Chemie Kl. Nr. 3

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45 Terms

1
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Aufbau einer Aminosäure

Zentrales α-C-Atom mit vier Gruppen: Aminogruppe (–NH₂), Carboxylgruppe (–COOH), Wasserstoff (–H) und Rest (–R).

2
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Bedeutung von 'α' bei Aminosäuren

Die Aminogruppe sitzt am C-Atom direkt neben der Carboxylgruppe.

3
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L-Form einer Aminosäure

In der Fischer-Projektion (COOH oben) steht die Aminogruppe links. Natürliche AS sind L-konfiguriert.

4
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Zwitterion

AS-Teilchen mit gleichzeitig positiver (–NH₃⁺) und negativer (–COO⁻) Ladung, nach außen neutral.

5
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Warum sind Aminosäuren Ampholyte?

Sie können als Säure (–NH₃⁺ gibt H⁺ ab) und als Base (–COO⁻ nimmt H⁺ auf) reagieren.

6
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Aminosäure in saurer Lösung

Kation: –NH₃⁺ und –COOH (positiv), weil H⁺ aufgenommen wird.

7
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Aminosäure in basischer Lösung

Anion: –NH₂ und –COO⁻ (negativ), weil H⁺ abgegeben wird.

8
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Chirales C-Atom

C-Atom mit vier verschiedenen Substituenten; Bild und Spiegelbild sind nicht deckungsgleich.

9
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Warum ist Glycin nicht chiral?

Sein Rest ist –H, dadurch hat das α-C zwei gleiche Gruppen (zwei H) – also keine vier verschiedenen.

10
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Enantiomere

Bild und Spiegelbild eines chiralen Moleküls, die nicht deckungsgleich sind.

11
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Hydrophober Rest

Rest nur aus C und H, keine Ladung; meidet Wasser. Beispiele: Alanin, Valin, Leucin.

12
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Hydrophiler Rest

Rest mit O oder N (–OH/–NH); bildet H-Brücken, keine Gesamtladung. Beispiele: Serin, Tyrosin.

13
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Saurer, negativ geladener Rest

Rest mit zusätzlicher Carboxylgruppe (–COO⁻). Beispiele: Asparaginsäure, Glutaminsäure.

14
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Basischer, positiv geladener Rest

Rest mit zusätzlicher Aminogruppe (–NH₃⁺). Beispiele: Lysin, Arginin, Histidin.

15
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Van-der-Waals-Kräfte

Schwache Wechselwirkung zwischen unpolaren Resten (z.B. Leucin···Isoleucin).

16
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Wasserstoffbrücken zwischen Resten

Zwischen Resten mit –OH/–NH-Gruppen, z.B. Serin···Tyrosin.

17
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Ionische Wechselwirkung

Zwischen entgegengesetzt geladenen Resten (+/–), z.B. Asp⁻···Lys⁺.

18
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Dipol-Dipol-Wechselwirkung

Zwischen polaren Resten (unterschiedliche Elektronegativität).

19
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Peptidbindung

Amidbindung –CO–NH– zwischen zwei Aminosäuren; entsteht durch Kondensation unter Wasserabspaltung.

20
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Kondensationsreaktion (Aminosäuren)

–COOH + –NH₂ → –CO–NH– + H₂O.

21
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Hydrolyse

Spaltung der Peptidbindung durch Reaktion mit Wasser (Umkehrung der Kondensation).

22
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Peptidbindungen und Wasser bei n Aminosäuren

n–1 Peptidbindungen und (n–1) H₂O.

23
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Disulfidbrücke

–S–S–-Bindung zwischen zwei Cystein-Resten durch Oxidation der –SH-Gruppen.

24
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Reaktionstyp der Disulfidbrücken-Bildung

Oxidation (Elektronen werden abgegeben).

25
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Cystin

Zwei über eine Disulfidbrücke verbundene Cysteine.

26
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Dauerwelle (Chemie)

Disulfidbrücken im Keratin werden gespalten und neu geknüpft (dauerhafte Verformung).

27
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Primärstruktur

Aminosäuresequenz: Reihenfolge der AS, verbunden durch Peptidbindungen.

28
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Sekundärstruktur

Regelmäßige Muster (α-Helix, β-Faltblatt), stabilisiert durch H-Brücken zwischen den Peptidgruppen der Hauptkette.

29
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Tertiärstruktur

Räumliche Gesamtfaltung einer Kette, stabilisiert durch Wechselwirkungen zwischen den Resten.

30
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Quartärstruktur

Zusammenlagerung mehrerer Ketten/Untereinheiten und/oder mit Cofaktoren.

31
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α-Helix

Schraubenförmig aufgewundene Kette; H-Brücken zwischen C=O und H–N der Hauptkette.

32
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β-Faltblatt

Mehrere Kettenabschnitte nebeneinander wie ein gefaltetes Blatt; H-Brücken zwischen benachbarten Strängen.

33
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Wo liegen die H-Brücken der Sekundärstruktur?

Zwischen den Peptidgruppen der Hauptkette – NICHT zwischen den Resten.

34
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Cofaktor

Nicht-proteinischer Bestandteil, den manche Proteine zur Aktivität brauchen (prosthetische Gruppe = fest, Coenzym = ablösbar).

35
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Biuret-Reaktion

Nachweis für Proteine/Peptidbindungen: Probe + Natronlauge + Kupfersulfat → Violettfärbung (positiv).

36
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Globuläre Proteine

Kugelförmig, hydrophil, wasserlöslich; Funktion: Stoffwechsel, Transport, Abwehr (z.B. Enzyme).

37
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Faserproteine (Skleroproteine)

Lang, faserförmig, hydrophob; Funktion: Struktur/Stabilität (z.B. Keratin).

38
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Polyamid

Kunststoff mit vielen Amidgruppen (–CO–NH–); z.B. Nylon und Perlon.

39
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Perlon (PA 6)

Aus einem Monomer (Caprolactam) durch Ringöffnungs-Polymerisation; keine Abspaltung.

40
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Nylon (PA 6,6)

Aus zwei Monomeren (Diamin + Dicarbonsäuredichlorid) durch Polykondensation; Abspaltung von HCl.

41
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Enzym

Biokatalysator (Protein): beschleunigt eine Reaktion (senkt die Aktivierungsenergie), ohne selbst verbraucht zu werden.

42
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Substratspezifität

Ein Enzym setzt nur ein bestimmtes Substrat um.

43
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Wirkungsspezifität

Ein Enzym katalysiert nur eine bestimmte Reaktion.

44
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Aktives Zentrum

Stelle am Enzym, an der das Substrat bindet (Enzym-Substrat-Komplex, Schlüssel-Schloss-Prinzip).

45
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Lactase

Enzym, das Lactose in Glucose und Galactose spaltet.