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Kindertagesstätte
Kindertagesstätte [auch: (Ganz-)Tageseinrichtungen] Kindertagesstätten sind außerschulische Einrichtungen auf freiwilliger Basis für Kinder bis zum zwölften Lebensjahr. Sie werden dort halbtags, ganztags oder nachts von pädagogischem Fachpersonal betreut. Kindertagesstätten ergänzen die Erziehung in der Familie.
Problemlagen
Erwartungen, Leistungsdruck, Weltanschauungen, Interesse, Erziehungsstile, geistige, emotionale und soziale Fähigkeiten, Kindergarten-Gruppen.
Erwartungen
Erwartungen zwischen den an der Erziehung beteiligten Personen widersprechen sich. So können sich die Erwartungen von den Erziehern, den Eltern und dem Träger der Einrichtung bezüglich Erziehung, pädagogischer Umsetzung, Förderbedarf etc. unterscheiden, was zu Konflikten führen kann.
Leistungsdruck
Die Eltern erzeugen auch oft einen unnötigen Leistungsdruck. Sie haben (zu) hohe Erwartungen, was ihre Kinder vor allem im Vorschulalter leisten bzw. können sollen und erwarten Vorschulangebote, die die Kinder überfordern können. Jedoch fördern nicht nur geplante, vorgegebene Aktivitäten, sondern gerade das freie Spiel die Entwicklung der Kinder.
Weltanschauungen
Die Weltanschauungen (z. B. bezüglich Religion, Lebensstil, ethischer Vorstellungen) des Personals bzw. des Trägers und die der Erziehungsberechtigten weichen stark voneinander ab. Dann ist eine sinnvolle Zusammenarbeit zum Wohle des Kindes nur schwer möglich. Träger von Kindertageseinrichtungen sind meistens die Kirchen. So kann es Konflikte im Hinblick auf die Grundsätze der (christlichen) Träger und denen der anders- oder nicht gläubigen Eltern kommen.
Interesse
Die Eltern zeigen mangelndes Interesse an der pädagogischen Arbeit und am Kindergartenalltag (z. B. keine oder wenig Zusammenarbeit/Absprache, keine Teilnahme an Veranstaltungen/Elternabenden…). Eine intensive Kooperation und gemeinsame Zielformulierung sind jedoch für die Förderung und positive Entwicklung des Kindes unerlässlich.
Erziehungsstile
Eltern und Einrichtung wenden unterschiedliche Erziehungsstile an. Wenn Kinder zuhause anders erzogen werden (z. B. Laissez-faire oder autoritär) als in der Kindertagesstätte (demokratischer Erziehungsstil), führt dies bei den Kindern oft zu Verunsicherung und unerwünschtem Verhalten. Sie interpretieren beispielsweise das weniger strenge Verhalten des Erziehers als Schwäche, wenn sie vor allem Strenge und regelmäßige Bestrafung gewohnt sind oder kommen nur schwer mit den Regeln und Strukturen der Tagesstätte zurecht, wenn ihnen zuhause keine Grenzen gesetzt werden.
Geistige, emotionale und soziale Fähigkeiten
Die Kinder zeigen unterschiedliche geistige, emotionale und soziale Fähigkeiten, was eine besondere Herausforderung oder gar Überforderung für die Erzieher darstellt. Mögliche Defizite, Sprachprobleme und Verhaltensauffälligkeiten, die sich aus der unterschiedlichen Herkunft der Kinder und entsprechend unterschiedlichen Voraussetzungen ergeben, können die Erzieher selten ausgleichen. Somit ergibt sich auch eine unterschiedliche Chancengleichheit bei Schuleintritt. Die Grenzen der pädagogischen Arbeit in einem regulären Kindergarten zeigen sich dort, wo eigentlich sonderpädagogische Maßnahmen notwendig wären.
Kindergarten-Gruppen
Die einzelnen Kindergarten-Gruppen sind meistens sehr bzw. zu groß (20 bis 25 Kinder werden i. d. R. von 2 Fachkräften – Erzieherin und Kinderpflegerin – betreut). Für eine intensive, individuelle Betreuung bleibt dann zu wenig Zeit, die Erzieher können sich nicht ausreichend um das einzelne Kind kümmern (vor allem bei personellen Engpässen).