Deutsch LK Roman Analyse

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64 Terms

1
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Weltbild (klassischer Roman)

Geschlossen, eindeutig, ĂŒberschaubar, konkret, vertraut, harmonisch – die Welt ist geordnet und verstehbar

2
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Weltbild (moderner Roman)

UnĂŒbersichtlich, offen, kompliziert, relativ, mehrdeutig, widersprĂŒchlich, fremd – die Welt ist chaotisch und nicht mehr verstehbar

3
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Werte (klassischer Roman)

Streben nach Bildung, Kultur, reiner Menschlichkeit, Einfachheit, GĂŒte, GrĂ¶ĂŸe, nach Schönem, Kunst, Wissenschaft – positive, klare Wertvorstellungen

4
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Werte (moderner Roman)

Negatives: das HĂ€ssliche, Perversionen, Abweichungen vom Normalen

5
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Mensch (klassischer Roman)

Strebt nach ErfĂŒllung des Daseins, Freundesliebe, Liebe zur Natur, zum Vaterland, zur Wissenschaft

6
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Mensch (moderner Roman)

UnbestÀndig, relativ, orientierungslos, fragmentiert

7
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Held (klassischer Roman)

Starke Persönlichkeit (positiver Held) mit klar benennbaren Eigenschaften

8
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Held (moderner Roman)

Negativer, das HĂ€ssliche, Perversionen ohne Eigenschaften

9
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Darstellungsform (klassischer Roman)

Klare Gattungsgrenzen

10
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Darstellungsform (moderner Roman)

Auflösung und Vermischung von Gattungsgrenzen

11
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Dichtung (klassischer Roman)

Das dichterische Werk soll „etwas Höheres” sein: idealisieren, darstellen, es soll verunsichern, infiltrieren, schockieren – der Leser soll sich als Mensch „reiner und grĂ¶ĂŸer” empfinden

12
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Dichtung (moderner Roman)

Das dichterische Werk soll das Chaotische darstellen, schockieren – der Leser soll sich und seine Umwelt nachdenken

13
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Auktorialer ErzÀhler

Allwissender ErzĂ€hler, der kommentiert, vorausdeutet und Einblick in alle Figuren hat – typisch fĂŒr klassischen Roman

14
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Personaler ErzÀhler

ErzĂ€hlung aus der Perspektive einer Figur, begrenzte Sicht – typisch fĂŒr modernen Roman

15
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Ich-ErzÀhler

ErzÀhler ist selbst Teil der Handlung, subjektive Perspektive

16
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Neutraler ErzÀhler

Berichtet ohne Wertung, kein Einblick in Innenleben der Figuren

17
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Innerer Monolog

Unmittelbarer, unkommentierter Gedankenstrom einer Figur – typisch fĂŒr modernen Roman

18
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Erlebte Rede

Gedanken/GefĂŒhle einer Figur in der 3. Person, ohne AnfĂŒhrungszeichen – wirkt wie innerer Monolog

19
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Bewusstseinsstrom (Stream of Consciousness)

Assoziativer, nicht linearer Gedankenfluss einer Figur, kaum strukturiert

20
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Zeitraffung

Ereignisse werden schneller erzÀhlt als sie stattfinden

21
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Zeitdehnung

Ereignisse werden langsamer erzĂ€hlt als sie stattfinden (z.B. langer innerer Monolog fĂŒr einen Moment)

22
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Zeitsprung / Ellipse

Auslassung von Zeitabschnitten

23
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Analepse (RĂŒckblende)

ErzĂ€hlung springt in die Vergangenheit zurĂŒck

24
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Prolepse (Vorausschau)

ErzĂ€hlung greift kĂŒnftigen Ereignissen voraus

25
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RahmenerzÀhlung

Eine Geschichte umschließt eine andere (ErzĂ€hler erzĂ€hlt von ErzĂ€hler)

26
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Montage

ZusammenfĂŒgen verschiedener Texte/Perspektiven ohne klare Verbindung – typisch modern

27
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Metapher

Bildlicher Ausdruck, bei dem ein Begriff durch einen anderen ersetzt wird (kein „wie”) – z.B. „Das Leben ist ein Traum”

28
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Vergleich

Verbindung zweier Dinge mit „wie” – z.B. „stark wie ein Löwe”

29
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Personifikation

Leblose Dinge oder Abstraktes werden vermenschlicht – z.B. „der Wind flĂŒstert”

30
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Symbol

Gegenstand/Bild steht fĂŒr eine abstrakte Idee – z.B. Taube = Frieden

31
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Allegorie

Durchgehende Übertragung einer abstrakten Idee in ein konkretes Bild

32
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Ironie

Das Gegenteil des Gemeinten wird gesagt

33
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Antithese

GegenĂŒberstellung gegensĂ€tzlicher Begriffe/Aussagen – z.B. „Lust und Leid”

34
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Oxymoron

Verbindung zweier sich widersprechender Begriffe – z.B. „beredtes Schweigen”

35
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Parallelismus

Gleichartige Satzstruktur hintereinander zur Betonung

36
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Anapher

Wiederholung desselben Wortes/Ausdrucks am Satzanfang

37
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Klimax

Steigerung von Begriffen/SÀtzen zum Höhepunkt hin

38
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Antiklimax

Absteigende Steigerung, von stark nach schwach

39
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Ellipse

Auslassung eines Satzteils, der grammatikalisch nötig wĂ€re – wirkt abgehackt, fragmentarisch

40
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Rhetorische Frage

Frage, die keine Antwort erwartet, sondern Aussage verstÀrkt

41
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Hyperbel

Starke Übertreibung – z.B. „ich habe das schon tausendmal gesagt”

42
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Litotes

Untertreibung durch doppelte Verneinung – z.B. „nicht schlecht”

43
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Euphemismus

Beschönigende Umschreibung – z.B. „entschlafen” statt „sterben”

44
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Enjambement

Zeilensprung in der Lyrik: Satz geht ĂŒber Versende hinaus

45
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Alliteration

Gleicher Anlaut mehrerer aufeinanderfolgender Wörter – z.B. „Milch macht mĂŒde MĂ€nner munter”

46
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Assonanz

Gleichklang der Vokale – z.B. „Über Wiesen, ĂŒber HĂŒgel”

47
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Inversion

Umstellung der normalen Wortfolge zur Betonung

48
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Exposition

EinfĂŒhrung in Ort, Zeit, Figuren zu Beginn des Textes

49
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Konflikt

Zentraler Widerspruch/Problem, das die Handlung antreibt

50
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Wendepunkt / Peripetie

Entscheidender Umschwung in der Handlung

51
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Motiv

Wiederkehrendes inhaltliches Element im Text (z.B. Wasser, Reise, Tod)

52
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Leitmotiv

Sich wiederholendes Motiv als roter Faden im ganzen Werk

53
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Thema

Zentrales Anliegen/Grundgedanke des Textes

54
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Figurenarrangement

Beziehung und Konstellation der Figuren zueinander

55
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Figurencharakterisierung

Direkte (explizite) oder indirekte (durch Verhalten, Sprache, etc.) Beschreibung einer Figur

56
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Epiphanie

Plötzliche innere Erkenntnis einer Figur – typisch fĂŒr modernen Roman

57
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AtmosphÀre

Stimmung, die ein Text durch Sprache, Bilder und Schauplatz erzeugt

58
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Raumgestaltung

Wie und warum bestimmte Orte beschrieben werden

59
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Figurenperspektive

Durch wessen Augen wird die Handlung wahrgenommen?

60
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Sprachebene

Hochsprache, Umgangssprache, Dialekt – sagt etwas ĂŒber Figur und Kontext aus

61
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Parataxe

Kurze, aneinandergereihte HauptsĂ€tze – wirkt abgehackt, nĂŒchtern, modern

62
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Hypotaxe

Lange, verschachtelte SatzgefĂŒge mit NebensĂ€tzen – wirkt komplex, klassisch

63
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Denotation

Wörtliche, sachliche Bedeutung eines Wortes

64
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Konnotation

Mitschwingender, emotionaler Bedeutungsgehalt eines Wortes