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Aktueller Stand

Die im Rahmen der Agenda 2030 formulierten 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung bieten nicht nur einen Ausblick auf die Ausrichtung strategischer politischer und unternehmerischer Entscheidungen, sondern auch Raum für neue Forschung, Forschungsfelder und Forschungsprojekte.

Aktuell fehlt es an Wissen und empirischer Grundlage, die Unternehmenspraktiken hin zur Erreichung der angestrebten SDGs fundiert zu begründen. Schließlich, vor allem im Interesse der Geschäftsführung und Eigentümer:innen, sollen unternehmerische Maßnahmen nicht verpuffen, Aufwand und Ertrag einer Neuausrichtung in einem angemessenen Verhältnis stehen, Kosten durch Investitionen und Innovationen langfristig Erfolge einfahren und hieraus hervorgehende Risiken reduziert werden.

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Welche Fragen ergeben sich?

mit welchen Maßnahmen kann effizient und effektiv an der Erreichung der einzelnen Ziele gearbeitet werden?

Lassen sich Synergien zwischen einzelnen Zielen schaffen, sodass durch die Umsetzung einzelner Maßnahmen gleich verschiedene SDGs auf einmal abgedeckt und ein Weg in Richtung einer nachhaltigen Unternehmung eingeschlagen werden kann?

Wie hängen die einzelnen Ziele miteinander zusammen, wie lassen sie sich kombinieren, um im Sinne einer nachhaltigen Betriebswirtschaftslehre effizient und effektiv an den geeigneten Stellschrauben zu drehen?

Außerdem sollte der Frage nachgegangen werden, ob es branchenspezifische Unterschiede gibt. Nicht alle Maßnahmen lassen sich auf jeden Kontext übertragen.

Auch Langzeiteffekte einzelner Maßnahmen sollten durch Forschung erprobt werden: Wie wirksam sind Veränderungen langfristig, welche Aufwendungen resultieren hierdurch und sind womöglich negative Konsequenzen zu erwarten?

Könnte es eine Möglichkeit darstellen, Mehrwerte im Sinne einer nachhaltigen und effizienten Betriebswirtschaftslehre durch Kooperationen zwischen Unternehmen verschiedener Branchen zu generieren, indem Überreste und Überschuss des einen Partners sinnstiftend in den Geschäftsprozess des Sparringpartners integriert werden?

Diese und weitere Fragen gilt es im Vorfeld durch geeignete Forschung und empirische Grundlagen zu beantworten.

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Aktuelle Megatrends

die drei Transformationswellen Digitalisierung, Globalisierung und Sustainabilisierung.

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Veränderungen im B2C Bereich

Im B2C-Bereich nehmen wir den zunehmenden Trend der Sharing Economy und den Wandel zur Plattformisierung wahr: Mittlerweile sind sie in nahezu jedem Bereich anzutreffen.

Durch die Digitalisierung und das Smartphone haben sie in den letzten Jahren einen erheblichen Push erfahren −, schließlich leben sie von Austausch und Gemeinschaftlichkeit. Kein Wunder also, dass sie bislang vor allem in Großstädten mit einer hohen Bevölkerungsdichte funktionieren und profitabel betrieben werden können. Diese Erkenntnis bietet Anlass zu der Frage, wie auch Kleinstädte in den Genuss einer Sharing Economy kommen können.

Lassen sich Lösungen kreieren, Strukturen schaffen, Infrastrukturen anpassen, sodass auch in ländlichen Orten mit deutlich geringeren Einwohnerzahlen derartige Modelle umgesetzt und zu Erfolg geführt werden können? Mit Blick auf den demografischen Wandel stellt sich außerdem die Frage, wie auch ältere Menschen, die nicht in Besitz eines Smartphones sind, in eine solche Gemeinschaft eingeschlossen werden können. Außerdem stellt sich die Frage, ob der Gedanke des „Teilens“ auch auf den B2B-Bereich übertragen werden kann. Wäre es darüber hinaus möglich, Bestellungen verschiedener Unternehmen zusammenzulegen, um Transportkosten und Schadstoffemissionen langfristig zu reduzieren? Es ergeben sich zahlreiche Fragen, welche Wege und Maßnahmen heute und vor allem in Zukunft geeignet sind, einen Beitrag in Richtung einer nachhaltigen Entwicklung zu leisten.

Aufgrund der sehr geringen Datenlage und fehlenden empirischen Grundlage, sollten neue Ansätze zur Verbesserung zunächst im Rahmen kleiner Forschungs- oder Pilotprojekte gestartet werden, die langfristig darauf ausgerichtet sind, ein holistisches Vorgehen mit vielen verschiedenen Beteiligten im großen Stil erfolgreich umzusetzen.