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Diese Flashcards decken die Grundlagen, Ätiologie, Pathogenese sowie die verschiedenen Arten von odontogenen und nicht odontogenen Zysten sowie Pseudozysten basierend auf Kapitel 12 ab.
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Zyste
Ein pathologischer Hohlraum, der mit Epithel ausgekleidet ist.
Pseudozyste
Ein Hohlraum ohne Epithelauskleidung.
Zystenbalg
Die Zystenwand, bestehend aus Bindegewebe, die innen von Epithel ausgekleidet ist.
Zystische Entartungsrate
Die Häufigkeit einer malignen Entartung oder Ameloblastom-Entstehung bei Zysten, die bei ca. 0,2\text{--}0,5\text{ %} liegt.
Odontogene Zysten
Zysten, die aus Epithelanteilen des Zahnsystems entstehen.
Nicht odontogene Zysten
Zysten, die aus Epithelresten entlang der Fusionslinien embryonaler Fortsätze entstehen (auch fissurale oder dysgenetische Zysten genannt).
Expansives Zystenwachstum
Wachstumsmechanismus durch Epithelproliferation, Sekretion und einen osmotischen Druckgradienten, bei dem der Zystenbalg als semipermeable Membran wirkt.
Radikuläre Zyste
Die mit 90\text{ %} häufigste odontogene Zyste, die meist durch eine nekrotisierende Pulpaentzündung verursacht wird.
Malassez-Epithelreste
Reste der Hertwig-Epithelscheide, aus deren Proliferation apikale radikuläre Zysten entstehen können.
Cholesterin-Kristalle
Histologisches Merkmal im Hohlraum radikulärer Zysten, die oft mit Fremdkörperriesenzellen assoziiert sind.
Pergamentknistern
Ein klinisches Zeichen bei ausgedehnten Zysten mit stark verdünnter Knochenschale.
Zystostomie (Partsch I)
Operationstechnik zur großflächigen Eröffnung und Drainage einer Zyste mit Umbau in eine Nebenbucht.
Zystektomie (Partsch II)
Operationstechnik zur vollständigen Entfernung des Zystenbalgs und dessen Inhalts.
Obturator
Ein Hilfsmittel, um bei einer Zystostomie das Lumen über mehrere Wochen offenzuhalten.
Inflammatorische Kollateralzyste
Auch Craig-Zyste genannt; eine entzündliche Zyste, die vorwiegend bei rezidivierenden Perikoronitiden an unteren Weisheitszähnen auftritt.
Radikuläre Residualzyste
Eine Zyste, die nach einer unvollständigen Zahnentfernung oder Zystenbehandlung im Knochen zurückbleibt.
Follikuläre Zyste
Zyste, die durch eine Entwicklungsstörung bei retinierten Zähnen zwischen innerem und äußerem Schmelzepithel entsteht; die Zahnkrone ragt dabei ins Lumen.
Eruptionszyste
Sonderform der follikulären Zyste, die als perikoronare Zyste über der Krone eines im Durchbruch befindlichen Zahnes in den Weichteilen liegt.
Lateral parodontale Zyste
Zyste, die meist bei sensiblen unteren Prämolaren oder Eckzähnen vorkommt; die polyzystische Variante wird als botryoid bezeichnet.
Odontogene Keratozyste (OKZ)
Eine benigne, uni- oder multilokuläre Zyste mit keratinisierter Epithelauskleidung, die durch eine hohe Rezidivneigung und eine Mutation im Patched-Gen gekennzeichnet ist.
Gorlin-Goltz-Syndrom
Autosomal-dominant vererbtes nävoides Basalzellkarzinom-Syndrom mit multiplen OKZ, Skelettanomalien und Basalzellkarzinomen.
Satellitenzysten
Schmale, proliferierende Zellstränge in der Umgebung einer OKZ, die für die hohe Rezidivfreudigkeit verantwortlich sind.
Kalzifizierende odontogene Zyste (Pinborg)
Eine sehr seltene benigne intraossäre odontogene Zyste mit kalzifizierten Konkrementen.
Nasolabiale Zyste
Eine Weichteilzyste, die aus Resten der Hochstetter-Epithelmauer zwischen Alveolarfortsatz und Naseneingang entsteht.
Globulomaxilläre Zyste
Eine im Knochen liegende Zyste zwischen dem seitlichen Schneidezahn und dem Eckzahn im Oberkiefer.
Nasopalatinale Zyste
Zyste in der Mittellinie dorsal der mittleren oberen Schneidezähne, deren Epithel aus dem Ductus nasopalatinus stammt.
Solitäre Knochenzyste
Eine Pseudozyste mit leerem Hohlraum ohne Epithelauskleidung, auch als traumatische oder hämorrhagische Knochenzyste bezeichnet.
Aneurysmatische Knochenzyste
Schnell wachsende Pseudozyste aus kavernösen Hohlräumen, oft im Unterkiefer des zweiten Lebensjahrzehnts.
Stafne-Zyste
Eine latente Knochenhöhle am Kieferwinkel unterhalb des Mandibularkanals, verursacht durch eine Einziehung der lingualen Kompakta durch die Glandula submandibularis.