Einführung in die Sprachwissenschaft

0.0(0)
Studied by 0 people
call kaiCall Kai
learnLearn
examPractice Test
spaced repetitionSpaced Repetition
heart puzzleMatch
flashcardsFlashcards
GameKnowt Play
Card Sorting

1/131

encourage image

There's no tags or description

Looks like no tags are added yet.

Last updated 11:56 PM on 6/18/26
Name
Mastery
Learn
Test
Matching
Spaced
Call with Kai

No analytics yet

Send a link to your students to track their progress

132 Terms

1
New cards

Erklären Sie den Unterschied zwischen isolierenden, flektierden, flektierenden und agglutinierenden Sprachen!

Diese beschreiben verschiedene sprachtypologische Strukturen, also wie Sprache grammatische Funktion ausdrucken. Isolierende Sprachen drucken diese durch selbstständige syntaktische Formelemente, d.h. keine gebundenen Morpheme. Beispiele dafür wären Chinesisch und Vietnamesisch. Flektierende Sprachen verwenden Flexionsmorpheme, welche verschiedene grammatikalische Informationen tragen, z.B. indogermanische Sprachen. Agglutinerende Sprachen reihen grammatikalische und lexikalische Morpheme aneinander durch Affixe (Türkisch, Finnisch, Ungarisch).

2
New cards

Erklären Sie den Unterschied zwischen den Begriffen Muttersprache, Zwietsprache und Fremdsprache.

Die Muttersprache ist die erst erlernte Sprache von einem Menschen, u.a. auch Erstsprache. Die Zweitsprache ist eine natürlich oder ungesteuert erworbene Sprache durch die Teilhabe an einer Gesellschaft. Eine Fremdsprache ist eine künstlich oder gesteuert erworbenen Sprache, wobei keine gesellschaftliche Teilhabe nötig ist.

3
New cards

Beschreiben Sie das Kommunikationsmodell von Roman Jakobson!

Ein Sender übermittelt einem Empfänger eine Nachricht, welche sich um ein Referenzobjekt handelt. Die Nachricht muss kodierbar sein in der Form von Sprache oder Zeichen. Es muss ein Kontaktmedium geben, in welchem die Information transportiert wird.

4
New cards

Erklären Sie die Begriffe Denotat und Konnotat.

Das Denotat ist die allgemeine Bedeutung des sprachlichen Zeichens, wie sie im Lexikon angeführt ist. Das Konnotat ist eine spezielle, meist emotional gefärbte Nebenbedeutung, die meist nicht kodifiziert werden kann.

5
New cards

Beschreiben Sie das Organonmodell von Karl Bühler und erläutern Sie die Funktionen des sprachlichen Zeichens!

Im Mittelpunkt steht das sprachliche Zeichen (Z), welches als Schallphänomen dargestellt wird. Es wird von einem Sender, Empfänger und Sachverhalt umgeben. Das sprachliche Zeichen hat drei Funktionen: Ausdrucksfunktion (SendeR), Appellfunktion (Empfänger) und eine Darstellungsfunktion (Sachverhalt).

6
New cards

Erklären Sie den Begriff Black Box.

Behandelt ein Problem der Linguistik durch wellches grammatikalische Regeln etwas schwer zu erklären bzw. nachvollziehen sind (uneinsehbare Kiste). Wir konnen nur die Resultate die aus dieser kommen, beschreiben. Das Black-Box Phänomen gilt als schwerer bis gar nicht zu erklären.

7
New cards

Erklären Sie die Begriffe: Basisdialekt, Verkehrsdialekt, Umgagngssprache und Standardsprache.

Ein Basisdialekt ist die lokal gebundene Sprachform, zwischen Bekannten und Gleichgestellten (punktuelle Erscheinung). Verkehrsdialekte werden in halböffentlichen Gesprächen mit Bekannten und Gleichgesstellten verwendet, der Radius ist größer. Basisdialekt - Verkehrsdialekt (regionale Unterschiede, keine festen Grenzen).

Die Umgangssprache ist die vermittelte Sprache zwischen Dialekt und Standardsprache, verwendet im Umgang mit höher Gestellten und Fremden. Die Standardsprache ist eine großräumige Realisierung als Sprache der Öffentlichkeit.

8
New cards

Erläutern Sie den Unterschied zwischen syncroner und diachroner Sprachbeschreibung.

Die Syncronie untersucht und beschreibt sprachliche Strukturen zu einem gewissen Zeitpunkt, ist also eine Momentaufnahme. Die Diachronie hingegen, ist eine Beschreibung der historischen Entwicklung der Sprache.

9
New cards

Erläutern Sie den Unterschied zwischen diatopischer, diastratischer und disphasischer Sprachbeschreibung.

Topich - Raum, Statisch - Gesellschaft, Phasisch - Sitaution, Diatopisch - nach der räumlichen Ausdehung

10
New cards

Erläutern Sie die Begrife langage, langue und parole bei Ferdinand de Saussure.

Langage: nur der Mensch hat die Fähigkeit zur sprachlichen Verständigung. Langue: das abstrakte Einzelsprachensystem, in den Köpfen der Teilnehmer. Parole: konkrete sprachliche Äußerungen, welche man beobachten kann (nur durch langue möglich). Sehr stark situationsgebunden und schneller zu beobachten als langue.

11
New cards

Erläutern Sie die Begriffe Segmentieren und Klassifizieren in der strukturalistischen Linguistik an jeweils einem Beispiel.

Laut Saussure ist Sprache wie eine Struktur von sprachlichen Einheiten, welche in Beziehung zueinander stehen. Sprachwissenschaft entdeckt und beschreibt diese. Segmentieren bedeutet die Einheit einer Sprache feststellen, beispielsweise von Satz zur Wortebene (zerlegen). Klassifizieren bedeutet die Bestimmung der Funktion, beispielsweise “Haus” - Substantiv

12
New cards

Was sind relevante Merkmale und was sind redundante Merkmale im Strukturalismus? Erläutern Sie dies an jeweils einem Beispiel.

Relevante Merkmale sind für die Unterscheidung wichtig, redundante Merkmale sind vernachlässigbar. Beispiel: Laut b und p bei backen und packen. Stimmhaft und stimmlos = relevant; beides Verschlusslaute = redundant.

13
New cards

Erläutern Sie die Begriffe syntagmatische Beziehungen und paradigmatische Beziehungen in der Sprache an einem Beispiel.

Syntagmatisch beschreibt die horizontale Beziehung von Wörtern zueinander (Syntagma oder Kontrast). Zeichen müssen deutlich voneinander trennbar sein. Existiert vor allem zwischen Lautem und Sätzen. Paradigmatisch beschreibt die Austauschbarkeit von Zeichen auf der vertikalen Achse, wird Paradigma oder Opposition gemacht. Syntagma ) Harmoniesierung auf einer Ebene - Ich esse einen Fisch / Er isst einen Fisch (Paradigma).

14
New cards

Was ist ein Phon? Erläutern Sie und geben Sie ein Beispiel.

Tatsächlich individuelle Realisierung eines Phonems, die mit artikulatorischen Merkmalen beschrieben werden kann. Beispiel: der physikalische Laut: z.B. das “r” im “Raum”.

15
New cards

Was ist ein Phonem? Erläutern Sie und geben Sie ein Beispiel.

Ein Phonem ist die kleinste bedeutungsunterscheidende Einheit des Sprachsystems. Phoneme bilden Minimalpaare in einer phonetischen Opposition. Beispiel /vain/ und /fain/ - die Laute /f/ und /v/ stehen in phonetischer Opposition zueinander, welche einen Bedeutungsunterschied hervorruft.

16
New cards

Was sind freie Allophone? Erläutern Sie und geben Sie ein Beispiel.

Phone, die sich hinsichtlich ihrer artikulatorischen Merkmale unterscheiden, jedoch in derselben Umgebung denselben Bedeutungsunterschied bewirken, die also demselben Phonem angehören, bezeichnet man auch als Allophone. Allophone können frei sein (fakultative Varianten), das heißt, sie können in derselben Umgebung vom Sprecher beliebig ausgetauscht werden: Es ist gleichgültig für die Bedeutung, ob der Sprecher [ro:ze] oder [Ro:ze] sagt. (normales R oder rollendes R)

17
New cards

Was sind stellungsgebundene Allophone? Erläuterm Sie und geben Sie ein Beispiel.

Stellungsgebundene Allophone kommen nur in einer bestimmten Umgebung vor. Beispiel: Das Phonem /x/ hat als Realisierungen die Allophone [c] und [x] = ch

18
New cards

Erklären Sie den Begriff komplementäre Distribution in der Phonologie und erläutern Sie diese an einem Beispiel.

Wenn die Vorkommensmöglichkeit von Allophonen einander ausschließen, spricht man von komplementärer Distribution. Beispiel: [c] und [x] - ich und ach Laut - können nie in Opposition stehen.

19
New cards

Erklären Sie den Begriff freie Variation in der Phonologie und eläutern diesen an einem Beispiel.

Freie Variation liegt vor, wenn zwei (oder mehr) phonetisch unterschiedliche Laute in derselben Umgebung vorkommen können, ohne die Bedeutung zu verändern. z.B. Rose = [r] oder [R] - normal oder rollend - wie bei freien Allophonen

20
New cards

Was ist die Schwa-Tilgung? Was ist das e-Schwa und was ist das a-Schwa? Erläuterm Sie und geben Sie Beispiele.

Schwa-Tilung: unbetonter Schwa Laut wird ausgesprochen, obwohl er im Schriftbild vorhanden ist. Beispiel: Himmel - Himml (e fehlt). e-Schwa: schwachtoniges [e], in unbetonten Endsilben und einigen unbetonten Vorsilben - beispiel: Sonne. a-Schwa: schwachtoniges [a], entsteht durch die Vokalisierung des r im Silbenauslauf - Beispiel: Bier.

21
New cards

Was ist die Metathese? Erläutern Sie und geben Sie ein Beispiel.

Die Metathese ist die Umstellung von Aufeinanderfolgenden Lautsegmenten. Zwei Laute wereden miteinander verwechselt. Beispiel: Wespe und Wepse (Dialekt)

22
New cards

Was ist die Epenthese? Erläutern Sie und geben Sie ein Beispiel!

Eine Epenthese ist der Einschub eines Lautes zwischen Lautsegmenten, welcher die Aussprache erleichtert. Beispiel: Gans - Gan(t)s, Amt - Am(p)t

23
New cards

Was ist die g-Tilgung? Erläuten Sie und geben Sie ein Beispiel.

Die g-Tilgung ist ein phonologisches Phänomen, bei dem der Konsonant [g] nicht ausgesprochen wird, obwohl er im Schrigftbild vorhanden ist. Beispiel: springen, singen - nur in der “-ng” Kombination

24
New cards

Was ist die oberdeutsche e-Apokope? Erläutern Sie und geben Sie ein Beispiel.

Die oberdeutsche e-Apokope ist eine Tilgung im Auslaut durch Weglassen des “e”-Lautes. Beispiel: Imperativ “fahr” statt “fahre”

25
New cards

Was ist eine Synkope? Erläutern Sie und geben Sie ein Beispiel.

Eine Synkope ist eine Tilgung in einen innenliegenden Laut. Beispiel: “goldnem” statt “goldenen”, “Himml” statt “Himmel”.

26
New cards

Was ist die Germinatenreduktion? Erläutern Sie und geben Sie ein Beispiel.

Eine Germinatenreduktion ist die Vereinfachung von ursprünglich doppelten Konsonanten zu einfachen Konsonanten im Laufe der Sprachgeschichte oder beim Sprecher. Beispiel: essen statt essn, enttäuschen, verrichten, kommen

27
New cards

Was ist die Nasalassimilation? Erläutern Sie und geben Sie ein Beispiel.

Die Nasalassimilation ist ein Prozess, bei der sich ein nasaler Laut [m], [n] an der Artikulationsort eines folgenden Lautes anpasst. Beispiel: unpraktisch - m statt n in der Aussprache

28
New cards

Was ist die Spirantisierung? Erläutern Sie und geben Sie ein Beispiel.

Die Spirantisierung ist ein phonologischer Prozess, bei der ein Plosiv zu einem Frikativ wird. Beispiel: “gut” (Standarddeutsch) - “jut” (Berlin-Dialekt)

29
New cards

Was ist die Knacklauteinsetzung? Erläutern Sie und geben Sie ein Beispiel.

Die Knacklauteinsetzung ist ein Verschluss der Glottis, es entsteht ein Verschlusslaut vor vokalisch anlautenden Silben oder Wörter. Beispiel: Apfel - Glottisschlag

30
New cards

Was ist die Auslautverhärtung? Erläutern Sie und geben Sie ein Beispiel.

Im Deutschen werden die Obstruenten stimmlos, wenn sie in der Silbenauslaut geraten. Beispiel: König - Könik (Laut wird verhärtet). Obstruenten= Konsonanten (Verschluss entsteht)

31
New cards

Erklären Sie den Aufbau einer Silbe. Erläutern Sie und geben Sie ein Beispiel.

Jede Silbe besteht aus einem Silbenkern, der von einem Vokal oder Diphtong geibildet wird und dem Silbenrand. Der Rand kann ein Anfang oder Ende sein, welcher aus mehreren Lauten besteht. Silbekern + Endrand = Silbenrein. Silbenkern = Vokal, Diphtong. Silbenrand = Anfang, Ende

32
New cards

Erläutern Sie den Begriff der zufälligen Lücke in der Phonologie und geben Sie ein Beispiel dafür.

Sind Phonem-Kombinationen, die im Deutschen zwar möglich wären, aber dennoch nicht vorkommen. Sie stellen also eine Lücke dar, welche sprachlich vielleicht noch in der Zukunft gefüllt wird. Beispiel: Blipf - könnte es theoretisch geben, tut es aber nicht

33
New cards

Erläutern Sie den Begriff der systemische Lücke in der Phonolgie und geben Sie ein Beispiel dafür.

Sind durch Lautgesetze begründet und es ist daher kein Zufall, dass es z.B. den Ausdruck Lfib nicht gibt, weil es am Anfang auf einen Liquid nicht ein stimmloser Obstruent folgen kann (Frikativ)

34
New cards

Was ist eine offene Silbe? Geben Sie ein Beispiel.

Silben, die nur aus Anfangsrand und Silbenkern bestehen, also auf einen Vokal oder Diphtong enden. Beispiel: froh

35
New cards

Was ist eine geschlossene Silbe? Geben Sie ein Beispiel.

Silben, bei denen ein Endrand vorhanden ist, also jene auf einen Konsonanten enden. Beispiel: Stein

36
New cards

Was ist eine bedeckte Silbe? Geben Sie ein Beispiel.

Silbe, die mit einem Konsonanten beginnt - also nicht mit einem Vokal anlautet. Silbenanfang ist also “bedeckt” durch einen Konsonanten. Beispiel: Tasse

37
New cards

Was ist eine nackte Silbe? Geben Sie ein Beispiel.

Silben, die keinen Anfangsrand haben. Diese kommen jedoch nur selten vor im Deutschen. z.B. gehen (zweite unbetonte Silbe)

38
New cards

Was ist der Akzent? Welche Arten von Akzent unterscheidet man im Deutschen?

Ein Akzent ist eine Hervorhebung einer oder mehrerer Silben im Wort mithilfe von der Frequenz, Dauer oder Lautverwendung. Wortakzent = normaler Akzent, distinktiver Akzent. Satzakzent: logischer Akzent, effektiver Akzent - emphatischer Akzenta

39
New cards

Was ist die Graphematik?

In der Linguistik ist die Graphematik die Teildisziplin, die sich mit dem System der Schriftzeichen aus einer Sprache und der Regeln ihrer Verwendung befasst.

40
New cards

Erläutern Sie den Begriff “Wort” auf den fünf Ebenen.

Graphematisch: ein Wort wir auf der Schriftebene durch Zwischenräume im Schriftbild gekennzeichent. Phonetisch: kleinste, durch phonetische Merkmale theoretisch isolierbare Lautsegment, das eine eigenständige Bedeutung hat. Morphologisch: Wort als paradigmatische Grundeinheit durch Flexion gekennzeichnet, Struktur nicht veränderbar. Lexikalisch: Wort ist der kleinste relativ selbststöndige Bedeutungsträger (im Lexikon kodifiziert). Syntaktisch: Wort ist die kleinste verschiebbare und ersetzbare Einheit des Satzes, jedoch nicht einfach ersetzbar.

41
New cards

Erläutern Sie die Wortdefiniton nach Bloomfield anhand eines Beispiels.

“Ein Wort ist die minimale frei Form”. Beispiel: “armer John” - Phrase also deshalb ist “armer” ein Wort.

42
New cards

Welche sind die zehn Wortarten der traditionellen Grammatik?

Verb, Substantiv, Adjektiv, Adverb, Artikel, Pronomen, Konjukation, Präposition, Interjektion, Partikel, Numeralien.

43
New cards

Welches ist der Oberbegriff für die Konjugation und für die Deklination?

Flexion

44
New cards

Was sind Synsemantika? Erläutern Sie und geben Sie ein Beispiel.

Synsemantika sind Wortarten, die ihren Sinn, nicht selbst tragen, sondern ihn im Zusammenspiel mit anderen Wörtern oder Sätzen erhalten. Beispiel: Artikel, Konjugationen, Adverbien.

45
New cards

Was sind Autosemantika? Erläutern Sie und geben Sie ein Beispiel.

Autosemantika sind Wortarten, die leichter mit dinglichen Vorstellungen verbunden werden können, bedeutungsreiche Wortarten. Beispiel: Substantiv, Adjektiv, Verb.

46
New cards

Was ist ein Morphem? Erläutern Sie und geben Sie ein Beispiel.

Ein Morphem ist die kleinste bedeutungstragende Einheit der Sprache, Beispiel: “e” in “Lache” - 1. Person Singular

47
New cards

Was ist ein Morph? Erläutern Sie und geben Sie ein Beispiel.

Ein Morph ist ein nicht klassifizierbares Morphem - oft nur beim Erwerb einer neueer Sprache vorhanden.

48
New cards

Was ist das Nullmorphem? Was ist ein Nullphonem? Erläutern Sie und geben Sie je jeweils ein Beispiel.

Ein Nullphonem ist eine Nulleinheit, die ein rein theoretisches Konstrukt darstellt, damit die binäre Arbeitsweise weiterhin eingehalten werden kann. Für das Nullphonem gilt dasselbe, nur auf einer morpholigischen Ebene. Beispiel: Kind_-Kinder

49
New cards

Was sind freie Morpheme und was sind gebundene Morpheme? Erklären Sie den Unterschied und geben Sie jeweils ein Beispiel.

Gebundene Morpheme: Morpheme, die nur in Kombinantion mit anderen Morphemen vorkommen können: (ent-) in entkommen (kommen oft bei den verschidenen Tempi vor.

Freie Morpheme sind Morpheme, die frei auftreten; Beispiel: (ich), (haus)

50
New cards

Was sind lexikalische Morpheme und was sind grammatische Morpheme? Erklären Sie den Unterschied und geben Sie jeweils ein Beispiel.

Lexikalische Morpheme sind jene, die eine sachliche Bedeutung tragen- Beispiel: Freund. Grammatikalische Morpheme tragen keine lexikalische Bedeutung, legen aber Bedeutungen im grammatischen Zusammenhang fest. Beispiel: “e” in Frage - Singular

51
New cards

Was sind unikale Morpheme? Erläutern Sie und geben Sie ein Beispiel.

Unikale Morpheme sind eine Untergruppe der gebundenen Morpheme, die nur in einer einzigen Kombination vorkommen. Beispiel: “Heidel” in “Heidelbeere”, “Sams” in “Samstag”

52
New cards

Was sind Lexeme? Erläutern Sie und geben Sie ein Beispiel.

Lexeme sind freie lexikalische Morpheme. Beispiel {Baum}

53
New cards

Was sind Allomorphe? Erklären Sie und geben Sie ein Beispiel.

Allomorphe sind verschiedene Morpheme, die dieselbe Bedeutung tragen. So wird die Bedeutung von “Nominativ Plural” durch mehrere Morpheme ausgedrückt. Beispiele: Ohren, Hunde, Kinder, Bauern, Fenster (unveränderbar)

54
New cards

Was sind homonyme Morphe? Erläutern Sie und geben Sie ein Beispiel.

Man spricht von homonymen Morphen, wenn die Gestalt zweier oder mehrerer Morphe dieselbe ist, es sich aber um unterschiedliche Morpheme handelt. z.B. Lachen (infinitiv, 1. person plural, 3. person singular) - bleibt gleich aber der Kontext verändert sich

55
New cards

Was sind diskontinuierliche Morpheme? Erklären Sie und geben Sie ein Beispiel.

Morpheme, die aus mehreren Teilformen bestehen aber dennoch ein einziges Morphen bilden. Beispiel: ge+en in {gesungen}

56
New cards

Was ist eine Apokope? Erklären Sie und geben Sie ein Beispiel.

Eine Apokope ist eine Tilgung im Auslaut. Eine Tilgung ist ein Weglassen eines sprachlichen Elements. Beispiel: e-Apokope - fahre-fahr

57
New cards

Was ist eine Synkope? Erklären Sie und geben Sie ein Beispiel.

Eine Synkope ist eine Tilgung im Inlaut. Beispiel: goldennen - goldnen / e-Verschwinden

58
New cards

Was sind Grund- oder Basismorpheme und wozu dienen sie? Erklären Sie und geben Sie ein Beispiel.

Grund- oder Basismorpheme sind jene Morpheme, die als Grundlage für die Wortbildung fungieren. Es können immer nur lexikalische Morpheme sein. Beispiel: {freund} Basismorpehm + {e} oder {lich} u.a.

59
New cards

Was sind Wortbildungsmorpheme und wie wirken Sie? Erklären Sie und geben Sie ein Beispiel.

Wortbildungsmorpheme werden an Grundmorpheme angefügt damit neue Wörter entstehen. Können gebundene grammatische oder gebundene lexikalische Morpheme sein. Wortbildungsmorpheme sind klassenbildend. Beispiel: nomina gentis - Ausübender einer Tätigkeit - Schneider, Lehrer

60
New cards

Erklären Sie den Begriff semasiologisch.

Sprachwisenschaftliche Vorgehensweise, die erforscht welche Inhalte mit bestimmten Zeichenkörper verbunden werden. Beispiel: Pferd - Gaul - Ross - sucht den Grundbegriff (Ausgangsbegriff)

61
New cards

Erklären Sie den Begriff onomasiologisch.

Die zur semasiologischer Vorgehensweise komplementäre Methode, bei der man nach Wörtern und Wortbildungen sucht, die die Srpachteilnehmer verwenden wenn sie bestimmte Inhalte ausdrücken wollen. Beispiel: Reittier (welche Synonyme gibt es noch?) - Grundbegriff schon vorhanden

62
New cards

Was sind additive Komposita? Erklären Sie und geben Sie ein Beispiel.

Bei Kompositionen werden lexikalische Morpheme oder Wortstämme miteinander kombiniert. Zwei Wörter werden rein additiv miteinander kombiniert. Es gibt welche die jedoch durch Konventionen fixiert wurden und schwer umstellbar sind. Beispiel: feucht-kalt oder süßsauer

63
New cards

Was sind determinative (hypotaktische) Komposita? Erklären Sie und geben Sie ein Beispiel.

Komposita, in denen die Einzelbestandteile nicht gleichwertig sind, etwa bei Tuchsegel oder Segeltuch. 1. Wort ist das Bestimmungswort und 2. Wort ist das Grundwort welches die grammatische Kategorie festlegt. 2 Unterkategorien: echte und unechte Komposita.

64
New cards

Was sind echte (eigentliche) Komposita? Erklären Sie und geben Sie ein Beispiel.

Echte Komposita werden ohne Flexionsfugen gebildet. Es handelt sich um ein sprachliches Zusammenrücken von Wörtern. Beispiel: Waschtag - Grundwort + Bestimmungswort

65
New cards

Was sind unechte (uneigentliche) Komposita? Erklären Sie und geben Sie ein Beispiell.

Unechte Komposita werden mit Flexionsfuge gebildet. Das Bestimmungswort steht im Genitiv der anderen Endung. "es” für starke "und “e” für schwache Flexion. Beispiel: Tageslicht, Liebesbrief

66
New cards

Was sind Flexionsfugen? Erklären Sie und geben Sie ein Beispiel.

Ist ein Laut, der zwischen uneigentliche Komposita eingeschoben wird um die Bildung zu ermöglichen. Beispiel: Liebesbrief.

67
New cards

Was sind Possesivkomposita?

Auch pars-pro-toto Bildungen genannt. Sind Komposita, die einen Teil als Ganzes heranziehen. Beispiel: Lästermaul, Milchgesciht

68
New cards

Was sind Substantivkomposita?

Komposita bestehtend aus zwei Subtantiven. Beispiel: Zugspitze.

69
New cards

Was sind Adjektivkomposita?

Komposita bestehend aus zwei Adjektiven. Beispiel: süßsauer

70
New cards

Was ist die Derivation?

Die Derivation bezeichnet die Kombination eines Wortstamms mit einem Präfix oder einem Suffix. Präfix: ver-, ent- (Vorsilben) Suffix: -ung, -heit (Nachsilbe)

71
New cards

Was sind Zirkumfixe? Erklären Sie und geben Sie ein Beispiel.

Zirkumfixe sind Affixe bestehend aus Prä- und Suffixen. Beispiel: unwillig.

72
New cards

Erklären Sie den Begriff Affix und geben Sie ein Beispiel.

Ein Affix ist ein Überbegriff für Silben, die zur Wortbildung an einem Wortstamm angehängt werden und fasst dafür Prä-, Suff- und Zirkumfixe zusammen. Beispiele: Präfix: umgehen Suffix: Dummheit Zirkumfix: Gedrungenheit

73
New cards

Was ist die Konversion?

Man spricht von einer Konversion, wenn Wörter die Wortlaut wechseln, etwa durch eine Nullabteilung. Nullabteilung = Wort bleibt unverändert, Groß- und Kleinschreibung wichtig für die Bedeutung -> Veränderung der Wortart

Beispiel: anmachen (Verb) vs. das Anmachen (Substantiv)

74
New cards

Was sind Akronyme?

Auch Initialwörter genannt, sind eine Art der Wortkürzung die von Prinzip Abkürzungen gleich aber nicht Laut für Laut ausgesprochen werden.

Beispiel: Lkw, DIN (A4)

75
New cards

Was sine Phraseologismen?

Phraseologismen sind feste Wortverbindungen einer Sprache, die im System und Satz die Funktion und Bedeutung einzelner Wörter übersehen können. Dienen der Erweiterungen des Wortschatzes.

Beispiel: „Lassen sie mal die Kirche im Dorf.“

=> wie Sprichwörter

76
New cards

Was ist die Idiomatizität?

Die Idiomatizität ist die Gesamtbedeutung einer Redewendung, welche nicht aus den Einzelteilen eines Idioms, wie Kirche oder Dorf abgeleitet werden kann. Es gibt Voll- und Teilidiomatizität.

Beispiel: Idiome wie Dorf oder Kirche im Gespräch das Thema? Voll- bzw. Teil – sagt inwiefern

77
New cards

Erklären Sie den Begriff Verbzweitsatz. Geben Sie ein Beispiel dafür!

Verb, welches für das Prädikat steht, ist an zweiter Stelle. (finites Verb).

Beispiel: Seit 40 Jahren kennt er das Orchester und seine Eigenarten.

78
New cards

Erklären Sie den Begriff Verberstsatz. Geben Sie ein Beispiel dafür”

Das finite Verb steht an erster Stelle. Bei Fragesätzen, in Ausrufsätzen und uneingeleiteten Nebensätzen.

Beispiel: Schauen Sie!

79
New cards

Erklären Sie den Begriff Verbendsatz. Geben Sie ein Beispiel dafür.

Das finite Verb steht am Satzende. Sätze in der Sprachform werden mit einem Einleitewort begonnen.

Beispiel: Ich kann nicht ausschließen, sagt sie, dass durch mich jemand leiden musste.

80
New cards

Wie heißen die Einheiten des Satzes, die über das Wort hinausgehen, in der traditionellen Grammatik?

Satzglieder, die als logisch-semantische “Bausteine des Satzes” aufgefasst werden.

81
New cards

Wie heißen die Einheiten des Satzes, die über das Wort hinausgehen, in der Valenzgrammatik?

Aktanten und Angaben

82
New cards

Wie heißen die Einheiten des Satzes, die über das Wort hinausgehen, in der generativen Grammatik?

Phrasen

83
New cards

Was ist eine Satzklammer? Erklären Sie und geben Sie ein Beispiel.

Ist das Prädikat eines Verbzweitsatzes zwei- oder mehrteilig, entsteht eine Satzklammer, die zwischen linken und rechten Klammern ein Mittelfäld trägt. Beispiel: Anja hat gestern die Vase auf den Tisch gestellt ohne Maria zu fragen. (Vorfeld - linker Teil der Stzklammer - Mittelfeld - rechter Teil der Satzklammer - Nachfeld)

84
New cards

Was ist die Verschiebeprobe? Erklären Sie und geben Sie ein Beispiel!

Wird eingesetzt, um herauszufinden, welche Wörter semantische Wortgruppen bildet. Man schaut, ob der Satz grammatisch richtig ist, indem man Satzglieder verschiebt. Was gemeinsam verschiebar ist, ist ein Satzglied.

Beispiel: Erna kocht ihren Freunden morgen rote Grütze.

Rote Grütze kocht Erna morgen ihren Freunden.

Morgen kocht Erna ihren Freunden rote Grütze.

85
New cards

Was ist die Ersetzungsprobe? Erklären Sie und geben Sie ein Beispiel!

Konstituententest, wodurch Satzteile ersetzt werden. Was gemeinsam ersetzbar ist, ist auch ein Satzglied.

Beispiel: Die gute Frau / ein Kind / Jemand macht mir Kummer.

86
New cards

Was ist die Weglassprobe? Erklären Sie und geben Sie ein Beispiel!

Werden Wörter oder Wortgruppen enfernt, bis das syntaktisch-strukturelle Minimus des Satzes übrigbleibt, ohne die grammatikalische Funktion des Satzes zu verändern.

Beispiel: Paul liebt Schokoeis- und Max liebt Vanilleeis.

Paul liebt seine Mutter, aber Karl hasst seine Mutter.

87
New cards

Was ist die Erweiterungsprobe? Erklären Sie und geben Sie ein Beispiel!

Dabei wird überprüft, ob sich die Satzglieder durch einen Nebensatz ersetzen lassen.

Beispiel:

Ohne die Hilfe einer wirksamen Schmerzmedizin sind die Kräfte auch der gutwilligsten Amateurpfleger irgendwann erschöpft.

Ohne die Hilfe einer wirksamen Schmerzmedizin sind die Kräfte jener, die helfen, irgendwann erschöpft.

88
New cards

Was ist die Frageprobe? Erklären Sie und geben Sie ein Beispiel!

Jedes Satzglied muss sich durch die Verbformen des Prädikats erfragen lassen.

Beispiel: Wer hat das Buch gekauft? Mein Vater.

89
New cards

Was ist eine Parataxe? Erklären Sie und geben Sie ein Beispiel!

Parataxen sind die Reihung von mindestens zwei Hauptsätzen welche mit Komma oder/und verbunden werden.

Beispiel: Aufzählung folgt, z.B. Zitat

90
New cards

Was ist eine Hypotaxe? Erklären Sie und geben Sie ein Beispiel!

Hypotaxen sind Satzgefügen, die aus Hauptsatz und mindestens einen Nebensatz bestehen. Hauptsätze mit einem Nebensatz sind ebenfalls eine Hypotaxe. Sind durch Subjunktionen gekennzeichnet, z.B. “weil” oder “obwohl”

91
New cards

Erklären Sie kurz den Begriff Valenz und geben Sie Beispiele von ein- zwei und dreiwertigen Verben!

Valenz nennt man die Fähigkeit von Wörtern, auf Grund ihrer Semantik Beziehungen zu anderen Wörtern herzustellen.

Einwertig: Kang springt auf.

Zweiwertig: Das Tosen füllte die Nacht aus.

Dreiwertig: Der Fluss hat das Dorf in Fetzen gerissen.

92
New cards

Was sind obligatorische Aktanten? Erklären Sie und geben Sie ein Beispiel.

Ist ein Aktant, welcher eine Leerstelle füllt, damit ein Satz vollständig ist.

Beispiel: *lachst

Du lachst.

93
New cards

Was sind fakultative Aktanten? Erklären Sie und geben Sie ein Beispiel.

Ist ein Aktant, welcher eine Leerstelle besetzt, die das finite Verb eröffnet oder nicht besetzt werden muss.

Beispiel: Am morgen hat sie von Kälteopfern gelesen.

94
New cards

Was sind freie Angaben? Erklären Sie und geben Sie ein Beispiel.

Sind Satzteile, die im Satz stehen können und keine Leerstellen besitzen. Sind nicht in Satzstellplan des Verbes verankert.

Beispiel: Kang springt auf. - Kang springt von Kälteopfern auf.

95
New cards

Erklären Sie die Begriffe Oberflächenstruktur und Tiefenstruktur eines Satzes.

Tiefenstruktur: kognitive Repräsentation

Oberflächenstruktur: tatsächliche Ausprägung eines Satzes

96
New cards

Erklären Sie kurz den Begriff der Rekursivität (Rekursion) und geben Sie ein Beispiel dafür.

Ist ein Mechanismus der Schleifenbildung, wo Output einer Ersetzung zum Input wird. Folgend geschieht eine Verschachtelung.

<p>Ist ein Mechanismus der Schleifenbildung, wo Output einer Ersetzung zum Input wird. Folgend geschieht eine Verschachtelung. </p><p></p>
97
New cards

Welche drei Ebenen der Grammatik gibt es nach Danes?

Grammatikalische Struktur, semantische Struktur und Organisation der Äußerung.

98
New cards

Erläutern Sie kurz die Satzdefinition nach Leonard Bloomfield.

Ein Satz ist eine unabhängige sprachliche Form. Bedeutet, dass ein Satz kein Teil einer größeren grammatikalischen Konstruktion ist, sondern als vollständiger Ausdruck gilt.

99
New cards

Erläutern Sie die Begriffe Thema und Rhema und geben sie je ein Beispiel dafür!

Thema = Gegenstand der Mitteilung, das Bekannte

Rhema = das thematisch Neue, das einem Satz hinzugefügt wird

Beispiel: Wenn es so ist, wie Sepp Maier sagt, dass Kahns Kopf (THEMA) sein Geheimnis birgt, sollte man es auf seinem Gesicht (RHEMA) suchen. Es ist ein knautschiges Gesicht, ziemlich alt für einen Mann von 33 Jahren, und jede Falte hat etwas zu erzählen.

100
New cards

Benennen Sie die 8 Textkonstituenten und geben Sie für 3 davon Beispiele.

  1. Sematische Kohärenz

  2. Semantische Kohäsion (Rekurrenz oder Wiederholung)

  3. Koreferenz

  4. Semantische Kontiguität

  5. Syntaktische Textkonnektoren (Konjuktionen, Adverbia)

  6. Tempus und Modus (Text Zeitform und Chronologie)

  7. Hervorhebungen und Textverweise

  8. Sprecherabsicht und Hörererwartunt