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Umfassende Vokabel-Flashcards zur Zellbiologie, basierend auf den Vorlesungsunterlagen von Lena Beranek für das BMS Biologie 2026.
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Zelle
Die kleinste Einheit des Lebens und der Grundbaustein aller Organismen.
Eukaryoten
Zelltypen mit einem Zellkern, in dem sich die DNA befindet, und einem komplexen Aufbau, wie sie bei Tier-, Pflanzen- und Pilzzellen vorkommen.
Prokaryoten
Zellen ohne Zellkern, bei denen die DNA frei im Zellinneren vorliegt, wie zum Beispiel bei Bakterien.
Phospholipid
Ein amphiphiler Baustein der Zellmembran mit einem hydrophilen Kopf (Phosphat + Glycerol) und einem hydrophoben Schwanz aus 2 Fettsäuren.
Amphiphil
Die Eigenschaft eines Moleküls, sowohl einen hydrophilen (wasserliebenden) als auch einen lipophilen (fettliebenden) Teil zu besitzen.
Transmembranproteine
Integrale Membranproteine, die die gesamte Zellmembran durchziehen und auf beiden Seiten herusschauen.
Glykokalix
Die Gesamtheit aller extrazellulären Zuckerreste (Glykoproteine und Glykolipide), die als zellspezifische Erkennungsschicht (\text{"Visitenkarte"}) dient.
Flüssig-Mosaik-Modell
Ein Modell der Zellmembran, bei dem alle Membranbestandteile frei beweglich sind (Membranfluidität).
Diffusion
Ein passiver Transportvorgang, bei dem sich Moleküle aufgrund von Konzentrationsunterschieden vom Ort höherer zum Ort niedrigerer Konzentration bewegen.
Osmose
Die Diffusion von H2O durch eine semipermeable Membran.
Na+-K+-ATPase
Eine primär aktive Ionenpumpe, die unter direktem Verbrauch von ATP 3 Na+ aus der Zelle hinaus und 2 K+ in die Zelle hinein transportiert.
Exozytose
Ein aktiver vesikulärer Transportprozess, bei dem Stoffe aus der Zelle heraustransportiert werden, indem Vesikel mit der Zellmembran verschmelzen.
Endozytose
Die Aufnahme von Stoffen in die Zelle durch bläschenartige Einschnürung der Zellmembran, unterteilt in Pinozytose (flüssig) und Phagozytose (fest).
Zytosol
Die gallertartige Zellflüssigkeit, die zu 80-85% aus Wasser und zu 10-15% aus Proteinen besteht.
Karyoplasma
Die Flüssigkeit im Inneren des Zellkerns, die als Ort für Reaktionen dient und das Chromatin beinhaltet.
Nucleolus
Das Kernkörperchen im Zellkern, welches die rRNA für die Ribosomen herstellt.
Euchromatin
Die entwirrte Form des Chromatins im Zellkern, die zum Ablesen genetischer Informationen bereitsteht.
Mitochondrien
Die Kraftwerke der Zelle und Speicher für Calcium, in denen durch Zellatmung ATP produziert wird.
Endosymbiontentheorie
Die Theorie, dass Mitochondrien ursprünglich eigenständige Prokaryonten waren, die durch Phagozytose von einer anderen Zelle aufgenommen wurden.
Zellatmung (Dissimilation)
Der aerobe Prozess, bestehend aus Glykolyse, Citratzyklus und oxidativer Phosphorylierung, bei dem ATP durch Oxidation von Glukose gewonnen wird.
Raues ER (rER)
Ein mit Ribosomen besetztes Membransystem, das für die Proteinsynthese und posttranslationale Proteinmodifikationen zuständig ist.
Glattes ER (sER)
Ein ribosomenfreies Membransystem zur Synthese von Phospholipiden und Steroidhormonen sowie zur Entgiftung und Ca2+-Speicherung.
Golgi-Apparat
Die Poststation der Zelle, die aus Stapeln von Membranräumen (Diktyosomen) besteht und Proteine modifiziert sowie Vesikel bildet.
Lysosomen
Der \text{"Abfalleimer"} der Zelle, der mit sauren Hydrolasen bei einem pH-Wert von ca. 4,5 zelleigenes und fremdes Material verdaut.
Peroxisomen
Membranvesikel mit Enzymen wie Katalase, die langkettige Fettsäuren abbauen und H2O2 in H2O und O2 umwandeln.
Ribosomen
Membranlose Partikel aus rRNA und Proteinen, die am ER oder im Zytoplasma die Translation (Translation von mRNA in Protein) durchführen.
Proteasomen
Große Proteinkomplexe ohne Membran, die mit Ubiquitin markierte Proteine abbauen.
Mikrotubuli (Makrofilamente)
Zylinder aus Tubulin-Dimeren mit einem Durchmesser von 25nm, die für Stabilität, den Spindelapparat und Transportvorgänge wichtig sind.
Mikrofilamente (Aktinfilamente)
Helikal verwundene Proteinfäden aus G-Aktin mit einem Durchmesser von 5nm, die unter der Plasmamembran liegen.
Intermediärfilamente
Seilartige Proteinfasern mit einem Durchmesser von 10nm, die für hohe Zugkraft und mechanische Stabilität sorgen.
Zentrosom
Bestehend aus zwei Zentriolen und perizentriolarer Matrix, fungiert es als Mikrotubuli-Organisationszentrum (MTOC).
Tight junctions
Verschlusskontakte (Zonula occludens), die Zellen so dicht verbinden, dass keine Stoffe seitlich zwischen ihnen hindurchfließen können.
Gap junctions
Kommunizierende Zellverbindungen (Nexus), bestehend aus Connexonen, die einen direkten Austausch von Ionen und Molekülen ermöglichen.
Desmosomen
Punktförmige Haftverbindungen, die intrazellulär mit Intermediärfilamenten verbunden sind und mechanische Stabilität verleihen.
Kinozilien (Zilien)
Bewegliche, härchenartige Ausstülpungen der Zellmembran (2−20μm lang) mit einer 9×2+2-Struktur aus Mikrotubuli.
Mikrovilli
Fingerförmige, nicht aktiv bewegliche Ausstülpungen zur Oberflächenvergrößerung, die im Zentrum Aktinfilamente enthalten.
Pseudopodien
Bewegliche Scheinfüßchen aus Aktin, Myosin und Zytoplasma, die eine wichtige Rolle bei der Phagozytose spielen.
Apoptose
Der programmierte, vom Organismus kontrollierte Zelltod zur Aufrechterhaltung des Gleichgewichts der Zellzahl.
Nekrose
Der unkontrollierte Zelltod durch Gewebeschädigung, bei dem die Zelle platzt und eine Entzündungsreaktion auslöst.