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Diese Flashcards decken die Themen Wirtschaftssektoren, das Kondratieff-Modell, regionalen Strukturwandel (am Beispiel Ruhrgebiet), Clusterbildung, Globalisierung und das Push-Pull-Modell der Migration ab.
Name | Mastery | Learn | Test | Matching | Spaced | Call with Kai |
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Kondratieff-Wellen
Wirtschaftswachstum, das sich in langfristigen Zyklen von etwa 40 bis 60 Jahren vollzieht, beobachtet vom russischen Ökonomen Nikolai Kondratieff.
Basisinnovation
Eine Schlüsselinnovation, die einen Kondratieff-Zyklus auslöst und tiefgreifende wirtschaftliche sowie gesellschaftliche Veränderungen bewirkt.
Aufschwung (Expansion)
Die erste Phase eines Kondratieff-Zyklus, in der neue Technologien eingeführt werden und zu Investitionen, Wachstum und Beschäftigung führen.
Boom (Hochkonjunktur)
Die zweite Phase eines Zyklus, in der die Innovation weit verbreitet ist und die Wirtschaft stark wächst.
Abschwung (Rezession)
Die dritte Phase, in der die Innovation an Dynamik verliert, Märkte gesättigt sind und das Wachstum stagniert.
Depression (Krise)
Die vierte Phase, gekennzeichnet durch wirtschaftliche Krisen und hohe Arbeitslosigkeit, bis eine neue Innovation einen neuen Zyklus anstößt.
1. Kondratieff-Zyklus
Zeitraum von ca. 1780−1830 mit den Schlüsselinnovationen Dampfmaschine und Textilindustrie.
2. Kondratieff-Zyklus
Zeitraum von ca. 1830−1880 mit den Schlüsselinnovationen Eisenbahn und Stahl.
3. Kondratieff-Zyklus
Zeitraum von ca. 1880−1930 mit den Schlüsselinnovationen Elektrotechnik und Chemie.
4. Kondratieff-Zyklus
Zeitraum von ca. 1930−1970 mit den Schlüsselinnovationen Automobil und Fließbandproduktion.
5. Kondratieff-Zyklus
Zeitraum von ca. 1970−2010 mit den Schlüsselinnovationen Informationstechnik, Computer und Internet.
6. Kondratieff-Zyklus
Zeitraum ab ca. 2010, getrieben durch Nachhaltigkeit, Umwelttechnik, Biotechnologie und KI.
Monostruktur
Einseitige Ausrichtung einer Region auf bestimmte Industriezweige, wie zum Beispiel Kohle und Stahl im Ruhrgebiet.
Deindustrialisierung
Rückgang von Industriearbeitsplätzen und das Schließen von Fabriken in einer Region.
Tertiärisierung
Wandel einer Volkswirtschaft vom produzierenden Gewerbe hin zum Dienstleistungssektor (z. B. IT, Handel, Bildung).
Diversifizierung
Aufbau verschiedener Branchen in einer Region, um die Abhängigkeit von einer einzigen Industrie zu verringern.
Revitalisierung
Wiederbelebung alter Industrieflächen durch Sanierung, neue Ansiedlungen oder Umnutzung.
Substitution
Der Ersatz eines Gutes durch ein anderes, wie der Ersatz von Kohle durch Erdöl im Ruhrgebiet ab den 1950/60er Jahren.
Rationalisierung
Einsparung von Arbeitskräften aufgrund von technischem Fortschritt.
Primärer Sektor
Wirtschaftsbereich der Urproduktion, dazu gehören Land- und Forstwirtschaft, Fischerei und Bergbau.
Sekundärer Sektor
Umfasst die Verarbeitung von Rohstoffen zu Fertig- oder Halbfertigprodukten, also Industrie und verarbeitendes Gewerbe.
Tertiärer Sektor
Wirtschaftsbereiche, die Dienstleistungen anbieten, ohne Rohstoffe zu fördern oder Güter zu produzieren (z. B. Lehrer, Ärzte, Anwälte).
Quartärer Sektor
Hochwertige Dienstleistungsbranchen wie Forschung und Entwicklung.
Sektorenmodell nach Fourastié
Beschreibt die Verschiebung der Beschäftigtenanteile zwischen den Sektoren durch hohe Produktivitätszuwächse und steigende Mechanisierung.
Lean Production
Schlanke Produktion mit dem Ziel, Verschwendung zu vermeiden und Prozesse effizienter zu gestalten (Beispiel: Toyota).
Smart Factory
Intelligente, digital vernetzte Fabrik im Rahmen von Industrie 4.0, in der Maschinen und Systeme selbstständig zusammenarbeiten.
Cluster
Räumliche Konzentration von Unternehmen, Zulieferern, Forschungseinrichtungen und Universitäten einer bestimmten Branche in einer Region.
Spin-off-Betriebe
Neue Unternehmen, die aus bestehenden Firmen oder Forschungsinstituten hervorgehen, wobei Mitarbeitende eigene Firmen gründen.
Start-ups
Junge, neu gegründete Unternehmen mit innovativen Ideen und hohem Wachstumspotenzial.
Global Player
Unternehmen, das operativ und strategisch weltweit aktiv ist und in mehreren Märkten eine bedeutende Stellung einnimmt.
Harte Standortfaktoren
Gut messbare Faktoren wie Arbeitskosten, Infrastruktur, Steuern, Subventionen und Flächenverfügbarkeit.
Weiche Standortfaktoren
Schwer messbare Faktoren wie Wohnwert, Kulturangebot, Image eines Standorts oder das soziale Klima.
Liberalisierung
Der Abbau von Handelshemmnissen zwischen Staaten, wie Zöllen und Regeln, zur Förderung des freieren Handels.
Protektionismus
Schutz der eigenen Wirtschaft vor ausländischer Konkurrenz durch staatliche Eingriffe in den Handel.
Push-Faktoren
Ursachen in der Herkunftsregion, die Menschen zur Abwanderung bewegen, z. B. Hunger, Armut oder politische Konflikte.
Pull-Faktoren
Anreize in der Zielregion, die Menschen anziehen, z. B. Arbeitsplätze, Verdienstchancen oder bessere medizinische Versorgung.