Einführung in die Grundlagen der Psychologie 2026

0.0(0)
Studied by 0 people
call kaiCall Kai
learnLearn
examPractice Test
spaced repetitionSpaced Repetition
heart puzzleMatch
flashcardsFlashcards
GameKnowt Play
Card Sorting

1/79

flashcard set

Earn XP

Description and Tags

Zusammenfassende Vokabel-Flashcards für die Aufnahmeprüfung Bachelor Psychologie 2026, basierend auf dem Skript der Universität Salzburg.

Last updated 9:11 AM on 6/16/26
Name
Mastery
Learn
Test
Matching
Spaced
Call with Kai

No analytics yet

Send a link to your students to track their progress

80 Terms

1
New cards

Psychologie

Die Wissenschaft vom Erleben und Verhalten des Menschen, abgeleitet von den griechischen Wörtern „psyche“ (= Seele) und „logos“ (= Wissenschaft).

2
New cards

Kognition

Ein Sammelbegriff für mentale Fähigkeiten und Prozesse, mit denen Informationen aufgenommen, verarbeitet und gespeichert werden (z. B. Aufmerksamkeit, Wahrnehmung, Gedächtnis, Denken).

3
New cards

Biologische Psychologie

Untersucht die physischen Abläufe im Körper, insbesondere im Nervensystem, die psychischen Phänomenen zugrunde liegen.

4
New cards

Psychodynamischer Ansatz

Geht davon aus, dass Verhalten durch starke innere Kräfte und Triebe beeinflusst wird, sowie durch den Versuch, Konflikte zwischen persönlichen Bedürfnissen und sozialen Erforderungen zu lösen.

5
New cards

Behavioristischer Ansatz

Erklärt Verhalten durch beobachtbare Reize und Reaktionen sowie deren Konsequenzen, ohne nicht direkt beobachtbare mentale Prozesse zu berücksichtigen.

6
New cards

Humanistischer Ansatz

Betrachtet den Menschen als ein aktives Wesen mit einer natürlichen Tendenz zu geistiger Weiterentwicklung und Selbstverwirklichung.

7
New cards

Eklektischer Ansatz

Die Betrachtung mehrerer Perspektiven oder Ansätze gleichzeitig für die Erklärung eines psychischen Phänomens.

8
New cards

Dispositionale Faktoren

Zeitlich stabile Merkmale innerhalb einer Person, wie genetische Ausstattung, Fähigkeiten oder Persönlichkeitsmerkmale.

9
New cards

Situative Faktoren

Faktoren der Umwelt, die auf ein Individuum einwirken, wie das Verhalten anderer Personen oder die aktuelle Situation.

10
New cards

Paradigma

Ein vorherrschendes Denkmuster, Grundannahmen und akzeptierte Methoden, die die wissenschaftliche Realitätsauslegung einer Zeit steuern.

11
New cards

Platonisches Seelenmodell

Unterteilt die Seele in drei Teile: die begehrende Seele (Unterleib), die zielstrebige Seele (Brust) und die denkende Seele (Kopf).

12
New cards

Temperamentenlehre (Galen)

Ordnet Menschen basierend auf der Vier-Säfte-Lehre Typen zu: Sanguiniker (Blut), Phlegmatiker (Schleim), Choleriker (gelbe Galle) und Melancholiker (schwarze Galle).

13
New cards

Rationalismus

Philosophische Strömung (z. B. René Descartes), nach der Erkenntnis ausschließlich durch die Nutzung des Verstandes und logisches Denken möglich ist.

14
New cards

Empirismus

Philosophische Strömung (z. B. John Locke), nach der der menschliche Geist bei der Geburt ein unbeschriebenes Blatt ist und Erkenntnis nur durch sinnliche Erfahrung möglich ist.

15
New cards

Physiognomik

Veraltete Lehre, die versuchte, anhand von Gesichtsausdruck und Körpermerkmalen auf Charaktereigenschaften zu schließen.

16
New cards

Phrenologie

Lehre von Franz Joseph Gall, die annahm, dass man von der Schädelform auf den Charakter und geistige Fähigkeiten schließen könne.

17
New cards

Positivismus

Fordert die vorurteilsfreie Erfassung von ausschließlich überprüfbaren Tatsachen und lehnt metaphysische Deutungen ab.

18
New cards

Psychophysik

Von Gustav Theodor Fechner begründete Lehre über die Beziehungen zwischen physischen Reizen und dem subjektiven Empfinden.

19
New cards

Apperzeption

Begriff nach Wilhelm Wundt für die aktive, willentliche Aufnahme des Inhaltes einer Wahrnehmung oder eines Denkprozesses in das Bewusstsein.

20
New cards

Introspektion

Vorgang der Selbstbeobachtung, um Wissen über eigene gegenwärtige geistige Zustände wie Empfindungen oder Emotionen zu erlangen.

21
New cards

Strukturalismus

Psychologische Schule, nach der sich der Geist aus grundlegenden Elementen zusammensetzt, die in einem systematischen Zusammenhang stehen.

22
New cards

Gestaltpsychologie

Lehre, nach der die mentale Repräsentation von Objekten strukturiert erfolgt: „Das Ganze ist etwas Anderes als die Summe seiner Teile“.

23
New cards

Feldtheorie (Kurt Lewin)

Besagt, dass Verhalten eine Funktion von Person und Umwelt ist, wobei die Persönlichkeit in einem Feld sozialer Kräfte steht.

24
New cards

Black Box

Metapher im Behaviorismus für mentale Prozesse zwischen Reiz und Reaktion, die nicht Gegenstand der Forschung sind.

25
New cards

Kognitive Wende

Paradigmenwechsel in den 1950er Jahren weg vom Behaviorismus hin zur Untersuchung interner Informationsverarbeitungsprozesse.

26
New cards

TOTE-Modell

Kybernetisches Modell von George A. Miller zur Beschreibung zielgerichteten Verhaltens: Test-Operation-Test-Exit.

27
New cards

Heuristik

Einfache Faustregeln, die es ermöglichen, mit wenig Zeit und unvollständigen Informationen schnelle Entscheidungen zu treffen.

28
New cards

Rückschaufehler (Hindsight Bias)

Kognitive Verzerrung, bei der Menschen im Nachhinein glauben, den Ausgang eines Ereignisses richtig vorhergesagt haben zu können.

29
New cards

Bestätigungsfehler (Confirmation Bias)

Neigung, Informationen so zu gewichten, dass sie die eigenen Überzeugungen bestätigen, während widersprüchliche Infos ignoriert werden.

30
New cards

Replikation

Die Wiederholung einer wissenschaftlichen Studie, um zu prüfen, ob die ursprünglichen Ergebnisse erneut bestätigt werden können.

31
New cards

Operationalisierung

Festlegung der Operationen oder Indikatoren, mit denen ein theoretisches, nicht direkt beobachtbares Konstrukt messbar gemacht wird.

32
New cards

Objektivität

Gütekriterium, nach dem eine Messung unabhängig von der Person der Versuchsleitung zum gleichen Ergebnis kommen muss.

33
New cards

Reliabilität

Gütekriterium für die Zuverlässigkeit und Messgenauigkeit eines Instruments (Reproduzierbarkeit der Ergebnisse).

34
New cards

Validität

Gütekriterium, das angibt, ob ein Instrument tatsächlich das misst, was es zu messen vorgibt.

35
New cards

Nominalskala

Niedrigstes Skalenniveau, bei dem Daten lediglich in Kategorien ohne Rangfolge klassifiziert werden (z. B. Nationalität).

36
New cards

Ordinalskala

Skalenniveau, bei dem eine Rangordnung zwischen den Werten existiert, aber die Abstände zwischen ihnen nicht definiert sind (z. B. Schulnoten).

37
New cards

Intervallskala

Skalenniveau mit definierter Rangordnung und gleichen Abständen, aber ohne natürlichen Nullpunkt (z. B. Temperatur in Grad Celsius).

38
New cards

Verhältnisskala (Ratio-Skala)

Höchstes Skalenniveau mit Rangordnung, gleichen Abständen und einem natürlichen Nullpunkt (z. B. Reaktionszeit in Sekunden).

39
New cards

Selection Bias

Verzerrung in den Daten, die dadurch entsteht, dass die Auswahl der Stichprobe nicht völlig zufällig erfolgt ist.

40
New cards

Hawthorne-Effekt

Phänomen, bei dem Versuchspersonen ihr Verhalten ändern, allein weil sie wissen, dass sie beobachtet werden.

41
New cards

Rosenthal-Effekt

Versuchsleiter-Erwartungseffekt, bei dem die Erwartungen der Versuchsleitung unbewusst das Verhalten der Versuchspersonen beeinflussen (selbsterfüllende Prophezeiung).

42
New cards

Doppelblindstudie

Untersuchung, bei der weder die Versuchsperson noch die Versuchsleitung wissen, welcher Versuchsbedingung ein Proband zugeordnet ist.

43
New cards

Arithmetisches Mittel

Durchschnittswert, berechnet durch die Summe aller Werte dividiert durch deren Anzahl M=xiNM = \frac{\sum x_i}{N}..

44
New cards

Median

Der Wert, der eine nach Größe sortierte Verteilung genau in der Mitte halbiert; er ist robust gegenüber Ausreißern.

45
New cards

Standardabweichung (SDSD)

Maß für die Streuung der Werte um den Mittelwert, definiert als die Quadratwurzel der Varianz.

46
New cards

Korrelationskoeffizient (rr)

Kanonisches Maß für den linearen Zusammenhang zwischen zwei Variablen; die Werte liegen zwischen 1-1 und 11.

47
New cards

Afferente Nervenfasern

Nervenfasern, die Informationen von den Sinnesorganen zum Gehirn bzw. Zentralnervensystem leiten.

48
New cards

Efferente Nervenfasern

Nervenfasern, die Informationen vom Gehirn bzw. Zentralnervensystem zu den Muskeln oder Drüsen leiten.

49
New cards

Gliazellen

Zellen im Nervensystem, die Neuronen stützen, isolieren (Myelin) und mit Nährstoffen versorgen.

50
New cards

Aktionspotenzial

Kurzzeitige Umkehrung des Membranpotenzials von ca. 70mV-70\,mV auf ca. +50mV+50\,mV zur Informationsweitergabe am Axon.

51
New cards

Ruhepotenzial

Zustand eines Neurons, bei dem an der Membran ein Spannungsunterschied von etwa 70mV-70\,mV herrscht.

52
New cards

GABA (\gamma-Aminobuttersäure)

Der bedeutendste inhibitorisch (hemmend) wirkende Neurotransmitter im Zentralnervensystem.

53
New cards

Dopamin

Neurotransmitter, der an Motivations- und Belohnungsprozessen sowie an der Bewegungssteuerung beteiligt ist.

54
New cards

Serotonin

Neurotransmitter, der eine wichtige Rolle bei der Regulation emotionaler Zustände spielt.

55
New cards

Corpus callosum (Balken)

Dicker Strang aus Nervenfasern, der die beiden Gehirnhemisphären miteinander verbindet.

56
New cards

Frontallappen (Stirnlappen)

Gehirnteil, der für Planung, Sozialverhalten, Emotionsregulation und motorische Kontrolle zuständig ist.

57
New cards

Sympathisches Nervensystem

Teil des autonomen Nervensystems, der den Körper in einen Zustand erhöhter Alarmbereitschaft versetzt (z. B. Kampf oder Flucht).

58
New cards

Zapfen

Photorezeptoren in der Retina, die für das Farbsehen und scharfes Sehen bei guter Beleuchtung zuständig sind.

59
New cards

Absolutschwelle

Die geringste Reizintensität, die nötig ist, damit ein Reiz in 50%50\,\% der Fälle wahrgenommen wird.

60
New cards

Unaufmerksamkeitsblindheit

Phänomen, bei dem unerwartete Objekte im Blickfeld nicht wahrgenommen werden, wenn die Aufmerksamkeit auf etwas anderes fokussiert ist.

61
New cards

Klassische Konditionierung

Form des Lernens, bei der durch die Kopplung eines neutralen Reizes mit einem unkonditionierten Reiz eine konditionierte Reaktion ausgelöst wird.

62
New cards

Operante Konditionierung

Lernprozess, bei dem die Auftretenswahrscheinlichkeit eines Verhaltens durch seine Konsequenzen (Verstärkung oder Bestrafung) verändert wird.

63
New cards

Chunking

Organisieren einzelner Informationen in größere, bedeutungsvolle Einheiten, um die Kapazität des Arbeitsgedächtnisses besser zu nutzen.

64
New cards

Episodisches Gedächtnis

Teil des Langzeitgedächtnisses, das persönliche Erlebnisse und deren zeitlich-räumlichen Kontext speichert.

65
New cards

Primacy-Effekt

Gedächtnisphänomen, bei dem Informationen zu Beginn einer Liste besser erinnert werden (meist durch häufigere Wiederholung).

66
New cards

Recency-Effekt

Gedächtnisphänomen, bei dem Informationen am Ende einer Liste besser erinnert werden (noch im Arbeitsgedächtnis präsent).

67
New cards

Teratogene

Äußere Einflüsse wie Drogen, Krankheiten oder Strahlung, die während der Schwangerschaft Fehlbildungen beim Fötus verursachen können.

68
New cards

Assimilation (Piaget)

Einordnung neuer Informationen aus der Umwelt in bereits vorhandene kognitive Schemata.

69
New cards

Akkommodation (Piaget)

Anpassung oder Veränderung vorhandener kognitiver Schemata aufgrund neuer, widersprüchlicher Informationen.

70
New cards

Objektpermanenz

Das Verständnis, dass Objekte auch dann weiter existieren, wenn sie nicht mehr unmittelbar wahrgenommen werden können.

71
New cards

Theory of Mind

Fähigkeit, sich selbst und anderen mentale Zustände wie Wünsche und Überzeugungen zuzuschreiben und zu verstehen, dass diese von der Realität abweichen können.

72
New cards

Bindungstyp B (sicher gebunden)

Kind weint bei Trennung von der Bezugsperson, lässt sich aber nach deren Rückkehr schnell trösten und sucht aktiv Kontakt.

73
New cards

Stereotyp

Sozial geteilte Überzeugung hinsichtlich erwarteter Merkmale und Verhaltensweisen von Angehörigen einer sozialen Kategorie.

74
New cards

Elaboration-Likelihood-Model (ELM)

Zwei-Prozess-Modell der Überzeugung, das zwischen einer zentralen Route (systematische Prüfung) und einer peripheren Route (Heuristiken) unterscheidet.

75
New cards

Chamäleon-Effekt

Die unbewusste Nachahmung von Gesten, Gesichtsausdrücken und anderen nonverbalen Verhaltensweisen fremder Interaktionspartner.

76
New cards

Minimalgruppenparadigma

Zeigt, dass allein die Aufteilung in willkürliche Gruppen ausreicht, um die Bevorzugung der Ingroup und Diskriminierung der Outgroup auszulösen.

77
New cards

Verantwortungsdiffusion

Abnahme des persönlichen Gefühls von Verantwortung für Hilfeleistungen in dem Maße, wie die Anzahl der anwesenden Zeugen (Bystander) zunimmt.

78
New cards

Big-Five (OCEAN)

Das Modell der fünf stabilen Persönlichkeitsfaktoren: Offenheit, Gewissenhaftigkeit, Extraversion, Verträglichkeit und Neurotizismus.

79
New cards

Selbstwirksamkeitserwartung

Nach Bandura die individuelle Einschätzung der eigenen Fähigkeit, herausfordernde Situationen erfolgreich meistern zu können.

80
New cards

Marshmallow-Test

Bekanntes Experiment von Walter Mischel zur Untersuchung der Fähigkeit zum Belohnungsaufschub (Verzicht auf sofortigen Vorteil für höheren späteren Gewinn).