0.5. Motivation und Volition im Handlungsverlauf

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gebe Definitionen für Volition!

Beispiele für Willenstätigkeiten

  • man hat sich nach längerem Nachdenken entschlossen, Ziel A und nicht Ziel B zu verfolgen

  • man will unbedingt ein bestimmtes Ziel erreichen


Einteilung der Willenstätigkeiten (Sokolowski, 1997)

  • der willentliche Entschluss betont den richtungsgebenden Charakter des Willens

    • Was will ich? Welches Ziel strebe ich an?

  • das willentliche Handeln betont den dynamischen Charakter des Willens

    • Wieviel Energie/Aufmerksamkeit setze ich zur Erreichung eines bestimmten Ziels ein?


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Was sind Motivationsprobleme

Auswahl von Zielen und Wünschen

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was sind Volitionsprobleme

Umsetzung von Intentionen:

  • Handlungsinitiierung

  • Überwindung von inneren und äußeren Widerständen

  • Persistenz von Intentionen


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Was ist die determinierende Tendenz (Ach)

Die determinierende Tendenz

… ist jene eigentümliche Nachwirkung des Wollens, welche eine Realisierung der Absicht, des Vorsatzes nach sich zieht

... bewirkt einen geordneten Ablauf von Denkvorgängen und Handeln


→ Aufgabeneinstellungen / Aufgabeninstruktion

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Charakteristika des sog. energischen Willensaktes

  • Intensives, körperliches Spannungserleben(Mitbewegungen)

  • Bewusstseinslage der Anstrengung

  • Aktuelle Bestärkung der Absicht, die von der Person bewusst erlebt wird mit einem „Ich will!“

  • Tätigkeit wird durch innerliches Sprechen begleitet


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Wundts Kritik an Ach

  • Betrifft das systematisch experimentelle Beobachtungsverfahren:

    • wird als „Ausfrageexperiment“ bezeichnet

    • bei Reaktionsversuchen müssen Versuchsleiter und Versuchspersonen sich in getrennten Räumen aufhalten, damit die zu untersuchende Person nicht abgelenkt wird

    • Einfluss der Suggestion durch den Befrager

    • Erinnerungen können rasch „verblassen“

    • Erinnerungstäuschungen können auftreten


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Erkläre das Rubikon Modell der Handlungsphasen

  • motivationale und volitionale Phasenbeinhaltet vier Phasen:

    • Abwägen Wie werden Ziele ausgewählt?

    • Planen Wie wird die Realisierung geplant?

    • Handeln Wie werden die Pläne durchgeführt?

    • Bewerten Wie werden die Bemühungen zur Erreichung des Handlungsziels bewertet?


  • Motivation prädezisional

  • Volitional Präaktional

  • Volitional aktional

  • Motivation postaktional


  • Intentionsbildung

  • Intensionsinitiierung

  • Intensionsrealisierung

  • Intensionsdeaktivierung


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erkläre die Prädezisionale Handlungsphase!

  • Abwägen zwischen vielen Wünschen, Interessen, etc.

  • sind von den Motiven einer Person bestimmt

  • die Auswahl erfolgt nach Kriterien der

    • Realisierbarkeit (Erwartung, das Handeln zum Erfolg führt)

      • günstige Situation oder ausreichend Zeit

      • körperliche Voraussetzungen

      • Mittel zur Erreichung des Ziels

    • Wünschbarkeit (Wert des Handlungsergebnisses)

      • angenehme bzw. unangenehme Konsequenzen des Verhaltens

      • kurz- und langfristige Konsequenzen


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erkläre die Fazit-Tendenz!

Tendenz, jetzt zu einem Entschluss hinsichtlich der Realisierung eines bestimmten Wunsches/Zieles gekommen zu sein; keine Aussicht auf neuen Erkenntnisgewinn


gehört zu prädezisionalen Handlungsphase

10
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erkläre die Präaktionale Handlungsphase

  • „Überschreiten des Rubikons“

  • diese Umwandlung entspricht einem Gefühl der Entschiedenheit und Verpflichtung, diesen Wunsch auch zu verwirklichen (commitment)

  • Planungsphase; d.h. wichtige Parameter des Handlungsablaufs bzw. -beginns werden festgelegt:

    • Wann? Handlungsinitiierung

    • Wie? Handlungsausführung

    • Wie lange? Handlungsausführung

• Absichten und Vorsätze (Gollwitzer, 1993, 1999)

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was ist die Fiat Tendenz

Volitionsstärke (Stärke der Verpflichtung) und dem Grad der Günstigkeit der Gelegenheit (in Relation zu anderen günstigen Gelegenheiten)


gehört zu präaktionalen Handlungsphasen

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Erkläre die Aktionale Handlungsphase

  • Handlungsdurchführung

  • beharrliches Verfolgen des Ziels hängt von Volitionsstärke ab

  • die Volitionsstärke variiert mit der Erfahrung einer Person:

    • sie nimmt zu, wenn sich bei der Umsetzung der Handlungsabsicht Hindernisse in den Weg stellen

    • sie nimmt ab, wenn mehrere Gelegenheiten außer Acht gelassen werden


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erkläre die Postaktionale Handlungsphase

  • Festlegung von Abbruchkriterien zur Erreichung eines Handlungsziels

    • Feststellung der IST-SOLL-Diskrepanz

  • zur Deaktivierung einer Zielintention kommt es, wenn das Handlungsergebnis mit der gewünschten Zielintention übereinstimmt (Erfolg)

  • wenn nicht (Misserfolg):

    • Senkung des Anspruchsniveaus (Zielzustand)

    • Fassen neuer Gelegenheits- und Durchführungsvorsätze, die die Zielerreichung wahrscheinlicher machen

    • Aufgeben


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Handlungsphasen und Bewusstseinslagen

  • Gehen die Handlungsphasen tatsächlich mit unterschiedlichen Funktionen bei der Steuerung des Handlungsablaufes einher?

  • Unterschiedliche Funktionen entsprechen unterschiedlichen Bewusstseinslagen

  • Bewusstseinslage meint eine kognitive Orientierung (Aufgabeneinstellung), die die Aufgabenbewältigung in der jeweiligen Phase des Handlungsverlaufs erleichtert


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erkläre die Abwägende Bewusstseinslage

  • Aufgabe: Auswahl zw. vielen möglichen Zielen und Wünschen treffen

  • Realitätsorientierte kognitive Orientierung

  • Merkmale:

    • Offenheit der Informationsverarbeitung

    • Gedankliche Inhalte: Aufmerksamkeit ist auf Wünschbarkeit und Realisierbarkeit gerichtet

    • Unparteiische Verarbeitung: positive und negative Anreize sollen möglichst unparteiisch verarbeitet werden


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Erkläre die Planende Bewustseinslage

  • Aufgabe: Festlegung, wann und wie ein Ziel erreicht werden soll

  • realisierungsorientierte kognitive Orientierung

  • Merkmale:

    • Selektivität der Verarbeitung: Ausblendung irrelevanter Reize, die Zielverfolgung behindern

    • Gedankliche Inhalte: günstige Gelegenheit; Planung konkreter Handlungsschritte

    • Parteiische Verarbeitung: positive Einschätzung der Realisierung und Wünschbarkeit


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Wie kann man Unterschiede zwischen motivationalen (abwägenden) und volitionalen (planenden) Bewusstseinslagen empirisch erfassen?

Personen werden vor oder nach einer Auswahl von Handlungsalternativen (Absichtsbildung) untersucht, und zwar bezüglich (Gollwitzer, 1990)

• Gedankeninhalte

• Informationsaufnahme (z. B. Erinnerungsleistungen)

• Bewertung von Information (ausgewogene Informationsanalyse)

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erkläre Absichten und Vorsätze

Absichten (Zielintentionen; goal intentions)

• „Ich will mich gesund ernähren.“


Vorsätze (Durchführungsintentionen; implementation intentions)

•„Wenn ich heute Abend nach Hause kommen, dann esse ich einen Salat.“

• Wenn – Dann Pläne, die die Zielumsetzung spezifizieren

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Merkmale von Vorsätzen

  • Dauerhafte Aktivierung

  • Vorsätze = Wenn Situation/Reiz X eintritt, dann mache ich

  • Mentale Repräsentation von X ist „daueraktiviert“

➔ hohe Salienz und hohe Zugänglichkeit


  • Automatizität

  • Vorgenommene Aktionen Y werden automatisiert

➔geringe Belastung kog. Ressourcen, schnelle & effiziente Handlung

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Welche Interpretation des Reaktionsversuches der Messung der Willenstärke ist Möglich? (Ach)

Die gegen die Assoziation verlaufende Tätigkeit im Reaktionsversuch muss mit ausreichender “Willensenergie” versehen sein, um dagegen angehen zu können.

“Infolge dessen lässt sich gesetzmässig auch die Stärke des Willensaktes beeinflussen, der notwendig ist, damit nicht die gestiftete Assoziation, sondern der Willensakt bzw. die von diesem Vorgang ausgehende Determination den Ablauf des Geschehens bestimmt”