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Vokabel-Flashcards zu den Grundlagen des Facility Managements, dem Immobilienlebenszyklus, Nachhaltigkeitsaspekten sowie der Berechnung von Lebenszykluskosten basierend auf den Vorlesungsunterlagen.
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Facility Management (Definition nach gefma RL 100-1)
Eine Managementdisziplin, die durch ergebnisorientierte Handhabung von Facilities & Services im Rahmen geplanter, gesteuerter & beherrschter Facility Prozesse eine Befriedigung der Grundbedürfnisse von Menschen am Arbeitsplatz, Unterstützung der Unternehmens-Kernprozesse & Erhöhung der Kapitalrentabilität bewirkt.
Asset-Eigenschaften: Immobilität
Die Standortgebundenheit von Immobilien, die eine der zentralen Besonderheiten gegenüber anderen Wirtschaftsgütern darstellt.
C2C (Cradle-to-Cradle)
Das Konzept der Immobilie als Rohstofflager, bei dem Materialien in geschlossenen Kreisläufen geführt werden.
Strategische Ebene im FM
Die Ebene, die Organisationsziele in langfristige FM-Planung übersetzt (ca. 5-10% der Leistungen), mit Fokus auf Führung, Entscheidung und WAS das langfristige Ziel ist.
Taktische Ebene im FM
Ebene zur Übersetzung strategischer Ziele in operative Aufgaben (ca. 10-25% der Leistungen), mit Schwerpunkt auf Organisation, Planung und WIE das Ziel erreicht wird.
Operative Ebene im FM
Die Ebene der eigentlichen Leistungserbringung (Doing) in Abstimmung mit SLAs (ca. 65-85% der Leistungen), wie Instandhaltung, Reinigung oder Catering.
Service Level Agreement (SLA)
Eine Vereinbarung zwischen Auftraggeber und Leistungserbringer über Art, Umfang, Qualität, Intervalle und Reaktionszeiten der zu erbringenden Leistungen.
Key Performance Indicators (KPIs)
Messwerte bzw. Erfolgsmaßstäbe, die entscheidende Informationen zur Leistung der erbrachten Facility Services angeben und deren Qualität bestimmen.
Technisches Gebäudemanagement (TGM)
Umfasst alle Leistungen, die zum Betreiben und Bewirtschaften der baulichen und technischen Anlagen eines Gebäudes erforderlich sind, mit dem Hauptziel, den Gebäudebetrieb sicherzustellen.
Infrastrukturelles Gebäudemanagement (IGM)
Umfasst geschäftsunterstützende Dienstleistungen, die die Nutzung von Gebäuden verbessern und den Bereich nicht gebäudespezifischer Dienstleistungen abdecken.
Kaufmännisches Gebäudemanagement (KGM)
Beinhaltet alle kaufmännischen Leistungen (z. B. Controlling, Buchhaltung, Mieterservice) unter Beachtung der Immobilienökonomie.
Corporate Real Estate Management (CREM)
Das Immobilienmanagement für Unternehmen, deren Kerngeschäft nicht in der Immobilienwirtschaft liegt.
Ergebnisorientierte Leistungsvergabe
Die Festlegung eines zu erreichenden Ergebnisses (Funktion und Qualität), wobei der Dienstleister die Verantwortung für die Wahl der Mittel und Häufigkeiten trägt.
20/80-Regel der Lebenszykluskosten
Besagt, dass ca. 20% der Kosten in der Planung und Erstellung anfallen, während ca. 80% während der (langjährigen) Nutzungsphase entstehen.
DGNB (Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen)
Ein deutsches Gütesiegel und Zertifizierungssystem für nachhaltiges Bauen, das auf einem ganzheitlichen Ansatz basiert.
Die drei Säulen der Nachhaltigkeit
Ökologie (Minimierung Ressourcenverbrauch), Ökonomie (Optimierung Lebenszykluskosten) und Soziokulturelles (Gesundheit, Behaglichkeit & Ästhetik).
ESG
Abkürzung für Environmental (Umwelt), Social (Soziales) und Governance (Unternehmensführung) zur Verankerung von Verantwortung gegenüber Mensch und Umwelt.
EU-Taxonomie
Ein einheitliches EU-Klassifikationssystem zur Bewertung, ob eine wirtschaftliche Tätigkeit ökologisch nachhaltig ist.
Fit for 55
Ein EU-Zielpfad, der eine Reduzierung der Treibhausgasemissionen um 55% bis zum Jahr 2030 gegenüber 1990 vorsieht.
Lebenszykluskosten (LCC nach ISO 15686-1)
Gesamtkosten eines Gebäudes oder seiner Teile über die Lebensdauer, inklusive Planung, Design, Anschaffung, Betrieb, Instandhaltung und Entsorgung abzüglich Restwert.
Kapitalwertmethode
Ein dynamisches Rechenverfahren der Investitionsrechnung, bei dem alle Ein- und Auszahlungen auf einen Basiszeitpunkt diskontiert werden.
Kalkulationszinssatz
Ein Parameter zur Diskontierung künftiger Zahlungen, der das Verhältnis zwischen Erst- und Folgekosten massiv beeinflusst.