Konsumentenpsychologie EH 1

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1
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Wie wird die Wirkung von Werbung beschrieben?

als sehr polarisierend: positiv (Ästhetik, Information, Unterhaltung) aber auch negativ (aufdringlich, manipulativ)

Werbung wird nicht aktiv gesucht sondern vermieden

2
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Was ist ein häufiger Denkfehler bei Menschen bezüglich der Beeinflussung von Werbung?

die meisten Menschen denken, sie sind mehr immun gegen Werbung als ihre Mitmenschen

3
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Was entwickeln Konsumenten durch den Kampf um die Aufmerksamkeit (Informationsflut)?

verhaltensbezogene Vermeidung:

Strategien gegen die Werbung (Ad-Blocker, Zapping, Spamordner E-Mails) > Konsumenten überschätzen sich aber mit der Werbevermeidung

4
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Führt eine Verarbeitung von Werbung direkt zu einem Kauf?

Nein

5
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Was sind die 3 Grundfragen der Werbung?

  • Wie schaffen wir eine positive Einstellung gegenüber Produkt/DL?

  • Kann man werben, ohne das Beworbene selbst gut zu finden?

  • Setzt Werben ein Interesse voraus? Nein

6
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Was ist das Hauptziel der Werbung?

Verhalten (Kaufentscheidungen) beeinflussen

7
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Was sind die Ziele der Werbung bezogen auf Konsumenten?

soll Konsumenten informieren, motivieren (aktivieren/emotionalisieren), sozialisieren, verstärken, unterhalten

8
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Was sind 2 wichtige Ziele der Werbung für Unternehmen?

Verkaufen (Umsatz), Vorprägen (Markenbilder im Gedächtnis verankern > Markenimageaufbau)

9
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Welche marktstrategischen Ziele werden genannt?

Einführung (Verbraucherinteresse + positive Einstellung), Durchsetzung (Konkurrenzabgrenzung), Verdrängung der Konkurrenz, Expansion

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Welche Funktionen bieten Modell der Werbewirkung?

  • Erklärung über Entstehung der Werbewirkung

  • Ableitung von Gestaltungsempfehlungen

  • Festlegung angemessener Testmethoden für Messung von Werbewirkung

  • Begründung von Werbezielen (Aufmerksamkeit, Werbebotschaftverständnis, Einstellungsänderung)

11
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Welche 3 Arten der Werbewirkungsmodelle werden unterschieden?

mechanistische Ansätze, hierarchische Modelle, Zwei-Prozess-Modelle

12
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Erkläre die Stimulus-Response-Theorien!

Konsumentenverhalten = direkte Reaktion auf externe Reize, dadurch Verhalten vorhersehbar

  • unterschiedliche Gründe (Einstellungen, Motive) der Konsumenten werden nicht berücksichtigt

  • wenn Werbung nicht zum Kauf führt, ist die Werbung (Stimulus) schuld! Dann muss man lt. dem Modell die Werbung so lang verändern, bis die Kunden das Produkt automatisch kaufen

13
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Was ist die Kritik zu den Stimulus-Response-Theorien?

  • gelten als veraltet, weil psychologische Prozesse zwischen Reiz + Reaktion ignoriert werden (Black Box > Aufmerksamkeit, Bewertung, Gedächtnisprozesse = Kern der Konsumentenpsychologie)

14
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Was ist ein Beispiel für das hierarchische Modell und warum wird es als eher kritisch angesehen?

AIDA-Modell: Menschen setzen sich rational mit Werbung auseinander

  • deskriptiv oder präskriptiv (soll so sein)

  • wirkt Werbung immer gleich

  • Involvierung der Konsumenten ignoriert

  • müssen alle Stufen so durchlaufen werden?

15
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Erkläre das Drei Hierachie-von-Effekten Modell!

Lernhierarchie: Kognition (Lernen) - Affekt (Einstellung) - Verhalten

Dissonanz-Attributions-Hierarchie: Verhalten - Affekt - Kognition

Geringes-Involvement-Hierarchie: Kognition - Verhalten - Affekt

16
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Erkläre die Lernhierarchie!

Kunden bekommen Infos über Produkt, dadurch entwickeln sie eine bestimmte Einstellung und verhalten sich dementsprechend (durch Gefühle und Einstellungen)

17
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Erkläre die Dissonanz-Attributions-Hierarchie!

ich habe schon etwas gekauft, passe erst danach mein Verhalten und meine Einstellungen an meinen Kauf an (wg. Rechtfertigungsdruck passen sich Einstellungen erst nachträglich an Verhalten an > Lerneffekt)

18
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Erkläre die Geringes-Involvement-Hierarchie!

wenig Interesse, daher ergibt sich Verhalten aus Lernen (dauernd wiederholender Werbung!); Einstellungsänderung aber möglich nach Probekauf

19
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Was versteht man unter den Zwei-Prozess-Modellen?

zwei Modelle: periphere + zentrale Verarbeitung

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Was charakterisiert die periphere Verarbeitung?

geringes Involvement > Reaktion auf emotionale und visuelle Reize (schnell + leicht verarbeitbar) wie Attraktivität, Sympathie + Häufigkeit

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Was charakterisiert die zentrale Verarbeitung?

hohes Involvement > intensive + argumentative Verarbeitung, Qualität + Logik der Argumente essenziell (starke Argumente = Einstellungs- und Verhaltensänderung)

22
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Was setzen die Zwei-Prozess-Modelle voraus?

dass es einen automatischen Modus der Verhaltenssteuerung gibt (daher keine bewusste Steuerung + Wirkung wird vom Handelnden gar nicht bemerkt)

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Was versteht man unter dem USP?

= hebt einzigartige Produkteigenschaft einfach, klar, prägnant + schnell hervor, die einen von der Konkurrenz abhebt

  • oder: Merkmal herausheben, das das Produkt besser/besonderer bietet als Konkurrenz

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Was ist mit dem Erlebniswert/Zusatznutzen gemeint?

Schaffung emotionaler + symbolischer (Status) Werte, eigentlicher Nutzen im Hintergrund (v.a. relevant bei austauschbaren Produkten)

25
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Was ist mit dem Mental Design gemeint? Wie wird das durchgesetzt?

Produktgestaltung im Kopf der Kunden für höher wahrgenommene Qualität; leicht zu verarbeiten

durch physisches Design, personalisierte + humanisierte Produkte

26
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Welche verschiedenen Werbeformen werden genannt?

  • Blockwerbung: Unterbrechung der TV-Sendung durch Block von TV-Spots

  • Sponsoring: Leistung + Gegenleistung, Verknüpfung von Marken mit Events/Teams

  • Product Placement: Platzierung von Produkten in Serien/Filme/Videos durch Einbindung in Handlung

  • Game Shows: Produktanbieter finanzieren Quizsendungen um ihre Produkte in Szene zu setzen > oft Produkte als Preis

  • Teleshopping: leichte + günstige Werbeform, in der Information, Unterhaltung + konkrete Kaufmöglichkeit kombiniert wird;

  • Videoclips: visuelle Musikstückumsetzung (PR für Künstler), v.a. TV-Spots (Michael Jackson für Pepsi), Filmtrailer, Online-Werbevideoclips

  • Merchandising: Vermarktung von beliebten Themen/Personen v.a. bei großen Veranstaltungen (Olympische Spiele, Kinofilme, Serien) um Popularität auszunutzen

  • Influencer-Marketing

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Welche Relevanz haben Suchmaschinen für den Markt und Konsumenten?

  • Informationssuche durch Suchmaschinen erleichtert > dadurch Chancen für kleinere Marken

    • „The Long Tail“: viele Nischenprodukte lassen sich besser verkaufen als weniger populäre Produkte

  • Preisvergleiche leichter, aber keine Preisangleichung am Markt

  • relevante Werbeform: SEO/SEA-Marketing

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Warum ist Electronic Word of Mouth heutzutage für Konsumenten relevant?

  • für Entscheidungshilfen/Rat, v. a.: „… fanden dies hilfreich“

    • besonders relevant: extreme Bewertungen

  • EWOM kann sehr schnell reagieren (vor Produkteinführung) bei Filmen/Spielen und so die Konsumentenhaltung + Erfolgschancen beeinflussen (auch Shitstorms möglich)

29
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Was zeichnet den Gebrauchtwarenhandel aus?

= durch Internet massentauglich, Konsumenten fungieren als Händler, Produkte gewinnen an Image (Langlebigkeit)

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Welche Marketingimplikationen entstehen aus dem Gebrauchtwarenhandel?

Integration von Wiederverkauf in Produktdesign + Kommunikation, Herausforderung: Reduktion von Erstverkäufen vs. Imagegewinn, Weiterverkauf als Angebot (Öticket FanSale)

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Was ist bei Webseiten wie Ebay zusätzlich möglich?

Online-Auktionen (ökonomisch irrational, ersteigerter Preis oft höher als Neupreis > Gebote stark von Präferenzen + äußeren Ankern abhängig)

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Was zeichnet die Sharing Economy aus?

gemeinsame Nutzung (Produkte geteilt/getauscht), Ausweitung auf Bereiche wie Kleidung, Medien, Wohnungen > durch Digitalisierung immer beliebter

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Welche psychologischen Aspekte entstehen aus der Sharing Economy?

  • Wertewandel: Besitz weniger wichtig

  • Vorteile: Ressourcenschonung, neue Erfahrungen, soziale Nähe

  • Ekel/Aversion gegen Share Economy