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Grenzen im klassischen Denken der BWL
Denken zweidimensional (Angebot – Nachfrage) ausgeprägt
Ökonomen nehmen oft noch immer an, dass die Nachfrage unendlich sei, weil auch die Bedürfnisse der Menschen unendlich seien
Sind die Bedürfnisse der Menschen unendlich?
Vielleicht. Nur eines ist sicher: Diese Ansicht wurde jahrzehntelang wenig hinterfragt. Das ändert sich seit einigen Jahren massiv. „Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.“ (Mahatma Gandhi)
Roberto Verzola, philippinischer Aktivist und Commons-Anhänger, nennt in diesem Zusammenhang drei Arten der Fülle, die genutzt werden könnten, um Neues zu denken:
Informationsfülle: Fülle an Wissen und Informationen, die dank neuer Informations- und Kommunikationstechnologien frei oder kostengünstig verfügbar ist.
Biologische Fülle: Fülle bzw. Überfluss in biologischen Systemen, der sich trotz Missbrauch und unangemessener Nutzung immer wieder aufs Neue herstellt; das Handeln des Menschen und der Unternehmen kann Ökosysteme zerstören, sobald sie sich aber selbst überlassen bleiben, setzt sich das Prinzip der Fülle wieder durch; auch die Natur wächst nicht grenzenlos, aber es werden ausbalancierte Systeme erschaffen und die Arten in sich werden wieder autark.
Organisierte Fülle: materielle Fülle, die möglich wird, wenn bewusst geschlossene Produktionskreisläufe gestaltet werden, die auf erneuerbaren Energien beruhen; organisatorische Fülle wird so zum Gestaltungsprinzip
Wo gibt es keine Grenzen?
Fähigkeit zu Lernen
Club of Rome
gegründet 1968
gemeinnützige, informelle Organisation von Intellektuellen und Wirtschaftsführern
Ziel: die kritische Diskussion drängender globaler Probleme
beschäftigte sich bereits 1979 in „No Limits to Learning” mit dem Phänomen und der Spruch „Wir lernen nie aus“
Welche Frage nimmt sich die Nachhaltige BWL an?
Wie lernen wir, unter Berücksichtigung der planetaren Grenzen, aus der Fülle an Möglichkeiten Neues zum Wohle aller Lebewesen zu kreieren?