1/25
Diese Flashcards decken die wesentlichen Konzepte, Begriffe und Theorien der Differentiellen und Persönlichkeitspsychologie ab, einschließlich Trait-Modellen, psychodynamischen Ansätzen, humanistischen Theorien und diagnostischen Verfahren.
Name | Mastery | Learn | Test | Matching | Spaced | Call with Kai |
|---|
No analytics yet
Send a link to your students to track their progress
Interindividuelle Unterschiede
Unterschiede zwischen verschiedenen Personen oder Gruppen in Bezug auf Erleben und Verhalten.
Intraindividuelle Unterschiede
Unterschiede innerhalb der gleichen Person, die sich beispielsweise im Verlauf des Lebens ergeben können.
Persönlichkeit (Herzberg & Roth, 2014)
Die Gesamtheit aller Merkmale, die eine Person zeitstabil kennzeichnen und unverwechselbar machen.
Referenzpopulation (Referenzgruppe)
Eine Vergleichsgruppe (oft gleiches Alter, Geschlecht und Kultur), anhand derer die individuellen Testwerte einer Person relativiert und eingeordnet werden können.
Disposition
Abstrakte, breite und stabile Merkmale mit hoher genetischer Verankerung, die schwer zu verändern sind und sich im Verhalten manifestieren.
Temperament
Biologisch verankerte individuelle Unterschiede in der Reaktivität auf Stimuli sowie in der Fähigkeit zur Selbstregulation von Erregung und Emotionen.
Trait
Eine zeitlich überdauernde und über Situationen generalisierte Verhaltensbereitschaft bzw. eine stabile Eigenschaft (z. B. generelle Ängstlichkeit).
State
Ein vorübergehender, zeitlich fluktuierender und situationsspezifischer psychischer Zustand (z. B. momentane Angst vor einem Objekt).
Galens Temperamentenlehre
Eine antike Typologie, die Menschen basierend auf vier Körperflüssigkeiten in Sanguiniker, Phlegmatiker, Melancholiker und Choleriker unterteilt.
Eysencks Persönlichkeitsdimensionen
Ein Modell, das Persönlichkeit auf die zwei Dimensionen Extraversion vs. Introversion und Stabilität vs. Labilität reduziert.
Big-Five-Modell (Fünf-Faktoren-Modell)
Das aktuell dominanteste Modell der Persönlichkeitspsychologie mit den Dimensionen Offenheit für Erfahrungen, Gewissenhaftigkeit, Extraversion, Verträglichkeit und Neurotizismus (Eselsbrücke: OCEAN).
Facetten
Subskalen in der Persönlichkeitsdiagnostik, die einer übergeordneten Hauptskala (z. B. Verträglichkeit) zugeordnet sind und deren Teilaspekte erfassen.
HEXACO-Modell
Ein alternatives Modell zum Big-Five, das sechs Faktoren postuliert, wobei Ehrlichkeit-Demut (Honesty-Humility) als sechster Faktor hinzukommt.
Es (Freud)
Der primitivste, unbewusste Teil der Persönlichkeit, der nach dem Lustprinzip handelt und nach sofortiger Triebbefriedigung verlangt.
Über-Ich (Freud)
Die Instanz der Psyche, die nach dem Moralitätsprinzip handelt und verinnerlichte Werte, Normen und Ideale der Gesellschaft repräsentiert.
Ich (Freud)
Die Instanz der Psyche, die nach dem Realitätsprinzip handelt und als Vermittler zwischen den Trieben des Es und den moralischen Ansprüchen des Über-Ichs fungiert.
Selbstkonzept
Das Bild, das eine Person über sich selbst hat, inklusive Überzeugungen über eigene Merkmale, Werte und Fähigkeiten.
Selbstverwirklichung
Das psychologische Bedürfnis, das eigene volle Potenzial auszuschöpfen; es steht an der Spitze von Maslows Bedürfnispyramide.
Bedingungslose Akzeptanz
Ein Begriff von Carl Rogers, der die wertschätzende Akzeptanz aller Gefühle und Erfahrungen einer Person ohne Wertung beschreibt.
Verhaltenspotenzial (VPxsv)
Die Wahrscheinlichkeit nach Rotter, dass ein bestimmtes Verhalten in einer Situation auftritt, berechnet durch die Formel: VPxsv=f(Exsv×VWsv), wobei Exsv die Erwartung und VWsv der Verstärkungswert ist.
Kontrollüberzeugungen (Locus of Control)
Die Erwartung einer Person, ob Ereignisse als Konsequenz eigenen Verhaltens (internal) oder als Folge von Schicksal und Zufall (external) erlebt werden.
Selbstwirksamkeitserwartung (Bandura)
Die Einschätzung der eigenen Fähigkeit, schwierige oder neue Herausforderungen erfolgreich bewältigen zu können.
Belohnungsaufschub (Delay of Gratification)
Die Fähigkeit, auf eine sofort verfügbare Belohnung zu verzichten, um zu einem späteren Zeitpunkt eine höherwertige Belohnung zu erhalten (z. B. Marshmallow-Test).
L-Daten / Q-Daten / T-Daten
Kategorisierung von Datenquellen nach Cattell: Life-record (Biografie), Questionnaire (Selbstbericht) und Test (objektive Verhaltensleistung).
Implizite Assoziationstests (IAT)
Methodik zur Erfassung automatischer, unbewusster Einstellungen durch die Messung von Reaktionszeiten bei computergestützten Sortieraufgaben.
Projektive Tests
Psychologische Verfahren wie der Rorschach-Test, bei denen Probanden mehrdeutige Reize deuten müssen, um Rückschlüsse auf unbewusste Wünsche und Motive zu ermöglichen.