Allgemeine Chemie im WiSe 2024/2025 – Musterlösungen (Vokabeln)

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Kompakte Vokabelfragen zu Schlüsselbegriffen der Musterlösungen: Phasen, Dispersion, Isotope, Reaktionsgleichungen, Thermodynamik, Kinetik, Bindungen, Elektrochemie, und Spektroskopie.

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67 Terms

1
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Phase

Abgegrenzte Menge eines einheitlichen Stoffes; homogen, optisch einheitlich; durch scharfe Grenzflächen von anderen Phasen abgegrenzt.

2
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Dispersionsmittel

Kontinuierliche Phase einer Dispersion; die dispergierte Phase liegt darin fein verteilt; z. B. Öl in Wasser oder Wasser in Öl.

3
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Dispersion

System aus zwei oder mehr Phasen, bei dem eine Phase kontinuierlich (Dispersionsmittel) und mindestens eine dispergiert ist; neigt zur Entmischung.

4
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Aerosol

Dispersion von flüssig in gasförmig (Nebel) oder fest in gasförmig (Rauch).

5
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Emulsion

Flüssig-in-flüssig-Dispersion, z. B. Wasser-in-Öl (Handcreme) oder Wasser-in-Öl-Vinaigrette.

6
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Suspension

Aufschlämmung von festen Teilchen in einer Flüssigkeit; heterogen.

7
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Lösung

Homogene Mischung, in der gelöste Teilchen auf Molekül-Ebene mit dem Lösungsmittel wechselwirken; meist kleinste Teilchen.

8
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Suspension vs. Lösung vs. Emulsion (Beispiel/Unterscheidung)

Suspensionen: fest-in-Flüssig (heterogen); Lösungen: homogen (fest/gelöst in Flüssigkeit); Emulsionen: Flüssig-in-Flüssig.

9
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Phase (Dispersion) – Beispiel für Portale

Dispersionssysteme bestehen aus kontinuierlicher Phase (Dispersionsmittel) und dispergierter Phase; z. B. Öltröpfchen auf Wasser.

10
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Phase (thermodynamisch)

Abgegrenzte Menge eines einheitlichen Stoffes, homogen, optisch einheitlich, durch Grenzflächen abgegrenzt.

11
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Isotop

Atomhülle mit gleicher Protonenzahl, aber unterschiedlicher Neutronenzahl; verschiedene Nuklide desselben Elements.

12
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Monoisotopisch

Element mit nur einem stabilen Nuklid; besitzt genau ein stabiles Isotop.

13
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Isobare Nuklide

Nuklide mit derselben Massenzahl A, aber unterschiedlicher Protonen-/Nukleonenzusammensetzung.

14
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Isobare – Beispiele

Beispiele: Elemente oder Nuklide mit identischer Massenzahl, aber verschiedene Zusammensetzungen; z. B. m=40 Ar vs. 40 Ca.

15
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Nuklid

Beliebige Kombination aus Protonen und Neutronen im Atomkern; definierte Massenzahl A, Ordnungszahl Z.

16
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Elektronenaffinität (EA)

Energieaufnahme oder -abgabe beim Aufnahme eines Elektrons durch ein Atom; oft negativ, d. h. Energie wird beim Elektronenaufbau frei.

17
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Ionisierungsenergie (EI)

Energie, die benötigt wird, um ein Elektron aus einem Atom zu entfernen; EI ist positiv.

18
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Elektronegativität (EN)

Bestreben von Atomen, Bindungselektronen anzuziehen; steigt von links unten nach rechts oben im PSE; Edelgase ausgenommen.

19
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Edelgasregel

Bestreben, in Verbindungen die Elektronenkonfiguration der jeweils benachbarten Edelgasekonfiguration zu erreichen.

20
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Oxidationszahl

Formale Zuordnung der Elektronen in Verbindungen; dient zum Bestimmen von Redoxreaktionen.

21
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Redoxreaktion

Chemische Reaktion mit gleichzeitiger Reduktion und Oxidation zweier Teilchen.

22
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Oxidationsmittel

Stoff, der andere Stoffe oxidiert; selbst reduziert.

23
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Reduktionsmittel

Stoff, der andere Stoffe reduziert; selbst oxidiert.

24
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Nernst-Gleichung

Zusammenhang E = E0 + (RT/zF) ln(activityOx/activityRed) zwischen Potentialen und Aktivitäten.

25
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Standardpotential (E0)

Standardpotential einer Halbzelle unter Standardbedingungen; Referenzwert für Nernst-Gleichung.

26
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Gitterenergie

Energie, die frei wird, wenn sich ein festes Ionenkristall aus Gasphasen bildet; hängt von Ionenladungen, Abständen ab.

27
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Hydrathülle/Hydratation

Schicht aus Wasser um gelöste Ionen; beeinflusst Dampfdruck und Löslichkeit in Lösungen.

28
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Katalysator

Beschleunigt eine Reaktion, ändert ggf. Mechanismus, beeinflusst nicht die Lage des Gleichgewichts; selbst unverändert.

29
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Aktivität

Effektive Konzentration in Lösungen; definiert als ai = γi c_i / c°; Relevanz im MWG.

30
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Löslichkeitsprodukt (KL)

Produkt aus den Gleichgewichts-konzentrierungen gelöster Ionen in gesättigten Lösungen; KB- oder KL-Wert.

31
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Molare Masse (M)

Masse von 1 Mol eines Stoffes in Gramm; Verhältnis aus Atommassen/Summe der Formwelemente.

32
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Formelmasse (F)

Summe der Atommassen der Elemente einer chemischen Verbindung; bezogen auf 1 Molekül.

33
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Mol

Basisgröße der Stoffmenge; 6,022×10^23 Teilchen pro Mol; Einheit zur Quantifizierung chemischer Stoffmenge.

34
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Molvolumen (Vm)

Molare Volumen eines Gases: Volumen, das 1 Mol Gas bei bestimmter T und p einnimmt (z. B. 22,414 L/mol bei 0 °C, 1 atm).

35
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Dichte

Masse pro Volumen; z. B. Dichte g/mL oder kg/m^3; temperatur- und druckabhängig.

36
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Siedepunkt/Gefrierpunkt

Temperaturen, bei denen Dampfdruck die Umgebungsbedingungen bzw. Gefrierpunkt erreichen; beeinflusst durch intermolekulare Kräfte.

37
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Latente Wärme

Enthalpie, die bei Phasenübergängen (Schmelzen/Verdampfen) ohne Temperaturänderung zugeführt/abgegeben wird.

38
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Hess’scher Satz

Gesamtenthalpie eines Reaktionswegs ist die Summe der Enthalpien der Teilschritte; Zustandsgrößen.

39
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Entropie (S)

Maß für Unordnung/Anordnung; Änderungen bei Reaktionen beschrieben; S↑ bedeutet größere Unordnung.

40
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Gibbs-Energie (ΔG)

Freie Energieänderung, Bestimmung, ob Reaktion spontan ist: ΔG = ΔH − TΔS.

41
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Le Chatelier

Prinzip, wonach ein System auf eine Störung reagiert, indem es versucht, die Störung zu mindern.

42
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MWG (Massenwirkungsgesetz)

Beziehung der Reaktanten- und Produktkonzentrationen durch Koeffizienten; Gleichgewichtszustand.

43
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Neutralpunkt/Äquivalenzpunkt

pH-Wert, bei dem Lösung neutral ist (OH− = H3O+); Äquivalenzpunkt entspricht vollständiger Neutralisation.

44
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Indikator

Stoff, der den Äquivalenzpunkt einer Titration durch Farbwechsel markiert; muss saure/basieformen zweier Form unterscheiden.

45
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Puffer

Lösung, die durch Zugabe von Säure/Base den pH-Wert annähernd konstant hält; wirkt gegen Störungen.

46
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pH/Wert

Minuslogarithmus der Aktivität von H3O+ in Lösung; Maß für saure/basische Lösung.

47
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pOH

Minuslogarithmus der Hydroxidaktivität; zusammen mit pH ergibt sich pH + pOH = 14 (bei 25 °C).

48
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pKS/pKB

Negativer Logarithmus der Säure-/Base-Konzentration; Maß für Stärke von Säuren/Basen.

49
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Phasendiagramm von Wasser

Phasendiagramm mit Tripelpunkt und kritischem Punkt; außergewöhnliche Schmelz-/Dampfdruckverläufe von Wasser.

50
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Kern-Nuklid-Relation

Isotope, Nuklide, Z, A; Beziehung N(n) = A − Z; Isobare, etc.

51
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Orbitale

ℓ bezeichnet Bahndrehimpuls; m Magnetquantenzahl; s, p, d, f Orbitale mit charakteristischen Formen.

52
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Knotenflächen

Orte/Flächen, an denen die Wellenfunktion Ψ null ist; im Kern verschiedenartige Orbitale gekennzeichnet.

53
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VSEPR-Modell

Elektronenpaar-Abstoßungsmodell zur Vorhersage der Molekülgeomtrie (ABnEm).

54
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Hybridisierung

Aufbau geometrischer Orbitale durch die Kombination von s- und p-Orbitalen; erklärt Tetraederform u.a.

55
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Lösungsmittel/Dispersionsmittel vs. Dispersions-Phase

Unterscheidung, welches Teilchen kontinuierlich ist; welches fein verteilt.

56
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Walx/Fluss von Elektronen in Metallen

Elektronen als Elektronengas, p-T Zustand: Bändermodell; Leitung durch frei bewegliche Elektronen.

57
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Gitterenergie – Vergleich AgBr vs. AgI

Abstand und Ladung bestimmen Gitterenergie; größere Ionen → schwächere Anziehung, geringere Gitterenergie.

58
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Bal eher: Reaktive Stoffe – Starke/Schwache Säuren/Basen

KS/KB bzw. pKS/pKB-Werte geben Stärke; starke Säure/Base nahezu vollständige Dissoziation; schwache kaum.

59
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Säure/Base (Bronsted-Lowry)

Säure gibt Proton ab, Base nimmt Proton auf; Neutralisation: H+ + OH− ⇌ H2O.

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Haber-Bosch (NH3)

N2 + 3 H2 ⇌ 2 NH3; Beispiel für stöchiometrische Reaktion; starke Relevanz in Ammoniak-Synthese.

61
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Rydberg-Formel (RYDBERG)

Für ein-Elektronen-Systeme: λ- oder ΔE hängt nur von n1, n2 ab; Übergänge erzeugen Spektrallinien.

62
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Bindungsarten

Chemische Bindungen: metallisch, ionisch, kovalent; Elektronenbeteiligung unterschiedlich.

63
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Kationen/Anionen

Kationen tragen positive Ladung, Anionen negative Ladung; zentrale Bausteine in Salzen.

64
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Katalysator – Auswirkungen

Erhöht Reaktionsgeschwindigkeit, beeinflusst Mechanismus, ändert nicht Aktivierung Energie ΔG signifikant.

65
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Oxidationszahlen – Beispiele

Zahl, die Elektronenbilanz in einer Verbindung angibt; nützlich zur Feststellung von Redox-Reaktionen.

66
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MWG – dimensional losen Ausdruck

Verwendung von Partialdrücken in MWG, oft durch Normaldruck geteilt, um Dimensionslosigkeit zu erlangen.

67
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Aktivität vs Konzentration

Aktivität ai = γi c_i/c°; Idealverdünnte Näherung a ≈ c; reale Lösungen Abweichungen durch γ.