Law & Economics – Ökonomische Theorie des Deliktsrechts (Kapitel 4)

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Vokabelkarten zu den Kernbegriffen der ökonomischen Theorie des Deliktsrechts (Kapitel 4, Law & Economics).

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24 Terms

1
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Deliktsrecht (tort law)

Rechtsgebiet, das sich mit den Rechtsfolgen unerlaubter Handlungen befasst und präventiven Schutz bieten soll.

2
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Schadensersatzrecht (im weiteren Sinne)

Alle Normen, die die Verlagerung eines Schadens vom Geschädigten auf den Schädiger regeln.

3
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Haftungsrecht

Teil des Schadensersatzrechts; klärt, ob ein Ereignis dem Grunde nach einen Schadensersatzanspruch begründet.

4
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Schadensrecht (im engeren Sinne)

Teil des Schadensersatzrechts; bestimmt Umfang und Inhalt eines Schadensersatzanspruchs.

5
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Verkehrssicherungspflicht

Grundsatz, nach dem derjenige, der Gefahrenquellen schafft, zum Schutz Dritter notwendige Vorkehrungen treffen muss.

6
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Gefährdungshaftung

Verschuldensunabhängige Haftung für Risiken, die einer Person generell zugewiesen sind; deutsches Pendant zur ‚strict liability‘.

7
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Verschuldenshaftung

Haftung aufgrund schuldhafter Pflichtverletzung, typischerweise bei Unterschreitung eines Sorgfaltsstandards.

8
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Strict Liability

Regel, bei der der Schädiger für den gesamten Schaden haftet, unabhängig von Fahrlässigkeit oder Vorsatz.

9
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Sorgfaltspflicht

Rechtlicher Mindeststandard an Vorsichtsmaßnahmen, dessen Einhaltung Haftung ausschließt.

10
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Sorgfaltspflichtregel (negligence rule)

Haftungsregel: Haftung nur, wenn der Schädiger den gesetzlich festgelegten Sorgfaltsstandard unterschreitet.

11
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Coase-Theorem

Aussage, dass bei vernachlässigbaren Transaktionskosten Parteien durch Verhandlungen effiziente Lösungen finden können.

12
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Transaktionskosten

Kosten von Verhandlungen, Informationen, Emotionen oder strategischem Verhalten, die effiziente Verträge verhindern können.

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Externalität

Kosten oder Nutzen, die bei Dritten anfallen und nicht im Marktpreis enthalten sind (z. B. Unfallfolgen).

14
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Erwartete soziale Kosten

Summe aus Vorsichtskosten (w·x) und erwarteten Unfallkosten p(x)·A; durch Minimierung erhält man Effizienz.

15
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Effizientes Vorsichtsniveau (x*)

Vorsichtsmaß, bei dem Grenzkosten der Vorsicht den Grenznutzen verhinderter Schäden genau entsprechen.

16
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Kompensationsparadoxon

Phänomen, dass bei bilateraler Vorsicht weder reine Strict-Liability- noch Keine-Haftung-Regeln zu Effizienz führen.

17
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Bilaterale Vorsichtsmaßnahmen

Situation, in der sowohl Opfer als auch Schädiger das Unfallrisiko durch eigenes Verhalten beeinflussen können.

18
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Learned Hand-Regel

Fahrlässigkeit liegt vor, wenn Grenzkosten der Vorsicht kleiner sind als Grenzschadenswahrscheinlichkeit × Schaden (w < −p′A).

19
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Mitverschuldenseinwand

Einwand, der die Haftung des Schädigers reduziert oder ausschließt, wenn das Opfer ebenfalls Sorgfaltspflichten verletzt hat.

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Aktivitätsniveau

Umfang einer potenziell gefährlichen Tätigkeit; beeinflusst Unfallwahrscheinlichkeit zusätzlich zum Sorgfaltsniveau.

21
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Ultimativer Träger des Schadens

Partei, die nach der Haftungsordnung letztlich die Unfallkosten trägt und daher alle relevanten Risiken internalisiert.

22
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Sprungstelle (bei Sorgfaltspflicht)

Diskontinuierlicher Anstieg der erwarteten Kosten, wenn das Vorsichtsniveau den gesetzlichen Standard unterschreitet.

23
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Administrative Kosten

Gerichts-, Anwalts- und sonstige Verfahrenskosten, die zusätzlich zu Schaden und Vorsichtskosten anfallen.

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Fehler des Gerichts

Systematische oder zufällige Abweichungen bei Schadensermittlung, Verursacherbestimmung oder Standardsetzung; beeinflussen Haftungsanreize.