Pragmatik, Text-, Diskursanalyse Prof Reisigl UniVie -Karteikarten

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1
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Welche Auffassung von Sprache vertritt die Angewandte Linguistik?

Sprache als multimediales (mehrere Ausdrucksformen nutzend) semiotisches (die Zeichen betreffend) Medium (Mittel zur Kommunikation)

2
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Was bedeutet; Sprache macht Gesellschaft?

- Gesellschaft ist von Grund auf sprachlich organisiert

- über sprachliches Handeln wird gesellschaftliche, politische, wirtschaftliche Ordnung hergestellt, aufrechterhalten (Berufe in Politik, Medien etc.)

- Sprachliches Handeln erfüllt kommunikative & soziale Funktionen

3
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Welche Zeichenarten unterscheidet Bühler in seiner Sematologie? In welchem Verhältnis stehen sie zu Bühlers Sprachfunktionen?

- Symptom -> Ausdrucksfunktion des Senders: lachen, fluchen, etc.

- Signal -> Appellfunktion an den Empfänger: Aufforderung

- Symbol -> Darstellungsfunktion: Wörter, Sätze -> Sachverhalt

4
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Wie definiert Bühler Zeichen?

- ein Instrument, das zur Vermittlung von Bedeutungen dient

- Elemente, die Kommunikation ermöglichen, indem sie entweder durch symbolische, kausale oder bildliche Verknüpfungen mit den bezeichneten Dingen interagieren

5
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Was versteht Bühler unter dem Prinzip der abstraktiven Relevanz?

- nicht alles was beim Ohr ankommt hat Zeichencharakter (trotz Hintergrundgeräusche kann man Leute verstehen, Störung wird gefiltert)

- ‚man abstrahiert nach Relevanz'

6
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Wie erweitert Jakobson das Funktionen-Modell von Bühler?

3 urprüngliche funktionen (Darstellung-,Ausdruck-,Appell-,) werden durch J. von drei weiteren Funktionen ergänzt:

- formuliert somit ein sechsfaches Kommunikationsmodell, das alle Elemente der Kommunikation berücksichtigt

1. Referentielle Funktion: entspricht Bühlers Darstellungsfunktion (Inhalt/Gegenstand)

2. Emotive Funktion: entspricht der Ausdrucksfunktion (Gefühle des Sprechers)

3. Konative Funktion: entspricht der Appellfunktion (Einfluss auf den Hörer)

4. Phatische Funktion: prüft oder hält den kontakt aufrecht (‚Hallo?' ‚Hörst du mich')

5. Metasprachliche Funktion: bezieht sich auf die Sprache selbst

6. Poetische Funktion: richtet den Fokus auf die Form der Botschaft (z.b Reime, Stil)

7
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Erklären Sie das Zeichenmodell von Charles Sanders Peirce in seinen Grundzügen.

Dreigliedriges Modell:

1. Zeichenkörper; das was als Zeichen fungiert

2. Objekt; das, worauf sich das Zeichen bezieht

3. Interpretant; die Vorstellung oder Bedeutung, die das Zeichen beim Rezipienten auslöst

Ein Zeichen funktionniert nur im Zusammenhang dieser drei Elemente. Ein Zeichen verweist auf ein Objekt, indem es im Bewusstsein des Interpreten einen Interpretanten hervorruft - also eine gedankliche Bedeutung.

8
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Was versteht Peirce unter ikonischen, indexikalischen und symbolischen Zeichen?

-Ikon: Ähnlichkeit mit dem Objekt

-Index: Zeichen steht in physischer oder zeitlicher Beziehung zum Objekt

-Symbol: Bedeutung des Zeichens muss erlernt werden, Übereinkunft der Sprecher innerhalb der Sprachgemeinschaft

9
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Nennen Sie Beispiele für ikonische, indexikalische und symbolische Sprachzeichen.

-Ikon: Schild von Kreisverkehr soll aussehen wie Kreisverkehr, Messkurve -> hoher Ausschlag steht für hohen Wert, Onomatopée

-Index: Rauch als Zeichen für Feuer, Fußnoten, Fußabdrücke als Zeichen für Anwesenheit

- Symbol: rote Ampel steht für Stop, (ohne Grund, Farbe könnte ja egal sein)

10
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Was sind Quali-, Sin- und Legizeichen?

-Peirce unterscheidet zusätzlich zu ikonischen, indexikalischen und symbolischen Zeichen - auch drei Zeichenarten nach ihrer Zeichenhaftigkeit selbst (beziehen sich darauf wie das Zeichen selbst existiert)

-alles Zeichenkörper

- Qualizeichen: über die 5 menschlichen Sinne wahrnehmbar, reines Qualitätsempfinden das nicht materiell vorhanden sein muss (bsp. der bloße Farbeindruck ‚Rot')

-Sinzeichen: einmalig vorkommendes Zeichen, ein real existierendes Einzelereignis (bsp. ein bestimmter Ton, der einmal erklingt, ein Rauchsignal)

-Legizeichen: gesetzlich/konventionell geregeltes Zeichen, das verallgemeinert ist, muss durch konkrete Sinzeichen realisiert werden (bsp. ein gesprochenes oder geschriebenes Wort)

11
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Was sind Sinzeichen?

-Sinzeichen: einmalig vorkommendes Zeichen, ein real existierendes Einzelereignis (bsp. ein bestimmter Ton, der einmal erklingt, ein Rauchsignal)

12
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Was sind Legizeichen?

-Legizeichen: gesetzlich/konventionell geregeltes Zeichen, das verallgemeinert ist, muss durch konkrete Sinzeichen realisiert werden (bsp. ein gesprochenes oder geschriebenes Wort)

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Was sind unmittelbare, dynamische und logische Interpretanten?

-Interpretant = Wirkung die ein Zeichenkörper auf Interpret hat

- Unmittelbarer: Gefühle, Empfindungen

- Dynamische: Wirkung die zu Handlung führt

-Logische: Argumentationen

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Mit welchen sprachlichen Phänomenkomplexen befasst sich die Pragmatik?

-Interjektionen: Aha! Mannoman!

-Sprechakte: Haut ab! Feuer!

-Präsupposition: Wien muss wieder sicher werden.

-Deixis & Anrede: Hierher, Petra!

-Implikatur: Wie spät ist es? Die Sonne ist noch nicht aufgegangen.

15
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Was ist Pragmatik?

-Analyse von Sprachgebrauch in sozialen Zusammenhängen, natürliche Sprache

-untersucht, wie Sprache im konkreten Kontext verwendet wird

- wie Bedeutung durch Situation, Absicht und Beziehung zwischen Sprechern entsteht

- beschäftigt sich mit impliziten Aussagen, Höflichkeit, Ironie oder Deixis

16
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Welchen Beitrag hat Malinowski zur Entwicklung der Pragmatik geleistet?

Begründer der Feldforschung

17
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Welchen Beitrag hat Bühler zur Entwicklung der Pragmatik geleistet?

- Organonmodell

- sprachliche Grundfunktionen

-Unterscheidung Symbolfeld (Wörter die fest eine Bedeutung haben bsp Haus) und Zeigfeld (Wörter die nur mit Hinweis auf Kontext Sinn ergeben bsp, hier, jetzt, ich)der Sprache

18
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Welchen Beitrag hat Wittgenstein zur Entwicklung der Pragmatiik geleistet

-Sprachspiel

-Lebensform

-Gebrauchstheorie der Bedeutung

-Regelmodell

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Welche Gründe gibt es für den Aufschwung der Pragmatik in der Linguistik?

Reaktion auf abstrakte, strukturbezigene Linguistik -> Fokus auf Sprachpraxis

20
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Nennen sie wichtige Begriffsbestimmungen von ‚Pragmatik'. Von wem stammen sie?

-Morris: Studium der Beziehung zwischen Zeichen und Interpret

-Grice: Studium dessen, wie mehr kommuniziert wird, als auf wörtlicher Ebene gesagt wird

-Austin: Studium dessen, was Menschen mit Sprache und Wörtern tun

21
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Was wird unter Makro-, Mikro- & Metapragmatik verstanden und womit befasst es sich?

- Makropragmatik: gesellschaftsbezogen, größere sprachliche Zusammenhänge, Sprache im kulturellen, sozialen,politischen Kontext

- Mikropragmatik: Sprachgebrauch im kleinen, lokalen Zusammenhang, einzelne Sprechakte, konkrete Kommunikation zwischen Personen

- Metapragmatik: analysiert wie über sprachliches Handeln gesprochen oder reflektiert wird (bsp. ‚das war nicht so gemeint'), grundlegende pragmatische Bedingungen, die für das Gelingen/Misslingen von Kommunikation verantwortlich sind, man kann nicht nicht kommunizieren, jedes Verhalten ist Kommunikation, auch Schweigen

22
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In welchem Verhältnis steht Pragmatik zu Semantik?

- Semantik als Teil der Pragmatik und andersrum -> Komplementarismus sieht beides als Teile der Linguistik an die sich ergänzen

23
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In welchem Verhältnis steht Pragmatik zur älteren Sprachwissenschaft? (u.a. Ehrlichs kritik)

- Pragmatik thematisiert Bereiche die in der älteren SW vernachlässigt wurden (Sprachgebrauch im Kontext, Sprecherintention, Implizierte Bedeutung etc.)

24
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Was sind allgemeine Charakteristika der Pragmatik als sprachwissenschaftliche Subdisziplin?

- Ablehnung von abstrakter Grammatiktheorie

- Analyse von Sprachgebrauch in sozialen zusammenhängen, natürliche Sprache

- Kontextbezogenheit

- Sprecher- und Hörerperspektive

- Implizite Bedeutung

25
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Mit welchen kognitiven Phänomenbereichen befasst sich die Pragmatik?

- Sprechakttheorie, Konversationmaxime, Kooperation, Gespräcchsorganisation/-struktur

26
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Was versteht Bühler unter (1) synsemantischem, (2) sympraktischem und (3) symphysichem Umfeld der Sprache?

(1) Synsemantisches Umfeld: Äusserungen vor und nach der Äusserung, Sprachlicher Zusammenhang , auch Körpersprache (bsp. Bedeutung von ‚Bank' wird klarer wenn davor ‚Geld' oder ‚Park' steht)

(2) Sympraktisches Umfeld: Handlungszusammenhänge -> Praxen werden vollzogen, welche kommunikative oder praktische Handlungen begleiten die Sprache, Sprache wird durch Handeln ergänzt (bsp. wenn jemand sagt ‚gib mir das' und dabei auf ein Glas zeigt klärt die geset die Bedeutung

(3) Symphysisches Umfeld: physischer kontext der sich mit Sprache verbindet, gemeint ist das außersprachliche, sinnlich erfahrbare Umfeld (bsp. ‚es ist kalt hier' hat je nach raum oder Wetter eine andere Bedeutung oder Wirkung

27
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Welche Sprachfunktionen unterscheidet Bühler?

1. Darstellungfunktion; Sprache stellt Sachverhalte dar, Fokus liegt auf gegenstand/Objekt

2. Ausdrucksfunktion; Sprache drückt etwas über den Sprecher aus, Sprache wird zum Anzeichen innerer zustände

3.; Appellfunktion; Sprache zielt auf Empfänger und will ihn beeinflussen

28
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Welche Sprachfunktionen unterscheidet Jakobson?

1. Referentielle Funktion; Vermittlung von Informationen über die Welt (Fokus=Gegenstand)

2. Expressive Funktion; Ausdruck der Gefühle, Haltung, meinung des Sprechers (Fokus=Sprecher)

3. Konative Funktion; soll Empfänger zu Reaktion oder Handlung bewegen (Fokus=Empfänger)

4. Phatische Funktion; Aufbau, Aufrechterhaltung oder Beendigung des Kontakts (Fokus=Kontakt/Kanal)

5. Metasprachliche Funktion; Sprache wird verwendet um über Sprache selbnst zu sprechen (Fokus=Code/Sprache als System)

6. Poetische Funktion; Betonung der Form der Sprache selbst (Fokus=Mitteilung selbst/Botschaft)

29
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Was ist die ‚phatic communion' (Malinowski) und phatusche Sprachfunktion (Jakobson)?

-phatic communion: Sprachverwendung, Small Talk

- Phatische Sprachfunktion: Kontaktfunktion (Grußformeln, ‚mhm', flüstern)

30
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In welchem Verhältnis steht Indexikalität zu Deixis?

- Indexikalität = Eigenschaft eines Zeichens (nicht nur Sprache! Rauch ->Feuer,Zeiger auf Uhr ->Uhrzeit), dessen Bedeutung sich nur durch den Kontext erschließen lässt

- Indexikalität ist der Oberbegriff

- Deixis ist sprachliche Indexikalität

- deiktische Ausdrücke wie ‚ich' ‚du' ‚hier' ‚jetzt' sind sprachliche indexe die ihre Bedeutung nur durch den konkreten Sprachkontext erhalten

- nicht jede Indexikalität ist sprachlich oder deiktisch

31
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Was ist Deixis?

Bezeichnet sprachliche Ausdrücke deren Bedeutung nur im Kontext der Äusserung klar wird (‚ich' ‚Hier' ‚morgen')

32
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Was versteht Bühler unter der Orgio?

Orgio ist der Nullpunkt der Deixis; also der Bezugspunkt von dem aus deiktische Ausdrücke wie ich, hier jetzt verstanden werden; auch bekannt als der Standort des Sprechers im Moment des Sprechers -> in Raum, Zeit und Person

33
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Erläutern Sie den Begriff des Zeigfelds in der Sprache.

- bezeichnet den Teil der Sprache, mit dem wir auf etwas in der Situation zeigen - wer spricht, mit wem, wo,wann

- diese Wörter sind immer deiktisch

- sprachliche Werkzeugkasten zum zeigen

- Deixis=das Prinzip von Zeigwörtern

- Zeigfeld=der platz im Satz für diese Wörter

34
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Welche Grundformen der Deixis lassen sich unterscheiden?

1. Personendeixis (ich,du,er)

2. Ortsdeixis (hier,dort,da)

3. Temporal-/Zeitdeixis (jetzt,heute,gestern)

4.Sozialdeixis (Höflichkeitsform Sie vs du)

5. Diskursdeixis (‚das habe ich gesagt' verweist auf vorher Gesagtes)

6. Modale Deixis (Einstellung des Sprechers - vielleicht,...)

35
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Was versteht die funktionale Pragmatik unter deiktischer Prozedur?

Orientierungsprozedur, die ein Sprecher mit einem deiktischen Ausdruck beim Hörer in Gange setzt

36
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Erläutern Sie die Begriffe (1) Anadeixis und (2) Katadeixis.

(1) Rückverweis, Fokus auf zuvor Gesagtes/Geschriebenes

(2)Vorverweis, Fokus aus mündlich/schriftlich Nachfolgendes

37
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Was ist (laut funktionaler Pragmatik) der Unterschied zwischen Deixis und Phorik?

- Deixis: ich, hier (aktueller allgemeiner Kontext)

- Phorik: er, sie (als Referenz auf vorher genanntes

38
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Welche deiktischen Verweisräume unterscheidet die funktionale Pragmatik?

Sprechsituation, Rederaum, Textraum, Vorstellungsraum

39
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Welche Typen sprachlicher Unglücksfälle (infelicities) unterscheidet Austin?

- Misfire: Handlung kommt nicht zustande weil äußere Bedingungen nicht erfüllt sind (jmd sagt ‚ich erkläre euch zu Mann und Frau' ist aber nicht befugt das zu tun->ungültiger Sprechakt) Spechaktt scheitert formal

- Abuse: Sprechakt wird formal korrekt ausgeführt, abr nicht ernsthaft/aufrichtig gemeint (jmd entschuldigt sich nur zum Schein) Sprechakt scheitert in der Absicht oder Ehrlichkeit

40
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Erläuern Sie den Begriff perlokutionärer Effekt (vs perlokutionärer Akt).

- Perlokutionärer Akt: die gezielte Handlung mit der der Sprecher beim Hörer etwas bewirken will (du solltest heute einen Regenschirm mitnehmen)

- Perlokutionärer Effekt: die tatsächliche Wirkung, die beim Hörer ausgelöst wird-egal, ob beabsichtigt oder nicht (ein Satz -egal wie er beabsichtigt ist kann abhängig vom Hörer,Situation,Tonfall z.bsp. Freude,Misstrauen oder Peinlichkeit auslösen)

41
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Was ist eine Proposition?

- der inhaltliche Kern einer Aussage (das was über die Welt ausgesagt wird unabhängig davon, wer es gesagt hat oder wie es gesagt wird

-Hat einen Wahrheitswert

42
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Was wird unter Referenz, Referenzakt verstanden?

Herstellung eines Weltbezugs, einer Beziehung zwischen

Sprecher:in und Außersprachlichem, mittels Eigennamen,

Pronomina und verschiedener Nominalausdrücke

43
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Was wird unter Prädikation, prädikativem Akt verstanden?

Verfahren, bei dem mittels grammatischer Prädikate referenziell

identifizierten Personen, Dingen und Ereignissen Eigenschaften

zugeschrieben oder abgesprochen werden

(Prädikativer Akt = jemand sagt jetzt über etwas etwas aus)

44
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Welche terminologische Differenzierung schlägt die funktionale Pragmatik (in Abgrenzung von der klassischen Sprechakttheorie Austins und Seales) für sprachliches Handeln vor?

- funktionale Pragmatik will sprachliches Handeln nicht nur formal, sondern funktional und sozial eingebettet beschreiben. Sie erweitert die Sprechakttheorie um realistische, interaktive und kontextbezogene Perspektiven

45
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Was sind deiktische Prozeduren?

- sprachliche Mittel des Zeigfeldes

- orientieren die Aufmerksamkeit auf ein Element im Verweisraum

- verweisen auf ich, du, hier, dort, heute, das, ...

- (Abgrenzung zum Symbolfeld: dieser Baum hier (Zg) -vs- Der Baum (Sym))

46
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Was sind symbolische Prozeduren?

- sprachliche Mittel des Symbolfeldes

- stellt Sachverhalte unabhängig von der konkreten Situation dar

- zeigt nicht sondern bezeichnet

- benennt Objekte, Sachverhalte

- ermöglicht abstrakte, allgemeine Aussagen ( Ein Baum ist eine Pflanze, Gestern ist Folgendes passiert...)

- (Abgrenzung zum Zeigfeld: dieser Baum hier (Zg) -vs- Der Baum (Sym))

47
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Was sind malende/expressive Prozeduren?

- sprachliche Mittel des Malfeldes

- Ausdruck von Gefühlen, Bewertungen, Einstellungen und Perspektiven

48
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Was sind expedetive/lenkende Prozeduren?

- sprachliche Mittel des Lenkfeldes

- dient der Handlungssteuerung, koordiniert soziale Abläufe, Einflussnahme auf andere

- komm her, das darfst du nicht, lass uns anfangen

49
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Was sind operative Prozeduren? Welche * werden in der Funktionalen Pragmatik unterschieden?

- sprachliche Mittel des Arbeitsfeldes

- dient der Organisation des Gesprächs, Sicherung vom Verstehen, klärt Bedeutungen

- bezieht sich nicht auf Welt oder Gefühle sondern auf den kommunikativen Prozess selbst

Unterscheidungen:

- Anapher

- Katapher

- Determinator (der, ein)

- Konjunktor (und)

- Subjunktor (weil)

- Relativum (der, wo)

- Kasussuffix (-s)

50
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Was versteht die Funktionale Pragmatik unter sprachlichen Handlungsmustern?

- Tiefenstrukturen sprachlichen Handelns

51
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Welche Typen von Sprechakten/Sprechhandlungen können unterschieden werden?

1. Expressive Sprechhandlungen: Dank, Entschuldigung, Bedauern, expressiver Fluch (drückt Gefühle, Einstellungen, Bewertungen aus)

2. Informative Sprechhandlungen:

- Assertiva: Behauptung, Bejahung, Prognose, Bekräftigung(etwas über die Welt behaupten, darstellen, feststellen)

- Quaestiva: Frage, Nachfrage, Rückfrage etc.

3. Handlungskoordinierende Sprechhandlungen:

- Deklarativa: Namensgebung, Nominierung, Kündigung, Bescheinigung, Urteilsspruch

-> Änderung der Wirklichkeit

- Direktiva: Vorschlag, Tipp, Bitte, Verbot, Warnung, Drohung

- Komissiva: Versprechen, Angebot, Ankündigung, Erlaubnis, Eid

-> (letzte beide) Planung und Verpflichtung

52
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Was ist ein indirekter Sprechakt/indirekte Sprechhandlung?

- sagen nicht direkt was sie meinen, Intention liegt zwischen den Zeilen (Kannst du mir das Salz reichen, Es ist kalt hier, Du bist ja noch nicht fertig)

zum verständnis, nicht lernen: Indirekte Sprechakte kombinieren oft mehrere sprachliche Felder: bsp. Zeigfeld (hier, jetzt), Lenkfeld (könntest du), Malfeld (leider, schade)

53
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Was versteht Grice unter dem Kooperationsprinzip?

- Konzept welches Kontrast zwischen wörtlich Gesagtem und intentional Gemeintem erfassen soll

- kurz: man bemüht sich, im Gespräch zu kooperieren

- Sprecher und Hörer gehen davon aus, dass Gesprächsteilnehmer sich so verhalten, dass Kommunikation sinnvoll und verständlich abläuft

- legt Rahmen in dem Kommunikation ablaufen kann fest

- wird durch 4 Konversationsmaximen konkretisiert

54
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Was versteht Grice unter Konversationsmaximen? Welche * unterscheidet er?

- Strategien für kooperative Kommunikation die stillschweigend vorrausgesetzt sind

1. Maxime der Qualität: Sage nur Wahres! (Verstoß: Ironie)

2. Maxime der Qualität: Sage nur Nötiges! ( Verstoß: Pleonasmus ‚ein Kreis ist rund'

3. Maxime der Relation: Sag nur Relevantes! (Verstoß: abrupter Themenwechsel)

4. Maxime der Art und Weise: Sei klar und eindeutig! (Verstoß: euphemistische Paraphrase)

55
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Was versteht Grice unter Sprecher:Innenbedeutung?

- Bedeutung die der Sprecher mit einer Äußerung beabsichtigt

- z.Bsp. kannst du das Fenster öffnen

56
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Von welchen zentralen Annahmen geht linguistische Diskursanalyse aus?

1. Ablehnung einer kontextfreien, rein formalen Betrachtung von Sprache

2. Fokus auf den Handlungscharakter von Sprache, auf Sprache im sozialen Gebrauch und ihre Funktionen

3. Diskurse als situational, sozial, historisch, ..., kontextabhängige Phänomene

4. Diskursanalyse nicht nur als Sprachanalyse, sondern auch als Gesellschaftsanalyse, historische Analyse,...

5. Realitätskonstitutive Kraft von Diskurs

57
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Welche Kontextverständnisse gibt es in der linguistischen Diskursanalyse?

- enges verständnis: sprachlicher kontext & unmittelbarer Situationskontext

- weites verständnis: soziale, politische, historische etc. Faktoren des Sprachgebrauchs

58
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Welche Anwendungs-, Problem-, & Themenbezüge sind für die linguistische Diskursforschung zentral?

- Diskriminierung, Sprachbarrierenforschung, Sprach(en)politik, Geschichte, Identitätsforschung, Klimawandel

59
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Welche Analyseschritte sind für die diskursanalytische Forschungspraxis wichtig?

- Aktivierung des theoretischen Vorverständnisses

- Datenerhebung & Sammlung von Kontextinformationen

- Materialaufbereitung

- Präszisierung der Fragestellung & Hypothesenformulierung

- qualitative Pilotanalyse

- detaillierte Analyse

- Formulierung der kritik

- gesellschaftliche Verwertung der Forschungsergebnisse

60
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In welchem Verhältnis stehen die Pragmatik, Textlinguistik und Diskursanalyse zueinander?

alle drei sind sind subdisziplinäre Perspektiven der Angewandten Linguistik

61
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Was versteht C.Morris unter (1) Pragmatik (2) Syntax und (3) Semantik?

(1) ‚the study of the origin, use and effect of signs'

(2) ‚the study of formal relations of signs to one another'

(3) ‚the study of signification in all modes of signifying'

62
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Inwiefern ist Diskurs eine kommunikative Grosseinheit?

- Diskurs schafft, verändert soziale Wirklichkeit

- Diskurs setzt sich aus Texten, Gesprächen, Interaktionen, Bildern und anderen semiotischen Handlungseinheiten zusammen

- Diskurs ist sozial konstituive und konstituierte Praxis

- Diskurs ist in Handlungsfeldern situiert

- Diskurs ist historisch veränderlich, geht mit sozialem Wandel einher

63
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Was ist Semiotik?

Die Lehre von Zeichen in allen Lebensbereichen

64
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Was ist Semiologie nach Saussure?

Wissenschaft, die das Leben der Zeichen im Rahmen des sozialen Lebens untersucht

65
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Was ist Sematologie nach Bühler?

Organon-Modell: Ausdruck, Appell, Darstellung

66
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Erklären Sie Ferdinand de Saussures Zeichenkonzept.

-Signifikat (Bezeichnete:Inhalt) vs. Signifikant (Bezeichnende: Buchstaben, Laute)

-Vorstellung + Lautbid= Zeichen

- Arbitrarität von Zeichen: beliebige Verbindung Signifikat & Signifikant

-Linerrität: Hörbares verläuft ausschliesslich in der Zeit

67
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Wie sieht Saussure das das Verhältnis zwischen Linguistik und Semiologie?

Linguistik als eine spezifische Disziplin innerhalb der Semiologie, die sich allgemein mit Zeichen und ihren Bedeutungen beschäftigt, wie Gesten, Bilder, Symbole

68
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Was versteht Bühler unter dem Prinzip der apperzeptiven Ergänzung?

-wenn man nicht alle Teile eines Satzes hört wird der Rest durch sprachliches Wissen ergänzt

69
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Was sind Qualizeichen?

- Qualizeichen: über die 5 menschlichen Sinne wahrnehmbar, reines Qualitätsempfinden das nicht materiell vorhanden sein muss (bsp. der bloße Farbeindruck ‚Rot')

70
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Was ist ein Sprechakt?

- Konstative Äußerungen, also wahr oder falsch (Heute schneit es)

- Performative Äußerungen, vollziehen Handlung (Hiermit taufe ich dich Peter)

- Aber auch konstative Äußerungen können mit Handlungen vollzogen werden

- ->alle Äußerungen sind Handungen -> Unterscheidung in Teilhandlungen

71
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Welche Teilhandlungen eines Sprechakts unterscheidet Austin?

1. Lokutiver Akt: Handlung des Sagens/Äußerns (dreigliedrig):

- phonetischer Akt: Geräusche,Laute,Töne

- phatischer Akt: gramm. Verwendung von Ausdrücken

- rhetischer At: Gebrauch von Wörtern

2. illokutionärer Akt: Handlung, die man vollzieht, indem man spricht (warnen,fragen)

3.perlokutionärer Akt: Handlung, die man beim Reden zu bewirken intendiert (aufmerksam machen)

72
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Welche Bedingungen müssen erfüllt sein, damit ein Sprechakt gelingt/glückt?

es ist nötig, dass die Umstände unter denen die Worte geäussert werden, in bestimmter Hinsicht passen

73
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Welche Teilhandlungen eines Sprechakts unterscheidet Searle?

− Was ist der Äußerungsakt bei Searle? Phonologisch-grammatische Form

− Was ist der propositionale Akt bei Searle? Satzinhalt

− Was ist der illokutive Akt bei Searle? Funktion/Zweck

− Was ist der perlokutionäre Akt bei Searle? Wirkung

74
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Welche fünf sprachlichen Felder und sprachlichen Prozeduren unterscheidet die Funktionale Pragmatik?

1. Symbolfeld

2. Zeigfeld

3. Lenkfeld

4. Malfeld

5. Arbeitfeld

75
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Was ist eine konversationelle Implikatur?

-Umdeutung und Ergänzung des wörtlich Gesagten -> Schlussfolgerung

- wird aktiviert wenn wörtliche Bedeutung den Maximen widerspricht

- Interagierende müssen Wissenselemente beisteueren + die tatsächlich gemeinte Bedeutung erschliessen

76
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Welche Eigenschaften weisen konversationelle Implikaturen auf?

kalkulierbar, annulierbar, kontextabhängig, nicht eindeutig, universell

77
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Was sind Präsuppositionen?

- selbstverständliche Voraussetzung, die Sprecher mit einemSatz verbinden, damit dem Satz ein Wahrheitswert zugeordnet werden kann

- gilt als Hintergrundwissen

Beispiel

„Lea hat aufgehört zu rauchen."

• Behauptung: Lea raucht jetzt nicht mehr.

• Präsupposition: Lea hat früher geraucht.

78
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Welche Eigenschaften weisen Präsuppositionen auf?

- setzen immer etwas als wahr voraus

- besteht auch noch unter Negation

Leaa hat nicht aufgehört zu rauchen."

→ Die Präsupposition (Lea hat früher geraucht) bleibt bestehen.

79
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Was sin Implikationen?

- logisch-semantische Folgerung

- Schlüsse aufgrund der Kenntnis der wörtlichen Bedeutung von Ausdrücken

80
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Wodurch unterscheiden sich Präsuppositionen von Implikationen?

- Präsupposition: stilles Vorwissen, das als gegeben angenommen wird, bleiben auch unter Negation erhalten, bilden den Hintergrund einer Äusserung -> sind vorrausgesetzt

- Implikatur: mitgemeinte Bedeutung, die erschlossen wird, entstehen aus Kontext -> nicht vorrausgesetzt

81
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Welche Typen von Präsuppositionen lassen sich unterscheiden?

1.existenzielle P: setzen Existenz von Personen oder Sachverhalten voraus Bsp. ‚Der Hund schläft' setzt vorraus dass es einen bestimmten Hund gibt

2.Faktive P: setzen vorraus, dass bestimmter Sachverhalt wahr ist. Ausgelöst durch Verben wie bedauern, merken Bsp. ‚Sie weiss, dass die Klausur schwer ist' ->Die Klausur ist schwer

3.Nicht-faktive P: setzen vorraus, dass Sachverhalt nicht real oder unsicher ist. Ausgelöst durch Verben wie behaupten, sich einbilden Bsp. ‚er träumt, dass er reich ist' ->Er ist nicht reich

4.Kontrafaktische P: setzen voraus, dass das Gegenteil der geäusserten Aussage der Fall ist Bsp. ‚Wenn ich Zeit hätte würde ich kommen.' ->Ich habe keine Zeit

5.Lexikalische P: entstehen durch Bedeutung einzelner Wörter, oft bei Veränderungs- oder Wiederholungsverben Bsp. ‚Er hat wieder verschlafen' ->Er hat schon früher verschlafen

6.Strukturelle P: ausgelöst durch bestimmte Satzstrukturen, vor allem W-Fragen Bsp. ‚Wann hast du das Buch gelesen?' ->Du hast das Buch gelesen

82
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Welche Funktionen des Impliziten unterscheiden Linke, Nussbaumer 2000?

Minimierung des sprachlichen Aufwands, Gruppenzugehörigkeit, Andeutung, negative Höflichkeit, Ironie, Vorläufigkeiten

83
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Was ist Höflichkeit?

- gesprächsrelevanter Grundwert

- kultureller und sprachlicher Phänomenkomplex

- eng mit Implizitheit verbunden

84
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In welchen sprachlichen bereichen amnifestiert sich Höflichkeit besonders deutlich?

- zwischenmenschliche Beziehungsgestaltung

- Appelfunktion von Sprache (Bühler)

- Konative, Phatische Sprachfunktion (Jakobson)

- Illokutiver Zweckbereich der Handlungskoordination

85
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Welche Funktionen erfüllt Höflichkeit?

- Anredeverhalten, Frage- und Aufforderungsverhalten

86
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Was verstehen Brown und Levinson unter ‚Gesicht' sowie ‚positivem' und ‚negativem Gesicht'?

- Gesicht= das öffentliche Selbstbild, das eine Person in sozialen Interaktionen anerkannt wissen möchte

- positives Gesicht: Bedürfnis einer Person gemocht und wertgeschätzt zu werden. ->Wunsch nach Anerkennung

- negatives Gesicht: Bedürfnis einer Person nicht eingeschränkt oder bevormundet zu werden, Handlungsfreiheit und Autonomie zu bewahren.-> Wunsch nach Freiheit

87
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Was sind laut Brown und Levinson gesichtsbedrohende Akte?

- Akte, die das positive Gesicht des Hörers bedrohen: Kritik, Alehnung, Spott, Widerspruch, Vorwürfe

- Akte, die das negative Gesicht des Hörers bedrohen : Befehle, Forderungen, Einmischung

- Akte, die das positive Gesicht des Sprechers bedrohen: Rechtfertigung, Selbstwiderspruch, Beichte

- Akte, die das negative Gesicht des Sprechers bedrohen: bedanken, entschuldigen

88
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Was sind laut Brown und Levinson gesichtsbeschützende Akte?

- Handlungen oder Äusserungen, die darauf abzielen, das soziale Gesicht einer Person zu bewahren

- helfen, den Respekt des Gesprächspartners zu erhalten

89
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Wie definiert die Funktionale Pragmatik Text? (Textbegriff der Funktionalen Pragmatik)

- Text als kommunikative Einheit die Bedeutung kriegt durch gegenseitige Bezugnahme von Zeichen und deren Interpretation

- Gesamtheit von Aussagen, die in interaktion miteinander stehen

90
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Wie definiert die Funktionale Pragmatik Diskurs? (Diskursbegriff der Funktionalen Pragmatik)

- Form von Kommunikation, die über den einzelnen Text hinausgeht

- umfasst alle sprachlichen Handlungen, die in einer sozialen Interaktion getätigt werden

- dynamisch und verändert sich kontinuierlich durch Austausch von Äußerungen

91
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Wie stehen Text und Diskurs im Verhältnis zueinander?

- interdependentes Verhältnis

- Text wird erst im Diskurs zu vollständigem Kommunikationsakt

- Text = bestimmte sprachliche Form; Diskurs = lebendiger Prozess

92
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Mediale und konzeptionelle Mündlichkeit sowie mediale und konzeptionelle Schriftlichkeit

- Mediale Mündlichkeit: mündliche Kommunikation

- Konzeptionelle Mündlichkeit: kognitive Prozesse verbunden mit mündlicher Kommunikation

- Mediale Schriftlichkeit: schriftliche Kommunikation

- Konzeptionelle Schriftlichkeit: kognitive Prozesse verbunden mit schriftlicher Kommunikation

93
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Textualitätskriterien nach Hausendorf und Kesselheim

- verschiedene Hinweise, die einen Text als kohärent und strukturiert bezeichnen:

1. sprachliche Verknüpfungen (Kohäsion)

2. logische un inhaltliche Verknüpfung (Kohärenz)

3. Thematische Struktur

4. Pragmatik

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7 Textualitätskriterien nach Beaugrande und Dressler

1. sprachliche Verknüpfungen (Kohäsion)

2. logische un inhaltliche Verknüpfung (Kohärenz)

3. Absicht des Verfassers den Text verständlich zu gestalten (Intentionalität)

4. Verständlichkeit des Textes für Rezipienten (Akzeptabilität)

5. Grad an Informationsgehalt des Textes (Informativität)

6. Bezugnahme auf andere Texte und Integration von äusserem Wissen (Intertextualität)

7. Situationalität (kp)

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Was ist Kohäsion? Welche Sprachlichen Mittel stiften auf der Textoberfläche

Kohäsion?

- syntaktisch konstituierter Textzusammenhang auf textueller Oberfläche

- z.bsp Wiederholung von Wörtern, Parallelismus, deiktische Ausdrücke (dort), Tempus, Modus, Konnektoren (und)

- Kohäsion unterstützt Kohärenz

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Was ist Kohärenz?

- semantischer Zusammenhang

- Sinnhaftigkeit als Ergebnis kognitiver Prozesse

- Grundlage: im Gedächtnis gespeichertes Wissen

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Inwiefern trägt Intentionalität zur Textformation bei? Welche sprachlichen

Mittel und welches Prinzip hängen mit Intentionalität zusammen?

- auf Einstellung des Textproduzents bezogen

- Absicht des Verfassers, den Text verständlich zu gestalten

- Grundlage: Gesprächspartner müssen kooperativ sein

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Inwiefern ist Akzeptabilität ein Textualitätskriterium?

- Verständlichkeit und Akzeptanz des Textes für Rezipienten

- bezieht sich auf die Einstellung des Textrezipienten, einen nützlichen Text anzunehmen

- Akzeptabilität muss nicht mit Grammatikalität korrelieren

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Was ist Intertextualität?

- alle Elemente eines Einzeltextes, die im Text Bezüge zu anderen Texten herstellen

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Was ist Textexemplar, eine Textsortenvariante, eine Textsorte, eine Textklasse, ein Texttyp?

- Textesemplar = konkreter Text

- Textsortenvariante = eine von mehreren Ausprägungen einer Textsorte

- Textsorte = sprachlicher Handlungstyp mit Struktur

- Textklasse = abstrakt typisierende Gruppierung von Texten

- Texttyp = abstraktes Vertextungsmuster, das in konkreten Texten realisiert wird