Teil 9: Organisation - Grundlagen, Formen, Wandel und Theorien

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Diese Flashcards decken die wesentlichen Begriffe, Organisationsformen, Veränderungskonzepte und Organisationstheorien aus den Vorlesungsnotizen ab.

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39 Terms

1
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Organisation (Gestalterischer Aspekt)

Betrachtet Organisation als Tätigkeit des Gestaltens eines Unternehmens (Gestaltungsfunktion).

2
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Organisation (Instrumentaler Aspekt)

Das Unternehmen hat eine Organisation; eine bewusst geschaffene Ordnung aus Strukturen und Prozessen zur Zielerreichung (Ordnungsfunktion).

3
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Organisation (Institutionaler Aspekt)

Das Unternehmen ist eine Organisation; es beschreibt soziale Gebilde wie Betriebe oder Verwaltungen als Institutionen.

4
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Informale Organisation

Strukturen und Beziehungen (z. B. durch Sympathie oder Unternehmenskultur), die sich neben oder anstelle der formalen Ordnung bilden.

5
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Stelle

Die kleinste organisatorische Einheit eines Unternehmens, die sich aus verschiedenen Teilaufgaben zusammensetzt.

6
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Stabsstellen

Unterstützende Stellen ohne Weisungsbefugnis, die Leitungsinstanzen beraten und Entscheidungen vorbereiten.

7
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Zentrale Dienste

Zentralabteilungen, die fachspezifische Aufgaben für das gesamte Unternehmen übernehmen und fachtechnische Weisungsrechte besitzen (z. B. Service-Center).

8
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Abteilung

Zusammenfassung mehrerer Stellen mit gemeinsamen oder zusammenhängenden Aufgaben unter einer Instanz.

9
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Kompetenzen

Die Rechte und Befugnisse, alle zur Aufgabenerfüllung erforderlichen Handlungen vorzunehmen oder anzuordnen.

10
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Verantwortung

Die Pflicht eines Aufgabenträgers, für die zielentsprechende Erfüllung einer Aufgabe persönlich Rechenschaft abzulegen.

11
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Gesetz der Einheit (Kongruenz)

Der Grundsatz, nach dem Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortung umfangmäßig übereinstimmen müssen.

12
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Aufbauorganisation

Gliedert die Gesamtaufgabe in Teilaufgaben (Aufgabenanalyse) und fasst diese zu Stellen und Abteilungen zusammen (Aufgabensynthese).

13
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Ablauforganisation

Gestaltung der Arbeitsprozesse unter Berücksichtigung von Raum, Zeit, Sachmitteln und Personen.

14
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Kontrollspanne (Leitungsspanne)

Die Anzahl der einem Vorgesetzten unmittelbar unterstellten Mitarbeiter.

15
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Dilemma der Ablaufplanung

Der Zielkonflikt zwischen der Minimierung der Durchlaufzeiten (Prinzip der Zeitminimierung) und der Maximierung der Kapazitätsauslastung.

16
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Organigramm

Vereinfachte grafische Darstellung der Organisationsstruktur (Dienstwege, Unterstellungsverhältnisse) zum Beispiel in vertikaler oder horizontaler Form.

17
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Funktionendiagramm

Matrixförmige Darstellung des Zusammenwirkens mehrerer Stellen bei der Bewältigung einer Aufgabe (z. B. Planen, Entscheiden, Ausführen).

18
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Substitutionsprinzip der Organisation

Besagt, dass mit abnehmender Veränderlichkeit von Sachverhalten die Tendenz zu allgemeinen (generellen) Regelungen zunimmt.

19
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Überorganisation

Zustand, in dem ungleichartige oder wechselhafte Tatbestände durch starre, allgemeine Regeln gelöst werden (Überschreitung des Optimums).

20
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Funktionale Organisation

Organisationsform, die primär nach dem Verrichtungsprinzip (z. B. Produktion, Marketing) gegliedert ist.

21
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Spartenorganisation (Divisionale Organisation)

Gliederung des Unternehmens in weitgehend autonome Einheiten nach Objekten (Produkten), Regionen oder Kundengruppen.

22
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Profit-Center

Eine Division einer Spartenorganisation, die für ihren selbstständig erarbeiteten Gewinn verantwortlich ist.

23
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Management-Holding

Form eines Konzerns, bei der die Obergesellschaft unternehmensstrategische Aufgaben wahrnimmt, während die Tochtergesellschaften operativ selbstständig sind.

24
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Matrixorganisation

Mehrlinienorganisation, bei der die Stellenbildung gleichzeitig nach zwei gleichwertigen Kriterien (z. B. Produkt und Funktion) erfolgt.

25
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Virtuelle Organisation

Flexibelste Form des dynamischen Netzwerks, bei der verschiedene Partner temporär für ein Projekt zusammenarbeiten und nach außen als Einheit auftreten.

26
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Organisationsentwicklung (Organizational Development)

Langfristig orientierter, evolutionärer Veränderungsprozess von Organisationen und den beteiligten Menschen (Prinzip: Betroffene zu Beteiligten machen).

27
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Business Reengineering

Fundamentales Überdenken und radikales Redesign von Unternehmensprozessen zur Erzielung drastischer Verbesserungen (revolutionärer Wandel).

28
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Single-Loop-Learning

Lernprozess, bei dem Probleme durch Anpassung von Handlungen innerhalb vorgegebener Werte und Ziele gelöst werden.

29
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Double-Loop-Learning

Lernprozess, bei dem bestehende Werte, Ziele und der Bezugsrahmen einer Organisation kritisch hinterfragt und angepasst werden.

30
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Selbstorganisation

Entstehung einer Ordnung aus einer Organisation heraus durch Eigendynamik statt durch Eingriffe von außen (Charakteristika: Autonomie, Redundanz, Komplexität).

31
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Scrum

Form des agilen Projektmanagements mit selbstorganisierenden Teams, Rollen wie Product-Owner und Scrum-Master sowie iterativen Sprints.

32
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Holokratie (Holacracy)

Organisationsmodell ohne klassische Hierarchien, basierend auf einer Verfassung, klaren Rollen, operativen Meetings und Governance-Meetings.

33
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VUCA-Welt

Akronym für Volatilität (VolatilityVolatility), Unsicherheit (UncertaintyUncertainty), Komplexität (ComplexityComplexity) und Ambiguität (AmbiguityAmbiguity).

34
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Bürokratie-Ansatz (Max Weber)

Modell zur Sicherung legaler Herrschaft durch Arbeitsteilung, Amtshierarchie, Regelgebundenheit und Schriftform.

35
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Scientific Management (Taylorismus)

Konzept von Frederick W. Taylor zur Produktivitätssteigerung durch extreme Arbeitsteilung, Zeitstudien, Leistungslohn und Trennung von Hand- und Kopfarbeit.

36
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Hawthorne-Experimente

Studien in den 19201920er Jahren, die zeigten, dass soziale Beziehungen und informale Gruppen (Human-Relations) die Arbeitsproduktivität stärker beeinflussen als physische Bedingungen.

37
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Situativer Ansatz (Contingency Approach)

Theorie, nach der es keine universell beste Organisation gibt, sondern die Struktur von Situationen (Umwelt, Technologie) abhängig sein muss (Fit-Konzept).

38
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Prinzipal-Agenten-Theorie

Teil der Institutionenökonomik, der die vertraglichen Beziehungen unter Informationsasymmetrie zwischen einem Auftraggeber (PrinzipalPrinzipal) und Auftragnehmer (AgentAgent) analysiert.

39
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Transaktionskostenansatz

Untersucht die Kosten der Anbahnung, Aushandlung und Absicherung von Verträgen zur Erklärung, ob Aufgaben im Unternehmen gelöst oder am Markt bezogen werden sollen (MakeorBuyMake-or-Buy).