Geographie: Wirtschaftlicher Strukturwandel und Kondratieff-Zyklen

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Diese Flashcards decken die Themen Wirtschaftssektoren, das Kondratieff-Modell, regionalen Strukturwandel (am Beispiel Ruhrgebiet), Clusterbildung, Globalisierung und das Push-Pull-Modell der Migration ab.

Last updated 1:33 PM on 6/14/26
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36 Terms

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Kondratieff-Wellen

Wirtschaftswachstum, das sich in langfristigen Zyklen von etwa 4040 bis 6060 Jahren vollzieht, beobachtet vom russischen Ökonomen Nikolai Kondratieff.

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Basisinnovation

Eine Schlüsselinnovation, die einen Kondratieff-Zyklus auslöst und tiefgreifende wirtschaftliche sowie gesellschaftliche Veränderungen bewirkt.

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Aufschwung (Expansion)

Die erste Phase eines Kondratieff-Zyklus, in der neue Technologien eingeführt werden und zu Investitionen, Wachstum und Beschäftigung führen.

4
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Boom (Hochkonjunktur)

Die zweite Phase eines Zyklus, in der die Innovation weit verbreitet ist und die Wirtschaft stark wächst.

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Abschwung (Rezession)

Die dritte Phase, in der die Innovation an Dynamik verliert, Märkte gesättigt sind und das Wachstum stagniert.

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Depression (Krise)

Die vierte Phase, gekennzeichnet durch wirtschaftliche Krisen und hohe Arbeitslosigkeit, bis eine neue Innovation einen neuen Zyklus anstößt.

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1.1. Kondratieff-Zyklus

Zeitraum von ca. 178018301780-1830 mit den Schlüsselinnovationen Dampfmaschine und Textilindustrie.

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2.2. Kondratieff-Zyklus

Zeitraum von ca. 183018801830-1880 mit den Schlüsselinnovationen Eisenbahn und Stahl.

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3.3. Kondratieff-Zyklus

Zeitraum von ca. 188019301880-1930 mit den Schlüsselinnovationen Elektrotechnik und Chemie.

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4.4. Kondratieff-Zyklus

Zeitraum von ca. 193019701930-1970 mit den Schlüsselinnovationen Automobil und Fließbandproduktion.

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5.5. Kondratieff-Zyklus

Zeitraum von ca. 197020101970-2010 mit den Schlüsselinnovationen Informationstechnik, Computer und Internet.

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6.6. Kondratieff-Zyklus

Zeitraum ab ca. 20102010, getrieben durch Nachhaltigkeit, Umwelttechnik, Biotechnologie und KI.

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Monostruktur

Einseitige Ausrichtung einer Region auf bestimmte Industriezweige, wie zum Beispiel Kohle und Stahl im Ruhrgebiet.

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Deindustrialisierung

Rückgang von Industriearbeitsplätzen und das Schließen von Fabriken in einer Region.

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Tertiärisierung

Wandel einer Volkswirtschaft vom produzierenden Gewerbe hin zum Dienstleistungssektor (z. B. IT, Handel, Bildung).

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Diversifizierung

Aufbau verschiedener Branchen in einer Region, um die Abhängigkeit von einer einzigen Industrie zu verringern.

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Revitalisierung

Wiederbelebung alter Industrieflächen durch Sanierung, neue Ansiedlungen oder Umnutzung.

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Substitution

Der Ersatz eines Gutes durch ein anderes, wie der Ersatz von Kohle durch Erdöl im Ruhrgebiet ab den 1950/60er1950/60er Jahren.

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Rationalisierung

Einsparung von Arbeitskräften aufgrund von technischem Fortschritt.

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Primärer Sektor

Wirtschaftsbereich der Urproduktion, dazu gehören Land- und Forstwirtschaft, Fischerei und Bergbau.

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Sekundärer Sektor

Umfasst die Verarbeitung von Rohstoffen zu Fertig- oder Halbfertigprodukten, also Industrie und verarbeitendes Gewerbe.

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Tertiärer Sektor

Wirtschaftsbereiche, die Dienstleistungen anbieten, ohne Rohstoffe zu fördern oder Güter zu produzieren (z. B. Lehrer, Ärzte, Anwälte).

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Quartärer Sektor

Hochwertige Dienstleistungsbranchen wie Forschung und Entwicklung.

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Sektorenmodell nach Fourastié

Beschreibt die Verschiebung der Beschäftigtenanteile zwischen den Sektoren durch hohe Produktivitätszuwächse und steigende Mechanisierung.

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Lean Production

Schlanke Produktion mit dem Ziel, Verschwendung zu vermeiden und Prozesse effizienter zu gestalten (Beispiel: Toyota).

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Smart Factory

Intelligente, digital vernetzte Fabrik im Rahmen von Industrie 4.04.0, in der Maschinen und Systeme selbstständig zusammenarbeiten.

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Cluster

Räumliche Konzentration von Unternehmen, Zulieferern, Forschungseinrichtungen und Universitäten einer bestimmten Branche in einer Region.

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Spin-off-Betriebe

Neue Unternehmen, die aus bestehenden Firmen oder Forschungsinstituten hervorgehen, wobei Mitarbeitende eigene Firmen gründen.

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Start-ups

Junge, neu gegründete Unternehmen mit innovativen Ideen und hohem Wachstumspotenzial.

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Global Player

Unternehmen, das operativ und strategisch weltweit aktiv ist und in mehreren Märkten eine bedeutende Stellung einnimmt.

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Harte Standortfaktoren

Gut messbare Faktoren wie Arbeitskosten, Infrastruktur, Steuern, Subventionen und Flächenverfügbarkeit.

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Weiche Standortfaktoren

Schwer messbare Faktoren wie Wohnwert, Kulturangebot, Image eines Standorts oder das soziale Klima.

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Liberalisierung

Der Abbau von Handelshemmnissen zwischen Staaten, wie Zöllen und Regeln, zur Förderung des freieren Handels.

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Protektionismus

Schutz der eigenen Wirtschaft vor ausländischer Konkurrenz durch staatliche Eingriffe in den Handel.

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Push-Faktoren

Ursachen in der Herkunftsregion, die Menschen zur Abwanderung bewegen, z. B. Hunger, Armut oder politische Konflikte.

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Pull-Faktoren

Anreize in der Zielregion, die Menschen anziehen, z. B. Arbeitsplätze, Verdienstchancen oder bessere medizinische Versorgung.