VL: 7 Onkologische Therapie

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Wie hoch ist die Sterblichkeit durch Krebserkrankungen?

  • 22% Gesamtsterblichkeit in den USA

  • 24,5% Gesamtsterblichkeit in DE

→ Höchster Anteil Lungen & Bronchien

→ Zweiter Platz m Prostata 10% & w Brust 15%

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5 Jahres Krebs Überlebensrate in den USA

Allgemein Krebs 67%

Pancreas w 2,5% m 8,2%

Leber w 3,4% m 17,6%

Lunge w 12,2% m 18,1%

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Therapieformen für Krebs

  • Chemotherapie

  • Zielgerichtete Therapie

  • Immuntherapie

→ Einsatz von Arzneimitteln: Niedermolekulare Substazen, Antikörper, Zelltherapie

  • Radio Therapie

  • Operative Therapie

  • Knochenmark-, Blutstammzeltransplantation

  • Hyperthermie

  • Supportive Therapie → Einsatz von Arzneimittel: Niedermolekulare Substanzen

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Arzneimittel für die Chemotherapie

Zellgifte (unspezifisch)

  • falscher Baustein der DNA (ANtimetaboliten)

  • Zerstörung der DNA (Alkylantien)

  • Hemmung der Zellteilung (Topoisomerasehemmstoffe)

  • Hemmung der Zellteilung (Mitosehemmstoffe)

  • Anhalten des Zellteilungszyklus (Zytostatisch wirksame Antibiotika)

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Prinzipien der Chemotherapie

Fractional cell kill Hypothese

Fractional cell kill Hypothese

→ Pro gegebener Dosis wird immer ein konstanter Anteil an Tumorzellen abgetötet, unabhängig von der Tumor-Gesamtzellen

  • Wiederholungszyklen für die vollständige Exstirpation des Tumors

  • Inadäquate Dosierung von Chemotherapie fördert die Resistenzentwicklung

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Vergleich der hohen und niedriger Zyklen Anzahl

Was passiert bei der Halbierung der Zyklen

Zyklen Anzahl hoch

  • Tumorzellen, die sich zunächst nicht geteilt haben, werden in einem späteren Zyklus erwischt

  • Aktivierung körpereigener Immunantwort

(Durch Tumorzelltod → Freisetzung von Signalen)

Zyklen Anzahl niedrig

  • Weniger Nebenwirkungen aber höheres Risiko unvollständiger Eliminierung

Bei der Halbierung der Zyklen → Überlebensraten ähnlich aber Fertigung weniger Nervenschäden (Neuropathie)

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Was sind die häufigsten Nebenwirkungen der Chemotherapie?

Gesundes Gewebe mit hoher Zellproliferation - schnelles Wachstum

  • Haarfolikel → Haarausfall

  • Magen-Darmepithelien → Übelkeit und Erbrechen

  • Keimzellen → Unfruchtbarkeit

  • Knochenmark → Unterdrückung der Blutbildung und Bildung von Immunzellen

Weitere unerwünschte Wirkungen

  • Mutagenität/Karzinogenität

    • Sekundäre Neoplasien zb. Leukämie, solide Tumore

  • Infertilität

    • Hemmung der Spermatogenese, Oligospermie, Azoospermie → Kryoconservierung (einfrieren) von Spermien vor Therapie

  • Organtoxizität

    • Kardiotoxizität

    • Neurotoxizität

    • Nephrotoxizität

    • Autoimmunreaktionen, Inflammation

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Was sind Ziele der Onkologischen Therapie

  • Kurativ: Heilung

  • Neoadjuvant: vorbereitend

  • Adjuvant: Nachbereitend

  • (Pärventiv: Vorbeugung)

  • Palliativ: Lindern

9
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Bei welchen Tumorarten ist die Heilung durch Chemo wahrscheinlich?

Chemotherapie vorwiegend gerichtet auf schnell proliferierende (wuchernde) Tumorzellen

Zb. Leukemie, Testicular carcinoma

10
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Was ist die Kombinationstherapie?

  • Elimination asynchron wachsender Tumorzellen

  • Synergistische Wirkung über unterschiedliche Angriffspunkte

  • Vermeidung von resistenten Klonen

→ Kombination von mehreren Arzneimittel und/oder Arzneimitteln und anderen Therapien möglich

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Was versteht man unter dem onkologisches Gesamttherapiekonzept?

Beschreibt anhand des Cancer-Immunity Cycle, wie Chemo-, Radio-, zielgerichtete und Immuntherapie an verschiedenen Stellen eines 7-stufigen Immunzyklus ineinandergreifen – von der Freisetzung von Tumorantigenen bis zur finalen Abtötung der Krebszellen durch T-Zellen.

Die Therapieformen wirken damit komplementär an unterschiedlichen Zykluspunkten statt isoliert.

Basis: Cancer-Immunity Cycle (Immunity, 2013), 7 Schritte

1. Freisetzung Tumorantigene ← Chemo/Radio/zielgerichtete Therapie

2. Antigenpräsentation ← Vaccines, IFN-α, GM-CSF

3. T-Zell-Priming/Aktivierung ← Anti-CTLA4, IL-2, IL-12

4. Trafficking der T-Zellen zum Tumor

5. Infiltration ins Tumorgewebe ← Anti-VEGF

6. Erkennung der Tumorzellen ← CAR-T-Zellen

7. Abtötung der Tumorzellen ← Checkpoint-Inhibitoren (Anti-PD-1/PD-L1)

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Was sind die 4 P´s der personalisierten Therapie

  • Precise → Tumorspezifisch: zielgerichtete Therapie

  • Personalized → Patientengeschichte

    • Krankheitsstadium

    • Nebenwirkungen

    • Alter, Morbidität, Gebrechlichkeit

    • Wechselwirkung, Arzneimitteleinahme

    • Genetisches Profil

  • Participative → Patienten-teiilhabend

  • Preventive → am Krankheitsverlauf orientiert

    • präventive Therapie des Rückfalls

    • Prävention von Metastasen

    • Prävention von Nebenwirkungen

    • Immuntherapie

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Precise

Zielgerichtete Therapie auf Schlüsselproteine bzw. spezifische Mutationen im Tumorgewebe

  • Proteinkinasen

  • Membranrezeptoren

  • zytokine

→ Small Molecules (z.B. Tyrosinkinaseinhibitoren (Bestandteil der Zellsteuerung für die Zellteilung))

→ Monoklonale Antikörper

→ Zellbasierte Therapieformen

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Was ist die Antikörpertherapie?

Immuntherapie, von Zelllinien gebildete Proteine

  • Direkte Tumorzerstörung mit Bindung an den Tumor

  • Aktivierung des körpereigene Immunsystems

  • Blockade von Wachstumssignale

ABER nicht nur spezifisch, Resistenzentwicklung, individuell variierende Wirksamkeit

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Was ist die Zell-Therapie? Und welche Nebenwirkungen hat sie??

  • Autologe7alloene Stammzellentransplantation: bei Leukämie

  • CAR-T-Zelltherapie:

    • Blut sammeln

    • T-cell isolation und Aktivierung

    • T-cell Modifikation

    • Precondition und t-cell infusion

  • Anwendung bei Blutkrebsformen

  • In Erprobung:

    • Solide Tumore

    • Rheumatische Erkrankungen

    • Multiple Sklerose

Nebenwirkungen

  • Cytokine-Release-Syndrom

    • Grippe-ähnliche Symptome, Fieber

    • Hypotonie, Darias resultierende Organtoxizitäten

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Allgemeine Daten der Suizidraten

Die Suizidrate in Deutschland ist seit 1980 deutlich gesunken, stagniert aber seit ca. 2010.

betroffen sind am häufigsten 55–64-Jährige, Männer deutlich häufiger als Frauen.

Relativ zur Gesamtmortalität ist Suizid jedoch bei jungen Menschen (10–25 Jahre) mit Abstand die bedeutendste Todesursache (ca. 18% aller Todesfälle), während er bei alten Menschen kaum noch ins Gewicht fällt.

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Arzneimittel vermeiden Suizidalität

Therapie der Suizidalität

  • Grunderkrankung therapieren

    • Antidepressiva bei Deppressionen

    • Lithium bei bipolarer Störung

    • Antipsychotika bei Psychosen

  • Bei akuten Impulsen:

    • Benzodiazepine (Sedierung, anxiolytisch(angstlösend))

    • Gehörende Arzneimittel (z.B. Mirtazapin)

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Arzneimittel verstärkt Suizidalität

Antidepressiva zeigen eine zeitlich versetzte Wirkung: Die Antriebssteigerung tritt früh ein, die eigentliche Stimmungsaufhellung erst nach 2–4 Wochen Wirklatenz. In dieser Übergangsphase (mehr Antrieb, aber noch gedrückte Stimmung) steigt das Risiko, dass suizidale Gedanken erstmals in die Tat umgesetzt werden können – ein zentraler Grund für engmaschige Überwachung zu Therapiebeginn.

Suizid als Nebenwirkung

Bei ANtidepressiva, Antipsychotika, Antiepileptika, Anti-Malaria Arzneimittel, Interferone

<p>Antidepressiva zeigen eine zeitlich versetzte Wirkung: Die Antriebssteigerung tritt früh ein, die eigentliche Stimmungsaufhellung erst nach 2–4 Wochen Wirklatenz. In dieser Übergangsphase (mehr Antrieb, aber noch gedrückte Stimmung) steigt das Risiko, dass suizidale Gedanken erstmals in die Tat umgesetzt werden können – ein zentraler Grund für engmaschige Überwachung zu Therapiebeginn.</p><p></p><p>Suizid als Nebenwirkung </p><p>Bei ANtidepressiva, Antipsychotika, Antiepileptika, Anti-Malaria Arzneimittel, Interferone</p>
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Wie ist dann der Psychotherapeutische Umgang damit?

  • Krisenintervention bei akuter Suizidalität

  • Umstrukturierung dysfunktionaler Kognition

  • Förderung der Selbstkontrolle

  • Zugang zu letalen Mitteln begrenzen

  • Notfallplan

  • Non-Suizidvertrag

  • Soziale Unterstützung fördern

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Arzneimittel werden zum Suizid eingesetzt

Eine zu hohe Dosis kann zu … führen

Atemdepression

Leberversagen

Herzversagen

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Wann afallen Medikamente unter das Betäubungsmittelgesetz? BtMG

§ 1 Begriffsbestimmung wenn

  1. Wirkweise des Stoffes, vor allem Hervorrufen einer Abhängigkeit

  2. Mögliche ihrer aus dem Stoff ein Betäubungsmittel herstellen zu können

  3. Ausmaß der missbräuchlichen Verwendung und unmittelbaren Gefährdung der Gesundheit

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Welche Arten der Sterbehilfe gibt es?

  • Aktive Sterbehilfe - in De verboten

  • Indirekte Sterbehilfe → z.B. palliative Sedierung (Auslassen kann ggf. Als unterlassene Hilfeleistung eingestuft werden)

  • Passive Sterbehilfe → Zulassen des Sterbeprozesses (z.B. Auslassen von Antibiotikagabe, Flüssigkeitsgabe, Reanimationsversuchen)

  • Assistierter Suizid → Hilfestellung beim Vollzug des Suizids

    • Urteil des Bundesverfassungsgerichts 2020 das bisherige verbot der geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung verletzt den Einzelnem im Rugby auf selbstbestimmtes Sterben