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Daten den Menschlichen Gehirns
• Ca. 1.3-1.5 Kg (ca. 2 % des Körpergewichts, konsumiert jedoch ca. 20% der gesamten Körperenergie)
• Ca. 90’000’000’000 Neuronen (zuzüglich Gliazellen)
• Ca. 100’000’000’000’000 Synapsen
Eine Definition der biologischen Psychologie
Die wissenschaftliche Untersuchung der Biologie des Verhaltens
Biologische Strukturen und Mechanismen beeinflussen und werden beeinflusst von Verhalten, psychischen Zuständen und Vorgängen,
Denken, Emotionen
Die Ursprünge der biologischen Psychologie
• Eine junge Wissenschaft: Entwickelt als Disziplin zu Beginn des 20. Jahrhunderts
→ Hebb’s The Organization of Behavior (1949);
z.B.: Hebbsche Lernregel
• Wendet eine Vielzahl von Methoden an
neurowissenschaftlichen Disziplinen
Neuroanatomie (einschliesslich Histologie und Zytologie)
Neuropharmakologie
Neurophysiologie
Neuropathologie
Neuroendokrinologie
Neurobiochemie
Nenne die wesentlichen Dimensionen, entlang derer sich die
biopsychologische Forschung unterscheiden kann
• Humanforschung vs. Tierforschung
• Experimente vs. Nicht-Experimente
• Grundlagenforschung vs. angewandte Forschung
Vorteile der Forschung am/mit Menschen
–Anweisungen befolgen
–Subjektive Erfahrungen berichten
–Kostengünstiger
–Menschliches Gehirn
Vorteile der Forschung am/mit Tieren
–Einfachere Nervensysteme
–Vergleichender Ansatz
–Weniger ethische Einschränkungen
3R-Prinzip in der Tierforschung erläutern
Replace (Ersatz)
Dies bedeutet, den Einsatz von Tieren vollständig zu vermeiden, indem tierversuchsfreie Methoden wie Zellkulturen oder Organ-on-a-Chip-Technologien eingesetzt werden
Reduce (Reduktion)
Hierbei geht es darum, die Anzahl der für einen Versuch benötigten Tiere auf das absolute Minimum zu reduzieren, sodass dennoch statistisch aussagekräftige Ergebnisse erzielt werden können.
Refine (Verbesserung)
Dieser Aspekt konzentriert sich auf die Verbesserung der Haltungsbedingungen und Versuchsabläufe, um die Belastung und das Leid der Tiere so weit wie möglich zu minimieren und ihr Wohlbefinden zu steigern.
Beschreibe Experimente?
− Können Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge (Kausalität) aufzeigen.
− Unabhängige Variablen (uV) und abhängige Variablen (aV)
− Kausalzusammenhang: alle Unterschiede in der abhängigen Variable zwischen den Bedingungen müssen durch die unabhängige Variable verursacht worden sein. Cave: Störvariablen/ konfundierende Variablen (zu kontrollieren/beseitigen).
Beschreibe Quasi-experimentelle Studien
– Verwendet, wenn kontrollierte Experimente nicht möglich
– Die unabhängige Variable kann nicht zufällig zugewiesen oder
manipuliert werden, weil dies unmöglich/unethisch ist oder weil
es sich um einen (angeborenen) Unterschied der Teilnehmer
selbst handelt.
– Stör- bzw. konfundierende Variablen können schlechter oder gar
nicht kontrolliert werden.
– Unterschied zwischen „wird verursacht durch“ und „steht im
Zusammenhang mit“ !
Beschreibe Fallstudien
– Verwendet, wenn die Beobachtungen/Krankheitsbilder neuartig/bisher nicht beschrieben oder selten sind
– Einzeln-Subjekt-Design
– Sehr gute Quelle für überprüfbare Hypothesen, jedoch fragwürdige Verallgemeinerbarkeit
Berühmte Beispiele:
Paul Broca
Visueller Neglect
Grundlagenforschung (“reine Forschung”)
–Primäre Motivation: Neugierde des Forschers
–Fokus auf dem Erwerb von Wissen
Angewandte Forschung
–Primäre Motivation: Ein direkter Nutzen für die Menschheit
–Translationale Forschung: Grundlagenforschung wird in
Anwendungen umgesetzt
Physiologische Psychologie
•Direkte Manipulation des Nervensystems
•Meist Tierexperimente
•Laborumgebung
•Fokus auf Grundlagenforschung
Psychopharmakologie
•Pharmakologische Manipulation des Nervensystems
•Konzentriert sich auf die Auswirkungen von Medikamenten
auf das Verhalten, bzw. auf die neuronale Aktivität
•Sowohl Grundlagen- als auch angewandte Forschung
Neuropsychologie
• Konzentriert sich auf die psychologischen (kognitiven) Auswirkungen von Hirnfunktionsstörungen
• Häufig quasi-experimentell oder Fallstudien (Hirnläsionen gegeben)
• Angewandte Forschung (Diagnostik, Therapie); Funktionsausfälle nach einer Hirnläsion können jedoch auch als Modell zur Erforschung der neuronalen Grundlagen kognitiver Prozesse dienen.
Psychophysiologie
•Konzentriert sich auf die Beziehung zwischen physiologischer Aktivität und psychologischen Prozessen
•Verwendet nicht-invasive Aufzeichnungen beim Menschen,
z.B.:
− Elektroenzephalographie (EEG)
− Augenbewegungen
− Muskelspannung
− Pupillenerweiterung
− Elektrische Leitfähigkeit der Haut
Kognitive Neurowissenschaften
• Jüngster Bereich der biologischen Psychologie
• Untersucht die neuronalen Grundlagen kognitiver Prozesse, wie z.B.
− Lernen und Gedächtnis
− Aufmerksamkeit
− Wahrnehmungsprozesse
• Am häufigsten beim Menschen, mit nicht-invasiven Methoden
• Stark interdisziplinär
Vergleichende (komparative) Psychologie
•Verwendet vergleichende Ansätze (verschiedene Spezies), um die Evolution, Genetik und Anpassungsfähigkeit von Verhalten zu verstehen
•Sowohl Labor- als auch ethologische Studien
•Umfasst Evolutionspsychologie und Verhaltensgenetik
Beispiel: Bildgebung der Entwicklung des Primatengehirns