Kapitel 8 - Differentielle und Persönlichkeitspsychologie

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Diese Flashcards decken die wesentlichen Konzepte, Begriffe und Theorien der Differentiellen und Persönlichkeitspsychologie ab, einschließlich Trait-Modellen, psychodynamischen Ansätzen, humanistischen Theorien und diagnostischen Verfahren.

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1
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Interindividuelle Unterschiede

Unterschiede zwischen verschiedenen Personen oder Gruppen in Bezug auf Erleben und Verhalten.

2
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Intraindividuelle Unterschiede

Unterschiede innerhalb der gleichen Person, die sich beispielsweise im Verlauf des Lebens ergeben können.

3
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Persönlichkeit (Herzberg & Roth, 2014)

Die Gesamtheit aller Merkmale, die eine Person zeitstabil kennzeichnen und unverwechselbar machen.

4
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Referenzpopulation (Referenzgruppe)

Eine Vergleichsgruppe (oft gleiches Alter, Geschlecht und Kultur), anhand derer die individuellen Testwerte einer Person relativiert und eingeordnet werden können.

5
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Disposition

Abstrakte, breite und stabile Merkmale mit hoher genetischer Verankerung, die schwer zu verändern sind und sich im Verhalten manifestieren.

6
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Temperament

Biologisch verankerte individuelle Unterschiede in der Reaktivität auf Stimuli sowie in der Fähigkeit zur Selbstregulation von Erregung und Emotionen.

7
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Trait

Eine zeitlich überdauernde und über Situationen generalisierte Verhaltensbereitschaft bzw. eine stabile Eigenschaft (z. B. generelle Ängstlichkeit).

8
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State

Ein vorübergehender, zeitlich fluktuierender und situationsspezifischer psychischer Zustand (z. B. momentane Angst vor einem Objekt).

9
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Galens Temperamentenlehre

Eine antike Typologie, die Menschen basierend auf vier Körperflüssigkeiten in Sanguiniker, Phlegmatiker, Melancholiker und Choleriker unterteilt.

10
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Eysencks Persönlichkeitsdimensionen

Ein Modell, das Persönlichkeit auf die zwei Dimensionen Extraversion vs. Introversion und Stabilität vs. Labilität reduziert.

11
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Big-Five-Modell (Fünf-Faktoren-Modell)

Das aktuell dominanteste Modell der Persönlichkeitspsychologie mit den Dimensionen Offenheit für Erfahrungen, Gewissenhaftigkeit, Extraversion, Verträglichkeit und Neurotizismus (Eselsbrücke: OCEAN).

12
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Facetten

Subskalen in der Persönlichkeitsdiagnostik, die einer übergeordneten Hauptskala (z. B. Verträglichkeit) zugeordnet sind und deren Teilaspekte erfassen.

13
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HEXACO-Modell

Ein alternatives Modell zum Big-Five, das sechs Faktoren postuliert, wobei Ehrlichkeit-Demut (Honesty-Humility) als sechster Faktor hinzukommt.

14
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Es (Freud)

Der primitivste, unbewusste Teil der Persönlichkeit, der nach dem Lustprinzip handelt und nach sofortiger Triebbefriedigung verlangt.

15
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Über-Ich (Freud)

Die Instanz der Psyche, die nach dem Moralitätsprinzip handelt und verinnerlichte Werte, Normen und Ideale der Gesellschaft repräsentiert.

16
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Ich (Freud)

Die Instanz der Psyche, die nach dem Realitätsprinzip handelt und als Vermittler zwischen den Trieben des Es und den moralischen Ansprüchen des Über-Ichs fungiert.

17
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Selbstkonzept

Das Bild, das eine Person über sich selbst hat, inklusive Überzeugungen über eigene Merkmale, Werte und Fähigkeiten.

18
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Selbstverwirklichung

Das psychologische Bedürfnis, das eigene volle Potenzial auszuschöpfen; es steht an der Spitze von Maslows Bedürfnispyramide.

19
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Bedingungslose Akzeptanz

Ein Begriff von Carl Rogers, der die wertschätzende Akzeptanz aller Gefühle und Erfahrungen einer Person ohne Wertung beschreibt.

20
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Verhaltenspotenzial (VPxsvVPxsv)

Die Wahrscheinlichkeit nach Rotter, dass ein bestimmtes Verhalten in einer Situation auftritt, berechnet durch die Formel: VPxsv=f(Exsv×VWsv)VPxsv = f(Exsv \times VWsv), wobei ExsvExsv die Erwartung und VWsvVWsv der Verstärkungswert ist.

21
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Kontrollüberzeugungen (Locus of Control)

Die Erwartung einer Person, ob Ereignisse als Konsequenz eigenen Verhaltens (internal) oder als Folge von Schicksal und Zufall (external) erlebt werden.

22
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Selbstwirksamkeitserwartung (Bandura)

Die Einschätzung der eigenen Fähigkeit, schwierige oder neue Herausforderungen erfolgreich bewältigen zu können.

23
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Belohnungsaufschub (Delay of Gratification)

Die Fähigkeit, auf eine sofort verfügbare Belohnung zu verzichten, um zu einem späteren Zeitpunkt eine höherwertige Belohnung zu erhalten (z. B. Marshmallow-Test).

24
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L-Daten / Q-Daten / T-Daten

Kategorisierung von Datenquellen nach Cattell: Life-record (Biografie), Questionnaire (Selbstbericht) und Test (objektive Verhaltensleistung).

25
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Implizite Assoziationstests (IAT)

Methodik zur Erfassung automatischer, unbewusster Einstellungen durch die Messung von Reaktionszeiten bei computergestützten Sortieraufgaben.

26
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Projektive Tests

Psychologische Verfahren wie der Rorschach-Test, bei denen Probanden mehrdeutige Reize deuten müssen, um Rückschlüsse auf unbewusste Wünsche und Motive zu ermöglichen.