Prokrastination

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Prokrastination und Definitionsversuche

  • Bisher keine einheitliche Definition, aber …

  • Kern von übereinstimmenden Merkmalen

    • Aktivitäten, die zur Erreichung wichtiger Ziele nötig sind, werden zugunsten anderer Aktivitäten aufgeschoben

    • Verhalten gefährdet oder mindert die Qualität der erbrachten Leistung

    • Aufgeschobene Tätigkeit ist aversiv

    • Akt des Aufschiebens und dessen Konsequenzen sind bewusst

2
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prävalenzen in diesem Kontext

15 – 20% in der Allgemeinbevölkerung, aber …

➢80 – 95% in studentischen Stichproben

→ 50% chronische Form

➢Wunsch das Verhalten zu beenden ist

groß → ca. 95%

3
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Erklähre Aufgabencharakteristica

  • Zeitpunkt von Belohnung und Bestrafung

    • Je länger ein Ereignis in der Zukunft liegt, desto geringer sein Einfluss auf unser momentanes Handeln

  • Aversivität der Aufgabe

    • Je aversiver, desto wahrscheinlicher schieben wir auf

    • Aber, Task Aversiveness als alleiniger Prädiktor nicht ausreichend

  • Strukturiertheit der Aufgabe(n) → mehr Prokrastination bei unstrukturierten Studiengängen (19% vs. 14%)

4
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Rubikonmodell-Phasenspezifische Probleme

  • Phase des Abwägens

    • Längere und ausgiebigere Beschäftigung mit Handlungsmöglichkeiten

    • Entschluss wird verschoben oder gänzlich verpasst

    • „Hin- und Herschwimmen“ im Rubikon

  • Phase der Planung/Handlungsvorbereitung

    • Unter- oder Überplanung

    • Erhöhte Handlungsschwelle (Aversivität der Aufgabe + unzureichende Selbstwirksamkeitsüberzeugung + Misserfolgserwartung/Versagensangst)

  • Phase der Handlungsausführung

    • Unterbrechen der Handlung oder Zurückfallen in Aufschiebeverhalten

    • Korrigierende Selbstüberwachung + volitionale Strategien nötig

  • Phase der Handlungs- und Ergebnisbewertung

    • Konfrontation mit intendiertem und realem Handlungsergebnis

    • Bewertung anhand wechselnder/unklarer Maßstäbe und Bewertungsverzerrungen führen zu falschem Feedback → nichtkontigente Verstärkung!

    • Ablösungsprozesse erschwert durch wahrgenommene Diskrepanzen

5
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Anti-Prokrastinationstechnik I: Vermeidung

erkennen/Umgang mit Distraktoren

1. Ablenkungen identifizieren → z.B. putzen statt schreiben, social media, lange Gespräche beim Lerntreffen usw.

2. Funktion erkennen → was bringt mir diese Aktivität kurzfristig (Erfolgserlebnis, Genuss, Gefühl produktiv zu sein usw.)

3. Lösungsideen erarbeiten → z.B. Produktivitätsapps, Gamification der Aufgabe, body doubling

6
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Anti-Prokrastinationstechnik II:

Realistisch Planen – SMART Ziele

Spezifisch – genau definieren, klare Formulierung

Messbar – quantitativ überprüfbar, konkrete Indikatoren

Attraktiv – positiv formulieren, Beweggründe kennen

Realistisch – Umfang einschätzen, Schwierigkeiten antizipieren

Terminiert – klarer zeitlicher Rahmen definieren