Indikatoren für biologische Zustände, die zur individuelle Beurteilung normaler biologischer Prozesse, Krankheitszustände oder Reaktionen auf Behandlungen verwendet werden