4. Agenda 2030/SDG

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Was ist Agenda 2030/SDG?

Mit der Verabschiedung der globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung, den sogenannten SDGs, wurde im Jahr 2015 kollektiv ein Leitbild zur Erreichung der Agenda 2030 geschaffen.

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Agenda 2030

Unter dem Titel „Transformation unserer Welt“ gilt sie als Meilenstein für die globale Zusammenarbeit zu nachhaltigen Veränderungsprozessen und bildet die Grundlage für die Nachhaltigkeitspolitik einzelner Nationen. Die hierin verabschiedeten 17 Ziele (SDGs) fokussieren sich vor allem auf ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum, Chancengleichheit, Generationengerechtigkeit und die Schonung nachhaltiger Ressourcen.

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Sustainable Development Goals (SDG)

Hierbei handelt es sich um eine politische Zielrahmensetzung der Vereinten Nationen, die entlang der Triple Bottom Line die soziale, ökonomische und ökologische Dimension der Nachhaltigkeit verfolgen.

Unter dem Motto „Leave no one behind“ steht die Forderung, auch die Schwächsten und Verwundbarsten zu berücksichtigen sowie der Wunsch nach lang angesetzten Veränderungsprozessen hin zu nachhaltigen Lebens- und Wirtschaftsweisen durch ein weltweit „enkeltaugliche[s]“ Verhalten.

Zu diesem Zweck entsendet die Agenda fünf Kernbotschaften, die sogenannten „5 Ps

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Die 5 Kernbotschaften lauten wie folgt (BMZ, 2021):

  1. People: Die Würde des Menschen im Mittelpunkt

  2. Planet: Den Planeten schützen

  3. Prosperity: Wohlstand für alle fördern

  4. Peace: Frieden fördern

  5. Partnership: Globale Partnerschaften aufbauen

Ihnen unterliegen die 17 weltweit geltenden Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs), die richtungsweisend für die Nachhaltigkeitsstrategien in den einzelnen Nationen sind.

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Die 17 Sustainability Development Goals

Sie stellen die Grundlage für heutige und zukünftige Trends dar.

<p>Sie stellen die Grundlage für heutige und zukünftige Trends dar.</p>
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Cross regional top five trends

Eine durchgeführte Befragung der BASF von Expert:innen verschiedener Branchen stellte hierbei folgende fünf Trends mit überregionaler Relevanz heraus. (Bild)

Weitere Erkenntnisse der Befragung ergaben sich ebenfalls für die zukünftige Entwicklung in den einzelnen Teilen der Erde.

In den Vereinigten Staaten von Amerika ist zu erwarten, dass der Schutz von Umwelt und vor allem des Trinkwassers ein großes Thema in den nächsten Jahren darstellen wird. Innovative Technologien wie Blockchain, Präzisionsdrohnen und maschinelles Lernen könnten hier zum Einsatz kommen.

Wie die United Nations Foundations (2022) berichtet, wird durch große Initiativen von Seiten der Universitäten in den USA kollektiv an der Umsetzung der SDGs gearbeitet. Hierzu wurden sieben innovative Lösungsansätze entwickelt. Innovations- und Implementierungszentren, globale Netzwerke, starke Interaktion und Dashboards sollen den Prozess der Zielerreichung unterstützen. Laut Joe Biden (2021) soll die Einhaltung der SDGs zu einem besseren Amerika verhelfen. Hierbei steht vor allem Folgendes im Vordergrund: die öffentliche Gesundheit zu verbessern und zu schützen, das Erbe des systemischen Rassismus anzugehen, energische Maßnahmen gegen den Klimawandel zu ergreifen und eine arbeitsplatzreiche und integrative Wirtschaft aufzubauen.

In Lateinamerika wird schätzungsweise die Transformation der Landwirtschaft zum Schutz des Ökosystems und die Verbesserung der Arbeitsbedingungen im Vordergrund stehen. Denkbar wären kontrollierte Wasserdosierungen, Verzicht von Pestiziden und Schadstoffen sowie die Begrenzung der Abholzung von Waldgebieten.

Laut Expertenmeinungen ist davon auszugehen, dass in Afrika und dem Mittleren Osten vor allem die Verbesserung von Wertschöpfungsketten zu den aktuellen Themen zählen wird. Im asiatischen Raum vermuten Expert:innen viele Veränderungen, die zum Klimaschutz beitragen. Hierzu zählt unter anderem die Energiewirtschaft.

<p>Eine durchgeführte Befragung der BASF von Expert:innen verschiedener Branchen stellte hierbei folgende fünf Trends mit überregionaler Relevanz heraus. (Bild)</p><p>Weitere Erkenntnisse der Befragung ergaben sich ebenfalls für die zukünftige Entwicklung in den einzelnen Teilen der Erde.</p><p>In den Vereinigten Staaten von Amerika ist zu erwarten, dass der Schutz von Umwelt und vor allem des Trinkwassers ein großes Thema in den nächsten Jahren darstellen wird. Innovative Technologien wie Blockchain, Präzisionsdrohnen und maschinelles Lernen könnten hier zum Einsatz kommen.</p><p>Wie die United Nations Foundations (2022) berichtet, wird durch große Initiativen von Seiten der Universitäten in den USA kollektiv an der Umsetzung der SDGs gearbeitet. Hierzu wurden sieben innovative Lösungsansätze entwickelt. Innovations- und Implementierungszentren, globale Netzwerke, starke Interaktion und Dashboards sollen den Prozess der Zielerreichung unterstützen. Laut Joe Biden (2021) soll die Einhaltung der SDGs zu einem besseren Amerika verhelfen. Hierbei steht vor allem Folgendes im Vordergrund: die öffentliche Gesundheit zu verbessern und zu schützen, das Erbe des systemischen Rassismus anzugehen, energische Maßnahmen gegen den Klimawandel zu ergreifen und eine arbeitsplatzreiche und integrative Wirtschaft aufzubauen.</p><p>In Lateinamerika wird schätzungsweise die Transformation der Landwirtschaft zum Schutz des Ökosystems und die Verbesserung der Arbeitsbedingungen im Vordergrund stehen. Denkbar wären kontrollierte Wasserdosierungen, Verzicht von Pestiziden und Schadstoffen sowie die Begrenzung der Abholzung von Waldgebieten.</p><p>Laut Expertenmeinungen ist davon auszugehen, dass in Afrika und dem Mittleren Osten vor allem die Verbesserung von Wertschöpfungsketten zu den aktuellen Themen zählen wird. Im asiatischen Raum vermuten Expert:innen viele Veränderungen, die zum Klimaschutz beitragen. Hierzu zählt unter anderem die Energiewirtschaft.</p><p></p>
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Internationales Plastikabkommen

Um SDG 12 nach nachhaltigem Konsum und nachhaltiger Produktion Schritt für Schritt näherzukommen soll „ein ganz starker Auftrag an die Vereinten Nationen“ gestellt werden. Hintergrund: die weltweit zunehmende Kunststoffproduktion zu Lasten maritimer und terrestrischer Ökosysteme, durch die massive Umwelt- und Gesundheitsprobleme hervorgerufen werden. (Besonders betroffen: der asiatische Raum. Mehr als ein Drittel der weltweiten Herstellung entfällt allein auf China.)

Laut eines OECD-Reports lag die Produktion von Plastik im Jahr 2020 weltweit bei rund 234 Mio. Tonnen. (Im Vergleich zum Jahr 2000 nahezu verdoppelt)

Coca-Cola produziert jährlich rund 88 Milliarden Einwegflaschen, die laut Zukunftsinstitut 31-mal zum Mond und wieder zurück reichen würden.

Im Jahr 2019 wurden nur rund 9 % recycelt, während 19 % der Abfälle verbrannt und fast 50 % auf Mülldeponien entsorgt wurden. Die übrigen 22 % landeten hingegen auf unkontrollierten Mülldeponien, wurden in offenen Gruben verbrannt oder gelangten in die Umwelt.

Die Anfang des Jahres 2022 beschlossene Resolution von rund 180 Ländern, die im Jahr 2024 in Kraft treten soll, benötigt ein holistisches und ganzheitliches Vorgehen aller Akteure. Gleichzeitig erlaubt sie einen Blick in die Zukunft, da aktuelle Handlungsweisen an diese Zielorientierung angepasst, umstrukturiert und teilweise sogar ersetzt werden müssen. Es erwächst die Frage, wie Unternehmen, vor allem die großen Global Player, aber auch KMUs einen Beitrag leisten können, an der Erreichung der gesetzten Ziele zu arbeiten.

Die Ablösung altbewährter Verfahren und Produkte erfordert natürlich innovative Lösungsansätze, diese bestmöglich zu substituieren.

<p><strong>Um SDG 12 nach nachhaltigem Konsum und nachhaltiger Produktion Schritt für Schritt näherzukommen soll „ein ganz starker Auftrag an die Vereinten Nationen“ gestellt werden. Hintergrund</strong>: die weltweit zunehmende Kunststoffproduktion zu Lasten maritimer und terrestrischer Ökosysteme, durch die massive Umwelt- und Gesundheitsprobleme hervorgerufen werden. (<strong>Besonders betroffen: der asiatische Raum. Mehr als ein Drittel der weltweiten Herstellung entfällt allein auf China.</strong>)</p><p><strong>Laut eines OECD-Reports lag die Produktion von Plastik im Jahr 2020 weltweit bei rund 234 Mio. Tonnen. </strong>(Im Vergleich zum Jahr 2000 nahezu verdoppelt)</p><p><strong>Coca-Cola</strong> produziert jährlich rund <strong>88 Milliarden Einwegflaschen</strong>, die laut Zukunftsinstitut 31-mal zum Mond und wieder zurück reichen würden.</p><p>Im Jahr 2019 wurden nur rund 9 % recycelt, während 19 % der Abfälle verbrannt und fast 50 % auf Mülldeponien entsorgt wurden. Die übrigen 22 % landeten hingegen auf unkontrollierten Mülldeponien, wurden in offenen Gruben verbrannt oder gelangten in die Umwelt.</p><p>Die Anfang des Jahres 2022 beschlossene Resolution von rund 180 Ländern, die im Jahr 2024 in Kraft treten soll, benötigt ein holistisches und ganzheitliches Vorgehen aller Akteure. Gleichzeitig erlaubt sie einen Blick in die Zukunft, da aktuelle Handlungsweisen an diese Zielorientierung angepasst, umstrukturiert und teilweise sogar ersetzt werden müssen. Es erwächst die Frage, wie Unternehmen, vor allem die großen Global Player, aber auch KMUs einen Beitrag leisten können, an der Erreichung der gesetzten Ziele zu arbeiten.</p><p>Die Ablösung altbewährter Verfahren und Produkte erfordert natürlich innovative Lösungsansätze, diese bestmöglich zu substituieren.</p>
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Möglichkeiten altbekannte Produktionsprozesse zu erneuern, Materialkreisläufe zu schließen und Hinweise auf technische Ansätze für weitere Recyclingoptionen.

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Ausblick auf zukünftige Unternehmenspraktiken

Die bereits vorgestellten SDGs bieten die Grundlage für zukünftige Entwicklungen auf nationaler und in ganzheitlicher Betrachtung auch internationaler Ebene.

Noch einmal mehr verdeutlichen sie die Relevanz einer holistischen Herangehensweise: Nicht nur die einzelnen Ziele stehen in einem engen Zusammenhang miteinander, auch die einzelnen Nationen sind so stark miteinander verknüpft, dass alle einzelnen Partner:innen und Stakeholder dazu angehalten sind, ihre täglichen Handlungen auf die einzelnen Elemente der Nachhaltigkeit auszurichten und kontinuierlich zu hinterfragen.

Die starke Interkorrelation von Ökologie, Sozialem und Wirtschaft erfordert demnach eine Umsetzung auf allen Ebenen, zu der alle einen Beitrag leisten können. Infolgedessen sind vor allem Unternehmen dazu aufgerufen, ihre Geschäftspraktiken mit den für sie relevanten SDGs abzugleichen, Defizite in Sachen Nachhaltigkeit im Unternehmenskontext aufzudecken und kontinuierlich daran zu arbeiten, diese auszugleichen. Das Unternehmen Covestro, Anbieter von Polymerwerkstoffen, hat sich beispielsweise jedem der 17 Ziele angenommen und transparent auf der Website dargestellt, wie es selbst einen Beitrag zur Erreichung leisten kann.