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Ausgangslage 1914
GB hatte bereits 100 Jahre die Seehoheit
→ Kontrolle der nord- und westeuropäischen Meere
Wichtige Erfahrung: übersetzen des britischen Expeditionskorps nach FR im August 1914 (Währen Schlieffenplan)
Überlegungen zum Krieg zur See
Nov. 1914: GB errichtet Seeblockade gegen DE
→ DE von der Zufahrt aller Seewege abschneiden
→ Import wichtiger Güter und Rohstoffe nach DE unterbinden
→ Deutsche Offensiver zur See verhindern
Innenpolitische Lage RUS 1916/17
Atmosphäre angespannt: ca. 10 Mio. Tote und Verletzte
Arbeiter und Studenten protestieren in Petrograd (St. Petersburg) gegen Krieg und Hunger → Beginn Russische Revolution
Zar Nikolaus II. Dankt im März’17 ab und sucht in England um Asyl an
King George V. (Cousin) stimmt zuerst zu, lehnt dann unter Druck der englischen Regierung ab
Die englische Regierung befürchtet, die Ideen der Russischen Revolution könnten durch die Präsenz der Zarenfamilie auf England übergreifen
Innenpolitische Lage DE 1916/17
Bevölkerung leidet Hunger wegen Lebensmittelknappheit (Brit. Seeblockade)
Lebensmittelrationen unter 1000kcal pro Tag sorgen für fast 1 Mio. Tote durch Unterernährung
Ludendorf und Hindenburg (Oberste Heeresleitung OHL) sind die wahren Machthaber im Staat
Streiks könnten die soziale Situation eskalieren (ähnlich wie RUS)
Der sogenannte “Burgfrieden” (Vereinbarung: kein Streit unter den Parteien) bröckelt: führende Sozialisten spalten sich von der SPD ab → “Spartakusbund” unter Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg
Innenpolitische Lage Ö-U 1916/17
K.u.K. Doppelmonarchie wankt:
1916 Tod Kaiser Franz-Josefs II.
Kaiser Karl I. tritt schweres Erbe an: Unabhängigkeitsbestrebungen verschiedener Nationalitäten im Vielvölkerstaat
Kaiser Karl I. ist Pazifist hält nichts von sinnlosen Krieg → geheimes Friedensangebot an FR & ENG im März 1917
Diplomatische Panne → Ö-U muss sich DE beugen
Eintritt USA
DE: zuerst Mannschaft in Rettungsboote lassen → dann Schiff versenken
FR und GB schulden USA 2 Milliarden Dollar, würden FR und GB verlieren → ganzes Geld geht verloren
Mexiko - Deutschland Bündnis
Deutschland U-Boot Krieg (1/2)
Dt. Reichskanzler Theobald von Bethmann-Holweg warnt vor Risiko eines “uneingeschränkten U-Boot Krieges” (Provokation der bis dato neutralen USA)
Dt. Marine kalkuliert die nötige Anzahl von Versenkungen, um GB innerhalb 6 Monaten zur Kapitulation zu zwingen
OHL ignoriert die Warnung des Reichskanzlers: die USA würden für den Kriegseintritt mind. Ein Jahr benötigen und FR und GB wären dann schon besiegt
Deutschland U-Boot Krieg (2/2)
Def. Uneingeschränkter U-Boot Kreis: Taktik des 1. WK, bei der dt. U-Boote jedes Schiff, einschliesslich ziviler Schiffe ohne Vorwarnung angriffen
Möglichkeit, GB Seeherrschaft (Seeblockade) herauszufordern
U-Boot Krieg Taktiken:
→ Anschleichen an. Feinschiffe in getauchtem Zustand
→ Überraschen des Gegners durch plötzliche Auftauchmanöver
→ Einsatz von Torpedos zur Versenkung von Schiffen
Kriegseintritt USA 1917 (1/2)
Mai 1915: dt. U-Boot versenkt “Lusitania” brit. Handelsschiff mit 2000 Personen an Bord → 1200 Tote → Verstoss gegen Völkerrecht: U.Boote müssen in der nähe von Handelsschiffen auftauchen
März 1917: dt. U-Boote versenken 5 US-Handelsschiffe im Atlantik
US-Präsident Woodrow Wilson steht unter Zugzwang:
→ Motiv 1 pro Krieg: FR und ENG schulden der USA jeweils $2Mrd.
→ Motiv 2 pro Krieg: USA sollen eine führende Rolle in der Nachkriegsordnung spielen
US-Presse gegen Krieg: Wilson muss die Öffentlichkeit für Krieg gewinnen
Kriegeintritt USA 1917 (2/2)
Brit. Geheimdienst fängt dt. Telegramm (Zimmermann-Depesche”) ab, in welchen DE ein Bündnis mit Mexiko nachlegt. Ebenfalls wird Unterstützung zur Rückeroberung von ehemals mexikanischem Territorium (Texas, New Mexico, Arizona) signalisiert, sollte DE den Krieg gewinnen
6. April 1917: Wilson verwendet die “Zimmermann-Depesche” als Vorwand im Kongress, um DE den Krieg zu erklären
U-Boot: U-65 (1916)
L: 68m
Besatzung: 36 Mann
Max. Geschwindigkeit: 17kmh/31kmh
Maschine: 2× 6-Zylinder Diesel + 2x SSW-Elektromotos: 2200PS
Bauwerft: Germaniawerft, Kiel
Aktionradius: 32km / 4900km
Tauchzeit: 50sek
Max. Tauchtiefe: 50m
Max. Zeit unter Wasser: 12h
U-Boot Herausforderungen
Technisch, Militärisch
Nicht Komfortabel
Eng, keine Heizung Luft schmeckt ölig
Nicht duschen wegen beschränkten Wasservorrat, nur eine Toilette
Mythos U-Boot
Zu beginn des Krieges galten U-Boot-fahrer als barbarisch (unhygienisch) und unwürdig (Angriff aus Hinterhalt)
Erste Versenkungen gegnerischer Schiffe liessen “Mythos einer neuen Wunderwaffe entstehen” → Helden
Fazit Seekrieg DE und GB
Fazit 1: Deutschlands uneingeschränkter U-Boot Krieg provozierte den Eintritt der USA in den Krieg -> Kräftegleichgewicht zugunsten der Allierten
Fazit 2: Trotz der U-Boote kann der Seekrieg gegen GB nicht gewonnen werden , d. h. der Krieg zur See bringt keine Entscheidung für den Ersten Welt Krieg
Integration US-Soldaten
Wurden von den Franzosen bewundert
Es wurde gejubelt
Nennen sie Sammies (Uncle Sam)
Nennen sie Froggies (Frosch essen)
Werden gern gesehen
Pyrrhussieg
extrem hohe Verluste
kaum oder kein strategischer Nutzen
oft nur kleines Gelände gewonnen
geschwächter Sieger trotz „Erfolg“
Kreiganleihen (= War Bonds)
Staatliche Schulden zur Kriegsfinanzierung
Bürger leihen dem Staat Geld
versprochene Rückzahlung + Zinsen
stark propagiert („für Vaterland investieren“)
Risiko: Verlust bei Niederlage / Inflation
besonders wichtig für Finanzierung des langen Stellungskriegs

1914
Auftraggeber: Britische Armee
Ziel: Rekrutierung von Soldaten
Kriegsminister Lord Kitchener (nicht genannt -> Bekanntheitsgrad)
Farben: Rot für England (St. Georges Flag)
God Save The King -> Einsatz für Vaterland

1915
Auftraggeber: Britische Armee
Echo auf Kitchener Poster (1914)
Personifizierung des Vereinigten Königreichs - > John Bull mit Union Jack
Who's Absent? Is it you? -> Gruppendruck
Bildhintergrund: Spuren des Kampfes

1917
Auftraggeber: US Army
Ziel: Rekrutierung von Soldaten
Personifizierung der USA -> Uncle Sam
Farben: Star Spangled Banner
I want YOU for US Amy -> Kopie Kitchener Poster (1914)
Nearest Recruiting Station -> Zum ausfülle
Nov 1915: Schlacht auf dem Amsfeld
Jan 1916 Kapitulation SERB und Rückzug der serb. Regierung auf Korfu
Balkanfeldzug zu Ende (Ziel der Mittelmächte erreicht)
Jun - Nov 1916: Schlacht an der Somme
Mind 1’000’000 Tote führen zu Protesten in Armeen allerorten
Dt. Regierung verabschiedet eine Friedensrevolution für das Militär
Stellung von General Ludendorf und Geleralfeldmarschall von Hindenburg übermächtig: suchen neue Mittel und Wege, eine Wende herbeizuführen
1916: RUS und Rumänien
Juni - Dez 1916: RUS startet Brussilow-Offensive
Reaktion auf die Niederlagen Serbiens und Rumäniens
Reduzierung der Ö-U Streitkräfte um 50%
Verhindert weitere Territorialverluste Russlands
Ebenso schwere Verluste für RUS: Pyrrhussieg
Aug 1916: Kriegseintritt Rumäniens (Alliierte)
Motiviert durch anfängliche Erfolge der Brussilow-Offwnsive
Kapitulation im Dez 1916
Chancen und Risiken Deutschlands U-Boot Krieg
Chancen:
Blockade Großbritanniens durch Handelskrieg
Unterbrechung von Nachschub (Lebensmittel, Rohstoffe)
Schwächung der britischen Wirtschaft
Druck auf Kriegsgegner zur Friedensbereitschaft
relativ kostengünstige Kriegsführung im Vergleich zu Landarmeen
Risiken:
Versenkung auch neutraler Schiffe → internationale Empörung
USA traten 1917 in den Krieg ein
verschärfte Seeblockade gegen Deutschland als Reaktion
Propaganda-Nachteil für Deutschland
Eskalation des Krieges statt schneller Beendigung