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Verantwortungsethik
Ethik, die Verantwortung für die Folgen des Handelns betont, besonders für zukünftige Generationen.
Hans Jonas
Philosoph der Verantwortungsethik und Autor von Das Prinzip Verantwortung.
Pflichtethik / Deontologie
Moral richtet sich nach Pflichten und Regeln, nicht nach Folgen.
Immanuel Kant
Philosoph der Vernunft und Pflichtethik.
Guter Wille
Einzig absolut moralisch gutes Motiv laut Kant.
Handlung aus Pflicht
Handlung aus moralischer Pflicht, nicht aus Vorteil oder Gefühl.
Freiheit nach Kant
Selbstbestimmung durch Vernunft.
Autonome Ethik
Moralische Regeln werden durch eigene Vernunft bestimmt.
Heteronome Ethik
Moral wird von äußeren Einflüssen bestimmt.
Kategorischer Imperativ
Moralisches Gesetz, das für alle Menschen gelten soll.
Menschenwürde
Jeder Mensch besitzt eigenen Wert und darf nicht ausgenutzt werden.
John Locke
Philosoph des Liberalismus und der Naturrechte.
Naturrechte
Angeborene Rechte auf Leben, Freiheit und Eigentum.
Gesellschaftsvertrag
Vertrag, durch den Menschen einen Staat bilden.
Jean-Jacques Rousseau
Philosoph der Volkssouveränität und Mitbestimmung.
Volkssouveränität
Das Volk besitzt die höchste politische Macht.
Allgemeiner Wille
Gemeinsamer Wille der Gesellschaft zum Wohl aller.
Aristoteles
Griechischer Philosoph der Tugend- und Staatslehre.
Zoon politikon
Mensch als Gemeinschaftswesen.
Tugend
Gute charakterliche Haltung für ein gelungenes Leben.
Monarchie
Herrschaft eines Einzelnen zum Wohl aller.
Tyrannis
Missbrauchte Alleinherrschaft.
Aristokratie
Herrschaft weniger guter und gebildeter Menschen.
Oligarchie
Herrschaft weniger reicher oder mächtiger Menschen.
Politie
Gute Mischform der Herrschaft vieler.
Demokratie (negativ bei Aristoteles)
Herrschaft der Masse nur im Eigeninteresse.
Friedrich August von Hayek
Vertreter des Liberalismus und freien Marktes.
Liberalismus
Politische Idee von Freiheit und wenig Staatseingriff.
Zentralplanung
Wirtschaftliche Kontrolle durch den Staat.
Thomas Hobbes
Philosoph des Naturzustands und starken Staates.
Naturzustand
Zustand ohne Staat und Ordnung.
„Krieg aller gegen alle“
Beschreibung des unsicheren Naturzustands bei Hobbes.
Hannah Arendt
Philosophin von Macht, Gewalt und Totalitarismus.
Macht
Gemeinsames Handeln mit Zustimmung der Menschen.
Gewalt
Zwang und Unterdrückung durch Machtmittel.
Totalitarismus
Herrschaftssystem mit vollständiger Kontrolle über Gesellschaft.
Thomas von Aquin
Christlicher Philosoph des Naturrechts.
Naturrecht
Vorstellung einer natürlichen und göttlichen Ordnung.
Gerechter Krieg
Krieg nur unter moralisch erlaubten Bedingungen.
Hans Kelsen
Vertreter des Rechtspositivismus.
Rechtspositivismus
Trennung von Recht und Moral.
Reine Rechtslehre
Wissenschaftliche Betrachtung des Rechts ohne Moral.
John Austin
Rechtsphilosoph, der Recht als Befehl des Staates sah.
Souverän
Höchste staatliche Autorität.
Gustav Radbruch
Rechtsphilosoph der Radbruchschen Formel.
Radbruchsche Formel
Extrem ungerechte Gesetze gelten nicht als Recht.
John Rawls
Philosoph moderner Gerechtigkeitstheorie.
Schleier des Nichtwissens
Gedankenexperiment für faire Regeln.
Urzustand
Situation ohne Wissen über eigene gesellschaftliche Stellung.
Gerechtigkeit
Faire Verteilung von Rechten und Chancen.
Thomas Pogge
Philosoph globaler Gerechtigkeit und Menschenrechte.
Globale Gerechtigkeit
Gerechte Bedingungen zwischen armen und reichen Staaten.
Utilitarismus
Moralisches Prinzip des größtmöglichen Glücks.
Jeremy Bentham
Begründer des klassischen Utilitarismus.
Nutzenprinzip
Handlung ist richtig, wenn sie Glück maximiert.
John Stuart Mill
Erweiterte den Utilitarismus um geistige Freuden.
Platon
Griechischer Philosoph der Ideenlehre.
Dreiteilige Seele
Seele besteht aus Vernunft, Mut und Begierde.
Höhlengleichnis
Gleichnis über Unwissenheit und Erkenntnis.
Philosophenkönig
Herrscher, der durch Wissen zur Wahrheit gelangt.
Neurobiologie
Wissenschaft über Gehirn und Nervensystem.
Determinismus
Alles ist durch Ursachen bestimmt.
Willensfreiheit
Fähigkeit, frei Entscheidungen zu treffen.
Kompatibilismus
Ansicht, dass Freiheit und Determinismus vereinbar sind.