Supply Management Praktische Lernkarten

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Diese Lernkarten decken die Grundlagen des Supply Managements ab, einschliesslich Materialarten, Beschaffungsstrategien (JiT, Sourcing-Modelle), Bedarfsermittlung (ABC/XYZ-Analyse), optimale Bestellmengen und Supply Chain Management.

Last updated 4:28 PM on 5/18/26
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32 Terms

1
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Supply Management

Jener Funktionsbereich des Unternehmens, der die Beschaffung (Bezug), die Lagerhaltung und die Verteilung (Transport) des zur Produktion (Leistungserstellung) notwendigen Materials umfasst.

2
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Rohstoffe

Grundmaterialien, die unmittelbar in das Endprodukt eingehen, wie beispielsweise Mehl bei der Brotherstellung oder Gold bei Schmuck.

3
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Hilfsstoffe

Materialien, die ebenfalls in das Produkt eingehen, aber nur ergänzenden Charakter haben, wie Schrauben und Lack bei der Möbelherstellung.

4
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Betriebsstoffe

Stoffe, die kein Bestandteil des Fertigproduktes sind, sondern im Produktionsprozess verbraucht werden, wie Energie oder Kühlwasser.

5
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Halbfabrikate

Teile oder Baugruppen, die in das Endprodukt eingehen und sich von Hilfsstoffen durch einen höheren Reifegrad unterscheiden.

6
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Handelswaren

Güter, die als Ergänzung des Produktionsprogrammes nicht in den Produktionsprozess eingehen, sondern unverarbeitet weiterverkauft werden.

7
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Eingangslager

Lagerstufe, welche den Güterzufluss aus der Umwelt auffängt, wenn der momentane Bedarf der Fertigung kleiner ist als der Güterzufluss.

8
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Sachziel des Supply Managements

Die Bereitstellung der notwendigen Materialien in der benötigten Art, Menge und Qualität zum richtigen Zeitpunkt und am richtigen Ort.

9
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Unternehmeneseigene Kennzahl: Lieferbereitschaftsgrad

Gibt Auskunft über die Ausführung und Zielerreichung im Lagerwesen, unterschieden in Anforderungsbereitschaftsgrad und Mengenbereitschaftsgrad.

10
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Lagerumschlagshäufigkeit

Gibt an, wie häufig der Lagerbestand pro Jahr durch Ein- und Auslagerung gewechselt wurde; berechnet als Lagerabgang pro Jahrø Lagerbestand\frac{\text{Lagerabgang pro Jahr}}{\text{ø Lagerbestand}}.

11
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Durchschnittliche Lagerdauer (in Tagen)

Berechnet als Zahl der Tage pro PeriodeLagerumschlagsha¨ufigkeit\frac{\text{Zahl der Tage pro Periode}}{\text{Lagerumschlagshäufigkeit}}.

12
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Einkaufsportfolio-Matrix: Strategische Artikel

Artikel mit hohem Einfluss auf das Unternehmensergebnis und hohem Beschaffungsrisiko; erfordern langfristige Lieferantenbeziehungen.

13
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Einkaufsportfolio-Matrix: Engpassartikel

Artikel mit geringem Ergebniseinfluss, aber hohem Beschaffungsrisiko, bei denen die Mengen- und Bestandsicherung im Vordergrund steht.

14
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Einkaufsportfolio-Matrix: Hebelartikel

Artikel mit hohem Ergebnispotenzial bei geringem Beschaffungsrisiko; ermöglichen die Ausnutzung der Einkaufsmacht.

15
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Einkaufsportfolio-Matrix: Unkritische Artikel

Artikel mit geringem Ergebniseinfluss und geringem Beschaffungsrisiko; Fokus liegt auf der Steigerung der Prozesseffizienz.

16
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Single Sourcing

Beschaffungsstrategie, bei der sich ein Unternehmen bewusst für nur einen Lieferanten entscheidet, um eine dauerhafte Partnerschaft aufzubauen.

17
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Modular Sourcing

Beschaffung von vor- oder fertigmontierten Modulen (z.B. Sitzsysteme) von Systemlieferanten statt einzelner Materialien.

18
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Global Sourcing

Ausdehnung der Beschaffungsaktivitäten auf internationale Quellen, oft zur Senkung der Einkaufskosten in Low-Cost Countries.

19
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Just-in-Time-Beschaffung (JiT)

Prinzip der fertigungssynchronen Beschaffung, bei dem ein idealerweise lagerloser Zufluss des Materials aus der Umwelt erfolgt.

20
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Bruttobedarf

Der gesamte Materialbedarf einer Materialart pro Planperiode inklusive Ausschuss, Schwund und direktem Weiterverkauf.

21
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Nettobedarf

Die effektive Beschaffungsmenge, berechnet als Bruttobedarf minus Lagerbestände und bereits bestellte, aber noch nicht gelieferte Mengen.

22
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Stückliste

Tabellarische Form der Erzeugnisstruktur, die Auskunft über die art- und mengenmässige Zusammensetzung eines Erzeugnisses gibt.

23
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Synchronisation (Bedarfsanpassung)

Vollständige Anpassung der Materialbedarfe an die Produktions- und Absatzmengen, was zu minimalen Lagern führt.

24
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Emanzipation (Bedarfsanpassung)

Beibehaltung einer konstanten Produktionsmenge trotz Absatzschwankungen, was zu hohen Lagerbeständen führen kann.

25
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Eskalation (Bedarfsanpassung)

Kombination aus Synchronisation und Emanzipation durch eine treppenförmige Anpassung der Produktion an den Absatz.

26
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ABC-Analyse

Verfahren zur Einteilung von Gütern nach ihrem Anteil am Gesamtwert (A-Güter: ca. 7080%70-80\,\%, B-Güter: 1020%10-20\,\%, C-Güter: 510%5-10\,\%).

27
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XYZ-Analyse

Klassifizierung nach Prognosegenauigkeit: X (regelmäßig/schwankungslos), Y (trendmäßig/saisonal), Z (unregelmäßig/zufällig).

28
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Optimale Bestellmenge (xoptx_{opt})

Die Menge, bei der die Summe aus Beschaffungs- und Lagerhaltungskosten ein Minimum bildet; Formel: 200×M×ap×q\sqrt{\frac{200 \times M \times a}{p \times q}}.

29
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Bestellpunktsystem

Lagerhaltungsoptimierung, bei der eine Bestellung ausgelöst wird, sobald die Vorräte auf eine festgelegte Meldemenge absinken.

30
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Bestellrhythmussystem

System mit fixen Bestellzeitpunkten, bei dem die variablen Bestellmengen basierend auf dem Lagerabgang festgelegt werden.

31
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Supply Chain Management (SCM)

Das Management der Beziehungen zwischen allen Funktionsbereichen der Wertschöpfungskette, vom Lieferanten bis zum Kunden.

32
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Postponement

Die Verlagerung der Variantenvielfalt möglichst nahe an den Endkunden, um Bestände über die gesamte Kette hinweg zu reduzieren.