Biopsychologie: Biopsychologische Informationsverarbeitung Flashcards

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Diese Flashcards decken die wichtigsten Fachbegriffe und Konzepte der biopsychologischen Informationsverarbeitung ab, einschließlich Methoden, Rhythmen, Sprache, Emotionen, Lernen, Schmerz und Stress.

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30 Terms

1
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Magnetenzephalografie (MEG)

Eine Methode zur Messung magnetischer Felder, die durch die elektrische Hirnaktivität verursacht werden, unter Verwendung hoch empfindlicher Detektoren (SQUIDs).

2
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SQUIDs

Abkürzung für "Superconducting Quantum Interference Devices", hochempfindliche Detektoren für das MEG, die mit flüssigem Helium auf 269°C-269\,°C abgekühlt werden müssen.

3
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fMRT (funktionelle Magnetresonanztomografie)

Ein bildgebendes Verfahren zur Messung neuronaler Aktivitätsveränderungen, das auf dem BOLD-Effekt basiert.

4
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BOLD-Effekt

"Blood Oxygen Level Dependent"-Effekt; ein indirektes Maß für neuronale Aktivität, das auf unterschiedlichen magnetischen Eigenschaften von sauerstoffreichem und sauerstoffarmem Blut basiert.

5
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Diffusionstensorbildgebung (DTI)

Eine MRT-Technik zur Messung der Diffusionsbewegungen von Wassermolekülen, die die Darstellung von Axonbündeln in der weißen Substanz ermöglicht.

6
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Zirkadianer Rhythmus

Ein biologischer Rhythmus mit einer Periodenlänge von ungefähr 24 Stunden, der physiologische und psychologische Funktionen beeinflusst.

7
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Nucleus suprachiasmaticus (SCN)

Zentraler Schrittmacher ("Master Clock") der zirkadianen Periodik im Hypothalamus, der Informationen über Lichtverhältnisse von der Retina erhält.

8
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Zeitgeber

Externe Faktoren aus der Umwelt (z. B. helles Licht, soziale Interaktion), die die inneren Uhren des Organismus synchronisieren.

9
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REM-Schlaf

"Rapid Eye Movement"-Schlaf, auch paradoxer Schlaf genannt, gekennzeichnet durch wachähnliche Hirnaktivität, Augenbewegungen und Muskelparalyse.

10
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Arousal

Eine Bewusstseinskomponente, die den Erregungszustand oder den Grad der Wachheit beschreibt.

11
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Awareness

Bezieht sich auf die Bewusstseinsinhalte wie Sinneswahrnehmungen, Gedanken, Gefühle oder Erinnerungen.

12
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Aufsteigendes retikuläres Aktivierungssystem (ARAS)

Ein Kerngebiet in der Formatio reticularis im Hirnstamm, das für die allgemeine Aktivierung und Kontrolle des Wachheitszustandes zuständig ist.

13
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Neglekt

Eine neurologische Störung nach Hirnläsionen, bei der Patienten die der Läsion gegenüberliegende Seite der Umgebung oder des eigenen Körpers vernachlässigen.

14
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Phonem

Die kleinste bedeutungsunterscheidende Einheit der gesprochenen Sprache.

15
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Wernicke-Areal

Region im linken Temporallappen, die primär für das Sprachverstehen und die phonologische Identifikation zuständig ist.

16
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Broca-Areal

Region in der dritten Stirnhirnwindung (Gyrus frontalis inferior), die für die Sprachproduktion verantwortlich ist.

17
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Aphasie

Eine erworbene, multimodale Sprachstörung infolge einer Hirnschädigung, die Produktion, Verständnis, Lesen und Schreiben betreffen kann.

18
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James-Lange-Theorie

Besagt, dass physiologische Reaktionen die Ursache von Emotionen sind (z. B. wir sind traurig, weil wir weinen).

19
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Amygdala (Mandelkern)

Ein paariges Kerngebiet im limbischen System, das eine entscheidende Rolle bei der emotionalen Bewertung von Stimuli und Furchtkonditionierung spielt.

20
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Hebb'sche Regel

Grundsatz der synaptischen Plastizität: "What fires together, wires together" – die Verbindung zwischen zwei Neuronen wird gestärkt, wenn sie gleichzeitig aktiv sind.

21
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Langzeitpotenzierung (LTP)

Eine lang anhaltende Verstärkung der Effektivität der synaptischen Übertragung, ausgelöst durch hochfrequente Reizung oder gleichzeitige Depolarisation.

22
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Endocannabinoid-System (ECS)

Ein neuromodulatorisches System, bei dem Endocannabinoide (z. B. Anandamid) retrograd die Freisetzung von Neurotransmittern wie Glutamat oder GABA hemmen.

23
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Nozizeption

Die Aufnahme und Verarbeitung gewebeschädigender (noxischer) Reize durch das Nervensystem.

24
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Gate-Control-Theorie

Modell, nach dem inhibitorische Interneuronen im Rückenmark als "Schmerztor" fungieren und die Weiterleitung nozizeptiver Signale hemmen können.

25
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SAM-Achse

Sympatho-adrenal-medulläre Achse, die bei Stress zur schnellen Freisetzung von Adrenalin und Noradrenalin aus dem Nebennierenmark führt (Fight-Flight-Reaktion).

26
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HPA-Achse

Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrindenachse, die langfristig auf Stress reagiert und das Glucocorticoid Kortisol freisetzt.

27
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Psychoneuroimmunologie (PNI)

Forschungsdisziplin, die die Wechselwirkungen zwischen psychischen Prozessen, dem Nervensystem und dem Immunsystem untersucht.

28
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Agonist

Eine Substanz, die an einen Rezeptor bindet und die nachgeschaltete Signaltransduktion aktiviert.

29
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Antagonist

Eine Substanz, die einen Rezeptor besetzt, ihn aber nicht aktiviert und dadurch die Bindung des eigentlichen Transmitters blockiert.

30
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SSRI (Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer)

Eine Wirkstoffgruppe von Antidepressiva, die den Rücktransport von Serotonin in die Präsynapse blockiert und so dessen Konzentration im synaptischen Spalt erhöht.