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Vor der Soziolinguistik
Saussure - Strukturalismus
Unterscheidung langue/parole
Unterscheidung synchron/diachron
“Phonem” oder “Morphem als distinktive Einheiten
Generative Theorie (Mentalistische Ansätze)
Unterscheidung zw Kompetenz & Performanz (system vs performance)
sprachl Ausdrücke sind “wohlgeformt”/”grammatisch” oder “nicht wohlgeformt”/”ungrammatisch” → PRÄSKRIPTIV
Menschen haben angeborene Sprechfähigkeit
Sprachsystem genetisch vorgegeben und wird während des kindlichen Spracherwerbs mit Input abgeglichen
Intuition als Muttersprachler*in (nationalistische Idee) vs grammatisches Wissen
gebrauchsbasierte Ansätze (mentalistische Ansätze)
Unterscheidung zwischen System und Gebracuh (system vs usage)
Gebrauch bestimmt sich über das System
(sprachliches) System ist kognitives/mentales System eines einzelnen Individuums
Gemeinsamkeiten Generative Theorie (kognitive Linguistik) - Gebrauchsbasierte Ansätze (genertive Theorie)
sprachliches System über Geist/Kognition einzelner Sprecher*innen erklärt
soziale und historische Faktoren bei der Entstehung von Variation nicht als primäre Ursache gesehen
PAROLE = PERFORMANZ = GEBRAUCH
LANGUE = was sich aus gemeinsamen Gesprächen abstrahiert
Erste Welle der SozLing (Labov)
Sprache variiert entlang sozialer Kategorien
sprachliche Variation trägt Bedeutung
methodisch: Erhebung in (meist städtischen) Bevölkerungsgruppen
klassische soziologische Parameter
Gender
Alter
soz Klasse
Ethnizität
Gender
über Reproduktion hinausgehende Annahmen über soziale Positionierungen und Identitäten von Personen
kulturspezifisch
sozial bzw. diskursiv konstruiert
ges Relevanz durch mögl soziale Positionierungen bzw Identitätskonstruktionen
Alter
(angenommene) soz Unterschiede, die sich an der Anzahl der Lebensjahre einer Person bemisst
relative Unterschiede bestehen in
Größe des Adamsapfels
Abnutzung des Kehlkopfes
Veränderung muskulärer und respiratorischer Aktivität mit zunehmenden Lebensalter
soz Klasse
hierarchische Unterscheidungen innerhalb größerer Gesellschaften
universale Unterschiede in
Macht
wirtschaftl Wohlstand
Privilegien
Möglichkeiten
kultur- und gesellschaftsspezifisch
in westl Gesellschaften messbar durch Ausbildungsdauer, Einkommen, Art des Berufs, Stellung im Beruf, Stil/Geschmack/ästhetische Vorstellungen
soziale Klasse (Marx)
Gesellschaft in essentialistisch definierte Gruppen eingeteilt
Gruppenzugehörigkeiten schließen sich gegenseitig aus
Gruppen sind definiert nach ökonomischen Kriterien
Unterschicht → körperliche Arbeit
Mittelschicht → Schreibafbeit
Oberschicht → ererbte Privilegien
ontologischer Status von Kategorien
Essentialismus
→ Einheit durch inhärente, unveränderliche Eigenschaften definiert
Konstruktivismus
→ Zuschreibungen zu Kategorie/Einheit entstehen dadurch, wie man darüber spricht
→ Kategorie/Einheit wird diskursiv konstruiert
Ethnizität
subjektiver Glaube an eine Abstammungsgemeinschaft auf Grund von Ähnlichkeiten des äußeren Habitus, der Sitten, Erinnerung an Kolonisation und Wanderung
primäre vs. sekundäre Ethnizität