Behavioral Pricing UE9

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Preisforschung und Formen

Preisforschung untersucht, wie Konsument:innen Preise wahrnehmen, welche Preise sie akzeptieren, wie stark sie auf Preisveränderungen reagieren und welche psychologischen Effekte mit welchem Impact wirken

<p>Preisforschung untersucht, wie Konsument:innen Preise wahrnehmen, welche Preise sie akzeptieren, wie stark sie auf Preisveränderungen reagieren und welche psychologischen Effekte mit welchem Impact wirken</p>
2
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Befragungsbasierte Verfahren

Konsumenten geben direkt Auskunft über ihre Zahlungsbereitschaft oder Preisakzeptanz.

Zentrale Methoden:

• Van-Westendorp (PSM – Price Sensitivity Meter): akzeptable Preisspanne

• Gabor-Granger: Kaufwahrscheinlichkeit bei verschiedenen Preisen

• Direkte WTP-Fragen („Was würden Sie zahlen?“)

<p>Konsumenten geben direkt Auskunft über ihre Zahlungsbereitschaft oder Preisakzeptanz.</p><p>Zentrale Methoden: </p><p><mark data-color="#fffcab" style="background-color: rgb(255, 252, 171); color: inherit;">• Van-Westendorp (PSM – Price Sensitivity Meter): akzeptable Preisspanne </mark></p><p><strong>• Gabor-Granger: Kaufwahrscheinlichkeit bei verschiedenen Preisen </strong></p><p><u>• Direkte WTP-Fragen („Was würden Sie zahlen?“)</u></p>
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Befragungsbasierte Verfahren - Stärken und Schwächen

Stärken und Schwächen

  • Schnell & kosteneffizient

  • Gute Orientierung in frühen Phasen

  • Einfach zu erklären und auszuwerten

ABER

  • − Hypothetisches Verhalten

  • − Preis wird isoliert betrachtet → zu starke Aufmerksamkeit auf dem Preis, dadurch „atypisch“ hohe Preiswirkung

  • − Keine echte Kaufentscheidung

4
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Van-Westendorp - Beobachtungsbasierte Verfahren

(PSM – Price Sensitivity Meter): akzeptable Preisspanne

<p><mark data-color="#fffcab" style="background-color: rgb(255, 252, 171); color: inherit;">(PSM – Price Sensitivity Meter): akzeptable Preisspanne</mark></p>
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Deep Dive Gabor-Granger Verfahren - Beobachtungsbasierte Verfahren

→Der beste Preis ist nicht der höchste, sondern der, bei dem Preis und Nachfrage optimal zusammenspielen

<p>→Der beste Preis ist nicht der höchste, sondern der, bei dem Preis und Nachfrage optimal zusammenspielen</p>
6
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Vergleich von Van-Westendrop und Gabor-Granger

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7
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Verhaltensbasierte Verfahren

Analyse von tatsächlichem Kaufverhalten unter realen Bedingungen

Zentrale Methoden:

  • A/B-Tests im Online-Shop

  • Preisvariationen im Handel

  • Kassendaten / Scannerdaten

  • Paneldaten (Haushaltspanels

<p>Analyse von tatsächlichem Kaufverhalten unter realen Bedingungen</p><p>Zentrale Methoden: </p><ul><li><p>A/B-Tests im Online-Shop </p></li><li><p>Preisvariationen im Handel </p></li><li><p> Kassendaten / Scannerdaten</p></li><li><p> Paneldaten (Haushaltspanels</p></li></ul><p></p>
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Verhaltensbasierte Verfahren - Stärken und Schwächen

✓ Sehr hohe externe Validität

✓ Echte Zahlungsbereitschaft sichtbar

✓ Direkt entscheidungsrelevant

ABER

− Hoher Aufwand

− Viele Störfaktoren (Wetter, Platzierung etc.) bzw. Begrenzte Kontrolle über Variablen

9
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Experimentelle Verfahren

Gezielte Variation von Preisen und Produktmerkmalen, um Ursache-Wirkung zu isolieren

Zentrale Methoden:

  • Conjoint-Analyse (Trade-offs zwischen Preis & Leistung)

  • Choice-Based Experiments

  • Laborexperimente (z. B. Ankereffekte)

<p>Gezielte Variation von Preisen und Produktmerkmalen, um Ursache-Wirkung zu isolieren</p><p>Zentrale Methoden: </p><ul><li><p>Conjoint-Analyse (Trade-offs zwischen Preis &amp; Leistung) </p></li><li><p>Choice-Based Experiments </p></li><li><p>Laborexperimente (z. B. Ankereffekte)</p></li></ul><p></p>
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Experimentelle Verfahren - Stärken und Schwächen

✓ Kausale Aussagen möglich

✓ Simulation neuer Produkte/Preise

✓ Sehr flexibel einsetzbar

ABER

− Künstliche Entscheidungssituation

− Ergebnisse stark abhängig vom Studiendesign

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Experimentelle Verfahren: Deep Dive Conjoint Analyse

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Neurowissenschaftliche Ansätze

Messung von unbewussten Reaktionen auf Preise, ohne direkte Befragung

Zentrale Methoden:

• fMRT (Belohnungszentren im Gehirn)

• EEG (Aufmerksamkeit, emotionale Reaktion)

• Eye Tracking (Blickverlauf, Preiswahrnehmung)

<p>Messung von unbewussten Reaktionen auf Preise, ohne direkte Befragung</p><p></p><p>Zentrale Methoden: </p><p>• fMRT (Belohnungszentren im Gehirn) </p><p>• EEG (Aufmerksamkeit, emotionale Reaktion) </p><p>• Eye Tracking (Blickverlauf, Preiswahrnehmung)</p>
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Neurowissenschaftliche Ansätze - Stärken und Schwächen

Stärken und Schwächen

✓ Keine bewusste Verzerrung

✓ Tiefe Einblicke in Entscheidungsprozesse

✓ Ergänzt klassische Methoden

ABER

− Sehr aufwendig & teuer

− Interpretation komplex → begrenzte Praxisrelevanz im Alltag

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Neuropricing Fallstudie

Messung von 3 impliziten Maßen, die auf die tatsächliche Zahlungsbereitschaft hindeuten:

  • Preisspezifische Hirnreaktion (d. h. je stärker die (preisspezifische) Hirnreaktion, desto besser passt der Preis zum Produkt)

  • Attributspezifische Hirnreaktion (d. h. je stärker die (attributspezifische) Hirnreaktion, desto besser passt das Attribut (hier: „teuer“ vs. „günstig“) zum angezeigten Preis)

  • Reaktionszeit (d. h. je schneller die Reaktion, desto leichter die Entscheidung (unabhängig von der expliziten Antwort!

Am Ende den Durchschnittspreis der drei nehmen!

<p>Messung von 3 impliziten Maßen, die auf die tatsächliche Zahlungsbereitschaft hindeuten:</p><ul><li><p><strong>Preisspezifische Hirnreaktion</strong> (d. h. je stärker die (preisspezifische) Hirnreaktion, desto besser passt der Preis zum Produkt)</p></li><li><p><strong>Attributspezifische Hirnreaktion </strong>(d. h. je stärker die (attributspezifische) Hirnreaktion, desto besser passt das Attribut (hier: „teuer“ vs. „günstig“) zum angezeigten Preis)</p></li><li><p><strong>Reaktionszeit</strong> (d. h. je schneller die Reaktion, desto leichter die Entscheidung (unabhängig von der expliziten Antwort!</p></li></ul><p><strong><mark data-color="#fffbbb" style="background-color: rgb(255, 251, 187); color: inherit;">Am Ende den Durchschnittspreis der drei nehmen!</mark></strong></p><p></p>
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Zwischenfazit UE9

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