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Diese Flashcards decken die wesentlichen Definitionen und Fachbegriffe der Lektionen 1 bis 6 des Lernskripts zur Ernährungslehre ab.
Name | Mastery | Learn | Test | Matching | Spaced | Call with Kai |
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Nährstoffe
Nahrungsinhaltsstoffe, die chemisch definierte Elemente oder Verbindungen in der Nahrung sind und entweder Energie liefern oder eine bestimmte Funktion im Organismus besitzen.
Makronährstoffe
Energieliefernde Nährstoffe, die (verwertbare) Kohlenhydrate, Fette, Proteine und Alkohol umfassen.
Mikronährstoffe
Inhaltsstoffe, die keine Energie liefern, aber unerlässlich für den Erhalt der Körperfunktionen sind; unterteilt in Vitamine und Mineralstoffe.
Essenzielle Nährstoffe
Substanzen, die der Mensch nicht oder nicht in ausreichender Menge selbst synthetisieren kann und daher über die Nahrung aufnehmen muss, um Mangelsymptome zu verhindern.
Bioaktive Substanzen
Nicht-essenzielle Inhaltsstoffe wie Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe, denen gesundheitsförderliche Eigenschaften (z. B. antioxidative Effekte) zugeschrieben werden.
Bioverfügbarkeit
Der Umfang, in dem ein Nährstoff verdaut, absorbiert und am Wirkort zur Verfügung gestellt wird, angegeben in Prozent der aufgenommenen Menge.
Nährstoffdichte
Das Verhältnis der enthaltenen Nährstoffe zum Energiegehalt eines Lebensmittels (Na¨hrstoffgehalt/Brennwert).
Energiedichte
Der Energiegehalt pro Gewichtseinheit eines Lebensmittels (kcal/100g); eingeteilt in niedrig (<150kcal), mittel (150–225kcal) und hoch (>225kcal).
Biologische Wertigkeit (BW)
Ein Maß für die Effizienz, mit der ein Nahrungsprotein in körpereigenes Protein umgesetzt werden kann, unter Berücksichtigung der Verdaulichkeit.
Limitierende Aminosäure
Diejenige Aminosäure, die im Vergleich zum körpereigenen Bedarf in der geringsten Menge im Lebensmittel enthalten ist und dadurch die Verwertung der anderen Aminosäuren begrenzt.
Ballaststoffe
Unverdauliche Kohlenhydrate und Lignin, die der Hydrolyse durch menschliche Verdauungsenzyme entgehen und im Dickdarm teilweise mikrobiell zu kurzkettigen Fettsäuren vergoren werden.
Physikalischer Brennwert
Die Energiemenge, die bei vollständiger Oxidation eines Nährstoffs (z. B. im Bombenkalorimeter) frei wird; z. B. Kohlenhydrate: 17,2kJ/g, Fette: 38,9kJ/g.
Physiologischer Brennwert
Die im Stoffwechsel durch Oxidation der Nährstoffe tatsächlich gewonnene Energiemenge; üblicherweise berechnet mit 4kcal/g für Kohlenhydrate/Proteine und 9kcal/g für Fette.
Grundumsatz (GU/BMR)
Die Energie, die unter strikten Ruhebedingungen in postabsorptivem Zustand bei Thermoneutralität zur Aufrechterhaltung der Organfunktionen benötigt wird.
PAL-Wert (Physical Activity Level)
Ein berufs- und freizeitaktivitätenspezifischer Faktor, mit dem der Grundumsatz multipliziert wird, um den Gesamtenergiebedarf zu ermitteln.
Nahrungsinduzierte Thermogenese
Der Energieaufwand für die Metabolisierung (Verdauung, Absorption, Transport, Speicherung) der zugeführten Nährstoffe; macht ca. 10% des Energieumsatzes aus.
Indirekte Kalorimetrie
Methode zur Ermittlung des Energieumsatzes durch Messung des Sauerstoffverbrauchs (VO2) und der Kohlendioxidabgabe (VCO2).
Mengenelemente
Mineralstoffe, die in einer Menge von >50mg/kg Körpergewicht vorliegen, wie Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium, Phosphor, Chlor und Schwefel.
Spurenelemente
Mineralstoffe, die in einer Menge von <50mg/kg Körpergewicht vorliegen (Ausnahme Eisen: 50–60mg/kg), wie Zink, Jod, Selen und Fluor.
D-A-CH-Referenzwerte
Gemeinsame Empfehlungen der Fachgesellschaften aus Deutschland, Österreich und der Schweiz für die Zufuhr von Energie und Nährstoffen zur Erhaltung der Gesundheit.
Upper Level (UL)
Die maximale chronische Gesamtzufuhrmenge eines Nährstoffs, die täglich aufgenommen werden kann, ohne ein gesundheitliches Risiko darzustellen.
Body-Mass-Index (BMI)
Maßzahl für die Klassifizierung des Körpergewichts in Relation zur Körpergröße (Gewichtinkg/(Gro¨ßeinm)2).
Bioelektrische Impedanzanalyse (BIA)
Nicht-invasives Verfahren zur Erfassung der Körperkompartimente (TBW, FFM, FM) durch Messung des elektrischen Widerstands im Körper.
Präalbumin
In der Leber gebildetes Protein mit kurzer Halbwertszeit (2–3 Tage), das als sensitiver Laborparameter zur Beurteilung des aktuellen Protein-Ernährungszustands dient.
Kolostrum (Vormilch)
Die in den ersten 1–3 Tagen nach der Geburt gebildete Muttermilch mit besonders hohem Gehalt an Abwehrstoffen.
Rachitis
Störung des Knochenstoffwechsels im Kindesalter durch Vitamin-D-Mangel, die zu ungenügender Mineralisation und Verformung der Knochen führt.
Sarkopene Adipositas
Kombination aus hohem Körperfettanteil und niedriger Skelettmuskelmasse bzw. beeinträchtigter Muskelfunktion im Alter.
Vollkost
Bedarfsdeckende Ernährung für gesunde Erwachsene, die den lebensmittelbezogenen Empfehlungen der DGE entspricht und keine speziellen diätetischen Einschränkungen erfordert.
Dysphagie
Medizinischer Fachbegriff für Schluckstörungen, die eine Anpassung der Speisenkonsistenz erforderlich machen können.
Parenterale Ernährung
Künstliche Ernährung durch venöse Zufuhr von Nährstofflösungen unter Umgehung des Gastrointestinaltrakts.
Enterale Ernährung
Künstliche Ernährung durch Applikation von flüssiger Nahrung mittels Sonde in den Magen oder Darm bei funktionstüchtigem Verdauungstrakt.